Die Technik ist auf Obama vorbereitet, nicht jedoch die Reporter

Obama und das deutsche Fernsehen

Der Pfeifton, der muss weg!

Bei der Berichterstattung zu Obamas Berlin-Besuch überbieten sich die deutschen Fernsehsender an Hilflosigkeit. Harmlose Details werden zu Ereignissen aufgeblasen, Experten reden dummes Zeug, und Reporter blamieren sich mit haltlosen Spekulationen. Mit Nachrichten hat das nichts zu tun.

Lesermeinungen zum Beitrag

28. Juli 2008 11:43

Wie zu erwarten............

Norbert Knuthsen (calahan)

Die famose Berichterstattung über ein Ereignis, daß höchstens einen Bericht im Spartensender Phönix - neben Kurzberichten in den Nachrichtensendungen - wert gewesen wäre, läßt einen ziemlich ratlos zurück. Jeden Augenblick wartete man auf Frank Elstner und die versteckte Kamera! Soviel geballte Inkompetenz ist schon erschreckend. Wenn man von der Qualität der Berichterstattung auf die Qualität der Meldungen und, vor allem, der Meldungsauswahl schließt, gute Nacht! Neben dieser wiedermaligen Bestätigung der schon lange bestehenden Erkenntnis, daß die Qualität deutscher Nachrichtensendungen gegen Null tendiert, bleibt die Erkenntnis, daß ein populistischer, mediocrer Aspirant seine Visitenkarte abgegeben hat. Daß er gerade von den Linken in diesem Lande geradezu als Messias gefeiert wird, sollte dem Bürgerlichen stark zu denken geben! Ein Moslem schickt sich an, die Geschicke der letzten verbliebenen Supermacht in seine dilletantischen Hände zu nehmen - möge Gott geben, daß diese bereits als kommende Tatsache verkaufte Vision eine Vision bleibt!

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27. Juli 2008 15:29

Phönix

Stefan Bauer (bauerstefan)

Gepriesen sei Phönix. Der einzig qualitativ hochwertige Sender im deutschen Fernsehen!

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27. Juli 2008 14:47

So ist TV häufig

Karl Friederichs (KFrieder1)

Dass die Ausführlichkeit der Berichterstattung von der gefühlten Wichtigkeit und nicht vom Umfang der wichtigen Information abhängt, kennen wir eigentlich von Staatsbesuchen, G8-Treffen und ähnlichen Ereignissen schon länger, bei denen die Vorfeldberichterstattung idR aus heißer Luft besteht. Und dass ausgerechnet die sog. Nachrichtensender oft Nachrichtensendungen besonders schlechter Qualität zusammenschneiden, ist eigentlich seit den NTV-Berichten des begeisterten Kriegsjournalisten über die kraftvoll wogenden Stahlfluten o.ä. im Irakkrieg und seit der - m.E. nie bestrittenen - Kritik von China an Fehlinformationen der Westmedien keine Überraschung. Ich habe mich deshalb schon lange von den Nachrichtensendern verabschiedet und genehmige mir stattdessen elektronisch nur noch Tageschau, Tagesthemen und/oder Heute sowie den FAZ-Ticker. Trotzdem ist die kritische Bestandsaufnahme wichtig. Denn Demokratie kann nur funktionieren, solange Meinungsvielfalt auch anspriuchsvoll kommuniziert wird. Da aber die Presse - wie von der FAZ mehrfach berichtet - häufig nicht unabhängig ist, sollten die Rundfunksender eigentlich eine wichtige Rolle spielen, aber die Privaten tun's nicht.

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27. Juli 2008 14:30

Grandios!

Sebastian Dietrich (s-dietrich)

Der Medienjournalismus lebt! Ich bin wirklich begeistert. Wenn es nicht so traurig und so wahr wäre, man könnte drüber lachen! Danke für diesen famosen Artikel! Die Stümperei und schiere Dämlichkeit, die (auch) die Privatsender als Information getarnt in die gute Stube der Deutschen pumpen entbehrt jeglicher Legitimation! Und jetzt zurück zu "Todesmaschinen - Die schönsten Panzer der Welt". SD

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27. Juli 2008 13:55

Danke

Calpo Salmrohr (calpo_salmrohr)

Erfreulich, wie hier die Qualität von n-tv als "Nachrichtensender" schonungslos und mit einem Maximum an Anschaulichkeit dargestellt wird. Das passiert leider viel zu selten.

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27. Juli 2008 13:24

Wie peinlich.....

Deniz Albayrak (denalb)

Es ist wirklich unglaublich. Seit N24 und N-tv auf Sendung ist sollte man denken, dass die Berichterstattung in Deutschland eine Qualität erhalten sollte. Leider ist dem nicht so. Die Präsentation von scheinbar wichtigen Details aus aller Welt und Finanznachrichten die als brisant eingestuft werden sind schlicht lächerlich. Oliver Geisen bietet manchmal informativeres Material. Die deutschen Nachrichtenberichterstatter sollten sich, finde ich, auf ihren Job konzentrieren und das ist und sollte bleiben: INVESTIGATIVER JOURNALISMUS und nicht peinliches vermarkten von pseudo- nachrichten. Wir sollten alle dem entgegenwirken indem wir unsere Meinung kundtun. Denn der Sender will nur Einschaltquoten. Ob eine Volksverdummung einhergeht ist sekundär. Danke für Ihre Aufmerksamkeit. P.S. Die Rede Obamas war sicherlich interessant aber auch sicherlich nicht geschichtsträchtig. Ich würde diesen Mann als nächsten US Präsidenten begrüßen.

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