
...die Kommentatoren in der Presse eine wichtige Vokal immer geschickt aussparen: Werbegelder. Öffentlich-rechtlicher Journalismus im Internet nimmt Ihnen nicht den Platz weg, Herr Hanfeld. Er raubt Ihnen nicht die Themen oder die Meinungsfreiheit. Er sorgt im schlimmsten Fall dafür, dass 1&1, Ramazzotti und Co nicht mehr soviel für ihre zappeligen Werbebanner auf FAZ.net ausgeben wollen. Das schmerzt die Pressehäuser, das spüren die guten Printjournalisten in unterbesetzten Redaktionen und das schadet deshalb vielleicht auch dem privatrechtlichen Journalismus. Wenn Sie in der öffentlichen Diskussion dieses Argument aber nicht offen ausprechen, sind die Verleger und ihre Schreiberlinge genauso glaubwürdig wie seinerzeit Herr Döpfner, dessen Haus ja gerne Zeitung für den kleinen Mann macht, aber dann doch ganz allergisch auf den Mindeslohn reagierte, als es ans eigene Geld ging. Da nämlich hört der Spaß (lies: die journalistische Unabhängigkeit) auf, nicht wahr Herr Hanfeld?

Es würde für uns Bürger schlicht und ergreifend noch mehr Abzocke (die staatliche Lizenz zum Gelddrucken) bedeuten, aber keinesfalls bessere Information !!! Was ist daran ö. R. = siehe Beispiel ??? Sehr geehrte Damen und Herren, "in der Mitte die Party-Jacht des TV Senders Arte" so lautet die Bildunterschrift in BUNTE Nr. 22. Arte ist m. E. ein Ableger von ARD und ZDF. Wie kann es sein, daß mit ö. rechtlichem Zwangs-Geld und einer STASI-ähnlichen Beitrags-Eintreibungs-Praxis eine Jacht bestellt, gemietet oder wie auch immer bereitgestellt wird um dabei zu sein. Eigentlich sieht man doch schon so mit dem 2. besser !? Es grüßt Sie freundlich Auf eine Antwort warte ich immer noch, ich vermute mal sie wir nicht kommen. Es werden noch Wetten angenommen, ob ich recht behalte !?

Statt FAZ oder ARD liest man Washington Post und New York Times. Dass sich die ARD Lektuere lohnt muss sich erst zeigen. Lohnt sich die FAZ Lektuere? Doch eher selten. Und eher wegen der Kommentare, ueber die man sich allerdings meist nur aergert. Auf der anderen Seite waere es eine echte Verschwendung von Gebuehrengeldern, wenn die real existierenden Archive der Rundfunkanstalten nicht geoeffnet wuerden. Frueher bekam man Rundfunksendungsmanuskripte auf Wunsch gratis per Post. Heute bekommt man sie auf einen Click per HTTP, sicher billiger. Es ist ein Armutszeugnis sondergleichen, was sich die Presse hier erlaubt. Hat das die Presse noetig? Rundfunksendungen sind aufgrund der Struktur von Rundfunksendern etwas ganz anderes als Presseartikel. Im Zweifel ist der Rundfunk einfach langweiliger, die Presse spritziger. Das sollte reichen.

Herr Hanfeld sie haben recht. Es kommt so. Ich muß die Zeitung bezahlen die ich gar nicht lese, oder nicht lesen will. Und so geht es Hunderttausenden. Aber das letzte Wort ist noch nicht gesprochen. Vieles was unsere Politik punktum erklärte, wurde von der EU wieder aufgehoben. Gefährlich für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk, aber wie sagt man, wer hoch steigt, kann auch tief fallen. Oder: Übermut tut selten gut. Ich hoffe aber trotzdem, daß sich nicht alle 16 MP's so einfach von den "riesigen Rundfunkanstalten" rumkriegen lassen werden. Es gibt da auch großes Bedenken. wedekind 3

Lansam wird der Ton deutlicher. Ja, es geht um die Schaffung einer Staatspresse und um die Eroberung des freiesten Mediums, das es gibt, durch eine alimentierte Kaste. Man kann nur hoffen, daß die EU uns davor rettet. Nicht zu verstehen ist, wieso sich diese Diskussion immer noch nicht in den Schlagzeilen der unabhängigen Presse findet.