Erst einmal durchatmen: Dieser Händler an der New Yorker Börse musste raus und frische Luft schnappen

Finanzkrise

Wege aus dem Desaster

Es sind nicht nur die Aktienkurse, die fallen. Vielmehr löst sich das bisherige Finanzsystem auf. Jetzt kommt es nicht nur darauf an, die Folgen abzufedern. Es gilt auch, Regeln für eine neue, stabilere Ordnung zu finden. Das ist möglich. Von Christian von Hiller

Lesermeinungen zum Beitrag

07. Oktober 2008 16:38

Desaster für alle

Dieter Wundrak (wundi)

Alles, was in diesem Artikel "Desaster"hier steht, kann ich bejahen. Darum sage ich , arbeiten wir ab sofort alle an unserer Zukunft. Geld darf nicht an erster Stelle im Leben sein und den Wirtschaftsführern sage ich, streben sie den optimalen Gewinn und nicht den maximalen Gewinn in ihrer Firma an. Die freie Marktwirtschaft wird wie die Planwirtschaft keinen Erfolg haben. Einzig die soziale Marktwirtschaft hat eine Zukunft. Dies sagt ihnen ein ehemals gewesener Deutscher, jetzt ein Schweizer (seit 35 Jahren eingebürgert und kein Steuerflüchtiger) und zudem ein ehemaliger Banker mit Freude an seinem Beruf. Jetzt jedoch pensioniert. Ich schäme mich für meine frühere Lehrbank, auf englisch "Hypo Real Estate". Damals hiess sie noch Bayrische Hypotheken und Wechsel-Bank. Und da gab es auch noch eine Bayerische Vereinsbank und auch ein Bayrische Staatsbank. Alles Top Banken. Man hat sie alle fusioniert und verschwunden sind sie. Und jetzt gibt es einen Huber, mit verantwortlich in der Bayerischen Landesbank, der von all den Geschäften seiner Bank nichts gewusst hatte. Und die Quittung hat er bekommen. Die CSU hat seit vielen Jahren die absolute Mehrheit verloren, was ja sicher gut ist, um sich neu zu positionieren.

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30. September 2008 22:03

Exodus in die neue Weltordnung allein hilft .... Wer suchte der findet!

Rüdiger Kalupner (Ruediger_Kalupner)

Die Genialität im Evolutionsprozess hat in der Systemkrise immer eine genial-einfache Exodus- und Übergangslösung in die folgende Akzelerationsordnung im Angebot. Man muß nur nach ihr suchen, um den Crash-Exodus zu vermeiden. Das hinreichende Evolutionsprojektwissen ist abrufbar bei Google - unter dem Suchbegriff: Evolutionsprojektwissen. 'Welchen Wunders höchstes Glück'!

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30. September 2008 16:37

Land(rückgabe) für Frieden?

Sophia Orti (rum)

"Es wäre verführerisch, zur Lösung dieses Problems frisches Geld zu schaffen", "Vielmehr müssen die amerikanischen Verbraucher dazu gebracht werden, ihre Sparquote anzuheben", "Genauso muss der amerikanische Staat seine übermäßige Auslandsverschuldung zurückführen", "Eine Lösung der Krise müsste diese Länder einbinden: China, Japan, Kuwait, Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate".

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30. September 2008 15:48

Das System ist stets dann gefährdet, wenn

Karl-Heinz Andresen (khaproperty)

einzelne Gruppen verrückt spielen. Ziehen die Einleger/Sparer alle ihre Gelder aus den Banken ab, kracht`s. Werten alle Finanzinstitute Umsatz und Gewinne konsequent nach oben, so man ihnen Gelegenheit gibt durch extrem niedere Zinsvorgaben, kracht`s schließlich auch. Treiben Unternehmen ihre Expansion global mit ständig steigenden Raten voran und voran, kracht`s am Ende zwangsläufig. Neue Regeln braucht es nicht. Die guten alten tun es sehr gut. Man muß sich nur auf sie besinnen. Nicht Herdentrieb und Bewußtsein der Lemminge, sondern Besinnung und Selbstvertrauen sind gefordert. Es tut weh, Bewertungen sinken zu sehen, Geld und Arbeit zu verlieren. Dennoch geht´s weiter und wenn man dazulernen konnte, am Ende auch besser.

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30. September 2008 14:50

Alles Mumpitz

Andreas Frick (Hephaistos)

Der Autor hat es leider nicht verstanden. Die Krise ist durch die viel zu niedrigen Zinsen entstanden. Es wurden dadurch viel zu viele Kredite vergeben und an Leute, die die nie zurückzahlen konnten. Das ganze wurde auch von der riesigen Gier der Banker getrieben, die Renditen von 20% und mehr pro Jahr erzielen wollten, trotze der niedrigen Zinsen. Die Aufsicht durch den Staat hat auch versagt, weil sie nicht für eine strenge Bilanzierung der Risiken gesorgt hat. Es war möglich, die Risiken zu verstecken. Die Ablösung der Bilanz nach HGB war eine riesige Dummheit. Daß das irgendwann zum Crash führen mußte, ist eigentlich ganz einfach zu sehen. Wir müssen nun einfach wieder solide werden und nicht mehr über unsere Verhältnisse leben. Das wird sehr hart werden, denn wir müssen auch noch unsere alten Schulden begleichen.

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30. September 2008 13:06

Vogelstrausspolitik in der Spielhölle

Konstantin Schneider (bundesboy)

Konnte man bis vor kurzer Zeit wenigstens noch der Meinung sein, dass Las Vegas und New York glücklicherweise weit genug auseinanderliegen, so würde man derzeit doch eher begrüssen, wenn sich die Spieler in beiden Städten endlich einmal in die Augen sehen könnten und dadurch die Chance hätten zu begreifen, wie pervers ihr Spiel eigentlich war. Noch aber scheint die Vogelstrausspolitik vorzuherrschen.

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30. September 2008 12:15

Zustimmung,Herr Keim

Markus Teuber (arathorn)

Diejenigen,die jetzt so hochgradig närrisch rufen :"Dann laßt das System doch zusammenkrachen" (und unter diesen Narren finden sich auch die Zahllosen in den USA,die offenbar ihre Abgeordneten mit entsprechenden mails,Telefonanrufen usw. so bearbeitet hatten,daß diese bei der gestrigen Abstimmung die Nerven verloren),wissen gar nicht ,was sie da rufen !! Oder aber ,sie gehören zu den Kreisen,die den "Systemabsturz" (und der würde sich ja nicht nur auf das Bankensystem allein beziehen,snodern auf die gesamte Weltwirtschaft und in der Folge dann auf die Gesellschaften der einzelnen Ländern an sich) bewußt wollen,weil sie mit einem entweder linksextremen oder rechtsextremen "System" liebäugeln !

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30. September 2008 11:53

Guter Rat ist schwer erhältlich

Robert Schrey (etiterum)

Diejenigen, die diese Krise haben kommen sehen und sozusagen einen Zugang zu ihrem Verständnis haben, sind in der Regel auf der Verkäuferseite positioniert. Die Äusserungen dieser Leute sind interessegeleitet.

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30. September 2008 11:37

Unsinnige Annahmen, die im Artikel getroffen werden

B. Keim (bkeim)

Durch den Credit-Crunch den wir momentan erleben droht die gesamte Wirtschaft zum Erliegen zu kommen. Wenn in einer solchen Situation der Staat für zusätzliche Liquidität sorgt, versucht er nur verlorene Liquidität, sprich Geld, dem Wirtschaftskreislauf wieder zuzuführen. Wer sich mit dem Geldmultiplikator des Geschäftsbankensystems beschäftigt, sollte dies wissen. Keine Kredite mehr zu vergeben war einer der Hauptgründe für die Schwere der Weltwirtschaftskrise.

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30. September 2008 11:08

wenigstens einer der die Frage stellt

Peter von Katow sen. (Katow)

Nach Lektüre des heutigen Preßspiegels ist unser Autor anscheinend der einzige, der überhaupt noch die Frage stellt, ob wieder Verluste sozialisiert werden, während die Gewinne privatisiert bleiben. Warum soll ausgerechnet bei den Banklümmeln der Fall nicht nach dem Hochmut kommen? Daß die USA auf Pump und insbesondere mit Hypotheken finanzierten Pump leben, wurde seit Jahren in den Wirtschaftsteilen durchgekaut. JEDER mußte es wissen. Wenn man schon meint, auf das Panikgeschrei der Finanzwelt heinfallen zu müssen, dann staatliche Mittel doch nur bei vorheriger Rückführung der in den letzten 10 Jahren von der jeweiligen Bank ausgeschütteten Dividenden. Wer das nicht leisten kann oder will, soll seine Aktien auf einen Staatsfonds als Sicherheit übertragen müssen. Auch wenn Staatsfonds natürlich stinkt.

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30. September 2008 10:56

Macht endlich Schluß mit den Beschönigungen!!! Teil 2

Wolfgang Benner (newsfactory.com)

Amerika hat keine Kraft, Triebfeder für eine Lösung zu sein. Hier kommt vielleicht Europa ins Spiel, obwohl hier erst einmal die gleichen Fehler gemacht werden, um die Krise zu meistern. Aber möglicherweise ist hier die Lernfähigkeit (Betonung liegt auf Fähigkeit!) größer. Jedoch sehe ich (noch) nicht die Akteure, die den Verstand und den Mut haben, sich zu Wort zu melden. Herr Ackermann und Konsorten sind es jedenfalls nicht, die sind einfach nur Gefangene ihres eigenen Systems oder hochgradig kriminell. Fakt ist jedoch, daß der Boden dieser Krise noch nicht erreicht ist - aber erreicht werden muß, um neue und richtige Regeln einzuführen. Die Finanzbranche mit Steuergeldern zu entschulden ist keine Lösung! Damit wird die Krise nur verlängert. Hier denke ich an das alte Sprichwort "lieber ein Ende mit Schrecken, als ein Schrecken ohne Ende"! Richtig, Finanzkrisen sind unvermeidlich. Aber eine Finanzkrise dieses Umfangs, der noch nicht zu übersehen ist, schon. Noch einmal: Hört auf diese Krise wissenschaftlich erklären zu wollen!

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30. September 2008 10:49

Wege aus dem Desaster

Siegfried Bauer (Siggi40)

Banken und Hedge-Fonds sitzen auf Spielgeld (Derivate) in Höhe von 1600 Billionen $. Die Kredite, mit denen diese Derivate finanziert wurden, müssen bald zurückgezahlt werden!! Erst vergangene Woche hatten Regierung, Bundesbank und BaFin betont, das deutsche Bankensystem sei robust. Die Spareinlagen der Verbraucher gelten unverändert als sicher. Oder: Wer jetzt noch seiner Bank einen Cent anvertraut, den bestraft das Leben. Wenn schon Bankangestellte die Matratzenbank vorziehen .... noch ist der Goldpreis günstig. Die erforderliche weltweite Währungsreform wird nicht 2:1 oder 10:1 sein, sondern 1.000.000:1 Nur so kann der Finanzmarkt wieder in Ordnung gebracht werden.

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30. September 2008 10:42

Macht endlich Schluß mit den Beschönigungen!!! Teil 1

Wolfgang Benner (newsfactory.com)

Es muß doch irgendwann aufhören: Für alles Gründe zu suchen und zu finden, die eine solche Situation wie die Finanzkrise als nachvollziehbar und logisch zu beschreiben. Es ist nicht die Maßlosigkeit einzelner Akteure - es ist die Maßlosigkeit aller Akteure des gesamten Finanzsystems und in Amerika aller Politiker, die ja größtenteils aus diesem System kommen, um dieses System mit der passenden Politik auch am Leben zu halten. Die Meinung eines Ökonomen ist doch nur blanke Theorie und auch nur der verzweifelte Versuch etwas zu erklären, was eigentlich nicht erklärt werden muß. Das beschriebene System wurde überhaupt erst erzeugt, um diese gewinnbringenden Geschäfte machen zu können. Die angebliche Kombination aus "langer Phase hohen und stabilen Wachstums mit niedrigen Zinsen" war doch nur das "Deck-Mäntelchen" für das ungestörte Ausweiten dieses Systems. Sogar diese Kombination wird sich bald als Informationsente herausstellen. Warum fallen Wirtschaftsjournalisten eigentlich immer auf solche "Geschichten" herein? Die beschreibene Lösung ist undurchführbar und schon in den 1980iger Jahren aus dem hut gezaubert worden. Schon damals waren die USA hoch verschuldet, die Sparquote gering und die Auslandsverschuldung riesig.

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30. September 2008 10:30

Reißerisch

Klaus Hill (morchel)

Der Artikel ist reißerisch und übertrieben. Die "Vermögenswerte", die am Aktienmarkt angeblich "vernichtet" wurden, wurden auch dort "erschaffen". Der Markt ist zurück auf dem Stand von Herbst 2006 und immer noch doppelt so hoch bewertet wie 2003. Aus dem Ballon wurde in den letzten Tagen nur etwas Luft herausgelassen. Immer noch besser, als wenn er platzt.

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