Das belgische Fernsehen rief die Teilung des Landes aus

Satire

Dies ist eine Erfindung

Das belgische Fernsehen hat sich mal einen Scherz erlaubt und zur besten Sendezeit die Teilung des Landes ausgerufen. Viele Belgier, anscheinend auf alles gefaßt, hielten die Nachricht für wahr.

Lesermeinungen zum Beitrag

15. Dezember 2006 14:36

In Belgien da geht es noch, wat is aba mit den....?!

Zeljko Djuric (Decalibur)

Diese Satire kann nur in Belgien funktionieren, ob das jetzt flämisch oder wallonisch sein würde oder auch ist.

Da gab es so ein Dorf mal in Frankreich wo man gesagt hatte: "Die Spinnen die Römer". Jetzt würden Sie sagen die Pralinen.

Ich stell mir das vor in Bosnien, hätten es die Serben oder Kroaten ausgerufen, innerhalb von 24 Stunden wären zu 90 % alle bewaffnet. Mal so weiter am denken, was wäre wenn Südtirol sich von Italien absagt. Korsika von Frankreich, Baskenland von Spanien, Schottland von Großbritannien, obwohl die Engländer nicht mal Nordirland abgeben würden, geschweige Schottland. Ich erinner nur der Krieg um die Falklandinseln, zwischen Großbritannien und Argentinien, wo es nur um ein paar qkm ging.

Apropo Deutschland, was ist wenn sich die Sorben lossagen und teile ehemals Ostpreußens sich angliedert an Deutschland. Den Russen um Kaliningrad, ehemals Königsberg wäre dies nur Recht, einen deutschen Pass und die deutsche Staatsbürgerschaft wie sechs richtige im Lotto.

Geschweige in Georgien wo zwei abtrünnigen Provinzen es seit Jahren versuchen sich von Georgien loszusagen. Und Apropo Moldawien, da besteht ja das Transnistien, noch heutzutage eine fiktiver UdSSR Staat.

Hallo Flickenteppich Europa...

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15. Dezember 2006 13:54

Sezession

Niko Akathari (NikoA)

Ach so eine hübsche kleine Sezession sollten wir viel öfters haben. Tut gut. Allerdings in Wirklichkeit.
Faszinierend ist es, wie fernsehmediale Fiktionen ihre eigene Wirklichkeit haben. Aber das müssen sich die Fernsehkonsumenten schon selbst ankreiden, die ihre eigene nahe Wirklichkeit allzu oft gar nicht realistisch wahrnehmen, aber den fern gesehenen Bildern und Tönen leicht Glauben schenken. Die fernsehmediale Fiktion als wahrgenommene Wirklichkeit bewirkt tatsächlich eine Täuschung. Eine ganz tolle Bewußtseinsmachung des belgischen Senders zu einem Thema, daß realiter wirklich sein könnte.

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15. Dezember 2006 11:35

Macht

Marc Müller (Krzyzak)

Was darf Satire? Nicht nur, daß man hier den belgischen König als flüchtenden Feigling diskreditiert hat, man hat auch leichtfertige Reaktionen echter Separatisten in Kauf genommen.
Was wäre z.B: gewesen, wenn der belgische Flamsblock, eine ultrarechte Partei die Gunst des Augenblicks genutzt hätte?
Oder deustchsprachige Belgier in Eupen, Malmedy und St. Vith den Anschluß an Deutschland propagiert hätten, mit dem Hinweis, daß es das belgische Königshaus in seiner Schutzfunktion für die deutschsprachigen Belgier nun nicht mehr gebe.
Wer entscheidet, was echt und was Fiktion ist?
Welche Macht haben die Medien?

Marc Müller

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15. Dezember 2006 11:29

Auch was für Deutschland

B. Keim (bkeim)

Einmal pro Monat überraschend eine Meldung, die nur so tut, würde den Bürger ein wenig kritischer gegenüber der Berichterstattung machen.

Früher hieß es: einer lügt wie gedruckt. Heute: einer lügt wie gesendet.

Was Aufmerksamkeit genießt wird leider schon für wahr gehalten.

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15. Dezember 2006 11:07

Teilung des landes?

Yves Guide (Einbelgierschreibt)

Es ist im Grunde genommen kein Witz.
Belgien, kleines Land aber lauter Probleme.
Drei Kulturen:
Im Norden die Flamen, im Westen Deutsche, und im Süden die Wallonen.
Was nun?
Die Wirtchaft ist im Eimer, in Wallonien ist die Arbeitslosigkeit hoch, in Flandern nicht? Wieso?
Die meisten Grossunternehmer sind nahe Brüssel (also in Flandern) und werben nur "Flamen" an! Auch im Lütticherraum.
Für viele Flamen gibt es kein Wallonien!!!
Ich glaube nicht das dass Volk die trennung will. Aber ein teil der Flämischen Elite möchte so ihre sterke zeigen; und die Trennung wahrnehmen.
Ich war vor dem Fernseher als es angefangen hat? es hätte war sein können. Zu Glück nicht.
Diesen Streit zwichen uns gibt es seit immer.
Die Warnung vom mittwoch MUSS man ernst nehmen.

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15. Dezember 2006 10:41

Glaubwürdigkeit

Dietrich Henschel (6.beckmesser)

Das belgische Fernsehen hat durch seine fiktive Meldung vor allen Dingen eines deutlich gemacht: Die Macht des Mediums Fernsehen. Sein Einfluß auf die öffentliche Meinung hat absurde Dimension, die Realität der Mattscheibe kann größere Bedeutung erlangen, als die Wirklichkeit selbst. Dieses ist als Lehrbeispiel für die Verdummung tauglich, der wir alle jeden Tag anheimfallen.

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