Zeremonie in Berlin

Südafrika verspricht die „erfolgreichste WM“

Vorgeschmack auf das Turnier in vier Jahren

Vorgeschmack auf das Turnier in vier Jahren

07. Juli 2006 Die hoch gelobte deutsche Fußball-Weltmeisterschaft ist noch nicht zu Ende, da überraschte Südafrikas Präsident Thabo Mbeki am Freitag mit einem Superlativ. „Wir werden 2010 Gastgeber für die erfolgreichste WM sein. Das Land wird sein Versprechen halten“, sagte das Staatsoberhaupt zwei Tage vor dem Finale 2006 bei einer Afrika-Feier vor 800 geladenen Gästen im Berliner „Tempodrom“.

In Anwesenheit von UN-Generalsekretär Kofi Annan, Fifa-Präsident Joseph Blatter und des Chefs des deutschen WM-Organisationskomitees, Franz Beckenbauer, wurde das Logo für das Turnier in vier Jahren enthüllt. Folkloristisch, schwungvoll und mit moderner Grafik gestaltet zeigt es vor dem Hintergrund afrikanischer Fahnen einen stilisierten schwarzen Fußballer, der einen Fallrückzieher vollführt.

Tänze, Feuerwerk und Märchen

Eingerahmt wurde die Präsentation von einem afrikanischen Showspektakel mit Tänzen, Feuerwerk und der Märchenerzählerin Gina Mlophe, die Geschichten über „Mama Africa“ darbot. Den afrikanischen Fußball repräsentierten die Stars vergangener Jahre George Weah (Liberia), Abedi Pelé (Ghana) und Roger Milla (Kamerun). Großes Lob zollte Kofi Annan den Organisatoren der WM 2006. Die Deutschen hätten zwar nicht das Finale erreicht, „aber sie haben dadurch gewonnen, daß sie die beste Weltmeisterschaft organisiert haben. Ihre Mannschaft hat die ganze Nation begeistert“. Fußball sei eine „universelle Sprache, und sie beherrschen diese Sprache“, sagte er. Laut Blatter soll der Weltpolitiker aus Ghana bei der Vorbereitung der WM 2010 eine wichtige Rolle spielen.

Nach Jahrzehnten voller Probleme und Auseinandersetzungen komme die WM 2010 „zum richtigen Zeitpunkt nach Afrika“, sagte Mbeki. Er lobte das Auftreten der afrikanischen Teams bei der Deutschland-WM und hofft, daß der World Cup 2010 „in Afrika bleibt“. Das südafrikanische Staatsoberhaupt zeigte sich erfreut über die von Beckenbauer zugesagte Unterstützung: „Wir brauchen Deutschlands Hilfe.“ Seine Rede beendete er auf Deutsch mit dem Satz: „Kommen Sie 2010 nach Afrika.“

„Wir brauchen Deutschlands Hilfe“

Blatter sprach von einem „Tag der Freude und Hoffnung“. Vor dem Hintergrund kritischer Stimmen über den Stand der Vorbereitungen vier Jahre vor der nächsten WM sagte der Präsident des Welt- Fußballverbandes: „Wir vertrauen Südafrika.“ Die von ihm stark geförderte erstmalige Austragung des Weltcups in Afrika nannte er einen Akt der „Gerechtigkeit für den afrikanischen Kontinent“. Die WM 2010 wird in neun Städten und zehn Stadien veranstaltet. Die Fifa hatte im März Johannesburg (zwei Stadien), Kapstadt, Port Elizabeth, Durban, Nelspruit, Pretoria, Bloemfontain, Rustenburg und Polokwane als Austragungsorte festgelegt. Als große Probleme werden der Transport und die Kriminalität angesehen.

Text: FAZ.NET mit Material von dpa
Bildmaterial: dpa

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