Öffentlich-rechtliches Internet: ard.de

ARD und ZDF im Internet

Anspruch auf Vorzugsbehandlung

Sie sind nicht als Erste darauf gekommen, doch sie kommen als Erstes darauf, wie üblich Vorrang für sich einzufordern: ARD und ZDF haben das Internet entdeckt und erkannt, dass sie um ihre Plätze fürchten müssen.

Lesermeinungen zum Beitrag

31. März 2007 12:15

@Heimes

harald schneider (asklepion)

Es geht hier bei den meisten Kritikern der Gebühren keineswegs um eine Zerstörung von ökologischen Nischen sondern um deren Finanzierung. Analog zu Theater- und Opernhäusern wäre eine staatliche (Teil-)Finanzierung durchaus zu diskutieren.
Auch die staatliche Einflußnahme durch unsere Parteiokratie ist nicht zu leugnen.
@Gattermann
Leider verbreiten die ÖR keine demokratischen, sondern parteiokratische Werte.
Eine Rechtfertigung der Ausweitung der Gebühren auf ein Internetangebot ergibt sich zudem kaum aus dem Staats-vertrag, der den ÖR ihre Privilegierung sichert. Hier wird schlicht und einfach das Angebot auf ein neues Medium ausgeweitet.
Letztendlich hätte ich persönlich auch gerne eine Erklärung. warum ich das Angebot der ÖR im Internet bezahle und der Rest der Welt es kostenfrei nutzen darf.

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28. März 2007 19:49

Wie wahrnehmungsresistent muß man sein

gisbert heimes (gisbert4)

um bei der Frage der Programm-Niveaus ÖR vs. Private Ursache und Wirkung zu verwechseln? Lächerlich. Dieselben Politiker, die seinerzeit mit Vehemenz die Einführung des Privatfernsehens gefordert haben, sprechen den ÖR jetzt die Existenzberechtigung ab, 'weil sie ja nur noch denselben Mist wie die Privaten senden'. Mist! Irre.

Wie blind, um nicht zu sehen, wie die Medienlandschaft ohne die ÖR aussehen würde?

Es ist ein absoluter Segen, daß es die Institution ÖR-Rundfunk in D gibt. Zehn Rundfunksinfonieorchester z. B., davon einige zumindest zeitweise in der Welt-Liga. Nischen für Themen, die scheinbar nur für Minderheiten gemacht werden. Aber ihre Wirkung besteht in ihrer Existenz. Das ist wie beim Artensterben.

Natürlich ist ÖR durchproporzioniert bis ins Detail. Natürlich ist es ein Reservat auch der Politik. Ja wollen wir die Politik denn abschaffen??? Sie ist gleichzeitig ein Garant dafür, daß Minderheiten-Interessen auch ihren Platz haben.





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28. März 2007 16:18

Zu dem Beitrag von Frau Gattermann - Anspruch auf Vorzugsbehandlung

Andreas Schneider (KaeptenBlaubaer)

Zu dem Kommentar von Frau Gattermann (Anhang)

ARD und ZDF verbreiten demokratische Werte? Das ist ja wohl ein Witz! ARD und ZDF sind in hohem Maße mit den öff.-rechtl. Anstalten verfilzt. Die Politiker erhalten eine Vorzugs-Berichterstattung in den öff-rechtl. Medien, die sie daher auch so sehr fördern und lieben. Die Berichterstattung ist im Übrigen eine ziemliche Einheitssoße und sehr auf das Handeln der Parteien und Regierungen ausgerichtet. Diese werden einfach überbewertet. Das hat ziemlich wenig mit Demokratie zu tun. Dass sich ARD und ZDF als Zwangs-Pay-TV-Sender auch noch im Internet tummeln, trägt zu Wettbewerbsverzerrung und Volksverdummung bei.

Anhang
28.03.2007, 15:24
Ich möchte hier nur kurz darauf hinweisen, dass GEZ-Gebühren keineswegs nur Unterhaltungskosten decken, sondern dass durch den Gebühreneinzug der ....

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28. März 2007 15:49

Fernsehsteuer

Peter Keul (hildennet)

Die Politik kauft sich bei den öffenlich-(rechtlichen?) Medien permanent ein. Und wird dafür auch regelmäßig belohnt. Das Fernsehen ist eine Machterhaltungsmaschine. Dafür darf ich dann eine in ihrer Höhe absurde Fernsehsteuer bezahlen.

Der immer widergekaute angebliche Qualitätsstandart ist inzwischen durch massenhaft minderwertige Programmteile obsolet geworden.

Für das ganze werde ich auch noch mit Werbeblöcken gequält, die ich als unverschämt betrachte.

Kritik am öffentlichen Fersehsystem wird ungefähr wie Hochverrat gehandhabt. Wie eine Krake versucht das System immer mehr Anteile am Medienkuchen zu erschleichen.

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28. März 2007 14:15

Qualitaet und Gebuehren - @heimes

Marc Rieger (rieger74)

Ich gebe Ihnen vollkommen Recht, was Deutschlandradio betrifft, das ist sein Geld wert, aber... Wieviel Prozent (oder besser Promille) des Gesamtetats gehen eigentlich an solche Qualitaetssender? Der Loewenanteil geht doch an Radioprogramme und Fernsehsender, deren Qualitaet nur bei wohlwollender Betrachtung diejenige der Privaten hinter sich laesst (ARD und ZDF allen voran)!
Interessant: Die BBC kostet weniger und bietet ein Vielfaches mehr an Qaulitaet. Vielleicht sollte man von England lernen, wie das geht?

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28. März 2007 14:05

Herr Heimes

Thomas Wenzel (Coloneltw)

sie haben hier einiges nicht kapiert. Hier geht es nicht um Inhalte der einzelnen Sender sondern um die Bezahlung. Ob ARD/ZDF besseres TV macht als Pro7 und RTL liegt bei jedem freien Bürger selbst. Und mit verlaub, ich lase mir nicht von Ihnen vorschreiben was ich gucken soll, bloss weil sie es für besser halten. Und was den Deutschen ankotzt ist nicht das Programm sondern die Art und Weise. Z.B. ich bin Systemadministrator und kann auch Computer reparieren. Ich nehme von jedem Bundesbürger im Quartal 57€ sofern sie einen PC haben, denn sie haben die Möglichkeit meine Fertigkeiten zu nutzen um den PC zu reparieren/Konfigurieren oder sonst was. Und genau das macht die GEZ. Und mit welchem Recht? Der Bürger wird verdonnert eine Gebühr zu zahlen, für eine Leistung, welche er vielleicht gar nicht entgegen nehmen will. Hier muss was getan werden. Wenn diese Sender nicht mit Werbung sondern mit Gebühren existieren wollen ist dies ok. Das nennt man PAY TV und Premiere macht das schon erfolgreich, seid Jahren. ARD und ZDF würden also nur pleite gehen wenn Ihr Programm nicht gut genug ist um die Mehrheit der Bevölkerung zum bezahlen zu veranlassen. Warum lässt man den Bürger nicht selbst entscheiden? Geben sie uns bitte einen Grund?

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28. März 2007 13:21

GEZ-ALARM

Daniel Müller (damuero)

Es geht hier doch nur darum, die (völlig lächerlichen) GEZ-Gebühren, die demnächst für Internet-fähige PCs berechnet werden, zu rechtfertigen.

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28. März 2007 13:21

Das übliche Gejammere gegen die Öffentlich-rechtlichen

gisbert heimes (gisbert4)

Es ist wie ein pawlowscher Reflex. Der FAZ selbst sei er ja nachgesehen. Ihren Lesern nicht.

Allein die beiden Radiosender Deutschlandfunk und Deutschlandradio Berlin informieren und unterhalten Lichtjahre besser als der gesamte private Abfall, über den sich auch die FAZ zuweilen köstlich mokiert.

Allein das Kulturangebot auf den WDR-Wellen, aber auch im Lande vor Ort, ist jeden GEZ-Cent xfach mehr wert, als das hirnlose Gewese, was sich Privates Fernsehen nennt.

Allein für die bloße Gewißheit von der Existenz des Symphonieorchesters des Bayerischen Rundfunks zahle ich gern meine GEZ-Gebühr.

So, ich bin nicht von den Öffentlich-rechtlichen und habe auch sonst keine Interessen und Verbindungen bei denen.

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28. März 2007 10:51

"Den Sozialismus in seinem Lauf...

Tano Carridi (Tano_Carridi)

halten weder Ochs noch Esel auf."

Wer hätte gedacht, dass E. Honecker noch einmal so Recht behalten könnte - jedenfalls soweit es um den deutschen Staatsrundfunk geht.

Ein im übrigen höchst durchsichtiger Versuch, die GEZ-Internetgebühr nachträglich zu legitimieren.

Dass Politiker solchen Begehrlichkeiten aber widerstünden, diese Hoffnung darf wohl getrost unter Naivietät verbucht werden...


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27. März 2007 18:22

Rundfunkvertrag zeitgemäß

Roland Valentini (RoVa65)

Und wie immer muss man sich bei solchen Meldungen fragen, ob der Deutsche Rundfunkvertrag, die Versklavung der Deutschen Mediennutzer eigentlich noch zeitgemäß ist.
Die Zeit in der durch Gesetzgebung die Meinungsfreiheit und Informationsvielfalt geschützt und gestützt werden musste sind lange vorbei. Nun ist es vielmehr so das mehrere Ineffiziente Institutionen wie das Öffentlich Rechtliche und die GEZ sich gegenseitig den Erhalt sichern und den genervten Bürgern für viel Geld viel Verwaltung verkaufen.
Abschaffen und alternativen bieten die Zeitgemäß sind. Wenn die Politiker eine Plattform wollen auf der sie sich profilieren können, so sollen sie ihre Spendengelder an Medienfirmen bezahlen.
GEZ für PC’s. Das ist so "Deutsch" das das Ausland wieder einmal etwas zu lachen hat.

Liebe Politiker, vergesst doch einmal die Lobbyisten und benutzt gesunden Menschenverstand.

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