Von Catherine Hoffmann
26. April 2004 Lange galt es als gesichert: Finanzmärkte sind ein Hort der Rationalität und Anleger kühle Rechner, die ihren Nutzen maximieren. Die Wirklichkeit sieht freilich anders aus. Die Geschichte der Börsen ist eine von Obsessionen, Irrtümern und Übertreibungen. Den rein rational handelnden Homo oeconomicus gibt es nicht.
Warum sonst entstehen Blasen und warum platzen sie? Warum gibt es so wenige Investoren, die dauerhaft erfolgreich sind, und so viele, die schlechter abschneiden als der Markt?
Weil es in der Wirtschaft vor allem um Menschen geht und nicht um Zahlen. Mit dem Verhalten der Anleger befaßt sich die Behavioral Finance, eine Lehre, die Psychologie und Ökonomie verbindet. Wissenschaftler wie Martin Weber, Professor für Finanzwirtschaft an der Universität Mannheim, spüren den emotionalen Schwachstellen der Anleger nach.
Seine Behavioral Finance Group analysiert, was die Anleger alles falsch machen und was sie verbessern könnten. Mein Ziel ist es, die Leute zu rationaleren Entscheidungen zu bewegen, sagt Weber. Ich finde es schade, daß sie so viel Geld verlieren. Schon Investmentlegende Benjamin Graham wußte: Das größte Problem der Anleger - und ihr schlimmster Feind - sind wahrscheinlich sie selbst.
Die angehängten Links beinhalten einige Hinweise darauf, was und warum Anleger typischerweise falsch machen und wie man sich gegen derartige Fehler wappnen kann. Außerdem findet sich darunter auch noch ein Link (Archiv: Mit Selbsterkenntnis zum Erfolg) zu einer Artikelsammlung, die sich schon früher einmal diesem spannenden Thema widmete.
Text: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, 25.04.2004, Nr. 17 / Seite 59
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Soso, Frau Y. geht es also nicht um die Macht....
00:05Lehrgeld ? Es hat eben keiner "gelernt"
23:46