Es müssen nicht immer Pickelhauben sein: Auch über (ost-)deutsche Autos wird gespottet

EM-Feuer eröffnet

Polens Revolverblätter schießen scharf

Vor dem Spiel gegen die Deutschen wetteifern die großen Boulevardblätter Polens um die saftigste Geschmacklosigkeit. Wir sind nun gespannt, wie die „Bild“-Zeitung kontert - und ob dies grammatikalisch korrekter geschieht als bei der WM 2006, als sie titelte: „Klinski, putz die Polski“. Von Jörg Thomann

Lesermeinungen zum Beitrag

05. Juni 2008 18:44

Zoff ist überall.

Wilfried Peters (Pez_1000)

Es ist davon auszugehen, daß diese grafischen Parabeln von Vollprofis in den Redaktionen der Boulevardblätter ersonnen und umgesetzt werden. Und wie im bezahlten Fußball gibt es erstklassige Profis, aber auch dritt- und viertklassige. Anders gesagt: Boulevards haben immer auch eine Gosse... Dieses Ballyhoo sollte man nicht nur gelassen "ertragen", sondern einfach als zum Großereignis EM gehörendes Vorgeplänkel werten. Wer sich über sowas aufregt gehört möglicherweise selbst zu den Zoffern, die selbst mit ihren Nachbarn am Maschendrahtzaun wie die Kesselflicker streiten.

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05. Juni 2008 15:29

Was stört´s der deutschen Eiche, wenn sich der Pole dran scheuert...

egon soppe (egonsoppe)

Irgendwie kann ich die Polen verstehen, kennen sie doch die Polenwitze von wegen klauen usw. und wer Minderwertigkeitskomplexe hat, der freut sich über jede Retourkutsche. Also gönnen wir den Polen die Freude.

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05. Juni 2008 14:40

@ Thomas

Sebastian Kautz (mr.brainstorm)

First of all, your comment is well good and makes this forum a bit more international. I would like to see more of that. It is really good that you point out that it is a game and it is happening on the pitch. We really should emphasise that football is more of a buisness than ever, however just as the Olympics this being politicised on the back of our nations. Axel Springer and Ruppert Media take more and more of the balance away that Journalism needs. Print may be dead, but Bild and Sun are well and alive. Gossip sucks! Have fun watching the game!

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05. Juni 2008 14:23

Maßlosigkeit und Doppelmoral

Diego Tagliabue (DT72)

Ich bin zwar kein Deutscher, finde aber solche Kampagnen unter aller Kanone. Hier wird man als Rassist angeprangert, wenn man sich einen Stammtischwitz erlaubt. Angriffe seitens der polnischen Presse werden dagegen verharmlost. Es geht hier nicht um die EM oder um Sport, sondern darum, dass Polen ständig den Konfrontationskurs fährt und immer wieder provoziert: mal politisch, mal gegen (so genannte) Sportidole. Meines Erachtens sollten derartige Provokationen und Beleidigungen juristisch bestraft werden. Bemerkenswert sind die Schwere und die Vulgarität der Beschimpfungen, als ob die Ära Kaczynski andauern würde.

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05. Juni 2008 13:31

Voice from Poland

Thomas Kowalczyk (OrtodoX)

Sorry, that I'm writing in English, but my German is on the very basic level. Our dear neighbours, I've got only one question. Aren't you just a bunch of hypocrites? You've made bunch of commercials showing Poles as thiefs (WC Commercial of Media Markt, Euro Commercial with Poles stealing a car)...your tabloids showed our president as a potato (whatsober he is, he's a head of a big european country for the love of God!). It was funny then and now you're mad? Now it's a scandal? Double morality? Moreover, both tabloids are owned by germans (Axel Springer) just as your Bild. More? Boniek said that polish players think more on the pitch. Your newspaper translated it as polish players were 16 times more brighter. And just look at the polish internet portals and see the enquiries. Poles say that those jokes made by that tabloids are hideous, tasteless and disgusting. And be aware that your medias started this shit, so you should be quiet. We shouldn't look after some tabloids, it all will be bagged on Sunday, on the pitch. Best wishes from your eastern borderer.

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05. Juni 2008 12:23

Korrekt aber nicht sinngemäß übersetzt...

oxana miernik (akula)

"Leo tritt die Trabanten" ist zwar die korrekte Übersetzung von "Leo dokop Trabantom". Sinngemäß bedeutet "dokop" in diesem Fall "hoch schlagen" bzw. "hoch besiegen". Die Schlacht von Grunwald (dt. Tannenberg) 1410 war eine der größten Schlachten des späten Mittelalters. Sie richtete sich gegen den Deutschen Orden, der keineswegs, wie manche hier wohl andeuteten, über ganz Polen herrschte, sondern in etwa in der Region die später Ostpreußen genannt wurde. Der Deutsche Ritterorden wurde gar von späterem polnischem Herrscher, Konrad I Mazowiecki, zur Christianisierung des heidnischen Volkes, das den Nord-Osten des heutigen Polens bewohnte, eingeladen. Der Orden, der zuvor bereits aus Ungarn ausgewiesen worden ist, weil er dort einen eigenen Staat aufzubauen versuchte, gelang nur durch Betrug und Dokumentenfälschung, nicht durch Krieg, an das päpstliche Zustimmung. Wie man auf die Idee kommen kann die Schlacht von 1410 mit einem sportlichem Ereignis von 2008 in Verbindung zu bringen ist mir absolut unbegreiflich. Springer eben...

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05. Juni 2008 12:02

@Wensky

Lothar Woelfel (LWoelfel)

Hallo Herr Wensky, "Super Express" gehört nicht zum Springer-Verlag, "Fakt" schon.

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05. Juni 2008 11:55

Irgendwie ...

Reinhold Eysel (Eysel)

...ist doch ( Fußball ) Sport die Fortsetzung von Krieg mit "ungefährlichern Mitteln". Ein Ventil durch das "Druck" abgebaut werden kann, wenn die Sache nicht VÖLLIG entgleist. Und die mediale Schlacht ( Säbelrasseln ) die selbstverständlich dazu geört auch. Wo da dann die "Geschmacklosigkeitsgrenze" liegt ... das mag jeder ... nach Stilgefühl ... selbst entscheiden ... und den jeweils Anderen erlauben, sich ein Bild zu machen vom Niveau des anderen.

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05. Juni 2008 11:49

Als Pole kann ich nur entschuldigen.

Wawrzyniec Suleja (gelimer)

Sie müssen verstehen, dass polnische "Elite" sind die Leute die seine Position in Kommunismus gebaut haben. Z.B. Richter in unser Gericht, der hat erkämpfte in Kommunismus Immunität und Straflosigkeit, wird nie verstehen, dass seine Worte jemand beleidigen oder beeinträchtigen können. Noch mal große Entschuldigung von normale Pole aus Warschau.

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05. Juni 2008 11:34

Typisch Springerpresse

Armin Wensky (Awensky)

Die beiden führenden Zeitungen sind polnische Ableger des hiesigen Springerverlages. Insofern erklärt sich wohl auch das gleiche geistige auf horizontaler Eben liegende Niveau. Hier kann man schön erkennen wie sich diese "Schmierfinken" ihren eigenen Markt kreieren ... Gott sei Dank ist die polnische Bevölkerung deutlich intelligenter als diese "publizierte Meinung". Was mich aber in der ganzen Diskussion absolut überrascht, ist das der FOCUS, der diese Nachricht immerhin ganz groß gebracht hat, auf seinen Weseiten jegliche Hinweise auf den Springerverlag in seinen Leserkommentaren unterdrückt. Ist FOCUS auch ein "Springerkind"?

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05. Juni 2008 11:03

was soll man dazu sagen?

Thomas Schmidt (basick)

Diese deutsch-polnische Medienschlacht im Vorfeld der Fußball-EM wird bedauerlicherweise von den Boulevardblättern beider Seiten geführt. Der polnischen Seite alleine den Schwarzen Peter zuschieben zu wollen, als wären bestimmte deutsche Medien die Opfer und hätten niemals über Polen hergezogen, ist lächerlich. Aus sportlicher Rivalität werden plötzlich ganz schnell Beleidigungen auf der Basis alter Vorurteile die schon an Volksverhetzung grenzen. Aber diese bestimmten Medien stehen weder für ganz Polen noch ganz Deutschland. Dies ist das Werk einiger weniger verantwortungsloser Medienanstalten. Allen voran dem Axel-Springer Verlag der mit BILD in Deutschland gegen Polen hetzt und in Polen mit FAKT gegen Deutschland. Da können sich beide Zeitungen auch noch hervorragend gegenseitig zitieren und in ihren Meldungen absprechen. Ein Schelm wer böses dabei denkt!?

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05. Juni 2008 10:46

Ruhig Blut

Andreas Bräsigk (ABraesi)

Sobald man sich dazu hinreißen läßt solche Provokationen ernst zu nehmen und sich darüber zu ereifern hat man schon verloren. Denn dann wird dem Ganzen eine Bedeutung zugemessen die sie nicht verdient. Außerdem ist es dann nicht mehr möglich dem Gegner nach dem Spiel ein sportliches "gut gespielt, verdient gewonnen" zuzurufen, was allen zu gute kommt.

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05. Juni 2008 10:42

grammatikalisch

Charly Kühnast (ckuehnast)

Wer im Schlachthaus sitzt, soll nicht mit Schweinen werfen: Grammatisch bedeutet sowohl die Grammatik betreffend als auch den Regeln der Grammatik entsprechend, während grammatikalisch der ersten Bedeutung von grammatisch entspricht: Es handelt sich hier um ein grammatisches/grammatikalisches Problem. Aber: Der Satz ist grammatisch korrekt.

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05. Juni 2008 10:32

Die Presse nährt die Presse...

Jörg Gondermann (joeyyy)

...und die FAZ macht unfreiwillig PR für den Springer-Verlag. Oder etwa sogar freiwillig? Egal - die Springer-Blätter wissen schon, wie sie am besten abgesetzt werden: Brot und Spiele will das Volk. Bittesehr - warum also diese Hysterie? Ich kümmer mich derweil wieder um meine Nicht-Fußball-Hobbies und schmunzel über die Aufgeregtheit der "Sich-angesprochen-Fühlenden".

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05. Juni 2008 10:31

Naja...

Markus Leibold (MSL)

Wozu kontern? Kenne niemanden, der solches Komplexgehabe ernst nimmt oder eines zweiten Gedankens würdigt - zumal es der deutschen Wirtschaft ja nutzt, schliesslich verdient ein deutscher Konzern letzten Endes daran. Wieso die Polen sich das gefallen lassen - das ist mir schleierhaft ;) MAn sollten die Regierungen beider Länder aber reagieren, wenn ein Konzern auf beiden Seiten (wenn auch IMHO deutlich mehr auf der polnischen) aus rein kommerziellen Beweggründen Völker gegeneinander aufzuhetzen versucht...

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05. Juni 2008 10:17

"Gechichte"

Ronald Gruenebaum (bruxman)

Die Niederlage des Deutschen Ordens in Tannenberg 1410 war ja keineswegs das Ende der Herrschaft von Deutschen über die Polen. Man sollte mit historischen Analogien immer vorsichtig sein. In diesem Falle ist aber die "Gechichte" gar nicht das Thema. Die Polen pflegen gerne ihre Minderwertigkeitskomplexe und die Deutschen ihre Überheblichkeit. Und die Schmutzfinken im Springer-Verlag wissen, wie man aus geistigem Durchfall Geld macht.

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05. Juni 2008 10:15

Zu viel der Ehre

Ralf Weis (RWeis)

Lasst das Boulevard doch machen. Die meisten Deutschen und Polen werden trotzdem nicht dazu zu bewegen sein, ihrem polnischen oder deutschen Nachbarn/Verwandten/Kollegen/Freund/Geliebten wegen einem Haufen Gonzo-Geschreibe den Schädel einzuschlagen. Mal sehen, ob die Nationalmannschaften am Sonntag als harnischbewehrte Lanzenreiter antreten.

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05. Juni 2008 10:08

Polnischer Humor??

Andreas Koerner (follow22)

Ja , unsere lieben Nachbarn. Messen gern mit zweierlei Maß, wenn es um Deutschland geht. Mal ist es „nur“ die Kanzlerin, welche diffamierend auf der Titelseite irgendeines schmierigen Boulevardblattes dargestellt wird, mal sind es eben „nur“ deutsche Fußballer. Als sich unlängst die italienische Öffentlichkeit sogar hoch bis in die Regierung über die ironische angelegte Werbung eines Technik-Marktes erregte, konnte ich nur mit dem Kopf schütteln. Was sich dieses polnische Blatt hier leistet, hat im gegensatz dazu nichts, aber absolut nichts mehr mit Humor zu tun. Geköpfte Menschen auf der Titelseite einer Tageszeitung abzubilden, mag vielleicht für polnische Journalisten nicht sonderlich abwegig sein. Ich nenne so etwas einfach nur menschenverachtend. Da möchte man den Polen gern zurufen: „Statt Anderen die Köpfe abzuschlagen, schaltet Eure doch mal lieber wieder ein!“

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05. Juni 2008 10:00

Wozu kontern?

Franco Bonistalli (DerFranco)

Polen wird mit der Ukraine sowieso die EM 2012 wieder aberkannt. Dann können Sie so viele Späße machen, wie sie wollen....

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05. Juni 2008 09:29

Bild und Fakt: alles Springer, oder was?

Michael Nowak (Fikander99)

Der deutsche Konzern Springer schürt auf beiden Seiten der Grenze Ressentiments gegen den Nachbarn. Schliesslich die breite und wenig gebildete Masse liest diese Blätter und Spriger profitiert von der gestiegenen Auflage in beiden Ländern. Aber, dass FAZ sich damit beschäftigt? Schliesslich Bild ist immer der erste um den Antagonismus zu verbreiten: "Polnische Rüppel" hiess es vor einem Jahr, vor dem Finale im Handball. Wie es war, wissen´s wir. Jetzt kommt was Ähnliches und für die Deutschen noch Beschämendes. Als die das wirklich bräuchten!

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05. Juni 2008 09:14

Es lebe die deutsch-polnische Freundschaft!

Michal Kowalczyk (Kibic2008)

Diese deutsch-polnische Medienschlacht im Vorfeld der Fußball-EM wird bedauerlicherweise von den Boulevardblättern beider Seiten geführt. Der polnischen Seite alleine den Schwarzen Peter zuschieben zu wollen, als wäre bestimmte deutsche Medien die Opfer und hätten niemals über Polen hergezogen, ist lächerlich. Aus sportlicher Rivalität werden plötzlich ganz schnell Beleidigungen auf der Basis alter Vorurteile die schon an Volksverhetzung grenzen. Aber diese bestimmten Medien stehen weder für ganz Polen noch ganz Deutschland. Dies ist das Werk einiger weniger verantwortungsloser Medienanstalten. Allen voran dem Axel-Springer Verlag der mit BILD in Deutschland gegen Polen hetzt und in Polen mit FAKT gegen Deutschland. Da können sich beide Zeitungen auch noch hervorragend gegenseitig zitieren und in ihre Meldungen absprechen. Ein Schelm wer böses dabei denkt!?

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04. Juni 2008 23:11

Was soll's - ist doch amüsant. Und ...

Klaus P. Lücke (microplan2002)

... harte Burschen wie die Fußballfans werden solche Ausfälle schließlich verkraften können !? Eine Veranstaltung wie die EM lebt nun auch mal von Gegensätzen, und es wird nicht nur auf dem Spielfeld gefault. Wer denkt, es handelt sich bei der EM nur um 'Friede, Freude, Eierkuchen' und 'Guildo hat euch lieb', der irrt gewaltig. Aber wenn's wirklich mal zu heftig wird, hilft im Zweifel das Motto: tiefer hängen ! Jedenfalls bloß nichts auf die Goldwaage legen. Das wäre wirklich albern. Nach der EM ist sowieso alles rasch vergessen. Ein Fußballkrieg, wie es ihn wohl einmal in Südamerika ansatzweise gegeben hat, droht hier und heute jedenfalls nicht !

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04. Juni 2008 22:46

Kein Konter nötig

Philipp Neumann (djalminho)

Die Bild-"Zeitung" braucht gar nicht kontern, da sie ja selbst ins Abseits laufen würde, gehört "Fakt" doch auch zum Axel-Springer-Verlag.

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