
Hallo Herr Appel,
mit Ihrer kleinen Änderung was die Franzosen betrifft, warum nicht? Strophe 2 finde ich witzig: Ist's Bayernland? Ist's Bayernland... Nein... ;).
J. T.

Natürlich ist die Marseillaise älter. Ich wollte jünger schreiben.
Von Claude-Joseph Rouget de Lisle aus dem jahr 1972 ursprünglich unter dem Titel "Chant de guerre pour l'armée du Rhin".
Ich bitte um Verzeihung falls sich ein Franzose, um das Datum seiner Hymne betrogen gefühlt haben soll.
Français, en guerriers magnanimes, pardon!

Was meinen den die anderen? Ich für meinen Teil würde sagen, ja gerne!
Ich teile zwar nicht die Meinung der GEW aber eine Hymne sollte von jedem Deutschen gesungen werden können und wollen. Vor allem will ich keine einzelne Strophe als Nationalhymne. Das ist ein Armutszeugnis.
Auch bin ich gegen jede Art von komplett neuer oder moderne Hymne da eine solche tiefe Verbundenheit aller Deutschen ausdrücken soll.
Gut wäre eine welche zudem friedlich ist.
Mit selbst würde "Was ist des Deutschen Vaterland" gefallen. Mit einer kleinen Änderung welche unsere heutigen Gefühle/Verständnis zum Ausdruck bringt. In Strophe 8 aus Feind mach Freund.
Sie wäre wenig älter als die Marseillaise also in etwas der gleichen Zeit entsprungen.
(für alle nicht Deutschen das war eine frühere Hymne)
Was denke andere?

"...dabei lese ich die Presse in 6 Sprachen..."
So wie Sie möchte ich auch mal sein. Aber da habe ich ja noch 32 Jahre.
J. T.

Liebe GEW,
Falsches wird durch ständige Wiederholung nicht richtig. Das "Lied der Deutschen" war und ist frei von jeglichem Ressentiment gegen "Nichtdeutsches". Auch und gerade die erste Strophe. Wer zu ungebildet ist, dieses Lied zu verstehen, sollte einfach den Mund halten, auch wenn er zufällig GEW-Vorsitzender ist.
Ist die erste Strophe ein Lied der Liebe zu einem damals nur erträumten "Vaterland", so ist die zweite Strophe, neudeutsch gesprochen, "Pazifismus pur":
"Deutsche Frauen, deutsche Treue,
Deutscher Wein und deutscher Sang
Sollen in der Welt behalten
Ihren alten schönen Klang,
Uns zu edler Tat begeistern
Unser ganzes Leben lang -
Deutsche Frauen, deutsche Treue,
Deutscher Wein und deutscher Sang!"
Was soll die Welt also mit Deutschland verbinden? Frauen, Treue, Wein und Gesang! Friedlicher geht es wohl nicht.
Die dritte Strophe gibt uns die Anleitung dazu, wie wir dieses Ziel erreichen können: Durch Einigkeit und Recht und Freiheit! Nie war dieses Lied wahrer als heute.
Ein Gutes hat der Vorstoß der GEW dann doch: Wir wissen mal wieder, wo die Feinde eines friedlichen, geschichts- und selbstbewußten Deutschlands sitzen.
P.S.: Selbstbewußt kann nur jemand sein, der auch selbstkritisch ist, alles andere ist Überheblichkeit. Nur für den Fall, daß die GEW-Führung auch mit dem Wort "Selbstbewußtsein" wieder "furchtbares" verbindet.

GE. , wer?
Die üblichen Anti-Deutschen Alt-68er. Die ewiggestirgen Spießer a la Günther Grass oder Claudia Roth. Die will doch keiner mehr hören, geschweige denn sehen. Die Aufgeregtheit dieser Hinterwäldler ist aber auch nicht zu unterschätzen. Denn nach der WM darf diesen Leuten die Bühne nicht wieder überlassen werden. Jeder kann etwas tun. Im Freundeskreis, überall.
Denn merke: "Wenn sich die Anständigen nicht um Politik kümmern, muß man sich nicht wundern, daß die Politik unanständig wird"

Man muss schon zugeben, es berührt einen seltsam, die deutsche Hymne öffentlich gesungen zu hören. Dies weniger wegen des Inhalts des Deutschlandliedes, sondern wegen der öffentlichen und geteilten Emotionalität, andern Landes als Patriotismus bekannt, die unweigerlich mit diesem Akt verbunden ist. Der historische Entstehungskontext des Liedes ist eine Sache. Die mehr als 150 Jahre Geschichte, die uns von diesem Kontext trennen, eine andere. Am Ende muss jede Generation aufs Eigene lernen, mit dieser Geschichte umzugehen. Das Anliegen der GEW, die Hymne historisch zu sterilisieren, scheint von dem Wunsch getrieben endlich vergessen zu dürfen, was nicht in das moralische Selbstbild passt. Eine Organisation, die in Anspruch nimmt Erzieher und Akademiker zu vertreten, sollte wissen, dass moralische Überlegenheit in einem aufgeklärten Weltbild wesentlich auf der Fähigkeit zur kritischen Selbstreflexion beruht. Die, die das Richtige ohne größere Seelenqualen aus Tradition oder Ideologie ableiten, sind Konservative oder Radikale, und wir Deutschen hatten von beider Sorte mehr als uns gut getan hat.

Will man den Weltmeistertitel feiern oder den Stolz Deutscher zu sein?
Das ist hier die Frage.
Wem genuegt es nicht zu sagen:ich bin hoch erfreut - meinetwegen auch stolz - ueber die Leistung der Deutschen Fussballnationamanschaft?
Wie kommt man statt dessen darauf stolz zu sein,dass man Deutscher ist?
Was hat das Fussballspiel mit dem Deutschtum,mit dem Deutschsein zu tun?
Die Antwort ist klar.
Aber der Stolz macht blind und dumm.
Schiffe haben einen Kompass um auf der See auch in der Dunkelheit und im Sturm
den Kurs halten zu koennen.
Der Mensch hat keinen Kompass um in der Dunkelheit der Emotionen auch Kurs halten zu koennen.
Nicht wahr,Herr Berthold Kohler?
Mit meinen uber 60 Jahren habe ich einen solchen Unsinn noch nicht gelesen,wie ihr Kommentar ist.Dabei lese ich die Presse in 6 Sprachen.

Das Hambacher Fest war eine Demonstration der Bürger für ein einiges und freies(!) Deutschland. Damals wurde weder für einen kleptokratischen Wohlfahrtsstaat, noch für umfassende Bespitzelung zur angeblichen Terrorabwehr demonstriert.
Könnte es nicht auch sein, dass Menschen, die sich lange nicht trauten, sich zu diesen Farben zu bekennen, mit ihren Feiern und ihrem Jubel endlich zeigen wollen: "Wir können auch anders!", nämlich fröhlich.
Die skandalösen Schauspiele in den längst von der Bevölkerung abgehobenen Parlamenten, bei denen regelmäßig neue die Freiheit und das Eigentum der Bürger beschränkende Anordnungen beschlossen werden, kann und will wohl kaum jemand mehr mit Fahne und Hymne in Verbindung bringen.

Herr Manier, nur leider stimmt die Geographie nicht mehr so recht. Es müßte daher heute heißen:
"Von dem Rhein bis an die Oder,
von der Zugspitz' bis zum Belt....."
Was bitte sonst ist an dem Text des "Liedes der Deutschen" so befremdlich? Etwa, daß die Deutschen ihr Vaterland über alles (andere) lieben?
Man lese sich die blutdrünstigen Texte (in deutscher Übersetzung) anderer Hymnen einmal durch. Was ist die deutsche Hymne doch so friedlich!

Die These der Unbefangenheit der Flaggeschwenkenden und Hymnesingenden wird durch die Kommentare widerlegt, welche das ‚endlich wieder’ eines deutschen Patriotismus zelebrieren und GEW, 68ern und Kritikern vor die Nase halten. Abgesehen von der nach wie vor notwendigen Diskussion über Faschismus übertüncht die nationale Jubelei in Deutschland wie anderswo tiefe soziale Missverhältnisse: als solch ein Mittel der Herrschaft (wenn auch weniger mechanisch als die letztjährige Werbekampagne) ist sie abzulehnen.

Berthold Kohlers Zweifel, ob das flaggenschwenkende Jubelpublikum Beleg für einen „neuen deutschen Bekenntnispatriotismus“ sind und seine Einschätzung, dass dieses alles kein Grund sei, in „nationalen Selbstzweifel zurückzufallen“, offenbart in typischer Weise das verbreitete Missverständnis über das Phänomen Patriotismus. Eine Geisteshaltung, die sich den guten Traditionen unseres Landes verpflichtet weiß, insbesondere der aufgeklärten Vernunft, der Toleranz, der Rechtsstaatlichkeit und dem Streben nach Freiheit und Solidarität, die sich mit dem aus dieser Tradition entstandenen Grundgesetz identifiziert und dieses auch emotional begründet, ist sehr wohl Patriotismus, keineswegs aber Grund zu historisch begründeten Befürchtungen. Im Gegenteil: Die Frauen und Männer, die im Widerstand gegen den Nationalsozialismus ihr Leben riskierten, beriefen sich fast ausnahmslos auf ihre patriotische Gesinnung. Und es gab auch seitdem in diesem Land keinen Grund, Kritik an denen zu üben, die in diesem Sinne patriotisch handelten, sei es durch ihren Protest gegen unsere Verstrickung in den Rüstungswahn der achtziger Jahre oder durch ihren Beistand, den sie von Fremdenfeindlichkeit bedrängten Immigranten gewähren. Ganz anders verhält es sich mit dem Nationalismus, dieser Spottgeburt aus Geltungsdrang, Überheblichkeit und Hass, die sich schon immer lautstark und an die niedrigsten Instinkte appellierend in Szene gesetzt hat. Die Frage ist: Womit haben wir es zu tun?

Jawohl liebe Lehrergewerkschaft, Berufsbetroffene, Grüne und der Rest der geistig heimatlosen Alt-68er Generation es kehrt nun endlich wieder Normalität in Deutschland ein, nachdem das Rot-Grüne Projekt gescheitert und ein Großteil der durch die Instanzen Marschierten den Marsch in Pensionen angetreten haben.
Nationalbewußtein mit dem Aufziehen der Landesflagge offen zu bekunden ist seit dem Beginn der Fußball-WM auch für den gemeinen Bürger von nebenan wieder in.
Selbst unsere Nationalhymne wird von den Fans in den Stadien endlich so laut gesungen, wie die Marseilles der Franzosen.
Jedes moderne Unternehmen weiß um die enorme Wichtigkeit von corporate identity, d.h. der Identifikation eines jeden Mitarbeiters mit der Firma und deren Produkten.
Eine national identity ist uns von Seiten der linken Lehrerschaft stets ausgeredet worden. Dies ist jetzt gottlob vorbei.
Es ist nur zu hoffen, dass nach der Fußball-WM mit ihrer Renaissance der Nationalhymne und einem deutschen Gemeinschaftgefühl nicht wieder Herren wie Friedmann und dergleichen auf den Plan treten und uns mit ewigen Betroffenheitsformeln moralisch knechten wollen.
Eine ähnliche Taktik gab es nämlich im Jahre 2002, nachdem die verherende Flutkatastrophe weite Teile Ostdeutschlands zerstört hatte und ein bis dato unbekanntes Gemeinschaftsgefühl erzeugt, welches sich nicht nur durch Spenden äußerte, sondern vor allem durch uneigennützige, praktische Hilfe von Privatpersonen auch aus Westdeutschland.

Eigentlich hielt ich die GEW-Kritik ja für unnötig (Siehe mein erster Kommentar zum Thema). Aber falls die hier zu lesenden Kommentare irgendwie repräsentativ sein sollten (was zum Glück nicht unbedingt der Fall ist), hätte ich mich wohl leider getäuscht, denn es gäbe hierzulande immer noch zuviele Nationalneurotiker. Ein "gesundes" und produktives Verhältnis zur Nation hat viel mit Identifikation und Reflektion und nur vergleichsweise wenig mit Stolz und Abgrenzung zu tun.

Da schrieb doch ein Kommentator von tumben Chaoten, die wohl im sonstigen Leben wahrscheinlich ganz normale Spießbürger sind. DAS ist das wirklich Bedenkliche an dem ganzen Theater. Wenn die sich nun so sehr nach einer Identifikation sehnen ist die Gefahr einer Irreleitung durch entsprechende Kreise leider nicht von der Hand zu weisen. Die allgemeine Volksverblödung spielt hier eine ganz entscheidende Rolle. Aber meine Damen und Herren von der GEW: Was sagen denn SIE zum Thema Volksverblödung? Sind SIE dafür nicht eigentlich zuständig? Und nun kommen Sie mir bitte nicht mit mehr Geld vom Staat usw.

Herr Hecht,
sie haben recht, Problem war eine Hymne zu finden für besondere Anlässe (Staatsempfänge, Olympia, Länderspiele, etc.). Die von Heuss in Auftrag gegebene Komposition kam dann nicht zum Zuge, man einigte sich auf die dritte Strophe 'Einigkeit und Recht und Freiheit'. Genau dieses scheint manchen nicht zu passen.

wenn ich während des Spieles von neben mir Sitzenden Zuschauern Kommentare zu den "Scheiß Polen" die "sich ficken sollen" höre. Genauso wie bei den nachfolgenden "Freudenfeiern" auf der Straße, wo lautstark kundgetan wird, dass "wir die Polen gefickt haben" und an das obligatorische "Sieg!" ein ebenso obligatorisches "Heil!" gefügt wird. Von wem? Von ganzen normalen deutschen Fußballfans, mit den typischen Landesfarben bemalt und in Flaggen gewandet, welche die größte Spontandemo in Dresden seit der so genannten Wiedervereinigung durchführten.
Danke Deutschland.
Aber mit dem gemeinen, deutschen Michel hat der typische FAZ Patriot ja nichts gemein, oder?

Das Problem ist,dass man immer die erste Strophe singen will,dann tritt man auf die Bremse.
Es gibt aber auch Unverbesserlichen,immer die Esrte singen.
Wie wuerde es wirken,wenn das vor dem Enspiel im Olympiastadion passiert?
Manche wuerden es als Gebet fuer den Endsieg,zumindest fuer die Fussballnationalmannschaft begreifen.
Das Lied der Deutschen ist ein Gedicht,deshalb kann man die dritte Strophe nicht davon voll isolieren.
Die erste Strophe spukt einem immer im Hinterkopf.
Ich wette,dass das so ist bei jedem Menschen,der die deutsche Nationalhynme kennt.
Das liegt nicht an Verstaubtheit und es ist auch nicht hahnebuechen.
Es ist einfach wahr.

Es sollte inzwischen zur Genüge bekannt sein, dass unsere Nationalhymne eigentlich einem alles andere als nationalsozialistischen Klima entstammt. Von Rassismus, Vernichtung oder nationalsozialistischer Ideologie konnte der Dichter Hoffmann von Fallersleben 1841 ja noch nicht viel wissen! Wer hier eine angebliche Nazi-Prägung kritisiert, sollte am besten gleich die Abschaffung des Wortes "Deutschland" fordern, da die Nazis es ja ohne Zweifel missbraucht und gebrandmarkt haben, oder?
Außerdem zeigt der bekannte Vergleich mit anderen Hymnen eine recht friedliche Haltung. Mit einem derart kriegerischen Text, wie ihn z. B. die Marseillaise hat, hätte das Deutschlandlied ohnehin niemals die Nazizeit überlebt - und das nicht einmal zu Unrecht. Aber so? Vielleicht braucht die GEW nur gerade wieder einmal mediales Aufsehen, um angesichts der streikenden anderen Gewerkschaften ihr Selbstbewusstsein aufrecht zu erhalten...

Ich finde es wirklich gut das sich in Deutschland endlich mal wieder so etwas wie ein Nationalbewußtsein einstellt. Sowas brauchen wir, dann hört vielleicht endlich mal das Jammern und Schlechtreden auf, dass wirkt sich ja auch auf die Wirtschaft aus. Wir sond gar nicht so schlecht, erkennen die Deutschen nun endlich. Im Fussball wie auch sonst.
Außerdem wedelt ja niemand mit der Reichskriegsflagge oder schlimmerem. Schwarz-Rot-Gold hat demokratische Tradition - was soll denn daran schlimm sein? Und nur weil die Nationalsozialisten das Deutschlandlied missbraucht haben...warum sollten wir es heute nicht mehr singen? Die haben auch die Kirch und die Presse missbraucht und trotzdem kommt niemand auf die Idee nicht mehr zum Gottesdienst zu gehen oder keine Zeitung mehr zu lesen.
So weit so gut, allerdings finde ich es bezeichnend aus welcher Ekce das jetzt gerade kommt. Von Cohn-Bendit hätte ich das erwartet, vielleicht noch vom Joschka, aber die Lehrer? Entschuldigung, ihr solltet es besser wissen. Man sollte dies zum Anlass nehmen, einmal gründlich darüber nachzudenken wer da eigentlich unseren Kindern etwas beibringen darf. Ich hoffe nur das die GEW nicht die Meinung der Mehrheit der Lehrer repräsentiert sondern wirklich nur noch aus verstaubten Sonderlingen besteht, für die ihr Beruf nicht Berufung sondern Weg des geringsten Widerstandes war.

Ich bin kein begeisterter Mitfieberer der deutschen Fußballnationalmannschaft. Eigentlich interessiert mich all das gar nicht, aber es ist doch nicht zu übersehen, dass sehr viele Menschen in der Bundesrepublik sich voll in die Fußballkiste hineinknien. Das so genannte "Farbe bekennen" oder "Flagge zeigen" gab es bisher zu solchen Ereignissen in der Größenordnung nicht - welch geniale Geschäftsidee, die Dinger rechtzeitig den Millionen Autofahrern anzubieten. Das nenne ich Innovation!
Erstaunlich ist auch die bisher disziplinierte Begeisterung auf den städtischen Plätzen mit den Großbildanlagen. Wie gut das überall ankommt ist schon verblüffend. Man könnte direkt auf die Idee kommen in unserem Volke bestünde eine geheime Sehnsucht zur Verbrüderung. Unsere braven Parteipiolitiker aller Richtungen wären gut beraten, diese aufschäumende Energie genau zu beobachten und sich Gedanken darüber zu machen, warum nie der oftmals beschworene "Ruck" durch Deutschland ging, jetzt aber mit ungeahnter Leichtigkeit solche Begeisterung hervorgerufen werden kann. Nach den unsäglich tristen Nabelschauen und Standortdiskussionen mit finaler Schlusslichtbenennung, die mit Sicherheit alle längst satt hatten, ist es doch äußerst erfrischend und gesund, unsere fleißigen und immer noch sehr für ihr Land motivierten Mitbürger endlich einmal so entspannt und fröhlich zu sehen., Wenn sie auch noch singen wollen - warum denn nicht?
Erni Bär/ Hamburg

fragt man sich bei solchen Meldungen gar nichts mehr:
Entweder man "ist in der GEW" -und hat seinen Verstand schon beim Eintritt abgegeben, oder man ist es nicht und ist bloß ein weiteres Mal erstaunt; dieses Mal sogar verärgert über soviel Unsinn.
Patriotismus ist die normalste Sache der Welt.
Jede funktionierende Gesellschaft der Welt könnte nicht ohne ihn sein.
Bloß die unbelehrbaren, jahrelang viel zu einflussreichen, ewig gestrigen 68er behaupten allen Ernstes immerfort, es wäre verwerflich, ja bedenklich, patriotisch zu fühlen.
Einem Land seinen Patriotismus zu versagen, heißt seine Identität zu zerstören. Was sonst?
Es wäre das gleiche, einem Kind zu versagen, seine Eltern zu lieben. Es wird nie ein ganz gesunder Mensch sein. Von normal schon gar nicht zu sprechen.
Und genau das wollen all jene, die auch bei diesen friedlichen, ausgelassenen Feiern -die viel Nachholbedarf verraten- wieder Bedenken vortäuschen.

Mal ehrlich: Die kann doch nun wirklich niemand ernst nehmen. Einfach reden lassen.

Ein wohltuender Beitrag, in dem die Geisteshaltung der GEW mit schöner Deutlichkeit dargelegt wird! Was hat diese Gewerkschaft eigentlich in den letzten Jahren für die Belange der Lehrerschaft geleistet, was zur Verbesserung unseres Bildungswesens beigetragen? Soweit die GEW sich als Spielwiese für unbelehrbare Altkommunisten outet, braucht sie sich nicht zu wundern, wenn ihr die Mitglieder davonlaufen. Weiter so - dann ist es hoffentlich nur eine Frage der Zeit, bis sie mitsamt ihrer anachronistischen, von der Realität völlig unbeeinflußten Haltung im Orkus der Geschichte verschwindet!
Mit freundlichen Grüßen
Peter Bildstein

Vieler Orts wird man als Deutscher ausgelacht. Vorallem wenn man erzählt was Interessensgemeinschaften wie die GEW von sich geben. Die Herrschaften von der GEW sollten mal versuchen gegen über einem Engländer, Italiener oder Franzosen Kritik zu äußern im Bezug auf seine Fahne oder Hymne. Ohne Zweifel wäre die Reaktion sehr heftig. Ganz davon abgesehen können einem diese Kritiker nur Leid tun. Am Ende hatten die meisten Leute Spass an dieser WM und sie konnten sich nur ärgern.

Meiner Ansicht nach traut sich das deutsche Volk wieder (und Katalysator ist die WM) einen gesunden Stolz zu zeigen. Man kann auch Patriotismus, Vaterlandsliebe oder Zugehörigkeitsgefühl dazu sagen. Wie auch immer: Wir Deutschen sind auch nach außen wieder als Deutsche zu erkennen.
Viel zu lange wurden wir mit dem Todschlagargument traktiert, man sei ein revanchistisches und nationalistisches Subjekt, nur weil man sich mal erlaubt hat zu sagen: "Ich bin Stolz auf Deutschland!"
Bis lange nach 2000 kam es (das Land regierende!) roten u. grünen Politikern nicht über die Lippen, sich zu ihrem Land zu bekennen. Es wurden Hilfsfloskeln verwendet, wie: "Ich erkenne die Leistungen des deutschen Volkes auf den Gebieten Kunst, Kultur ... an." nur um nicht sagen zu müssen: "Ja, ich liebe mein Land u. bin stolz darauf!" Dies verkennt nicht, dass unser Volk auch sehr viel Leid in die Welt getragen hat, wovor es sich vor den Menschen, der Geschichte u. Gott zu verantworten hat. Doch sollten wir Deutschen auch nach vorn blicken und uns auf unsere Stärken besinnen. Kraft zieht man, und das weiß jeder, der eine Familie hat, aus einem intensiven Zusammengehörigkeitsgefühl, gemeinsamen Werten, Wurzeln und Idealen. Laßt uns unser Deutschland u. die darin lebenden Menschen (so sie sich mit unserem Land identfizieren) als Familie ansehen. Geht es also der Familie gut, ist die Chance sehr groß, dass es jedem Glied dieser Familie auch gut geht.
Also: Bedenkenträger! Ab in euren Elfenbeinturm!

In der GEW haben anscheinend immer noch die Alt-68er und ihre Anhänger die Meinungshoheit fest in ihrer Hand. Wundert es wirklich jemanden, dass verbissene und freudlose linke Oberbedenkenträger, die den Begriff "political correctness" geradezu erfunden haben und nichts mehr hassen als die Begriffe "Deutschland" und "Nation", sich gerade jetzt zu Wort melden?
Ich jedenfalls genieße den fröhlichen und unschuldigen Umgang mit nationalen Symbolen im Zusammenhang mit der WM 2006 sehr. Wer es (so wie ich in Frankfurt am Main) mehrfach erlebt hat, wie sich die verschiedenen Nationalfarben und -symbole in der allgemeinen Feierlaune vermischen und verbrüdern, der weiß, dass sich hinter dieser unbändigen Freude nichts Negatives, nichts Trennendes verbirgt. Auch viele der in Deutschland lebenden Ausländer zeigen zur Zeit, wie sehr sie sich mit Land identifizieren, in dem sie zuhause sind.
Man muss schon ganz schön verbogen denken, um daran etwas Schlechtes zu finden.

Die GEW-Kritik pünktlich zur WM ist unnötig. Allerdings glaube ich nicht, dass sich die Fußballfans mit ihren Fahnen und Farben "öffentlich zu der Nation ... bekennen, der man angehört". Es ist doch vielmehr wie Weihnachten (WN). Da kann man auch nicht vom geschmückten Weihnachtsbaum auf den bekennenden Christen schließen. Im übrigen: In Berlin haben die Türken den deutschen Sieg über Polen mit besonderer Ausdauer gefeiert - inkl. Schwarz-Rot-Gelb (Gold). Vielleicht ist das ja wenigstens ein Bekenntnis?

Seit einem Jahr studiere ich in Paris und ich war nie Deutscher als im Moment.
Der Patriotismus der Franzosen ist bestimmt manchmal uebertrieben, aber wir koennen mit Recht auch ein bisschen Stolz auf unser Land sein und im Moment sogar auf unsere Nationalmannschaft.
Also hoert auf zu jammern nur dem Jammern wegen!

Sehr gut kommentiert. Daß diese unsinnige Kritik an der dritten Strophe des Deutschlandliedes von der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaften (GEW) kommt, verwundert nicht. Mich verwundert eher, daß man auch heutzutage Lehrern immer noch gestattet, Mitglied in einem so extremistischen Verein zu sein. Ich bin aus dem Deutschen Gewerkschaftsbund ausgetreten, als 1984 Mitglieder einer GEW-Delegation an meine Hauswand (damals in Nicaragua) mit riesigen Buchstaben schrieben: "Hier wohnt ein Knecht der Yankees !"

kann nicht anders, denn die GEW weiss es einfach nicht besser. Geschichtslehrer: wo bleibt die Fachkenntnis?
Selbst die Strophe 'Deutschland über alles...' hat keinesfalls den geistigen Inhalt den Ihr Ideologen anzudichten versuchen. Zur Zeit der Entstehung war Deutschland zersplittert in eine Vielzahl von Einzelstaaten. Über diese Einzelstaaten sollte sich Deutschland erheben. Was ist daran falsch?

Nationale Symbole aus einer längst vergangenen Ära kommen heute wieder in Deutschland an.
Vor allem ist es das auf der damals zu Großbritannien gehörenden friesischen Insel Helgoland entstandene Trinklied Fallerslebens (die deutsche Nationalhymne) und die auf trinksüchtiger natonalistische Burschenschaftler zurückzuführende Trikolore Schwarz-Rot-Gold.
Betonen wir also den Aspekt des feucht-fröhlichen Zusammenseins der nationalen Symbolik bei dem aktuellen Fußballfest und ignorieren die eher lästige nationalistischen Konnotierung!
Schwarz-Rot-Gold sollte also hier nichts anders sein als die Fahnen des 1. FC Bayern München.

Es ist schon bemerkenswert, daß die Lehrer-Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), die sich anmaßt unsere Kinder pädagogisch zu verantwortungsbewußten Menschen zu erziehen nicht einmal in der Lage ist, den Text und den Sinn unserer Nationalhymne zu verstehen. Daran zeigt sich allerdings auch, wie gut die Propaganda der Nationalsozialisten bis heute funktioniert. Aus einem Gedicht, das geschrieben wurde um den Wunsch nach einer einheitlichen Nation in Worte zu fassen die Kleinstaaterei zu überwinden und die Fürsten zu vertreiben, machten die Nationalsozialisten ein völkisches Hetzlied und da es ihnen noch nicht blutig und kämpferisch genug war, setzten sie nach die Hymne ihres Barden Horst Wessel hintendran. Bis heute glaubt nun die ganze Welt, daß wir eine Nation sind, die über allen anderen stehen will. Das Gegenteil ist der Fall. Wir wünschen uns nur Einigkeit und Recht und Freiheit für unser Vaterland. Wir wollen mit anderen Völkern sein, nicht über, aber auch nicht unter ihnen. So wie es auch Bert Brecht schrieb.
Diese Menschen, die jetzt wieder Alarm schlagen und einen Fan mit Deutschlandfahne gleich als potentiellen Nazi diffamieren, wissen scheinbar nicht, daß Schwarz-Rot-Gold die Farben der republikanischen Revolution sind und sowohl im Kaiserreich als auch unter den Nationalsozialisten verpönt waren.
Wir alle sollten zu unseren Farben stehen und ebenso zu unserer schönen und gänzlich unblutigen Nationalhymne.
Marc Müller
Göttingen

Vielen Dank für den Abdruck unserer Nationalhymne, ich hatte diesen unpopulären Text schon nicht mehr im Kopf. Ich dachte immer, da käme irgendwas mit "Brühen" vor?

Die Ewiggestrigen haben sich zu Wort gemeldet. Die letzte Bastion des 68er-Denkens gerät in Panik. Das Deutschlandlied als nationalsozialistische Grundmelodie. Wie blöd sind diese Lehrer eigentlich. Aber die Frage erübrigt sich, denn die Pisa-Studie zeigt ja auch mit dem Finger auf die Lehrer und ihre Gesinnung. Wer so in verkrusteten Strukturen denkt, dem sollte es verboten werden, Kinder zu unterrichten, sie zu indroktieren und ihnen ein Menschenbild beizubringen, welches so falsch ist, dass es gen Himmel schreit. Ich hoffe das der hessische Kultusminister der GEW auf die Finger klopft.

Zum Glück gibt es die Globalisierung !
Warum ?
Nun, jedermann (Entschuldigung Frau Roth, "jederfrau" natürlich auch), welchem die offen zutage tretende Normalisierung des Verhältnisses der Deutschen zu ihrer Nation und deren Symbolen zuwider ist, kann auswandern !
In diesem Sinne: Weiter so, Deutschland !!!

Die "Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft", die hier und dort auch schon mal Kollegen unterstützt, die seit mehr als zehn Jahren wegen Mitgliedschaft in verfassungsfeindlichen Organisationen vom Verfasungsschutz beobachtet und deshalb (zu Recht!) nicht auf unsere Kinder und Jugendliche in einer staatlichen Schule losgelassen werden, diese Gewerkschaft will nun also Millionen von Fußballfans die WM vermiesepetern - weil sie Fahnen tragen!!! Nach dem Motto "Böse Nationalisten, tz, tz, tz, schämt Euch" - pfui Teufel, was für eine oberlehrerhafte Anmaßung!
Sorry, aber dümmer und verstaubter geht´s wirklich nicht mehr. Zum Glück hat dieses bedeutungslose Häufchen linksradikaler Kasper von der "GEW" nicht wirklich Einfluß in Deutschland.

Dem Beitrag ist umfänglich zuzustimmen.
Natürlich stört das jene, die hauptberuflich mit der Bedenkenträgerei beschäftigt sind und aufpassen müssen, dass nicht schon wieder die Welt am deustchen Wesen genesen müsse.
Tatsächlich zeigt sich aber, dass die Deutschen einen unaufgeregten Umgang mit ihrer Fahne ( übrigens immer schon ein Zeichen des demokratischen Deutschlands !) und sich als Nation zu pflegen beginnen ( was auch im Ausland als längst überfällig angesehen wird).