Analyse

Die Finanzmarktkrise als Informationsproblem

Die Käufer forderungsbesicherter Wertpapiere wussten zu wenig über die Risiken. Allerdings verstanden die Verkäufer die Subprime-Kette sehr gut. Von Gerald Braunberger

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29. August 2008 15:39

Wie Finanzmarktkrisen entstehen

Dieter Spethmann (dspeth)

Die sub-prime Krise wurde evident, als viele Kreditnehmer dieser Kategorie ins Stottern kamen. Andere Kategorien folgten, weitere werden folgen. Übersteigt der hieraus resultierende Abschreibungsbedarf einer Gläubigerbank ihr Haftungskapital, ist der Notfall da. Parallel dazu entwickelt sich Misstrauen unter Banken, die, weil ängstlich geworden, einander nicht mehr wie gewohnt mit Kurzfristkrediten aushelfen. Eine Regierung kann als „lender of last resort“ eingreifen, wenn der Finanzminister die nötige Liquidität über Staatsanleihen aus dem Markt bekommt. Wird aber die Notenbank eingesetzt, stolpert man von Scheinlösung zu Scheinlösung. Der Bürger beobachtet richtigerweise die Inflationsrate, kann sich aber selbst nicht schützen. Er ist immer der "Geschädigte letzter Instanz,“ entweder über Inflation oder über Steuererhöhung oder über beides.

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