18. Oktober 2007 ARD und ZDF sind offenbar bereit, ab sofort alle zusätzlichen Angebote in den digitalen Medien einer Bedarfsprüfung zu unterziehen. Dies hätten der ARD-Vorsitzende Fritz Raff und der ZDF-Intendant Markus Schächter am Dienstag den Vertretern der Bundesländer versichert, sagte der rheinland-pfälzische Staatskanzleichef Martin Stadelmaier auf Anfrage: Wir sind mit diesem Ergebnis sehr zufrieden.
Vorgesehen ist eine dreistufige Prüfung neuer Angebote. Dabei sollen auch die negative Auswirkungen auf private Medienunternehmen untersucht werden. Privatsender und Verlage kritisieren ARD und ZDF heftig wegen deren aus Rundfunkgebühren finanzierten zusätzlichen Angeboten im Internet, Digital- und Handyfernsehen. Auch die EU-Wettbewerbskommission hatte gefordert, zu prüfen, ob für solche zusätzlichen Angebote Bedarf besteht. Unterdessen wollen sich die Ministerpräsidenten bei ihrer turnusmäßigen Konferenz in Wiesbaden an diesem Donnerstag auch mit der geplanten Reform der Rundfunkgebühr befassen (siehe auch: Rundfunkgebühren: Vier Modelle für ein Halleluja). Abschließende Entscheidungen werden nicht erwartet.
Text: theu. / F.A.Z., 18.10.2007, Nr. 242 / Seite 44
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