WM-Stadien

Fronten zwischen Warentestern und OK verhärtet

Die Stadion-Betreiber und das WM-OK haben die Stiftung Warentest aufgefordert, ihre „Roten Karten“ für die vier kritisierten Arenen zurückzunehmen. Doch die Warentester wollen bei ihrem Urteil bleiben.

Lesermeinungen zum Beitrag

18. Januar 2006 11:50

Kooperation vs. Konfrontation

Andreas Rohe (ARohe)

Zunächst zum Zeitpunkt der Studie der Stiftung Warentest. Da werden Miliardenbeträge in die Modernisierung der WM- Stadien investiert. Lange nach Fertigstellung und kurz vor der WM überprüfen die Warentester die Sicherheitsvorkehrungen in den Arenen. Warum so spät? Sebst bei gutem Willen der Veranstalter lassen sich in einigen Fällen w. z.B. Berlin die Test- Erkenntnisse kaum in konkreten Baumaßnahmen verwirklichen. Ein lupenreines Foul. Warum koordiniert die Stiftung ihre Studienabsichten nicht mit den Veranstaltern der WM und den Hausherren der Spielstätten. Schließlich werden diese Orte nachezu 2 mal monatlich genutzt und das bei vollen Rängen. Die Sicherheit öffentlicher Gebäude erweckt grösseres öffentliches Interesse als die Prüfung der Wirksamkeit von Antischuppen Funktionen bei Haarwaschmitteln. Das wissen auch die Tester. Hierin liegt die Testmotivation. Ebenso ist die spektakuläre Wirkung bei Veröffentlichung der Testergebnisse kalkül. Letztlich bleibt die Aktion ein unseriöses Marketing Manöver der Stiftung. Die Interessen der Stadionbesucher und der Stadien- Betreibergesellschaften bleiben bei diesem Coup auf der Strecke. Die Reaktion der OK- Funktionäre auf die Studie ist dem Überrumplungseffekt und der Selbstgerechtigkeit ihrer Moral geschuldet. Pfusch am Bau oder fahrlässige Planungsfehler sind nirgendwo nachweisbar. Jeder hat so gut er kann gearbeitet. Konzepte gibt es viele, vor 6-4 Jahren fielen in den Stadien die Entscheidungen für die Konzepte.

Diese Lesermeinung bewerten Belanglos Lesenswert
17. Januar 2006 16:16

Müssen wir den alles schlecht diskutieren??

Andre Kokoska (Guinness)

Haben wir innerhalb der Medien, Organisationen oder Bevölkerung denn für alles und jeden eine Opposition, die das Haar in der Suppe suchen?

Ob das Maskottchen jetzt das richtige Tier ist und den richtigen Namen hat sei mal dahingestellt, aber wenn eine Entscheidung doch einmal getroffen ist, kann man den Entscheidungsträgern und der ganzen Nation doch mal den Rücken stärken und sich mit Goleo und Pille freuen.
Mit Logo (angeblich ein Bouquet geringelter Nullen) und WM Plakat wurde zwar auch das Rad nicht neu erfunden. Aber was gibt es da madig zu machen??

Erfreulicherweise stand der Weltjugendtag zwar auch im Focus Deutschlands, aber irgendwie anders. Köln und Bonn erleben selbst zu Karneval nicht so ein friedliches, stimmungsvolles Vielvölkerfest wie am Rhein in 2005.

Zukunftsvisionen: Schalke zieht bei Bundesligaheimspielen ins sichere Umland nach Dortmund. Deutschland fliegt im Viertelfinale raus und ich schau mir die Spiele am TV in einer Kneipe in Holland an.

Deuschland bekommt die WM die sie verdient.

Sag ich, und bestell mir Fanschal, Trikot und Eintrittskarten, denn die Hoffnung auf ein Fussballfest stirbt zuletzt. Und an MIR soll es nicht liegen. . .

Diese Lesermeinung bewerten Belanglos Lesenswert
1 - 2 von 2 Lesermeinungen
Suche in Beitrag Lesername oder Login
Datum bis
FAZ.NET Suchhilfe
F.A.Z.-Archiv Profisuche