
und aufschlußreicher als der Artikel.
Ist ja nett, daß sich die akademische 'Oberschicht' freimütig zum Lachen und Entspannen mit Mario Barth bekennt. Genauso freimütig, wie sie sich mit harmlosen Killerspielen unschuldig die Zeit vertreibt. Und GEZ-Gebühren ganz abscheulich findet. Wehe, der Mario wäre über die ÖR daher gekommen. Dann wär's mal wieder bewiesen: welchen Mist die mit unseren Gebühren veranstalten. Ach, irgendwie alles furchtbar durcheinander.

Meine Tochter berichtet, dass sie die Beschimpfung im "Spiegel" als wenig hilfreich und furchtbar billig empfunden habe, tags darauf dann in der FAZ von J. Thomann genau den Artikel fand, den sie selber gerne geschrieben hätte. Das Wissen von der Existenz des Herrn Barth hat meine Lebensqualität nicht eben verbessert, aber es tut auch bei diesem Anlass gut, wieder mal feststellen zu können, dass das "Jugend schreibt"-Projekt der FAZ und FAZ-Studentenabos ihre erfreulichen Spuren hinterlassen.
<br>Egbert Seng, Ludwigsburg

Das sagt meine 85 jährige Oma immer ... und wenn man die meisten der Kommentare hier liest ... SIE HAT (wie immer) RECHT ! :):)

Ich finde die hier stattfindende Diskussion unmöglich: "Unterschicht" vs. "Oberschicht". Die sich hier zur "Oberschicht" zählenden Kommentatoren, für die nur dumme Menschen als Mario Barth-Fans in Frage kommen, gehören hier (zumindest der Rechtschreibung und Orthographie nach zu urteilen) ebenfalls zu Mario Barth-Fans.
Der Erfolg von Mario Barth ist (genau wie im Artikel beschrieben) vor allem darauf zurückzuführen, dass man sich einfach ganz entspannt zurücklehnen und lachen kann, ohne hinter jedem Wort ein politisches Wortspiel zu vermuten, dass sich auf längst vergangene Tage bezieht. Damit schafft Mario Barth es, dass sich der Zuhörer in seiner Show ganz und gar entspannen kann - etwas, das in der heutigen Zeit wichtiger ist denn je. Und der Erfolg gibt ihm Recht.
Und abschließend noch einmal zur „Unterschicht“: Es gibt genug Akademiker, die Mario Barth „genießen“. Traurig finde ich es, wenn man Dinge, die man vielleicht noch nicht einmal versteht (z.B. warum Mario Barth Erfolg hat) einfach mit Unwissenheit und Dummheit begründet.

...auch wenn m. E. die beste Zeitung, alles „vornehm kritisieren“. Sie haben es geschafft ein Kinderbucht wie Harry Potter zu thematisieren, dass ich mich fragen musste, warum Sie so unentspannt ein Kinderbuch betrachten. Es war doch nur ein Kinderbuch und Deutschland hat wieder gelesen, freuen Sie sich doch! Ich werde mich als „studierte Frau“ in zwei Wochen, in einer überfüllten Halle, sehr gerne zur „Unterschicht“ bekennen und ja, ich werde über Herrn Barth seine Witze vom Herzen lachen. Ja genau, lachen! Was man bei Herrn Schmidt und seinem Aushilfskomiker Pocher nicht behaupten kann – in diesem Fall tun einem höchstens die GEZ Gebühren noch viel mehr weh.

Zu meiner Beruhigung läuft dieser Mist auf RTL. Ich habe gerade den Artikel über den GEZ-Gebühreneintreiber gelesen. Man stelle sich nur vor, der Schwachkopf würde aus den Kassen der Öffentlichen bezahlt, die mit diesen miesen Methoden gefüllt werden.

Ich selbst habe mein Studium bereits abgeschlossen. Ob ich damit zur Unterschicht oder Oberschicht gehöre will ich mal nicht beurteilen.
Fakt ist aber, dass ich mich über Mario Barth köstlich amüsiert habe. (Wie auch einige meiner Freunde (auch angehende Akademiker). Werde mir wahrscheinlich auch die DVD kaufen.
Diese Unterschichtfeindlichen Kommentare gehören hier jedenfalls nicht hin.
Mario Barth bringt Szenen aus dem Alltag, wie sie 90% der Leute z.T. schon einmal erlebt haben. Und genau das ist der Witz daran. Wir lachen, weil es uns genauso geht.
Der einzige Mensch, der mir vielleicht Leid tut, ist seine Freundin. *g*

Dass dieses "Phänomen" als solches überhaupt Beachtung findet, liegt in einer einfachen Tatsache begründet: Erfolg wird schon seit Jahrzehnten zunehmend im Sinne von "Quantität des Zuspruchs" (=Massenkompatibilität) und damit einhergehender kommerzieller Verwertbarkeit definiert.
Da nunmal eine Mehrheit der Bevölkerung weder sonderlich intelligent, noch entsprechend gebildet ist und damit bei ebenfalls der Mehrheit der Bevölkerung die Grundlage für "Anspruch" fehlt, findet Simplizität immer ihre Abnehmer. Das war aber schon immer so, nicht erst seit 20 Jahren.
Glücklicher Weise ändert sich eines dadurch nicht: an Mario Barth wird sich 2100 niemand erinnern, an keinen Gag, an keine gefüllte Halle und wahrscheinlich nicht mal seinen "Stil". Das Geld soll er haben, seinen kurzweiligen Ruhm ebenso, aber Plätze in der Geschichte werden nach wie vor nur durch Qualität möglich.

...nicht gemerkt haben sollte.
Ein großer Teil unserer Gesellschaft befindet sich in einem Prozess der "Verpöbelung",
Allgemeinbildung =0 . Diese Leute denken,daß das von schlechten Laiendarstellern in unsäglichen Nachmittagstalk- und Gerichtsshows erlebte schlechte Benehmen mittlerweile "salonfähig" geworden ist. Es kommt in deutschen Gerichtverhandlungen vor, das Besucher den Richter enttäuscht fragen "wann denn die Action losgehe".
Da muß man sich über den Erfolg eines Mario Barth nicht mehr wundern.

Was Barth gegenüber anderen Komikern auszeichnet, ist wohl nicht nur Einfachheit, sondern auch die Verweigerung der üblich gewordenen Selbstreflexivität des Mediums Fernsehen. In den letzten zehn Jahren ist dies zur Norm geworden: Kalkofe, TV-Total, Switch, Schmidt, Pocher (Fernsehmann Pocher imitiert Fernsehmann Barth), Pastewka (spielt sich selbst), Mittermeier (Zapping) haben stets ihre eigene Medialität zum Thema und verneinen eine Realität jenseits dessen. Nun erzählt Barth wahrlich nichts über das "echte Leben" da draußen, aber allein die Tatsache, daß er ausnahmsweise nicht über das Fernsehen spricht, scheint vielen Menschen zumindest die Hoffnung zu geben, ihr Leben hätte Relevanz.

Barths Problem ist: Kennst du einen Witz von ihm, kennst du alle. Für mich ist das jemand, der kaum wandlungsfähig ist und immer das selbe zu erzählen hat. Für einen Komiker ist das auf Dauer der Tod. In naher Zukunft wird er vielen ziemlich auf die Nerven gehen.

Die FAZ nimmt also Mario Barth in Schutz gegen intellektuelle Kritiker, wie Henryk M. Broder vom "Spiegel". Das erinnert mich an die vor einiger Zeit in der FAZ erschienene Kritik an der "Tagesschau", die im Vergleich zu den RTL-2-Nachrichten so bieder daherkomme und daher logischerweise keine jugendlichen Zuschauer mehr erreichen könne. So so, die FAZ also als Bewahrerin des Niveaulosen!!! Merkt man in der Redaktion nicht, dass das irgendwie komisch ist?
Und nun werden auch noch wirklich unlustige Komiker verteidigt - nur um sich gegen Broder abzugrenzen und im Zeitgeist mitzuschwimmen. Das Langweiliige an Barth ist doch vor allem, dass er nur ein einziges ausgelutschtes und abgestandenes Thema hat: Mann vs. Frau. Wir kennen nach Jahrzehnten der Dauerbeschäftigung mit diesem Thema (Bücher, Filme, Sketche etc.) alle Unterschiede, alle Gemeinsamkeiten, alle Schrulligkeiten, alle Witze. Es ist alles schon tausendfach gesagt worden. Wer diese Witze immer noch lustig findet, war noch nie beim Karneval, hat noch nie Fernsehen geschaut oder noch nie einen Film gesehen. Man kann es einfach nicht mehr hören. Warum sieht das keiner so? Warum merkt keiner, dass der Kaiser splitterfasernackt ist?

jetzt weiß ich wenigstens, daß es sowas gibt und kann es mir auch ungefähr vorstellen. So eine FAZ + Forum, kann es nur wiederholen, erklärt einem die Welt.

Bravo, ein Kommentar wie hier erwartet !
Dann doch lieber "Unterschicht", als hochnäsiger, eingebildeter Pseudointellektueller !
P.S. die sog. "Unterschicht" macht meist die Arbeit für die Sie sich bestimmt zu fein sind ...

Die einen brauchen sie um herzlich lachen, die anderen um sich selbst ganz toll vorkommen zu können. Schon mein Vater sagte immer: "Es muß auch Dumme geben, damit die Klugen was zu lachen haben."
Also wozu die Aufregung?

Zitat Nationalstürmer Mike Hanke zum Thema Bücher: „Ich habe noch nie eines bis zum Ende gelesen..."
Welch Wunder! So spielt er schließlich auch Fußball. Oder wann hat dieser begnadete Ballzauberer zuletzt mal einen Angriff erfolgreich abgeschlossen.
(„Ich kann machen daß der Ball vom Platz verschwinden tut, höh, höh...")

Ich gehöre, als jemand mit einem in Kürze abgeschlossenem Studium, zur oberen "Schicht" dieses Landes. Und, oh Wunder, ich habe eine Barth-Show gesehen und herzlich gelacht! Sogar ausgiebig gelacht! Heißt das nun etwa, dass ich in Wahrheit viel zu blöd bin, weil ich ansonsten haareraufend aus dem Saal hätte laufen müssen? Ich denke nicht!
Natürlich ist ein Humor eines Volker Pispers ein ganz anderer, auch intellektuell, aber Pispers betreibt auch ein ganz anderes Genre.
Das wahrhaft angenehme am Humor eines Herrn Barth ist, und das zeichnet ihn wirklich gegenüber manchem Kollegen aus, dass er seine Gags nicht auf Kosten anderer bringt. Ich kann solche nicht mehr hören, die auf der Bühne sich das Maul 15min am Stück über andere zerreissen und denken, dass hätte etwas mit Humor zu tun.
Mario Barth beschreibt hauptsächlich eines: das ganz normale Leben - mit allem, was dazu gehört. Bekanntlicherweise schreibt ja das Leben die Besten Geschichten - und die Lustigsten dazu. Herr Barth hält diese Geschichten dem Publikum nur vor. Wie einen Spiegel.
Was sollte daran verkehrt sein?

Deutschland hat bis jetzt die schlechteste Comedy Szene die ich jemals erlebt habe. Gott sei dank sind wir im Kabarett klasse. Wer Humor bietet der keinen Intelekt oder Funken an Intelligenz beansprucht kann nicht als europäischer Meisterkomiker genannt werden. Monty Python ist ein klassiches Beispiel intelligenter Comedy, und weltweit haben sich Menschen halb tot gelacht über die zynische 'komikariesierung' solch zweideutiger verhältnisse unseres Lebens und der Geschichte. Deshalb wird man in 100 Jahren Monty Python erinnern, und Mario Barth nicht.

Sehr vornehm ausgedrückt.

Mansche Dinge sind so schlecht, dass sie schon wieder gut sind. Das nennt man dann Trash. Mansche Dinge sind aber so schlecht, dass sie einfach nur schlecht sind. Das nennt man dann gequirlte Scheiße! Der ehemalige Animateur Barth gehört mit seinem flachen und dämlichen Humor zu letzt genannter Gruppe.
Seine Zuschauer bestehen aus schenkelklopf-Einzellern und Damen die T-Shirts mit dem Aufdruck "Teure Schlampe" tragen. Das, liebe FAZ, ist nicht traditionsbewusst sondern schlicht flach. Es wäre allenfalls zu bemerken, dass das Medium der Stand-Up-Comedy (ursprüngliches Markenzeichen: Ein wenig Geistesgegenwart) nun von einer neuen Schicht entdeckt wurde. Ein Trend der leider aus Amerika ebenso übernommen wurde wie die an sich ganz nette Unterhaltungsform...

Es entspricht deutschem Verständnis, jede Art von Humor bis hin ins kleinste Detail auch noch analysieren zu müssen. „Frauenfeindlicher“ Humor ?
Nun, Barth macht nichts anderes, als beobachtete Alltagsrealität bühnenkonform aufzubereiten.
Und die Leute lachen über seinen Humor lauthals. Frauen nach meiner Beobachtung sogar öfter (und intensiver) als Männer.
Nein, nicht jede Art von Humor muss immer intellektuell sein. Warum auch?
Früher hieß es einmal, wenn der Deutsche lachen will, dann geht er in den Keller.
Dank Mario Barth und anderer seiner Zunft haben wir heute auch eine grosse Bandbreite des deutschen Humors.
Und warum nicht nur „Goldkettchenträger“ und „einfach gestrickte“ über B. lachen?
Weil es eben „die Sehnsucht nach Simplizität“ ist.
Denn bekanntermaßen ist die Welt an sich ja schon schwierig genug.

Sind es nicht immer die einfachsten und simpelsten Dinge, die einen zum Lachen bringen?
Zum Weinen aber auch!

Unterschichtenhumor für Freunde des Fremdschämens. Anders läßt sich der Erfolg kaum erklären. Barth hat die Ausstrahlung eines DDR-Grenzsoldaten und den Humor eines betrunkenen Maurers. Witze mit der Brechstange, weit entfernt von lustig. Dagegen ist Fips Asmussen ein echter Brüller. Hoffentlich muß man ihn nicht auch so lange ertragen wie den nun ausgebrannten und peinlichen Rüdiger Hoffmann.