Von Jörg Bremer
01. April 2008 Im Gazastreifen, wo sich nicht einmal mehr ausländische Korrespondenten frei bewegen können, waltet die islamistische Hamas. Sie nutzt die Abriegelung der 1,5 Millionen Bewohner, um frei ihr Gift in die Herzen der Menschen zu spritzen.
Im Westjordanland, wo die Fatah regiert, verhaftet die palästinensische Polizei die Propagandisten des Teufels. Im Gazastreifen ist das anders, hier agiert die Hamas ungehemmt. Nur wenn im Ausland die Predigten oder das Fernsehprogramm aufgezeichnet werden, erfährt die Welt vom islamistischen Gift. Die Islamisten begannen ihre Erziehung in den Kindergärten, als Israel ihr Wirken in den achtziger Jahren förderte, um Hamas gegen die PLO aufzubauen, die damals Terror über Israel brachte. Das Metier bleibt dasselbe. Kinder sollen vor der Einsicht in die Schoa geschützt werden; Zionisten, so die Propaganda, verwandelten Moscheen in Hurenhäuser.
Jetzt erstach im Hamas-Fernsehen für Kinder die Puppe eines palästinensischen Waisenkindes die Puppe von Präsident Bush: Mit tränenerstickter Stimme bettelt Bush um Gnade: Ich bereue alles, bitte töte mich nicht. Doch das Kind kennt keine Gnade, es ersticht den Präsidenten. Du hast meinen Vater im Irak-Krieg getötet; die kriminellen Zionisten haben meine Mutter im Libanon und meine älteren und jüngeren Geschwister während des Gaza-Holocaust getötet. Ich bin hier, um mit diesem Schwert des Islams Rache zu üben, sagt die Kinderfigur.
Der Hamas-Fernsehsender bejubelt Terroristen und Selbstmordattentäter, setzt auf Israels Zerstörung, während die Fatah-Führung in Ramallah mit Israel einen Frieden aushandeln will. Selbst wenn das erfolgreich wäre - wie viel Frieden könnte so ein Vertrag bringen, wenn eine Generation zum Hass erzogen wird?
Text: F.A.Z.