Von Kunst umgeben: Christian DuMont Schütte

Medien

„In zehn Jahren ist Google tot“

Ein Kölner Verlagshaus expandiert: Im Interview spricht der Verleger Christian DuMont Schütte über das kurze Leben von Internetfirmen, junge Zeitungsverweigerer und sein Interesse an der „Süddeutschen Zeitung“.

Lesermeinungen zum Beitrag

03. September 2007 10:23

Hartmann

Chris Müller (Bremer79)

Wenn sie sich schon amüsieren, dann bitte auch richtig lesen (nicht nur rechnen!!).

Ich habe mich eben NICHT auf den Artikel bezogen, sondern auf den Kommentar von Herrn Baher. Und wenn er vorrechenet, dass bei jährlich -4% prozenz in 25 Jahren keiner mehr zeitung liest, ist das falsch.
Somit habe ich mich eben NICHT den Artikel versucht lächerlich zu machen, sondern genau das gegenteil.

wer lesen kann ist klar im vorteil!

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30. August 2007 20:57

Mathematik

Achim Hartmann (A.Hartmann)

Ich finde es ausdrücklich amüsant wie sich zwei der hier vorhandenen Leserbeiträge über die von Herrn DuMont Schütte benutze Mathematik versuchen lächerlich zu machen und selber anscheinend keinerlei Ahnung davon haben was er versucht auszudrücken…

“Rechnen ist schwer. Wie man es auch bei Ihnen sehen kann. Wenn man jedes Jahr 4 % verliert, ist man nach 25 Jahren nicht bei Null. Man ist es sorgar niemals...”

In dem Artikel wurde niemals von einer „Null“ gesprochen. Es wurde lediglich gesagt „in 25 Jahren sind die Zeitungen tot“. Ein im Artikel erwähnter Maximalrückgang von 4% würde auf die Dauer von 25 Jahren einen Auflagerückgang von ca. 65% bedeuten. Einfache Mathematik oder? Jetzt erklären sie mir doch bitte wie eine Firma einen Auflagerückgang einer solchen Höhe verkraften soll ohne das Licht auszuknipsen (von mir aus versuchen sie es mathematisch sie werden nicht in der Lage sein). Dies würde dann auch bedeuten das niemand mehr Zeitung ließt…

Also scheint rechnen doch leicht zu sein…

In diesem Sinne rechnen sie mir doch bitte aus wann die Auflage rechnerisch bei 0,5 ist damit das Unternehmen zumindest dann für sie (zwar noch nicht mathematisch) aber dennoch tot ist.

Mfg A.H

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30. August 2007 15:13

Hoffen & Bangen & Augen verschließen

Alexander Tietz (mallorca6)

Mit Bestürzung habe ich die Aussagen von Herrn DuMont Schütte gelesen. Das Unverständnis zu Angst führen kann und Angst blind macht - alles menschlich und nachvollziehbar. Das jedoch eine Person seines Formates grundlegende Veränderungen in der Mediennutzung einfach verteufelt und weg"hoffen" will, zeigt die Ratlosigkeit des alten tradionell verankerten Standes.
Internetfirmen wie google mögen im Vergleich zu alten traditionellen Häusern ein kurzes Leben haben, doch ist Google nur ein bescheidener Teil eines großen Ganzen - der Konvergenz und Symbiose von Informationsmedien auf einer digitalen Plattform. Die grundlegenden Bedürfnisse wie sehen, lesen und hören bleiben - jedoch wählt nun jeder selber, was er wo lesen oder hören will. Der Wandel vom Push- zum Pull-Medialen-Verhalten ist der große Wandel, den Verlage verstehen und für sich nutzen müssen. Das man als Verlag seinen Content vor google schon fast schützen muss, ist bedenklich - keine Frage! Aber auf die fast monopolistische Selbstbediehung seitens google zu schimpfen hilft genau so viel, wie dem Strauß, seinen Kopf in den Sand zu stecken, bevor der Hurrikan kommt.

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28. August 2007 14:58

Der Hinkende Bote

Gerhard Dünnhaupt (dunnhaupt)

Der Soziologe spricht von "culture lag", wenn er das Nachhinken der Wirtschaft gegenüber technischen Neuerungen beschreiben will. Noch lange nach Erfindung des Automobils saß der Chauffeur sinnlos hoch auf dem Kutscherbock, ehe man merkte, dass kein Pferd mehr da war, und man weiter unten sitzen konnte. Den ersten Robotern gab man menschliche Formen, obschon die Form eines Roboters total belanglos ist. Auch die Zeitungen werden einst ganz verschwinden - schon jetzt gibt es z.B. in Schweden Zeitungen, die nur noch elektronisch erscheinen.

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27. August 2007 19:30

Billige PR

Bernd Gillich (Gilliber)

Herr Dumont-Schütte kann nicht viel vom Onlinewerbemarkt verstehen, was ein Offenbarungseid für seine Unternehmensgruppe wäre - oder, er stellt sich bewußt dumm!?

Der Markt der Zeitungsverleger in Deutschland ist durch und durch verkrustet von alten Strukturen, die scheinbar keine Innovation zulassen. Ich stelle die provokante Frage, ob wir Deutschen nur noch erhalten wollen, was die Nachkriegsgenerationen aufgebaut haben?

Folgende Märkte sind Millardenmärkte:
- Zeitungen
- Verzeichniswerbung z.B. Gelbe Seiten

Diese wird Google Stück für Stück abgreifen wollen - und es geht hier nicht mehr um schöne Zeitungen und publizistischen Anspruch - es geht um immer mehr Ausgabemedien = kostenlose Mehrwerte, die Google weltweit in den Markt pumpt, die nichts anderes wie Werbeflächen sind.


Verleger aller o. g. Gattungen sollten schnellstmöglich umdenken und schnellstmöglich begreifen lernen, was das Große - G - vor hat. Oder fällt uns in Deutschland noch etwas ein, was wir entgegnen können!? Lassen Sie uns gemeinsam etwas tun!

Viele Grüße

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27. August 2007 11:49

Totgesagte leben länger...

R@lf $chulz (RS222)

...wir sehen uns in 2017 zu Ihrem 60. Mr. DuMont Schütte , ) vieleicht als Medienberater der "Süddeutschen Google Zeitung" , )))


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Anmerkung zum Beitrag von A. Malliki:

"Weil die Politik dieses noch freie Medium bis dahin verboten hat, denn die Kontrolle der Veröffentlichungen ist über Verlage und Zeitungshäuser einfacher."



Hallö Mr./Mrs. Malliki,

wer sagt Ihnen, dass es sich wirklich um ein freies Medium handelt und sich nicht vieleicht politische Interessen, bzw. Gönner dahinter verbergen...?

Wer es immer wissen könnte – Mackie Messer weiß es nicht..

, )

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27. August 2007 11:48

Herr Bader

Chris Müller (Bremer79)

Sie haben leider nicht Unrecht.
Rechnen ist schwer. Wie man es auch bei Ihnen sehen kann. Wenn man jedes Jahr 4 % verliert, ist man nach 25 Jahren nicht bei Null. Man ist es sorgar niemals...

wenn man sich schon über die rechenkünste anderer aufregt, sollte man selber rechnen können ;-)

lg bremer

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27. August 2007 10:51

Erst 50?

Anna Schreiber (annaschreiber)

Der gute Herr Dumont-Schütte soll erst 50 sein? Während des Interviews gewinnt man den Eindruck, dieses Alter hat er vor 30 Jahren hinter sich gelassen. Seine "Argumentation" zu EBay und Google hat er aus Zeitungsschlagzeilen (wahrscheinlich seiner eigenen Blätter), die Artikel dazu hat er aber wohl kaum gelesen. Meine Vorredner haben dazu schon Erhellendes geschrieben.

Gleiches gilt übrigens auch für seinen Vergleich mit dem WSJ. Das Murdoch dessen Web-Inhalte kostenlos zur Verfügung stellt ist keineswegs eine Kapitulation sondern das Ergebnis einer realistischen Einschätzung: Der Nutzer ist daran gewöhnt, Informationen frei zugänglich auffinden zu können. Das kann man ihm nicht wieder weg nehmen, wer das glaubt ist naiv und wird mit einem Portal enden, dessen Nutzerzahlen marginal sind. Mein Tipp an Herr Schütte: Gründen Sie keine Jugendzeitschrift, sondern entwickeln Sie ein attraktives Webportal für diese Zielgruppe. Mit spannenden Inhalten, relevanten Themen und schönen Gimmicks. Dann kommen Ihre Nutzer von ganz alleine. Das Geld kommt über Werbung. Das klappt bei anderen Portalen auch.

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27. August 2007 08:24

Vom langsamen Häuten und langsamen Vordenken

Rolf Nagel (sirrona)

Schon erstaunlich, was dieser Herr Seitenlinien-DuMont ausschüttet. Wenn er nach sieben Jahren merkt, dass ihm ein Anzeigensegment wie die Computerbranche wegbricht, dann Respekt. Es bricht doch alles weg in diesem Segment.
Wer liest denn noch die samstäglichen Anzeigen-Seiten für Urlaub, Auto, Immobilien, Veranstaltungen? Da ist die Zeitung einfach zu langsam und zu unübersichtlich mit ihrem wöchentlichen unsortierten Anzeigendienst.
Ein Haus, ein Auto, einen Urlaub suche ich zu jeder x-beliebigen Zeit mit weitaus mehr Informationen im Internet.
Die Hoffnung stirbt zuletzt. Das aber gerade an ebay festmachen zu wollen, ist mehr als trügerisch. Der Rückgang dort ist, neben dem normalen Abflauen der ersten Euphorie, vor allem der Tatsache geschuldet, dass bei amerikanisch beherrschten Plattformen wie ebay oder AOL moralisierend vorgeschrieben wird, was man einstellen, kaufen, sehen darf. Das vertreibt einen guten Teil der Kunden auf andere Seiten und Betreiber.
Unter diesen Umständen mal eben eine Milliarde rauszuschmeißen, um vielleicht aus zweien eine überlebensfähige überregionale Zeitung zu machen, zeugt mehr von Verzweiflung als von Mut und Weitsicht. Google zumindest dürfte eher Ihnen die Grabrede halten als umgekehrt.

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27. August 2007 03:31

Google ist in zehn Jahren tot

A. Malliki (a.malliki)


Weil die Politik dieses noch freie Medium bis dahin verboten hat, denn die Kontrolle der Veröffentlichungen ist über Verlage und Zeitungshäuser einfacher.

Dieser Mann spricht also die Wahrheit, gibt aber falsche Begründungen an!

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27. August 2007 02:40

Sehr richtig, Herr DuMont Schuette!

Marcella Townsend (winniecooper)

Kann die Meinung der anderen Kommentare nicht nachvollziehen! Das Interview spricht wichtige Themen an und Herr DuMont Schuette hat absolut recht mit seinen Ansichten. Ich hoffe seine Visionen erfuellen sich.

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27. August 2007 00:06

Erben ist leicht

Ernst Baner (kesselstadt)

rechnen nicht ganz so leicht.
2 bis 4% minus jaehrlich und nach 25 Jahren liest keiner mehr Zeitung.

Der Rest des Interviews auf gleichem Niveau.

Fuer eine hoehere Erbschaftsteuer

kesselstadt

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26. August 2007 23:31

DuMont Schauberg steht immer noch nicht zur eigenen Geschichte

Manfred Förster (Fiasco)

Dank unternehmerischer Entscheidungen von größtem Weitblick entschied die Vor-Vorganger-Generation sich nach 1945 auf den lokalen Markt zu konzentrieren. Weder im Internet-Auftritt von DuMont Schauberg wird die Geschichte des Hauses von 1933-1945 erwähnt, obwohl sich dort umfangreiche Daten zur Geschichte finden. Und auch im Interview wird beschönigt.

Ergänzendes findet sich nun aber gerade im von Du Mont Schütte so gescholtenen Internet. Zum Beispiel witzigerweise in den Hinweisen zu einer Lesung aus der Ausgabe der Kölnischen Zeitung vom 1.1.1933: "Der Kölner Stadt-Anzeiger und sein Verlagshaus verbreiten die Legende, Widerstand gegen das NS-Regime geleistet zu haben. In Wirklichkeit trommelte das publizistische Flaggschiff des Verlages, die „Kölnische Zeitung“, schon ein Jahr vor der Machtergreifung für die Regierungsbeteiligung Adolf Hitlers. Das gehobene Bürgertum, insbesondere Unternehmer, Künstler und Professoren sahen in der NSDAP die Rettung ihrer Privilegien, wie die Texte aus der Neujahrsausgabe vom 1. Januar 1933 belegen."

Etwas mehr Ehrlichkeit im Umgang mit der eigenen Geschichte wäre ehrenhaft. Vorteilhaft wäre es auch, von sich aus auf das bestehende Vorkaufsrecht eines SZ-Gesellschafters hinzuweisen.

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26. August 2007 22:27

Informationen sind frei

Markus Leibold (MSL)

Und müssen es bleiben. Und ich prophezeie: Sie werden es auch. Microsoft hat mit Vista den Kampf um die Datenwelt verloren.

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26. August 2007 21:48

Schaumschläger

uwe gottwald (ugottwald)

Frage: "Ihr Verlag soll sich zum „Informationshandelshaus“ wandeln. Was soll das bedeuten?"-

"Das Schlagwort habe ich erstmals 1996 gebraucht. Oh je, schlug mir da eine Welle entgegen"

-
Frage: "Der Markt in der digitalen Welt ist noch nicht verteilt?"

"Keineswegs. An meinem fünfzigsten Geburtstag im Frühjahr habe ich die These aufgestellt: In zehn Jahren ist Google tot."

_____

Bei dieser Selbstgefälligkeit kann ja nichts mehr schief gehen !
Anders formuliert:
Weniger Narzissmus bedingte mehr echten Weitblick !

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26. August 2007 21:42

DuMont hat keine Ahnung.

Hallo FAZ (errarehumanumest)

Diese These stelle ich jetzt einfach mal auf. Ich habe übrigens heute nicht Geburtstag. Ich will jetzt natürlich nicht hoffen, dass es DuMont in 10 Jahren nicht mehr gibt. Andererseits... ...viel verlieren würden wir wohl nicht, gemessen an diesem Interview.

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