Dieter Bohlens Sprüche in der Castingshow Deutschland sucht den Superstar sind von der derberen Sorte. Dafür muss der Sender RTL jetzt 100.000 Euro Bußgeld zahlen, nach einem Beschluss der Kommission für Jugendmedienschutz der Landesmedienanstalten. Von Michael Hanfeld
Auch in Zeiten der sich ausweitenden Medienkompetenz zieht ein Zeitungsartikel schneller Kreise als ein offener Brief an noch so gut ausgewählte Mail-Plikatoren. Prompt ersuchte daher Jochen Hörisch heute in einem Elektrobrief an den Feuilleton-Chef der F.A.Z., Patrick Bahners, diesen um eine Gegendarstellung. Vergeblich.
Durch das Bullauge: Georg Stefan Troller war ein Fernsehmacher der ersten Stunde. Dabei hielt der Fotograf von dem Medium zunächst wenig. Ein Drehbild aber stimmte ihn um. Folge 2 der Sommerserie Fundstücke des Fernsehens. Von Jochen Hieber
Ahmed Rashid ist Pakistans berühmtester Journalist. In seinem Buch Descent into Chaos beschreibt er die Lage Afghanistans seit dem Sturz der Taliban. Die Europäer, so Rashid, hätten die Größe des Konflikts nicht erkannt.
In Frankreich gibt es ein Blatt, das allen Krisen trotzen kann: Le Canard Enchaîné. Die satirische Wochenzeitung verzichtet auf Werbung, enthüllt Skandale und legt sich gerne mit der Macht an. Von Elise Cannuel
Fragen müssen schriftlich eingereicht, fertige Artikel sollen dem Gesprächspartner komplett vorgelegt werden: Journalisten in Deutschland stöhnen unter dem alltäglichen Autorisierungswahn, der absurde Blüten treibt. Von Olaf Sundermeyer
Der britische Journalist Charles Wheeler war eine Institution, ein Mann der alten Schule, der furchtlos und bescheiden einen Stil prägte, ohne sich selbst in Szene zu setzen. Im Alter von 85 Jahren ist er gestorben. Von Gina Thomas, London
Beflissen debattiert das Fernsehparlament von Anne Will über Politikverdrossenheit. Lieblingspunkt: das Demokratievermögen in Ostdeutschland. Obwohl man auch über den Westen hätte sprechen müssen. Und über Talkshows wie diese. Von Matthias Hannemann
Zwei junge Frauen, die 1928 dabei gefilmt werden, wie sie Horch, was kommt von draußen rein singen: Vier Bilder aus der Frühzeit des Fernsehens und ihre Geschichte. Zum Auftakt unserer Sommerserie über Fernsehschätze. Von Peter Paul Kubitz
Sarah Kuttner findet vieles super, was sie gerade macht. Ihre neue Sendung Kuttners Kleinanzeigen aber ist tatsächlich eine tolle Idee: Aus Anzeigenblättchen pickt sie die lustigsten Annoncen heraus und besucht die Leute, die sie aufgegeben haben. Von Peer Schader
Nichts für zarte Gemüter: In der RTL-Sendung Aus alt mach neu versuchen Ärzte und Spezialisten, mit aufwändigen Um- und Rückbauten den Zustand Brigitte Nielsens vom Ende der achtziger Jahre zu rekonstruieren. Von Stefan Niggemeier
Ein Jahr nach dem Tour-Debakel und dem Ausstieg von ARD und ZDF aus der Live-Berichterstattung starten die Sender einen neuen Anlauf. Über Doping-Hinweise von der Tour wird fleißig berichtet, doch bei Olympia scheint die Devise schon wieder zu lauten: Stillhalten, bis etwas passiert. Von Daniel Bouhs
Das ZDF stellt sich für die digitale Fernsehzukunft auf. Ein Infoportal, ein eigener Kulturkanal und einer für junge Familien sind geplant. Dazu sollen die Programme Infokanal, Dokukanal und Theaterkanal umgewidmet werden. Von Michael Hanfeld
Ich bin hier offenbar in eine Demonstration geraten: Aufgebrachte Mitarbeiter des öffentlich-rechtlichen Senders FR3 empfingen Nicolas Sarkozy wenig herzlich, denn die Kassen sind leer. Dabei wollte Frankreichs Präsident im TV-Interview nur für die EU werben. Von Jürg Altwegg, Genf