
es geht nicht darum, dass man nicht bereit ist Gebühren zu bezahlen. Es geht darum, dass die Form wie hier eine Gebühr abgegriffen wird, schon sehr fragwürdig ist. Jeder zahlt, via eigenen Haushalt, Rundfunkgebühren. Hier wird nun versucht nochmals Gebühren zu erheben. Warum? Die gestiegene Qualität des öffentlich-rechtlichen Rundfunks kann es wohl nicht sein. Hier konnte ich in den letzten Jahren keine Steigerung feststellen.
Was dann? Die ARD hat wohl Angst den Anschluss zu verlieren. Die Infrastruktur des WWW hat sie mit Sicherheit nicht geschaffen. Die haben andere finanziert.
Nein, die ARD kommt auch mit weniger Geld aus, wenn sie nicht um jeden Preis versucht mit den Privaten mitzuhalten. Es ist reine Eitelkeit. Wer hat die größere Reichweite? Hier um jeden Preis auf Kosten der Rundfunkzahler mithalten zu wollen, ist nicht Aufgabe der ARD.

Ich stimme zu, wenn es in einem der Kommentare heißt, die ARD steht stellvertretend für das, was in diesem Land passiert. "A lles R edet D urcheinander", die linke Hand weiß nicht, was die rechte tut, doch am Ende geht alles so weiter wie gehabt.
Nach den Geschehnissen der jüngsten Zeit wird mir immer klarer, dass es einer grundlegenden Reform dieses immobilen öffentlich-rechtlichen Ungetüms bedarf, das einem Krebsgeschwür gleich erschreckend vor sich hin wuchert.
Und ich frage mich, warum wir uns das als Gebührenzahler gefallen lassen: Schleichwerbung, immer höhere Gebühren, Verflachung von Inhalten, Intransparenz etc.
Wir, die Zuschauer sind gefragt. Jetzt!

Das es nicht möglich ist ineffiziente Strukturen und Vetternwirtschaft abzuschaffen ist ein symptomatisches Trauerbild von diesem Land. Die ARD ist beispielhaft für das deutsche Problem. Ein von den Bürgern finanzierter Gigant verschlingt Milliarden und man weiß nicht wofür. Würden wir den Fußball nicht auch zusehen bekommen, wenn die ARD es nicht gäbe? Natürlich würden wir trotzdem Fußball im Fernsehen schauen können. Rein durch Werbung finanziert und im Pay-TV und in der Kneipe und im Internet und sonst wo, alles ohne die ARD.
Ein Nachrichtenmagazin mit Format würde auch entstehen, wenn ARD und ZDF keine gebührenfinanzierte Übermacht stellen würden.
Trotz der Überflüssigkeit der ARD scheuen sich die Intendanten nicht Skandale zu ignorieren und eine Kommunikationssteuer zu verlangen. Das ist mutig, aber viellicht auch einfach nur realitätsfern.

Allein der Gedanke, dass man nun auch noch über seinen Computer derlei Unsinn mittels GEZ-Gebühren mitfinanziert, ärgert mich und wohl auch andere.

Es ist wahrlich gräßlich, wieder einmal zu erleben, wie dankbar alle nur denkbaren Leute die Gelegenheit ergreifen, auf die ARD und die GEZ zu schimpfen. Da muß nur mal einer einen Furz lassen, ein Boulevardmagazin über die neue Hornhautraspel von Daniel Küblböck berichten oder ein Format floppen, schon steht alle Welt parat und geißelt die Verschwendung von Gebühren.
Die Nummer mit Struve und Boßdorf ist fraglos hanebüchen, und natürlich sollte der öffentlich-rechtliche Rundfunk mal ausgemistet werden, um so etwas fortan zu vermeiden; das ist aber alles kein Anlaß, die ARD oder die GEZ-Gebühren abzuschaffen.
Und wer sagt, die Gebühren seien zu tadeln, weil sie unabhängig davon erhoben würden, ob man das Programm sieht, dem sei zugerufen: Wer ausschließlich Privatsender guckt, dem seien die Gebühren als kultureller Strafzoll aufzuzwingen. Wem das Geld zu viel ist: Was nichts kostet, das taugt auch nichts.
Die Unabhängigkeit der ARD mag ja fragwürdig sein. Private sind gewiß nicht unabhängig. Da ist mir die Abhängigkeit der ARD allemal lieber als der Kommerzzwang der Privaten.
Deswegen: ARD straffen, trimmen, ausmisten, aber der liebe Herrgott möge uns schützen vor der Tyrannei der Privatsender!

... und dafür GEZ-Gebühren zahlen?

von Geldern, auch wenn der Vertrag mit Jan Ullrich aus Werbeeinnahmen finanziert worden sein soll. Denn, egal ob es sich um Gelder aus dem Gebührenaufkommen oder aus Werbeeinnahmen handelt, die ARD kann die ihr zur Verfügung stehenden Mittel, und das sind auch die aus den Werbeeinnahmen, nicht nach freiem Belieben unters Volk bringen. Und ob direkte Informationen von Jan Ullrich 195.000 EURO im Jahr wert sind, da habe ich meine deutlichen Zweifel, denn 195.000 EURO sind zu einem ein vielfaches des durchschnittlichen Jahreseinkommens; und zum anderen scheint die Höhe des Betrages jedes Maß von Angemessenheit aus dem Auge zu verlieren. Aber die Selbstreinigungskräfte in der ARD sind wohl so schwach ausgeprägt, dass hier nur die Strafanzeige von außen weiterhilft! Was bin ich doch froh, nur noch Rundfunkgebühren zu zahlen und kein Fernsehgerät mehr zu besitzen.
Dr. iur. Rainald Maaß, Heidelberg

Tja, so geht das, wenn man per Staatsvertrag den Freibrief zur Ausbeutung des Volkes erhält. Verantwortung und Leistung gehen seit Jahren gegen Null, dafür werden immer neue abstruse Konstruktionen zum legitimierten Diebstahl erfunden -> siehe GEZ Gebühren für PCs...
Demnächst werden beide Herrschaften wie üblich in so einem Fall gegen volle Bezüge beurlaubt und schwupps steht die nächste Riege der modernen Freibeuter bereit.
Schade nur, dass der Sherwood Forest so weit weg ist...

Die ARD mag milliardenschwer sein, ein Unternehmen ist sie aber nicht. Oder kassiert ihr Buchhändler oder ihr Bäcker von ihnen schon deshalb bei Ihnen ab, weil er für sie Ware bereithält?
Die ARD finanziert sich mittels politischer Gewalt und sie befriedigt keine Nachfrage, wie es Unternehmen tun. Deshalb entstehen auch solche Probleme. Jeder Privatsender riskiert mit solchen Machenschaften seine Existenz. Die ARD sicher nicht.

Vielen Dank, dieser Beitrag spricht mir aus dem Herzen! In der Tat verliert die ARD damit einen Großteil ihrer Legitimation, privates Geld zu verschwenden. Diese irrsinnige Zusammenarbeit mit mafiösen Strukturen muss zu ernsten Konsequenzen führen.
Man kann nur hoffen, dass diese Geschichte einen Teil dazu beiträgt, dass die ARD und der gesamte Konstrukt des "öffentlich-rechtlichen" Rundfunks endlich einer radikalen Reform unterzogen wird.
Ohne allzu verbittert zu klingen möchte ich noch anmerken, dass angesichts dieser Machenschaften und dieser unglaublichen GEZ-Geschichte diese Anstalten auch einen verheerenden Flurschaden in der Akzeptanz von demokratischen Institutionen anstellen können: Welcher halbwegs gebildete Mensch kann noch glauben, dass eine ARD eine unabhängige Instanz ist, die auf neutrale Reflexion der Geschehnisse angelegt ist?
Was soll man denn von dem netten Herren vom Deutschlandtrend halten, der bei der Präsentation der Wahlbeteiligung am Sonntag den Parteien so etwas wie fehlendes Zutrauen vorwerfen wird, Probleme anzupacken?