
die bei 7000 Punkten im zweiten Halbjahr 2008 schon wieder All-time-high-Kurse sehen wollten. Charttechniker sind doch alles Verrückte, die dafür bezahlt werden, einem hinterher zu sagen, warum die Börse nur so laufen konnten und nicht anders. Jetzt übertreiben sie wieder in die andere Richtung... Nach der Bankenkrise, den fast betrügerischen Beratungen der Deutschen Bank für Kommunen und Unternhemen, Kreditgeschäft ohne Bonitätsprüfung etc. etc. etc. müsste nun doch jedem klar sein, dass in der Finanzwirtschaft Leute arbeiten, die nun gar nichts können und deshalb auch keinen vernünftigen Job ausfüllen können ;-)) Ich bin Bankkaufmann...

Wer als Privatanleger in Aktien und Fonds investiert ist, sollte sich auch von diesem Szenario nicht schrecken lassen. Jeder "Börsianer" kennt das Spiel, Aktien fallen oder steigen. Mir scheint es viel wichtiger, dass die Amerikaner endlich das Leben auf Pump eindämmen. Zuerst die Häuser, jetzt die Kreditkarten, dann die Autokredite und dann? Allerdings war und ist doch eine "überdurchschnittliche Kreativität" bei der Gestaltung von Finanzprodukten gefordert. Die Gewinne mussten doch von Quartal zu Quartal steigen, wurden die Vorgaben der Analysten nicht erreichte, wurde gnadenlos abgestraft. Jetzt läuft das Spiel in die Gegenrichtung, Differenzierung ist nicht mehr gefragt, alle sind gleich schlecht! So kommen auch stabile Banken in den Sog und die Wertvernichtung geht munter weiter. Aktienkurse fallen, die Kredite müssen mit EK unterlegt werden, dieses wurde jedoch gerade an der Börse vernichtet, also muss neues EK her! Erst wenn diese Abwärtsspirale durchbrochen ist kann es wieder aufwärts gehen, dann wird sich die Weltwirtschaft stabilisieren und die Amerikaner haben hoffentlich gelernt, dass ein Leben auf Pump verdammt teuer ist.