
wenn die daraus erzielten Gewinne in Krisenzeiten zur Stabilität beitragen?" Diese Frage von Melita Zimmermann (06.10.08) ist in ihrer rechtfertigenden Begründung nicht ganz vollständig. Es ist zu berücksichtigen, dass ein nicht unerheblicher Teil der erzielten Gewinne als Dividende an die Investoren ausgeschüttet wird und nicht mehr im früheren Umfange vorsorglich zur Bildung von offenen und verdeckten Rücklagen oder gar Rückstellungen für die innovativen Risiken Verwendung findet. Die verhängnisvolle kurzfristige Betrachtungsweise der zeitgenössischen Kapitalgeber hat auch hier die einst am langfristigen Unternehmensbestand ausgerichtete Geschäftspolitik korrumpiert. "Ich will Spaß - jetzt!"

Betr.: WestLB und Poullain Von Herrn Poullain wurde aus 2 Landesbanken die WestLB geschaffen, die unter seiner Führung nicht mehr eine Landesbank mit Regionalprinzip sein wollte, sondern Konkurrent der großen Geschäftsbanken. Damit wurde das erste Mal das Regionalprinzip durchbrochen und seitdem gibt es keinen erkennbaren großen Unterschied mehr zwischen Sparkassenbereich und Privatbanken. Die Meinung von HerrnPoullain dazu wäre interessant zu erfahren. Nach den Erfahrungen der letzten Zeit drängt sich die Erkenntnis auf, dass das System von Sparkassen mit einem auf die Kommune beschränkten Wirkungskreis und Landesbanken entsprechend auf das Bundesland beschränkt gar nicht so schlecht ist. Vielleicht kommen die Politiker auf die vernünftige Idee, dahin wieder zurückzukehren. Sparkassen mit einem den Privatbanken vergleichbaren Angebot sind nicht nötig.

In der Tat, zwei halbstaatliche Banken haben die Marktwirtschaft verraten. Fannie Mae und Freddie Mac. Beide sog. Government sponsored Enterprise; erfüllen damit einen staatlichen Auftrag. Das staatsnahe Banken ein ausgezeichnetes Rating erhalten (wie die allermeisten Staaten auch) ist naheliegend. Wenn man also schon der Polemik folgt -die jede Eigenverantwortung des Kreditnehmers negiert-, dass Banken Häuslebauer ruiniert haben, dann hat der allumsorgende Vater Staat -durch seinen verlängerten Arm- diese Häuslebauer runiniert. Jetzt den bösen privaten Banken die Schuld in die Schuhe zu schieben, ist viel zu einfach. Genauso der Freudensprung über das "Ende des Liberalismus/Kapitalismus". Bisher hat keine einzige private deutsche Bank einen Steuercent verbraten. Staatsbanken hingegen zig Milliarden! Vater Staat kann einen Markt nicht besser beherrschen als die Akteure selbst. Marktwirtschaft bringt gelegentliche Rezessionen mit sich. Die glorreiche Alternative des Sozialismus hingegen ständige Wohlstandsverluste. Es ist erstaunlich, warum nun plötzlich an einem System gezweifelt wird, was uns seit 60 Jahren eine beständige Wohlstandsmehrung -in allen Bevölkerungsschichten- bringt.

In Deutschland ist das Häuslebauen ein Luxus, nicht so in den Staaten. In den Staaten war es bis vor einem Jahr die richtige Sparanlage. Deshalb haben sich Millionen von Leuten verschuldet (fuer moeglicherweise 35 Jahre). Nun ploetzlich funktioniert es nicht mehr - so wie der Butterberg. Die Loesung? Kommunismus funktioniert nicht, Freie Martwirtschaft hat grad 'ne Krise. Loesung? Keine Loesung.

Die An- und Einsichten des Herrn Poullain sind u.a. so wohltuend, weil sie eigene Überzeugungen, lange gehegt, bekräftigen. Dabei drängen sich 2 Fragen auf: 1. Warum sind solche Erkenntnisse, die fraglos verbreitet vorhanden waren und sind, nicht viel eher publik geworden? Besteht da eine verdeckte Zensur, die eine Veröffentlichung zur Not mit dem Argument der Systemunbequemlichkeit verhindert? 2. Wieso gerät das Postulat einer Eigenkapitalrendite von 25 Prozent nicht jedenfalls in die Nähe von Sittenwidrigkeit? Es gab doch einmal die Vokabel "Wucher". Ob der Wunsch der Banker, immer mehr Geld zu haben, "zutiefst menschlich" ist, mag etwas übertrieben formuliert sein. Menschlich ja, aber zutiefst menschlich sollte auch eine soziale Komponente enthalten, die im Verhalten der Gier besessenen Hasardeure nicht ohne weiteres erkennbar ist. Im Übrigen erscheint der Hilferuf an den Staat seitens der bis dato unbekümmert drauflos gewinnenden freien Marktwirtschaftler obszön und erhärtet die Forderung nach deren Verlustbeteiligung, nachdem jahrelang im Aufschwung bedenkenlos Gewinne exorbitanter Dimensionen eingefahren wurden.

Dieser Article ist wirklich gut - endlich mal Hintergrund Information von einem Experten. Ich lebe seit 18 Jahren in den Staaten, und verstehe diese Wirtschaft wirklich nicht. Die letzten 2 Wochen haben es offenbar gemacht, das ich nicht der Einzige bin der es nicht versteht... Gruesse aus den Staaten...leider ist diese Krise weltweit. Burkhard

Ich will den Herrn Ackermann jetzt nicht vor TV-Kameras, womöglich noch in einer dieser Talk-Schwatzrunden sehen, sondern in seinem Büro am Arbeiten. Wenn er seinen Laden so durch die Krise bringt wie bisher, dann ist er jeden Cent seines Einkommens wert.

Herr Poullain hat das Wesentliche zu diesem Thema auf den Punkt gebracht, aber leider einige Jahrzehnte zu spät. Möglicherweise überlebt der heutige Extrem-Kapitalismus nach Investment-Bankerart noch die aktuelle Krise, doch die nächste Krise kommt bestimmt. Es ist nur noch eine Frage der Zeit, bis das gesamte System instabil wird und in sich zusammenfällt. Das "Experiment" Kapitalismus ist gescheitert, wenn nicht tatsächlich das Wunder geschieht, dass der größte Teil der Banker zur Einsicht kommt und entsprechend reagiert: die Gier nach immer mehr Geld so stark einschränken, bis das System wieder stabil wird. Die Wahrscheinlichkeit dafür ist jedoch von Null kaum noch zu unterscheiden.

Wo sind sie jetzt, die feinen Herren Nadelstreifen-Träger, die sich doch immer so gerne als Wohlstandsretter der Welt vor den Kameras tummelten? Von dem werten Herrn Ackermann jedenfalls hat man lange nichts mehr gesehen?. Hat er kein Wort der Erkenntnis für uns doofe Sparerschafherde? Mag er kein Wort der Beruhigung, der Entschuldigung, der menschlichen Größe zeigen? Und mit ihm all die anderen, die sich die Vernichtung von echten Werten in der echten Wirtschaft in Billionengröße an die Brust heften können. Traurig ist es, dass sich Vorstände ihre sogenannte Verantwortung jahrelang fürstlich alimentieren ließen - und wenn es darum geht, diese Verantwortung einzulösen, einfach abtauchen. Und die wenigen, die sich noch zeigen, haben es plötzlich alle nicht so gewollt, waren schon immer dagegen, wußten vor Jahren schon um das Risiko. Ein Bankervolk nur aus Widerständlern gewissermaßen... peinlich so etwas! Und übrigens: Eine, verzeihung, beliebige Putzfrau hätte all dies nicht schlechter machen können. Die hätte danach aber wohl mehr Anstand bewiesen.

Den Beitrag fand ich so gut, dass ich mir den ausdrucke. Alte Banker Schule!

Ich glaube entscheidend ist eher der Satz, dass man es immer machen würde. Eine freie Marktwirtschaft wird alles ausprobieren. Der Unterschied bei der Bankenkrise ist nur, dass sie im Prinzip auf einem Betrug basiert. Einem Betrug der dadurch entsteht, dass etwas ohne realen Gegenwert verkauft wird. Dessen Wert aber durch eine elitäre Gruppe bestimmt wird und nachvollzogen werden kann. So kann man aus einem Dollar - 30 Dollar machen. Dumm, dass man dieses Spielchen nicht ohne Ende spielen kann und die Realität nicht die einholt, die diese Fantasie ersponnen haben. Auch sind die Auswirkungen weit größer als dies bei einem großen Unternehmen, das an die Wand gefahren wird, der Fall ist. Die Zurückbesinnung auf die alten Werte ist wünschenswert. Doch ohne Beschränkung von Hochrisikogeschäften und einem Umdenken in Managerkreisen zu mehr Nachhaltigkeit in der Wirtschaft wird ein ähnlicher Ausgang vorprogrammiert sein...

Wenn "besönnen" nicht der Konjunktiv von "sich sonnen" sein soll, dann wäre "besännen" einzig und allein richtig :) Sorry, aber auch bei einer Weltwirtschaftskrise darf man sich nicht gehenlassen.

...war ein umstrittener Banker seiner Zeit und nahm nach den Querelen mit der WestBL notgedrungen seinen Hut, weil er nicht mehr zu halten war. Ihn als Wegweiser zu präsentieren ist daher völlig abwegig. Da lobe ich doch eher das Statement des ehem. Vorstandsmitglieds der DBank AG, Dr. Michael Endres, vom 19.09.2008 im Heute-Journal bei Hr. Kleber zu den Ursachen und Gründen der Finanzkrise, die er im Interview dort treffend schilderte. (Quelle: ZDF.de - Heute-Journal - am 19.09.08 als Video zu sehen). Im Übrigen darf nicht übersehen werden, dass gerade das Missmanagement der unter staatlicher Aufsicht fungierenden Institute/Landes-Banken etc. zur Krise mehrheitlich beigetragen haben.

auf der Höhe der Zeit zu sein! Er wirft die deutschen und amerikanischen Banken in einen Topf, rührt um und verbreitet eine undifferenzierte Sichtweise aller nun vorhandenen Probleme. Weshalb sollen 25% Rendite v. St. unanständig sein, wenn die daraus erzielten Gewinne in Krisenzeiten zur Stabilität beitragen? Und waren es nicht die Journalisten und Analysten, die bereits meckerten, wenn in einem Quartal die Rendite nicht die des vorherigen Quartals übertraf? Wer immer mehr fordert, darf sich anschließend nicht wundern, wenn die Banken immer kreativer werden um die vorgegebenen Ziele zu erreichen. Herr Poullain kann man mit seinem Alter entschuldigen, aber auch er musste zu seiner Zeit Gewinne erwirtschaften, was ihm (soweit ich mich erinnere) nicht immer zur vollen Zufriedenheit gelang. Was bei der HRE passierte ist wohl ein einmaliger Vorgang, der nicht verallgemeinert werden darf. Alle, an der Rettungsaktion Beteiligten sollten dankbar sein, dass Ackermann seine Experten nach Dublin schickte, bevor das Desaster scheibchenweise bekannt wurde. Wie kann die gesamte Branche in Sippenhaft genommen werden, wenn unfähige Manager und Aufsichtsräte der HRE den eigenen Laden nicht im Griff haben?

Die Kritik am Bankensystem und seinem Management ist angesichts des angerichteten Schadens wohlfeil. Bei den Staatsbanken wüten in Vorständen und Aufsichtsräten vornehmlich abgehalfterte Poltiker. Bei den Privatbanken sind es die Juristen und die Volkswirtschaftler, welche Vorstände und Aufsichtsräte dominieren. Eine Spezies aber vermißt man durchgehend: Kaufleute und speziell Bankkaufleute, welche ihr Metier noch von der Pike auf als Lehrling gelernt und mal direkt mit dem Kunden konfrontiert waren. Kaufmannschaft ohne damit verbundene persönliche Haftung für kaufmännische Vorgänge gibt es nicht (mehr). Ohne solide Kaufmannschaft aber, entwickelt sich jede Gesellschaft (AG/GmbH) schnell mal zu einer kriminellen Geldvernichtungseinrichtung und zu einem Spielerzirkel zum Schaden der Kunden und Einleger. Die Herren und Damen Politiker, Juristen und Volkswirtschaftler sollten statt zu Banken, besser in die einschlägigen Spielcassinos gehen und ihr eigenes Geld verzocken. Noch besser: Diese Leute dürften per Gesetz niemals Vorstand oder Aufsichtsrat einer Bank oder eines Industrieunternehmens werden. Hier liegt der eigentliche Handlungsbedarf der Politik.

Warum wird eigentlich nicht darüber gesprochen, dass die meisten der jetzt in den Focus der Kritik geratenen Banker - wie alle Top-Manager von Unternehmen - letztendlich Angestellte der Unternehmenseigentümer sind ? Ich kann mir kaum vorstellen, dass diese Top-Manager (von wenigen Ausnahmen abgesehen) eine Unternehmenspolitik verfolgen können, hinter denen die Eigentümer nicht stehen. Besonders die hohen variablen Vergütungen sollen ja gerade sicherstellen, dass sie tun, was die Eigentümer wollen - warum sonst sollten Letztere so viel Geld für sie ausgeben ? Wenn bei den Eigentümern eines Unternehmens (z.B. bei einem großen Aktionär) die reine Unvernunft regiert, ein Top-Manager deshalb etwas tun muss, was das Unternehmen und damit seinen fachlichen Ruf schädigt, und er deshalb später keine neue Führungsaufgabe in einem Unternehmen mehr findet, muss die Abfindung so hoch sein, dass er abgesichert ist. Wie egoistisch Großaktionäre auf Kosten eines Unternehmens sein können, beobachtet man derzeit am Beispiel der Frankfurter Börse. Also: Nicht die kritisierten Banker haben die Marktwirtschaft verraten, sondern die Eigentümer ihrer Banken ! Hier muss die Politik ansetzen.

Endlich sagt jemand die Wahrheit. Es sind nicht die persönlichen Lieblingsfeinde, die jeder jetzt gern an den Pranger stellen möchte. Es ist die menschliche Gier. Wer kann sagen, dass er nicht selbst dazu beigetragen hat?

"Die Krise kommt aus der Mitte der Gesellschaft. Sie ist die Folge unserer Ungezügeltheit. Die Krise kommt nicht aus dem Markt." Woher kommt die Krise denn dann? Diesen Teil des Interviews (am Anfang) verstehe ich nicht. Waren es nicht ungesicherte Häuserhypotheken (aufgrund der staatlichen Wohlfahrtspolitik in den USA, den Armen die Chance geben, eine Immobilie zu finanzieren), die untereinander weitergereicht wurden und nun die Bankenhäuser einstürzen lassen? Hinweise anderer Leser wären nett :-)

Also, dieses Interview gibt meiner fruheren gemachten These vor 2-3 Tagen recht, denn es waren die "Spekulanten" die als Schmarotzer sich in das Familienleben einmischten und zersetzten mit ihrer willkurlichen Habgier, nach noch mehr Geld, ganze z.B. amerikanische Familien und wurden dafur noch mit 700.000.000.000 Dollar belohnt. Diese "Bankleute" zwangen den amerikanischen Staat, zu handeln oder wir haben eine Weltwirtschaftskrise. Diese Art von Erpressungen zeichnen diese feigen und hinterlistigen Schmarotzer aus und sie leben danach. Der oder jeder Staat muss seine Burger vor solchen Investmentbankers schutzen und nun doch den eigentlichen unabhangigen Banker an die Hand nehmen. Wenn sich die Banken zuruck besinnen, wofur sie stehen, dann wird es in Zukunft solche Beispiele des internationalen Schmarotzertums nicht geben. Es ist nicht so, das Banker kein tolles Geld verdienen sollen, aber sie mussen auch in der Pflicht stehen, dem Schuldner und der Familie Schutz zu geben und faule und wahrlose Kredite zu verbieten. Jeder Staat hat die Pflicht, ihre Familien vor national und internationalen Gefahren bei zustehen, zu beschutzen, zu versorgen und in diesem Falle konnte der einfache Sparer und Renter ihr Hab und Gut verlieren.

Aber Hallo, liebe Mit-Leut, letztlich wollte mir eine sich auf dem Karriere-Trip befindliche Sparkassen-Bänkerin weismachen, daß das überzogene Giro-Konto kein Geschäft für die Sparkasse sei. Sie wollte mir weismachen, daß das für die Sparkassen ein Zulage-Geschäft sei. Ein Geschäft, bei dem sie zuzahlen müssen. Es soll ja ZeitgenossInnen und -Genossen geben, die viel Geld auf den Sparkassenbüchern mit Minmal-Verzinsung liegen haben und zeitgleich ihr Girokonto überziehen. Und von den 12 Prozent dazwischen kann "man" nicht leben? Kleinvieh macht auch Mist - viel Dummheit baut ebend viel, sehr viel Mist, gelle? Na klar fällt es auch damit schwer, ne Menge Scheinarbeiterinnen und Scheinarbeiter im Übermaß zu ernähren. Mit herzlichem Gruß und kühl-rauchendem Kopfe Ihr Mit-Leben und Nachbar Klaus Wagner Dat KlaKoWa

In der sozialen Marktwirtschaft wartet jeder jeden - nicht dauernd, aber auch nicht zu selten, weil an einer Stelle zuviel gewartet wird, während man andere Stellen vernachlässigt. Es ist nun passiert, keiner hat beim Finanzsystem von aussen ein überdrehen verhindert, sondern noch gefördert - da jeder von ihm profitieren wollte, wurden vielmehr noch höhere Drehzahlen dadurch angefacht, die dazu führten, daß es zu Lagerschäden gekommen ist. Das System nun zu begrenzen, kommt zu spät, da sich dieser Motor nun von selbst begrenzt hat, indem er zu Bruch ging. Hier ist nun also kein Begrenzen mehr notwendig, sondern eine Reparatur - und zukünftig einen Wartungsplan erstellen wäre auch nicht schlecht. Ab und zu mal, die Drehzahl und den Rundlauf wie die Leistungsaufnahme überprüfen, um dann einzuschreiten, solange die Probleme nur gering sind und nur die Verschleißteile davon betroffen sind.

Sehr geehrte Damen und Herren, ich muss schon sagen, wenn ich sehe, was sich in deutschen Wirtschaftsblättern so tut, bin ich zu tiefst erschrocken. Sie verdrehen mehr oder weniger massiv die eigentlichen Gründe. Die Krise hat NICHT die Bankergesellschaft hervorgerufen sondern die in der Weltgeschichte in solcher Form noch nie dagewesene Unverantwortlichkeit von der globalen, westlichen Regierungselite. Ich erinnere nur daran, wer die housing bubble in den Staaten verursachte ? Richtig der Congress mit Senat und der FED. Und dann sagen alle, jaaa, die bösen Banker sind Schuld. Warum begreifen die Menschen nicht endlich, dass es die Regierungen sind, die die Banker benutzen um sich ihrer eigenen Verantwortung zu entledigen ? Wenn der Zins vom Markt bestimmt werden würde und nicht durch manipulierte Statistiken in den jeweiligen Ländern künstlich unter gehalten wird, dann sehe es besser aus. Herr Poullain ich muss mich doch wirklich sehr wundern, wie Sie als ehemaliger Banker, ihr offensichtlich eigenes Metier so herabwürdigen können. Wirklich schade. Aber erlauben Sie mir diese Spitzfindigkeit: man sieht ja was aus der WestLB geworden ist ( oder in Fragmenten noch übrig geblieben ist... ). Arne Krueger

Endlich einmal jemand, der Klartext redet und offenbar weitaus mehr versteht vom Finanzsystem und von Banken als die Manager von IKB, Hypo Real Estate, der Deutschen Bank (Ackermann) und Co. Solange die Investmentbanker mehr verdienen als sogar die üppig bezahlten Vorstände der DAX-Unternehmen, muss wohl was faul im System sein. Warum sollte man eigentlich nicht Ludwig Poullain als Nachfolger des Managers von HRE einsetzen und ihn dann bei seinen Worten nehmen? Ich wünschte mir mehr Banker seiner Art. Nur gut, dass ich immer nach dem Grundsatz gehandelt habe "mein Geld kann ich immer noch besser verlieren als die Bankberater". Solange diese nicht am Risiko sich beteiligen, sondern nur Gewinn einstecken, wird sich am System nichts ändern

... diese Bank hat bisher jede Krise mitgenommen die der Markt bot. Ganz nebenbei: die "gebündelten" Kreditpakete kamen nicht von irgendwelchen Banken, sie kamen von halbstaatlichen Banken. Halbststaatliche Banken, die Häuslebauern ohne ausreichende Bonität Kredite zur Verfügung gestellt haben; Häuslebauer die ohne jede Rücksicht konsumiert haben. Es scheint sehr einfach, nun die bösen freien Banken für alles verantwortlich zu machen. Solange halbstaatliche Banken Gelder vergeben konnten, ohne sich ernsthaft darüber Sorgen machen, dass die Kohle auch zurückfliesst, solange ist die alleinige Schuldzuweisung vollkommen fehl am Platze. Marktwirtschaft/Liberalismus heisst nichts anderes, als für die eigenen Fehler auch die Verantwortung zu tragen. Keine private Bank hätte diesen Häuslebauern Kredite gegeben. Der allwissende Vater Staat hat es aber getan.

"Die Begründung für die Rettung einer Bank ist immer das Systemrisiko. Bei einer - Entschuldigung - läppischen Bank wie der IKB kann ich kein Systemrisiko erkennen. Seit der Staatshilfe für die IKB kann sich doch jede Bank sicher fühlen, dass im Zweifel der Staat hilft."