Schwer bewaffnet und mit angeblich christlichen Werten ausgestattet: die „Patriots” in Rawles gleichnamigem Roman

Amerikanischer Bestseller: „Patriots“

Wie das Ende unserer Welt zu überleben ist

Gerade wurde James Wesley, Rawles, der Mann mit dem Komma im Namen, noch belächelt, jetzt ist er vielgelesener Prophet des Untergangs. Sein Groschenroman „Patriots“ trifft den Nerv der Zeit und spielt mit der Zukunftsangst der Amerikaner. Von Jordan Mejias, New York

Lesermeinungen zum Beitrag

09. Mai 2009 14:45

Unterschiedliche Denkmuster USA vs. Europa

Horst Trummler (Vandale6906)

Das hier vorgestellte Szenario erscheint mir nicht sehr realistisch. Natuerlich ist die derzeitige US Administration und Zentralbank dabei den $ zu entwerten. Als Schuldnerland mit Glaeubigern im Ausland (vorwiegend Asien die ihre eigenen Exporte bezahlen) macht das fuer die USA Sinn. Die Massnahmen des derzeitigen Praesidenten sind auch nicht auf eine Reindustrialisierung und damit auf eine langfristig tragfaehige Wirtschaftsstruktur angelegt. Aber ich gehe davon aus das der Schaden der Praesidentschaft Obama's das Land zumindest nicht soweit herabwirtschaftet wie es in diesem Szenario beschrieben ist.
Der grosse Unterschied liegt im gaenzlich unterschiedlichen Denkmuster, der Perception (Aufnahme) gleicher Ereignisse und der daraus resultierenden Loesungswege. Waehrend z.B. der populaerste US Praesident der letzten 50 Jahre in Deutschland J.F. Kennedy ist, ist dies in den USA R. Reagan. Waehrend man in Deutschland die Antwort auf die Wirtschaftskrise mehr Sozialleistungen und Umverteilung ist und die Politik eine Art DDR light anstrebt, tendieren viele Amerikaner zur Selbsthilfe. Der destruktive Pazifismus der weite Teile der Deutschen Gesellschaft praegt ist den US Amerikanern fremd.
Vandale

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09. Mai 2009 14:20

Ahistorischer Ansatz

Thomas Berger (tberger)

Ein düsteres Bild: Zusammenbruch der Wirtschaft, Hyperinflation, keine Hilfe von Außen zu erwarten, Handlungsunfähigkeit der Regierung, Unruhen - wie soll man das überstehen?
Nun, zum Beispiel so, wie unsere Großeltern 1923/1924 überstanden haben. Denn diese Zeit sah auch nicht anders aus als die Vorstellungen von Kommarawles. Und soweit ich weiß, haben sich damals wenig Menschen in Eifelhügel eingegraben, sondern die Zähne zusammengebissen und ihren Job getan. Aber wer nur die Zähne zusammenbeißt, und seinen Job tut, ist ja ein langweiliger Spießer...

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09. Mai 2009 13:33

Robinson Crusoe

Sven Mueller (versmuellen)

das Ganze kann man bereits in Daniel Defoe's vor 290 Jahren veroeffentlichtem Roman "Robinson Crusoe" nachlesen, der so etwas wie der Urtext der anglo-amerikanischen Zivilisation zu sein scheint. RC sieht eine Fussspur im Sand und kann sich nur vorstellen, dass der unbekannte Andere ihn umbringen oder ihn zumindest seines Besitzes berauben wird. Zwei Jahre lang befestigt er deshalb seine drei Haeuser, baut Graeben, Schiessscharten, legt unheimliche Vorraete an, Fallen, legt Musketen bereit, lebt fast nur noch unterirdisch und hat staendig Stress und Angst. Das Perverse ist aber nun, dass er sich schon irgendwie auf den Moment, in dem die anderen angreifen und er sie vernichten kann, freut. So wie ich obigen Artikel verstanden haben, scheint das ja bei unserem modernen amerikanischen Autor auch nicht anders zu sein.

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09. Mai 2009 13:12

Der Amerikaner tendiert zur Selbsthilfe?

Rolf Joachim Siegen (rolfS2)

Tut er das? Dies waere noch zu belegen, Herr Tummler.

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