01. Juni 2006 Am 22. März 1966 hielt England den Atem an. Der Pokal für die Weltmeisterschaft wurde trotz schärfster Bewachung aus der Ausstellung der Westminster Hall gestohlen - diese Nachricht der BBC schockte das Fußball-Mutterland. Schließlich war der Coupe Jules Rimet nicht versichert. Die Experten von Scotland Yard waren ratlos, und auch die Lösegeldforderung in Höhe von umgerechnet 170.000 Mark führte nicht zum Ziel. Die Rettung kam in Gestalt des kleinen Terriers Pickles. Der Hund fand die Trophäe eine Woche nach ihrem Verschwinden in einem Londoner Vorort-Gebüsch wieder und bewahrte Gastgeber England so vor einer Blamage.
40 Jahre später würde der Fußball-Weltverband Fifa bei einem erneuten Diebstahl wohl wesentlich gelassener bleiben. Man hat nämlich aus der Geschichte gelernt und den seit 1974 verliehenen World Cup für 350.000 Euro versichert. Die Hamburg-Mannheimer bietet vor und während der Endrunde für fast alle Eventualitäten einen Versicherungsschutz, selbst gegen die Gefahren, die von terroristischen Anschlägen ausgehen. Fifa und OK haben bei dem Unternehmen gut zwei Dutzend Verträge mit einem Beitrags-Volumen von insgesamt etwa 10 Millionen Euro abgeschlossen.
Nur der Totalausfall ist nicht versichert
Sicher ist sicher: Diesem Motto folgend haben die Organisatoren nichts ausgelassen. Franz Beckenbauer ist versichert, ebenso die zwölf Stadien, die 736 Spieler, die 900 offiziellen Fahrzeuge, die 15.000 Volunteers, die 16.000 Ehrengäste und die drei Millionen Fans. Auch für den Fall, daß die WM noch verschoben oder wie 1986 in ein anderes Land verlegt werden muß, ist vorgesorgt. In diesem Fall wären 158 Millionen Euro fällig - etwa 20-mal so viel wie 1974.
Nur für den Totalausfall gibt es keine Police. Das kann sich niemand leisten, sagt Jürgen Görling, bei der Hamburg-Mannheimer Geschäftsführer Sports. Für dieses Horrorszenario hat die Fifa eine Anleihe für institutionelle Investoren über rund 260 Millionen Euro aufgelegt. Geht alles gut, bekommen die Anleger ihr Geld inklusive Zinsen zurück - wenn nicht, sind 75 Prozent der Summe weg.
Milliardengeschäft WM
Neben dem offiziellen Fifa-Partner wollen weitere Versicherer an dem Milliardengeschäft WM verdienen. Sie versichern Gaststätten gegen Hooligans oder Hotels gegen Gäste, die sich daneben benehmen. Eine reichlich verrückte Versicherung hat der Engländer Paul Hucker für rund 150 Euro abgeschlossen. Die British Insurance zahlt dem Fan der Three Lions 1,5 Millionen Euro, falls er aufgrund eines frühen Ausscheidens seiner Mannschaft bei der WM ein psychisches Trauma erleiden sollte.
Text: FAZ.NET mit Material von sid
Bildmaterial: dpa
| Tops | in % | |
| FMC | +2,10% | |
| Infineon | +1,35% | |
| ThyssenKrupp | +1,23% |
| Flops | in % | |
| MAN | −0,79% | |
| Volkswagen | −1,85% | |
| Commerzbank | −2,58% |
Schweinegrippe durch Trinkwasser übertragen
07:41@F.Reemtsma - Aktuell ca. 3.200.000 Arbeitslose - wohl nicht ganz aktuell
07:38Im links kommunistischen Tümpel fressen sich die drei Kröten gerade gegenseitig
07:32Nun gut, dann sehen wir einmal, was ausser - zutreffenden - aber bislang netten