Altersvorsorge

Der Geist ist willig

Alle wissen: Das Geld wird im Alter knapp. Doch Orientierungslosigkeit und Überforderung machen den Menschen die Vorsorge schwer. Von Nadine Oberhuber und Patrick Bernau

Lesermeinungen zum Beitrag

10. März 2008 12:11

Wann kommen endlich die unabhängigen Berater?

Markus Weber (Weber74)

Der Beitrag weist zurecht darauf hin, dass nicht nur die Politik, sondern im Besonderen auch die Berater für die Verschreckung der Bürger und damit für fehlende Altersvorsorge verantwortlich sind. Wie soll sich denn der Bürger versichern und dabei in private Hände einen guten Teil seiner Altersvorsorge geben, wenn seriöse Beratung nicht gewährleistet wird. Solange das Grundübel, nämlich die durch Provisionszahlungen zwangsnotwendig fehlende Neutralität und Seriösität der Berater nicht beendet wird, wird der Bürger auch in Zukunft nicht gerne in die Altersvorsorge investieren.

Der Gesetzgeber und die Versicherungswirtschaft sollten endlich umstellen und die Beratung auf Honorarbasis fördern. Ein vernünftiges Beratungsgespräch über die Altersvorsorge sollte es dem Staat nachfolgend auch Wert sein, die hierdurch anfallenden Honorare steuerlich abzugsfähig zu gestalten.

Nur bei wirklich unabhängiger Beratung kann der Bürger Vertrauen fassen und ist letztlich auch durch die Haftpflicht des Versicherungsberaters hinreichend in seinem Investment geschützt.

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10. März 2008 11:50

Der Geist ist willig

Werner Eickhoff (WernerEickhoff)

Immer wieder werden Grundversorgung und Luxus in einen Topf geworfen. Nur dann kann man ernsthaft glauben, der Porsche sei wichtiger als das Brot. Solange es in diesem Land Menschen gibt, die Hungern und andere, die morgens vor der Garage stehen und nicht wissen mit welchem Auto sie fahren sollen, wird der Geist immer unwilliger, auch wenn die Chance daran etwas zu ändern gering ist..

Und ob die Versicherungsvertreter lieber Herr Rawolle wirklich eine Vollhaftung abgeben, muss bezweifelt werden, denn dann müsste das Produkt ja das 10fache kosten.

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10. März 2008 11:38

Die Politik ist schwach

Lars Kuntermann (Leserlein)

Für viele Menschen lohnen sich die privaten Rentenvorsorgeprodukte nicht. Es droht ihnen, dass sie trotz Sparens nicht mehr im Alter sondern nur weniger während der Ansparphase haben, da ihre gesetzliche Rente unter dem HartzIV-Satz (inkl. Zulagen für Heizung etc.) liegen wird, ihre private Vorsorge aber auf eventuelle Sozialtransfers angerechnet wird. Wer nicht spart hat derzeit häufig Vorteile zu erwarten. Betroffen sind sehr viele Bürger. Alle die Netto den Durchschnittsverdienst oder weniger bekommen.

Das Ziel war es mit Hilfe der geförderten Vorsorgeinstrumente 15%Sparquote zu erreichen. Nur dann besteht lt. den Befürwortern der Vorsorgeprodukte die Möglichkeit im Alter ohne Abstriche zu leben.
Die Gesamtsparquote der Gesellschaft liegt jedoch laut Statistischem Bundesamt noch immer nur knapp über 10% und hat sich seit der Einführung von Riester, Rürup und der betriebl. Altersvorsorge auch fast nicht verbessert.

Handelt es sich eventuell um ein extrem teures Programm ohne Wirkung?

Auch die von z.B. Prof. Raffelhüschen prognostizierten 8% Rendite pro Jahr mit Aktien sind bisher nicht erreicht worden. Dax, Stoxx 50 und Euro-Stoxx 50 sind seit dem Winter 1998 fast unverändert. Abzuziehen sind Inflation und Gebühren.

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10. März 2008 09:51

Ein Artikel der es verdient gelesen zu werden

Stephan Rawolle (StephanRawolle)

Sicher, als Versicherungsmakler, ist es immer schön, dass potentielle Kunden seitens der Presse aufgefordert werden „etwas“ zu tun. Stellt sich nur die Frage: was sollte man tun?! Dies kann nicht ohne weiteres beantwortet werden. Denn ein jeder hat unterschiedliche Vorstellungen, Wünsche und Ziele. Diese können Laien, die sich nicht tagtäglich mit dem Finanz- und Vorsorgewesen beschäftigen, nicht einmal im Ansatz vernünftig ausgestalten. Sie kennen überhaupt nicht die Möglichkeiten und Fallstricke etwaigerProdukte. Somit ist es der erste wichtige Schritt, sich ein Bild darüber zu machen, wie sich Ihre Ist-Situation darstellt, wo Sie später „hinwollen“ und wie viel Sie das kostet, wenn Sie nicht mehr in der Lage sind Erwerbseinkommen zu generieren – weil Sie schlicht und ergreifend in Rente sind. Da kann und muss Ihnen, selbst als Frustrierter oder Orientierungsloser, Beratung abverlangt werden. Und zwar von der Stelle, dass derjenige welcher die Beratung bei Ihnen vollzieht, dafür voll haftet. Kompetenz und persönliche Haftung des Vermittlers sind das A & O einer unabhängigen und vernünftigen Finanzberatung – nur müssen Sie es zulassen.
Wenn Sie später auf eigenen Füßen stehen bleiben wollen, müssen Sie etwas tun.
Stephan Rawolle

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