
Finanzmärkte sind nach meiner Einschätzung auf dem subjektiven Zufall aufgebaut, insofern können sie nur Wahrscheinlichkeiten anbieten - und keine strenge Antworten. Man kann zwar zu jedem Argument auch ein Gegenargument finden, so wie zu „groß“ immer „klein“ gehört. Aber was ist dabei gewonnen? Finanzmärkte sind nämlich geschickter, sie sind dreiwertig. Die wichtige Frage bei jedem Investment ist das „Vielleicht“, also das, was wir bei unserer Entscheidungsfindung übersehen haben könnten (oder gar nicht wissen können und nie wissen werden) und am Ende festlegt, ob es nach oben oder unten geht. Stimmt die Richtung (zufällig) mit unserer Entscheidung überein, sind wir (selbst)zufrieden. Stimmt die Richtung nicht überein, halten wir die Finanzmärkte gerne für irrational oder unlogisch. Die Frage, ob möglicherweise etwas an unserer Logik nicht stimmt, stellen wir nicht. Sollten wir aber!

All das und noch viel mehr solcher Einsichten sollten eigentlich Binsenweisheiten sein..... und ich wundere mich immer wieder, wie entsetzlich wenige Menschen mit dem Begriff Wahrnehmung ÜBERHAUPT etwas afangen können, oder sich selbst für immun für Wahrnehmungsirrtümer halten.