Preisverleihung

„24“ bekommt Emmy für beste Fernsehserie

Kiefer Sutherland und Mary Lynn Rajskub können sich freuen: “24“ war der Gewinner des Abends

Kiefer Sutherland und Mary Lynn Rajskub können sich freuen: "24" war der Gewinner des Abends

28. August 2006 Die Actionreihe „24 - Jede Sekunde zählt“ ist bei der Emmy-Vergabe in Los Angeles als beste Fernsehserie ausgezeichnet worden. Kiefer Sutherland wurde für seine Rolle in „24“ als bester Hauptdarsteller geehrt. In Deutschland läuft „24“ bei RTL 2.

Der große Erfolg der Serie über den Terroristenfahnder Jack Bauer beruht zum Teil darauf, daß die Handlung in Echtzeit abläuft: Nach einer 60minütigen Folge ist auch in der Geschichte erst eine Stunde vergangen und nach allen 24 Folgen einer Staffel ein Tag (Siehe auch: Ich glaube an Jack Bauer).

Leben in einem Großraumbüro

In der Kategorie Comedy siegte „The Office“, die amerikanische Version einer britischen Serie über das Leben in einem Großraumbüro. Gleich mehrere Preise unter anderem für die beste Miniserie, die beste Hauptdarstellerin, beste Regie und das beste Drehbuch in dieser Kategorie sammelte die britische Produktion „Elizabeth I.“ ein. Im Mittelpunkt der aufwendigen Produktion des Senders Channel 4 steht die romantische Beziehung der Königin zum Grafen von Essex, den sie 1601 schließlich wegen Hochverrats hinrichten ließ. Überraschend gut schnitten bereits ausgelaufene Serien ab. Der Dauerbrenner „The West Wing“ erhielt ebenso einen Preis wie die Sitcom „Will & Grace“ und die TV-Reihe „Huff“.

Die Dankesreden der Preisträger wurden diesmal sehr kurz gehalten. Sobald die Geehrten nach einigen Sätzen nicht freiwillig die Bühne verließen, wurde so laut Musik gespielt, daß sie kaum noch zu verstehen waren. Außerdem führte ihnen der Moderator Conan O'Brien einen Mann in einer Kabine vor und erläuterte dazu, der Herr habe noch genau Sauerstoff für die Dauer der Sendung: Werde aber nur um eine Minute überzogen, müsse er ersticken.

Außerdem ermahnte O'Brien alle Preisträger, sich die üblichen Dankesworte für ihre Eltern zu sparen. Man nehme ihnen sowieso nicht ab, daß sie eine glückliche Kindheit verlebt hätten - denn dann wären sie jetzt nicht im Showgeschäft. Lange Dankesreden gelten als Quotenkiller bei den zahlreichen Preisgalas im amerikanischen Fernsehen. Spott mußte sich unter anderem Mel Gibson gefallen lassen, der kürzlich durch antisemitische Äußerungen unangenehm aufgefallen war. „Selbst Kinostars haben jetzt ihre eigenen Fernsehshows“, witzelte O'Brien. „Mel Gibson hat eine neue Show auf Al Dschazira.“

Text: FAZ.NET mit Material von dpa und AP
Bildmaterial: AFP, AP, dpa, REUTERS

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