“Abseits II“: 15.600 Seiten umfasst das Material zur “Sachsen-Affäre“

Medienlegende „Sachsen-Sumpf“

Das erinnert fatal an den Fall Sebnitz

Wo hysterische Kräfte sinnlos walten: Die Geschichte vom „Sachsen-Sumpf“ und der „sächsischen Mafia“ ist in weiten Teilen ein Medienkonstrukt. Die Story war unglaublich, gerade deshalb geisterte sie herum. Viele Journalisten trugen das Ihre dazu bei. Von Reiner Burger, Dresden.

Lesermeinungen zum Beitrag

19. August 2007 19:39

"Sachsen Sumpf" und Jürgen Roth

Siegfried Bauer (Siggi40)

...das erinnert fatal an den Fall Sebnitz ...Verdächtigungen und Gerüchte müssen einfach nur so ungeheuerlich und so weitgespannt wie möglich sein usw. usw. , so werden die jahrelange Ermittlungen ins Lächerliche gezogen.
Mit gutem Grund, genau so wie in Sebnitz. Wenn die Wahrheit an die Öffentlichkeit kommt, bricht das Chaos aus. Wen läßt es kalt, wenn man erfährt, daß man von Kinderschändern regiert wird?
Zum Fall Joseph in Sebnitz. Es gibt nur eine handvoll Schweinereien, die mich so tief berührt haben, wie der Fall Sebnitz. Daß die Presse hier bewußt falsche Informat. der Ermittler übernommen hat, vergesse ich nicht. Der kleine Joseph starb an Herzversagen, weil eine Horde Vandalen es lustig fanden, ihn ins große Becken zu werfen und zuzuschauen, wie er absäuft. Er konnte nicht schwimmen. Aus panischer Angst starb er an Herzversa-gen. Zum Sachverhalt hat sich kein Zeuge gemeldet aus Angst vor Vandalen. Also war es ein Unfall, argument. die Ermittler. Damit war das Ansehen der Sebnitzer wieder hergestellt und die Welt wieder in Ordnung. Ein Hohn für alle Ausländer, die seit der Wende abgemurkst wurden.
Das Verdrehen der Wahrheit hatte bestens geklappt. Man hatte ja 40Jahre lang eine Ausbildung absolviert u.nichts verlernt

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16. August 2007 16:26

Einiges ist schon wie Sebnitz

Torsten Klier (TorstenKlier)

Auch da war die Justiz in den ersten Tagen wie gelähmt. Die haben sich nicht getraut, auf die Vorhaltungen der Frau Kantelberg-Abdulla (Mutter des ertrunkenen Kindes) mit eigenen Ermittlungsergebnissen zu antworten.
Warum eigentlich nicht, das Verfahren war doch abgeschlossen?! Wissen die etwa, dass deren „Ermittlungsergebnisse“ nicht das Papier wert sind, auf das die geschrieben wurden?
Es kam noch schlimmer. Anstatt die Vorhaltungen der Mutter zu widerlegen, haben die auf Anweisung der BILD-Zeitung 3 Menschen verhaftet, mit Mordbeschuldigung.
Wundert sich niemand, dass die Justiz damit selbst zugegeben hat, dass die Beschuldigungen von BILD mehr Wert sind als deren Ermittlungsergebnisse?

Hier erleben wir wieder, dass die Justiz die ersten Wochen wie gelähmt war. Zu allen Vorhaltungen kein Wort, nur allgemeine Zurückweisungen („Sachsen ist kein Sumpf“)
Und was die jetzt als Gegen“argument“ bringen (Teebeutel Boos) ist ein Klassiker der Null-Substanz. Die Dementies bestehen ausschließlich aus persönlichen Angriffen und Schmähungen gegen Aufklärer bzw. die Geschädigten der korruptiven Netzwerke.

Am schlimmsten jedoch ist, dass die FAZ das kritiklos übernimmt und die andere Seite nicht zu Wort kommen lässt.

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16. August 2007 14:41

was hat das mit Sebnitz zu tun?

Horst Dettweiler (dettw)

Wenn ich Herrn Burger richtig verstehe, dann hält er die Vorwürfe in der Sachsensumpf-Affäre für widerlegt, weil die beschuldigte Justiz keine Fehler feststellen kann. Ob sie das überhaupt will bzw. wollen kann, fragt Herr Burger nicht.

Wie würde man denn reagieren, wenn z.Bsp. die Siemens-Konzernzentrale sagen würde: >>wir haben die Korruptionsvorwürfe geprüft und festgestellt, da ist nichts dran - das hat schon letztes Jahr in der Zeitung gestanden und wird nur wieder aufgewärmt - da will jemand mit einem neuen Buch Profit machen usw. und so fort << ?
Oder die VW-Zentrale hätte so gehandelt im Zusammenhang mit den lustvollen Vergnügungsreisen und anderen Unappetitlichkeiten?
Ich glaube, auch Herr Burger würde das nicht akzeptieren. So bleibt es eben unverständlich, dass bei möglichen Verfehlungen in der Justiz manche Leute in dieser Republik noch immer wie weiland beim Hauptmann von Köpenick die Hacken zusammenschlagen. So lässt sich Aufklärung nicht praktizieren.
Kümmern Sie sich um Paunsdorf, die bfb-Leipzig, Plauen und vieles andere. Nehmen Sie Todesfälle ernst. Unterstützen Sie Ermittler, die gemobbt und an ihrer Arbeit behindert werden. Seien Sie alarmiert, wenn Akten "aus Versehen" geshreddert werden !

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16. August 2007 13:46

Nur zur Klarstellung

Torsten Klier (TorstenKlier)

Im Gegensatz zur FAZ-Darstellung hat Honnigfort in der FR sehr wohl Herrn Roth erwähnt, sehr bösartig sogar.

” Der Frankfurter Sensationsautor Jürgen Roth, der jetzt ein Buch darüber auf den Markbringt und das Medieninteresse mit abenteuerlichen Behauptungen anheizte, dürfte etwa reicher sein als heute.”

„Zu all dem trägt auch Jürgen Roth bei, ein Frankfurter Autor, der ein Buch über kriminelle Netzwerke geschrieben hat. Der Rummel, an dem er sich gerne beteiligt, dürfte die Verkaufszahlen hochtreiben.“

Kann jeder ergoogeln.

Wenn Herr Burger siegestrunken schreibt, dass Hamburger Landgericht habe Punkt für Punkt seine Behauptungen als unwahr zerpflückt, dann ist das in diesem Zusammenhang ein Lob für Roth. Denn der hat wenigstens was behauptet.
In den „Berichten“ der FAZ finden sich seit dem 26.07. überhaupt keine Behauptungen mehr, die verifizierbar oder falsifizierbar wären.

Hier wird gebetsmühlenartig wiederholt, dass alle Behauptungen falsch wären. Welche eigentlich?
Der hier kritisierte Roth bringt wenigstens welche. Und die SZ und der Tagesspiegel (S. Beikler) auch. Komischerweise werden die durch die Bank weg in der FAZ verschwiegen, aber gleichzeitig als falsch gewertet.

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16. August 2007 08:06

Weiter so!

dieter diehm (johndow)

Trotz allem weiter so Herr Roth! Die ganze "politische Klasse" in diesem verrotteten Staat gehört an den Pranger. Ist klar, daß von den gleichgeschalteten Medien dies jetzt alles heruntergespielt wird. Denn die stehen und fallen auch mit diesem kranken System!

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