Marc Faber hat unter Pessimisten eine treue Fangemeinde

Im Gespräch: Marc Faber

„Wir stehen am Beginn einer Weltrezession“

Spezial Kurzfristig profitieren die Aktienmärkte von der Rettung der amerikanischen Hypothekenfinanzierer. Viele zweifeln jedoch die Nachhaltigkeit der Entwicklung an. So verspürt der renommierte Vermögensverwalter Marc Faber im FAZ.NET-Gespräch derzeit wenig Kauflust: „Es wird künftig günstigere Gelegenheiten für Anleger geben als im Moment.“

Lesermeinungen zum Beitrag

10. September 2008 21:15

Wahrscheinlich - und hoffentlich - unwahrscheinlich

Werner Schmidt (banker-schmidt)

An geringere Wachstumsraten im weltweiten Wirtschaftsgefüge werden wir uns wohl gewöhnen müssen. Das hat es aber auch schon früher gegeben. Ein ganz großes Debakel stellt allerdings das us-amerikanische Leistungsbilanzdefizit dar. Die USA sind - ob durch Georg W. Bush zu verantworten oder nicht - am Ausbluten, aber immer noch eine starke und innovative Kraft. Nach Bush ist ein Ende des gefährlichen Leistungsbilanzdefizits allerdings wohl möglich, sofern die politischen Weichen neu justiert werden.

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10. September 2008 14:12

An zwei Herren weiter unten

Uli T (ywendala)

Aufgabe der Presse ist, zu einer Sache verschiedene Ansichten aufzuzeigen, auf dass der mündige Bürger sich selber ein Urteil bilde. Täte sie es nicht, käme mit Sicherheit wer anders daher und würde über die einseitige Berichterstattung schimpfen. Das nur am Rande..

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10. September 2008 13:26

Weiterer Faktor unberücksichtigt

Ernst Meier (ernst48)

Der enorme Kurszerfall an den Börsen hat noch einen weiteren Grund, der bisher in keiner Publikation genannt wurde: Druch die arrogante Politik George W Bushs und der NATO ist das Ende der Globalisierung unvermeidlich. Das globale Weltendorf wird sich in drei bis vier Blöcke aufgliedern und der internationale Handel wird stark behindert sein. Ich sehe den DAX in drei bie vier Jahren auf einem Niveau von ca. 900 Punkten.

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10. September 2008 12:37

Günstige Gelegenheiten

Fionn Huber (fionn)

Die Börsenbaisse verleiht Aktien mit hohen Dividenden Anziehungskraft. Die gesunkenen Kurse bieten Chancen und haben die Attraktivität von Unternehmen (vor allem in Deutschland und in der Schweiz m.M.n.) mit hoher Dividendenausschüttung erhöht. Man muss sich allerdings fragen, ob solche Unternehemen in den nächsten zwei bis drei Jahren trotz dem gegenwärtigen wirtschaftlichen Abschwung gute Ergebnisse melden werden können.

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10. September 2008 12:36

Schwarzmaler

Rüdiger Kimpel (rkimpel)

Darauf habe ich längst gewartet, dass ein "Neunmalschlauer" mit diesem Weltuntergangsszenario daherkommt. Das ist genau so Schwachsinn, wie das mit den Ölpreisen von 250 US$. Warum muss man so etwas überhaupt publizieren?. Man verängstigt nur Investoren.

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10. September 2008 11:49

Weltrezession

Werner Eickhoff (WernerEickhoff)

Schon wieder ein Expert, der uns erzählen will was los ist. Wie wär’s wenn die Herren sich einmal zusammentäten und ein gemeinsames Urteil abgäben. Tagtäglich hören wir: Es wird besser, es wird schlechter, es wird besser, es wird ganz schlimm, es wird besser … und am Schluß Frau Merkel, die meint: Alles werde gut! Die Menschen brauchen einigermaßen verlässliche Aussagen, wie es weitergeht, denn sonst könnte es tatsächlich den Crash und eine Weltrezession geben. Leider sind weder die Politikführer noch die Wirtschaftsführer dazu in der Lage uns einen Rahmen für die nächsten 12 Monate zu geben, denn auch sie denken nur an sich bzw. ihr Amt und nicht an die Aufgabe.

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10. September 2008 10:52

Weltrezession

Siegfried Warnstedt (swarnstedtg)

Eine Apokalypse jagt die nächste. Wo legen asiatische und russische Unternehmen ihre Gewinne an? Womöglich in London und kaufen sich einen Fußballklub. Oder kaufen sich eine Insel. Wo bleibt das konstruktiv Produktive? Banker erheben den Anspruch besser zu sein als Politiker - sind sie das tatsächlich?

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10. September 2008 00:05

Hyperinflation??

Matthias Rüttgen (MRuettgen)

Wo soll es die Hyperinflation geben? In Europa oder den USA? Das wäre doch eine komplette Katastrophe! Kann da nicht nachgehakt werden, wenn so ein Wort fällt!

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09. September 2008 22:40

Herr Faber hat verstanden

Dieter Spethmann (dspeth)

dass durch die Hinwendung unserer Politiker zu immer mehr "übernationalen Einrichtungen" die Übersichtlichkeit unserer eigenen Staatswesen und Volkswirtschaften weniger und weniger gegeben ist. Eine der schlimmsten Erscheinungsformen solcher übernationaler Passion ist der Euro. Wir werden bald erkennen, dass in zehn Jahren dieser Multi-Kulti-Währung die schwächeren Teilnehmer immer schwächer geworden sind und weiter werden. Oder will uns jemand erzählen, irgendein mediterranes Euro-Land könne demnächst sein Russengas in Rubel bezahlen?

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09. September 2008 21:09

Meine größte Position ist Gold

Konrad Fit (Einstein-1)

Herzlichen Glückwunsch, Herr Marc Faber ! Sie haben klare Worte gefunden, und es gehört Mut dazu, der FAZ zu sagen " die USA sind pleite ". Der Goldpreis könnte kurzfristig, tatsächlich bis auf ca 740 $ fallen. Die Schweizer Nationalbank verkauft z.Z. extrem viel Gold, und auf der anderen Seite kaufen die Chinesen ungern in einen fallenden Goldpreis. Ausserdem werden die meisten Wetten auf dieses Edelmetall bei 750 $ wertlos verfallen.

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