Gegen Ulrich Wickerts Kritik in der F.A.Z. an den öffentlich-rechtlichen Nachrichtensendungen hat sich der Chefredakteur von ARD aktuell, Kai Gniffke, in einem Blog zur Wehr gesetzt. Die Kritik habe ihn auch im Detail sehr überrascht, zumal sie einer allgemeinen Einschätzung zuwiderlaufe.
Wer gut informiert sein will, kann auf die Nachrichten von ARD und ZDF nicht setzen. Es wird bruchstückhaft informiert und schlampig formuliert, die Unterhaltung scheint das Wichtigste zu sein. Eine Generalkritik des früheren Tagesthemen-Moderators Ulrich Wickert.
Der Berliner Verlagskonzern Axel Springer baut seinen Einfluss bei dem türkischen Partner Dogan Yayin aus. Die führende türkische Mediengruppe gibt unter anderem das Massenblatt Hürriyet heraus.
Höhere Gewinne als im Drogenhandel: Wer sich in China nach Filmen verzehrt, kann leicht auf den Raubkopiemarkt ausweichen. Der bietet zu billigen Preisen alles, was das Filmherz begehrt. Die Behörden laufen hinterher. Von Rainer Erd
Seit acht Jahren macht Simon Gosejohann für die Comedystreet von Pro Sieben die Fußgängerzonen unsicher. Wer ihn trifft, kommt ins Fernsehen. Dabei stellt Gosejohann niemanden bloß: Am Ende lachen alle über ihn. Von Peer Schader
Im kommenden Jahr gibt es Wahlen in Großbritannien. Die Sun, das Flaggschiff des Boulevards im Hause Murdoch, wird dabei Labour entraten und nach langer Pause wieder die Konservativen unterstützen. Von Gina Thomas, London
Als Peer Steinbrück in Nordrhein-Westfalen regierte, war sie seine Staatssekretärin. Heute ist Miriam Meckel Medienprofessorin und ihr ehemaliger Chef ehemaliger Finanzminister. In Berlin trafen sich beide zu einem Gespräch über Politik als Beruf und Sucht.
Auch mangelnder Respekt vor dem Leid Anderer kann Motiv eines Mordes sein: Das ist die Botschaft des Tatorts ...es wird Trauer sein und Schmerz, der zeigt was passiert, wenn moderne Medien den Schleier von den letzten Dingen zerren. Von Thomas Thiel
Die neue Version des Google Buchvergleichs sieht zahlreiche Änderungen vor und nimmt Deutschland von dem Abkommen aus. Nichts als Taschenspielertricks, mit denen Google weiter an seinem Monopol arbeitet? Von Jordan Mejias, New York
Der Medienkünstler Christian Jankowski nimmt das Kulturmagazin Aspekte in die Hand und stellt es buchstäblich auf den Kopf - zum Leidwesen seiner Moderatoren. Man hätte an diesem Abend besser nicht die Frage nach dem Wesen der Kunst stellen sollen. Von Swantje Karich
Für die Art, wie Spiegel Online über den Afghanistan-Besuch des Verteidigungsministers berichtet, ist Hofberichterstattung gar kein Ausdruck. Dabei wird Karl-Theodor zu Guttenberg nur für blanke Selbstverständlichkeiten gepriesen. Von Edo Reents
Nichts ist so unterhaltsam wie ein ratloser Psychologe: Das ZDF hat jetzt Flemming, einen Mann für alle Fälle, der uns den Freud um die Ohren haut. Man merkt, dass Drehbuchautor Gregor Edelmann in seine Hauptfigur vernarrt ist. Von Michael Hanfeld
Mit der Soko 5113 begann die Geschichte, 1978 in München. Nun startet mit der Soko Stuttgart schon der siebte Ableger des erfolgreichen Serien-Konzepts. Das ZDF beweist, wie klug es auf einem der am härtesten umkämpften Sendeplätze agiert. Von Michael Seewald
Der tragische Selbstmord von Robert Enke lässt Deutschland betroffen zurück - und ratlos angesichts einer Krankheit, deren Schwere so oft unterschätzt wird. Auch Johannes B. Kerner übte sich in seiner Sendung reichlich in Spekulationen - und machte zuweilen nicht nur seine Gäste sprachlos. Von Stefan Niggemeier