
Aus der SZ: "Eine 34-jährige Frau hat in Hamburg jahrelang ohne Ausbildung schwerkranke Patienten behandelt. Es fiel nicht auf, weil sie so gut war." Hier erkennt man den Unterschied zwischen Fähigkeit und Titel.

(ZA) "Hundertzehn Gruner + Jahr-Redakteure (....) steht eine betriebsbedingte Kündigung ins Haus, hernach sollen sie sich auf fünfzig freie Stellen in der Zentralredaktion bewerben, die intern und extern ausgeschrieben werden. Angestellt würden sie dann bei der Gruner + Jahr-Tochter „Wirtschaftsmedien GmbH“, die niedrigere(! - E.) Gehälter als der Mutterkonzern bezahlt." (ZE) Nach Adam Ries bedeutet das schon mal, das selbst im guenstigsten Fall - also alle freien 50 Stellen in der HH-Zentralredaktion intern vergeben werden - dennoch 60 MA's zukuenftig obsolet sind. Und selbst diese guenstigstenfalls verbliebenen, nach HH zusammengezogenen 50 MA's werden sich ganz ganz sicher freuen, zukuenftig mit niedrigeren Gehaeltern nach Hause gehen zu koennen. Jede Krise, jedes Problem hat eine Ursache, doch die eigentlichen Verursacher zahlen nur sehr sehr selten persoenlich dafuer, und selbst wenn, wird ihnen ihr (vorzeitiger) Abgang auch noch per sog. Goldenem Fallschirm abgegolten. Gerechtigkeit schreibt sich anders - zumindest bei mir.

Jetzt werden einige der Wirtschaftredakteure vielleicht mal Hartz IV Empfänger? Freuen würde ich mich, wenn Wüllenweber, der Sozialpreisträger des Stern, auch auf Hartz IV gesetzt wird, damit er mal weiß worüber er schreibt. Und es auch spürt. Ursula Weidenfeld und Claus Schweinsberg sollten auch mal die Segnungen der Agenda Reform am eigenen Leib zu spüren bekommen. Das verändert Ansichten, wetten?