Elke Heidenreich

Eigentlich wollte sie Reich-Ranicki nach der Verleihung des Deutschen Fernsehpreise nur „danke“ sagen. Der Abend wurde dann aber so schrecklich, dass sich Elke Heidenreich zu schämen begann, auch für ihren Haussender. Die zornige Reportage von einem Verdummungsabend - mit 88 Jahre alter Lichtgestalt.

Lesermeinungen zum Beitrag

23. Oktober 2008 17:42
Verdummung  
JohannaX X (JohannaX)

Elke Heidenreich hat recht und spricht vielen Menschen aus der Seele. Der Kabarettist Georg Schramm hat einmal in einem seiner grandiosen Auftritte von einer geistig und seelisch verkrüppelten Jugend gesprochen. Die Privatsender haben einen Großteil zu dieser Verstümmelung beigetragen. Leider ziehen die öffentlich rechtlichen Sender unbeirrt nach. Es sollten die unfähigen Verantwortlichen beim ZDF entlassen werden, nicht Elke Heidenreich. Jene sind nicht in der Lage unsere Gebühren sinnvoll zu nutzen.

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23. Oktober 2008 15:14
Was mir auffällt...  
Erika Specht (Druckfehler)

ist, dass die größten und auch bösesten Kritiker von Elke Heidenreich Frauen sind. Sollte mir das zu denken geben?

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23. Oktober 2008 12:59
Armes Deutschland  
Jürgen Vogel (pascht)

Geht es noch tiefer? Mich wundert sie nicht, diese geistlose Veranstaltung. Eine geistlose Veranstaltung in einer geistlosen Zeit. Nur damit ich nicht missverstanden werde: Ich stimme Frau Heidenreich völlig zu. Wenn eine die Menschenwürde verachtende und an geistiger Armut nicht meht zu unterbietende Sendung wie "Deutschland sucht den Superstar" da ausgezeichnet wird, dann haben die öffentlichen Sender die da mitmachten, ihren öffentlich-rechtlichen Kulturauftrag völlig verfehlt und volle Kritik verdient. Wenn dann ein Herr Bellut nicht die Souveranität besitzt sich sachlich mit so einer Kritik auseinander zu setzen, wie das z.Bsp. ein Thomas Gottschalk mit Reich-Ranitzki tat, dann ist er fehl an seinem Platze. Herr Bellut warum haben sie kein öffentliches Gespräch mit Frau Heidenreich gewagt? Hatten sie Angst zu unterliegen? Ich erinner mich noch sehr gut an die Diskussion vom Emma-Herausgeberin Alice Schwarzer mit dem damaligen quiekenden Supersternchen. Wie wurde Frau Schwarzer damals belächelt. So ist halt die heuitige Zeit. Es gilt nur noch die Subkultur des Mobs. Und dann wundern wir uns über eine desorientierte und desillusionierte Jugend die als U-Bahn Schläger in Erscheinung tritt. Die Folgen werden nicht ausbleiben.

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23. Oktober 2008 12:14
Die Kritik an Gottschalk ist verfehlt  
Paul Rabe (heidelpaul)

Wie schade, daß sie ausgerechnet an Thomas Gottschalk ihren Frust abläßt. Der hat es nicht verdient, dessen 'Wetten das' ist eine Unterhaltungssendung mit einem Niveau das ich mir gefallen lasse. Fernsehen kann nicht nur aus Literatur und hoher Kunst bestehen, es soll und muss auch eine ganze Familie unterhalten können. Gottschalk hat dies trotz privater Konkurrenz immer geschafft OHNE dabei niedrigste Instinkte anzusprechen. Das was im Privatfernsehen geboten wird ist "unterirdisch" und wurde dennoch geehrt damit der Proportz einer solchen Veranstaltung stimmt. DAS hat Frau Heidenreich zurecht kritisiert. Wenn das ZDF einen Reich-Ranicki zusammen mit Vertretern der 'Dschungel-Camp Fraktion' auf die Bühne holt, DAS sollte einem fraglich stimmen. Nicht weil das ZDF Programm so schlecht ist, das ist es nicht, aber weil man sich, mal wieder, ohne Not an Formate anbiedert die man eigentlich nur mit Begriffen aus der Sprache des Sanitärhandwerks beschreiben kann.

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23. Oktober 2008 10:47
Thema verfehlt, liebe Kritiker!  
Günter Schlender (guenterschlender)

Liebe Kommentatoren! Lest den Artikel doch nochmal in Ruhe: Frau Heidenreich kritisiert EINE PREISVERLEIHUNGS-SHOW, nicht 'das Fernsehen'! Es ist auch keine umfassende Gesellschaftskritik. Wenn die Fernsehmacher jeder noch so platten Sendung einen Preis zukommen lassen will, weil sie Quote macht, dann ist das soweit erstmal ok... Wenn diese aber alles - ohne Berücksichtigung der Qualität - in EINER Sendung abwickeln (was auch nur mit einem allglatten=nicht fassbaren Moderator gehen kann), genau dann kann es zu solchen Momenten kommen: ehren sie ihn, oder benutzen sie ihn??? Da ist es dann nicht mehr weit zur Idee, Nelson Mandela im Rahmen der Eröffnung der 500. IKEA-Filiale den Ehrenpreis für sein Lebenswerk zu überreichen, eingerahmt vom Männergesangverein Elberfeld-Süd, der Cheerleader-Truppe vom SV Hambüchen 05 und dem Top-Act, der Jazzband des Humboldgymnasiums Castrop-Rauxel. Und ich finde nach wie vor: diese Veranstaltung hat sie schön seziert. Schade, daß sie bisher die Einzige ist aus den Reihen der Fernsehmacher...

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20. Oktober 2008 13:04
Die Emotion - Der Feind der Sache?  
Oliver Schoener (o.schoener)

Mir fällt zuerst eine wichtige Lebensregel ein: Man sollte nie im Zustand emotionaler Aufgewühltheit Urteile fällen oder Entscheidungen treffen. Die Wahrscheinlichkeit daneben zu liegen ist enorm hoch. Emotionen bestimmen bei Frau Heidenreich und vielen Kommentaren einen erheblichen Teil der Kritik. MRR hat ja irgendwo einen Nerv getroffen, den Finger in die Wunde gelegt. Lehnt er dabei das Fernsehen (der im Fokus stehenden Sender) vollständig ab? Zielt er nur auf bestimmte Teile? Versteht er sich selbst als Richter über andere oder hat er eher eine Positionsbestimmung für sich selbst geäußert? Sollte diese als Anregung aufgegriffen werden und was genau sollte man am Fernsehen besser machen? Was heißt besser und für wen? Frau Heidenreich schrieb möglicherweise ihren Artikel nicht aus rein altruistischer Motivation. War ihre Kritik damit in jedem Punkt übertrieben, ungerechtfertigt oder gar falsch? Die spannende Frage ist: wie schafft man es, mit der Öffentlichkeit zusammen das Fernsehen anspruchsvoll weiterzuentwickeln, ohne Einschaltquoten zum Maß aller Dinge zu machen? Intendanten und betroffene Prominente sollten hiermit souverän, sachlich und zielorientert aber auch veränderungsbereit umgehen.

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20. Oktober 2008 00:50
Verdummung  
Peter Harke (PeterHarke)

Wenn es eines letzten Beweises bedurfte, wie sehr sich Frau Heidenreich selbst überschätzt, hat sie íhn mit diesem peinlichen, vor Anmaßung nur so strotzenden Beitrag geliefert. Schade nur, dass sie damit der an sich berechtigten Kritik an der anscheinend unaufhaltsamen Verflachung des öffentlich-rechtlichen Fernsehens einen Bärendienst erweist!

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18. Oktober 2008 15:45
Peinlich peinlich  
Peter Petersen (achje)

Ihr Kommentar liest sich wie die Stellungnahme einer rotzigen, 20 jährigen, frisch gebackenen Klugscheißer-Abiturientin. Ihr Beitrag ist nicht nur völlig überflüssig, sondern auch noch stilistisch schlecht geschrieben. Für wen halten Sie sich? Für die Hüterin der deutschen Kultur? Und was zum Teufel gehen Sie dann überhaupt zu einer solchen Veranstaltung? Daß es bei derartigen Abenden nicht um Qualität, sondern gegenseitige Sympathiebekundungen und Bauchpinseleien geht, durschaut jeder auch nur halbwegs intelligente Mensch - wahrscheinlich sogar Thomas Gottschalk. Generell scheinen sie Probleme mit der, von Ihnen so oft angesprochenen Intelligenz zu haben und sie mit Kultiviertheit zu verwechseln. Deshalb sage ich es noch einmal in aller Deutlichkeit: Intelligenz hat mit Kultiviertheit nichts zu tun, ja nicht einmal mit Bildung. Aber ich kann Sie beruhigen, denn mit dieser Fehleinschätzung sind sie nicht allein, sie ist typisch für alle Bildungsspießer. Also danke für Ihre aufrüttelnden Worte; oder zumindest den Versuch, aber ich finde die Rolle der kritischen Beobachterin will Ihnen nicht so ganz passen, Sie hängen Ihr Fähnchen doch auch bloß nach dem Wind.

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18. Oktober 2008 15:40
Eruptionen sind die Vorboten von Erdbeben  
Klaus Harnisch (Leoferre)

Liebe Elke Heidenreich, trefflicher lässt sich wohl nicht beschreiben, was den prominentesten und sicher klügsten Kritikergiganten angesichts des (Nicht) Dargebotenen zur Eruption bringen musste: Es liegt nun an den Intendanten selbst, die Thesen zu widerlegen. Sollte den Sendern allein jedoch der Glaube fehlen und sollten sie es tatsächlich wagen, sich Ihrerseits der Kritiker zu entledigen, dann sollten sich die Gebührenzahler Ihrer Macht bewusst sein frei nach dem Motto: Wir sind die Seher! Time is money, die Gebühren zahlen wir und die Zeit läuft für die TV-Macher allmählich ab, wenn sie die Signale nicht erkennen. Eruptionen sind nur die Vorboten von Erdbeben. Ich fühle mit Ihnen, Frau Heidenreich. Herzlichst, Ihr Klaus Harnisch, Bonn.

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17. Oktober 2008 21:12
Elke Heidenreich:MRR's gerechter Zorn.  
wilhelm hüter (billhueter)

So viele Zeilen brauche ich nicht: Die Elke Heidenreich hat absolut recht und auch ich habe am selten genutzen TV MRR zugejubelt,-- endlci mal EINER der es den Eseln dort sagt. Herzlich billhueter

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17. Oktober 2008 16:55
Elke & Marcel  
Claudius Kunze (Claudius_Kunze)

Danke Elke, Sie haben mir aus der Seele geschrieben. Nur Schade, daß MRR sich auf dieses blöde Angebot vom Haribo-Mann eingelassen hat und diesen auch noch duzt. Claudius Kunze, Düsseldorf

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17. Oktober 2008 13:05
Der Vollständigkeit halber  
Elisabeth Müller (eliscox)

Bevor ich zu Frau Heidenreich komme...: Der Begriff „Deutscher Fernsehpreis“ legt nahe, daß hier deutsche Fernsehsendungen prämiert werden. Und wer jetzt glaubt, daß nur von ihm wertgeschätzte Sendungen mit kulturellem Anspruch und geistigem Niveau hieran teilnehmen dürften, der hat Demokratie missverstanden. Also muß er sich gefallen lassen, daß das breite Spektrum Fernsehen hier präsent sein wird. Das wird auch MRR gewußt haben, allerdings hatte er als Nicht-TV-Konsument oder nur arte-Kenner keine Vorstellung von der vielfältigen Einfalt dieser Programme. Daß er nach knapp zwei Stunden zu dem Schluss kam, daß er nicht in dieses Umfeld gehört und den Preis somit nicht annehmen kann, ist ihm nicht zu verdenken und eine völlig logische Schlussfolgerung. Die Worte, die er hierfür fand waren präzise und letztlich für niemanden beleidigend. Das Resultat war dann auch nicht nur für diesen Abend wunderbar und Gottschalk bewies sich einmal mehr als geistreich und sicher auf diesem Hochseilparkett, bewundernswert. Danach meldeten sich natürlich viele zu Wort, auch viele, die besser geschwiegen hätten. So Frau Heidenreich. Warum, habe ich bereits ausgeführt.

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17. Oktober 2008 12:16
Stichwort Intelektüllen  
Jens Polze (noyse)

Der ganze Artikel liest sich wie der Aufschrei eines televisionär missbrauchten Opfers, dass sich die ganze Zeit über in der eigenen Sendung, die auch noch (und das ist der Gipfel der Demütigung) ihren eigenen Namen trug, sozusagen im Dienste der Literatur prostituierte. Aber nicht genug, um die Heilsbotschaft des guten Buches in die Äther zu tragen hat sie sich auf den Canossaweg begeben und Sender für Sender unter, wie ich mir vorstelle, seelischen und sicherlich auch körperlichen Schmerzen, abgegrast um in widerwärtigen Sendungen vom gedruckten Wort zu predigen. Natürlich nicht ohne einen Scheck zu bekommen den sie sicherlich gleich gespendet hat, denn mit der Annahme eines solchen Blutgeldes kann man ja wohl nicht recht schlafen. Wenn man dann zu hause ist ist man natürlich nicht mehr in der Lage eine Fernsehzeitung zu konsultieren um vorab nach Werken mit geistiger Schöpfungshöhe zu selektieren und dann aktiv Fern zu sehen. Ja als Literaturintelektülle hat man es nicht leicht und ich bin froh dass endlich mal jemand auspackt. Wer weiss vielleicht ist das leiden ja noch nicht zu Ende und EH und MRR müssen noch einen Preis abholen: den deutschen Comedypreis!

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17. Oktober 2008 10:07
Elke Heidenreich  
Elisabeth Müller (eliscox)

Nach MRRs Ablehnung des Fernsehpreises meldeten sich viele zu Wort, auch viele, die besser geschwiegen hätten. So Frau Heidenreich. Mit ihrem Artikel hat sie sich selbst als das geoutet, was sie dort Herrn Gottschalk unterstellt. Sie ist nicht intelligent, sie ist nicht charmant, sie hat keinen Witz, statt dessen scheint sie reichlich bigott zu sein. Nachdem sie doch nur zu der von ihr so verhassten Veranstaltung ging um MRR zu ehren, hätte sie diese gemeinsam mit ihm auch verlassen können. Aber tapfer litt sie zwei weitere Stunden und dem nicht genug, stürzte sie sich noch ins Getümmel der Party, stellte sich offensichtlich mit Freude der Kamera eines der von ihr so verachteten Promi-Klatsch-Magazine, präsentierte ihre extra für diesen Abend angezogenen Pömps, um mit Claus Kleber das Tanzparkett zu erobern, wie sie freimütig ausplauderte. So gestärkt hat sie dann am Sonntag ihr gekränktes Ego, daß nicht sie die Laudatio halten durfte diesen Hass-Artikel geschrieben. Sollte dies der verzweifelte Versuch sein von ihren mangelnden Qualitäten als Moderatorin abzulenken und das mögliche Absetzen ihrer Sendung als Reaktion auf ihre Fernseh-Kritik zu schieben, hoffe ich sehr, daß sie damit nicht durchkommt.

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16. Oktober 2008 18:41
Punktlandung  
Dirk Reese (dirkreese)

Ich wünsche MRR alles Gute und die Kraft für weiter solcher Auftritte. Frau Elke Heidenreich kann ich nur zustimmen. Der uns bereitete und unsägliche Schwachsinn der über die Bildschirme flimmert, reicht aus, um einen Großteil der Gesellschaft nachhaltig zu verdummen. Wer mit offenen Augen durch unsere Straßen geht, wird sehen wie die Saat blüht. Die Frage die ich mir stelle lautet; wird dieser Müll gesendet weil der Zuschauer so dämmlich ist, oder ist der Zuschauer so dämmlich weil jener Müll gesendet wurde? Frau Heidenreich, ich freue mich auf Ihre nächste "Lesen".

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