Chavez als Micky Maus

Ein Fall von Medienterrorismus?

Von Paul Ingendaay

Wirkt so fast niedlich: Hugo Chavez

Wirkt so fast niedlich: Hugo Chavez

03. April 2008 Zufall oder Absicht? Auf einem Foto der Agentur Reuters erscheint der venezolanische Staatspräsident Hugo Chávez bei seinem Besuch in Brasilien mit Mickymaus-Ohren, weil seine Gesichtsform durch schwarze Objekte im Hintergrund verfremdet wird.

Dass an diesem Gesicht ansonsten wenig an die Comicfigur erinnert, tut nichts zur Sache: Regierungstreue Medien in Venezuela wittern eine bewusste Verhöhnung ihres Landes. Sie beschuldigen die britische Agentur, einen Anschlag auf die Würde des Staatsoberhauptes begangen zu haben.

„Medienterrorismus?“, fragt eine Regierungswebsite und gibt gleich die Antwort: Die Informationsstrategie der fünf beherrschenden Nachrichtenagenturen der Welt werde im Pentagon geplant. Bei Namen wie Thomson und Murdoch, die unter den Anteilseignern bei Reuters auftauchen, sei offensichtlich, dass CIA und Großkapital nichts anderes im Schilde führten, als das Ansehen von Hugo Chávez im Ausland zu untergraben.

Text: F.A.Z.
Bildmaterial: REUTERS

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