Klinsmann hat sich nie beirren lassen

Lehren aus dem Fiasko von Florenz

Deutschland kann nur gewinnen

Als die deutsche Nationalelf am 1. März beim Länderspiel gegen Italien 1:4 verlor, hagelte es negative Schlagzeilen. An diesem Dienstag freuen sich die Mannschaft und Jürgen Klinsmann regelrecht auf das Spiel gegen die Squadra Azzurra.

Lesermeinungen zum Beitrag

04. Juli 2006 11:48

Viel Glück für heute Abend, Jürgen und Mannschaft!

Sascha Schulz (sculz13)

Erst wurde Jürgen Klinsmann für seine bescheidenen Erfolge mit der deutschen Nationalmannschaft von der Öffentlichkeit stark kritisiert. Applaus und ironisches Gelächter machten die Runde bei öffentlichen Übertragungen von Länderspielen mit deutscher Beteiligung, als die Deutschen gegen vermeintlich schwache Gegner verloren oder nur ein Unentschieden erreichten. Jetzt, nach Erreichen des Halbfinales dieser WM mehren sich wieder die Jürgen Klinsmann Rufe der Fußballfans. Plötzlich haben es wieder alle „Hobby-Nationaltrainer“ gewusst, dass Deutschland eine Titelchance bei dieser WM hat. Diejenigen, die bei der 4:1 Niederlage der Deutschen gegen Italien noch applaudiert und gelacht haben, stehen jetzt auf den öffentlichen Plätzen und rufen aus voller Kehle “Berlin, Berlin, wir fahren nach Berlin“.
Zu hoffen ist nur, dass wenn die deutsche Nationalmannschaft jetzt nicht das Finale erreichen sollte, die Jürgen Klinsmann Rufe nicht wieder in Trainerkritik umschlagen. Dann hätten es die Berlin, Berlin - Rufer wieder mal genau gewusst, wir hatten eh keine Titelchance.

Viel Glück für heute Abend, Jürgen und Mannschaft! Ich drücke Euch die Daumen!

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04. Juli 2006 11:06

...als die Römer frech geworden...

jens tuengerthal (jenstuengerthal)

...zogen sie nach Deutschlands Norden...

wie uns einst der v. Scheffel lehrte über die Schlacht im Teutoburger-Wald und auch wenn Historiker heute mutmaßen, dass des Hermann gen. Arminius Angriff im Guerillia-Stile vielerorts zugleich erfolgte und so der starren römischen Armee noch überlegener war, es also möglicherweise kein einziges Schlachtfeld gibt sondern deren viele, ist doch Dortmund von den WM-Stadien wohl das dem historischen Wald am nächsten gelegene, was immer dies bedeuten mag...

Nett ist heute in unserem fahnenbeschwingten Land vielleicht noch wie v. Scheffel endete:

Und zu Ehren der Geschichten
Tat ein Dekmal man errichten,
Deutschlands Kraft und Einigkeit
Verkündet es nun weit und breit:
Mögen sie nur kommen!

Wenn nun unerschütterlicher bundestrainerlicher Optimismus weiter trägt, wer weiß vielleicht hat dann der Schwung Kraft genug uns über neue Steuerstümpereien zu tragen...

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03. Juli 2006 23:12

Wenige Wochen haben Klinsmann gereicht,

Wolfgang Rettig (Hustensaft13)

um seine Vision umzusetzen. Er stand mit seinem Glauben sehr allein vor der Öffentlichkeit in jenen düsteren Wochen. Es ist faszinierend zu sehen, was ein einzelner Mensch bewegen kann. Jürgen Klinsmann hat mit seiner Unerschütterlichkeit nicht nur ein ganzes Land in einen Freudentaumel geschickt, sondern insgesamt der WM 2006 seinen Stempel aufgedrückt. Er macht die ganze Welt zum Zeugen eines Auferstehungswunders, das hoffentlich erst am Sonntag seinen Höhepunkt findet. Ich kann nur staunen, begreifen tue ich das nicht.

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