
das Angebot von Medieninhalten im Internet ist nur eine andere Form des Transports der Information. Für mich gehört das selbstverständlich zur Grundversorgung, ich wüsste auch nicht was die Art der Verbreitung für einen Unterschied macht. Es gibt eben Leute, die es bevorzugen, die Tagesschau oder Heute als Podcast unterwegs zu sehen. Die in dem Artikel dargelegte Sichtweise ist doch wohl ein wenig rückständig, oder?
Von Dr. Jürgen Suppan

Den Öffentlich Rechtlichen ist es doch völlig gleichgültig, was im Internet oder im Rundfunk-Fernsehbereich funktioniert, wer die Fäden in der Hand hat, wer Inhalte bestimmt und welche gesendet werden.
Die deutschen Anstalten des Öffentlichen Rechts wollen doch nur spielen und ihren kleinen Rundfunk-Staat im Staate ausbauen, koste es den Bürger, was immer es wolle.
Die Strippenzieher und Nutznießer sind in ausgewogenem Proporz wie immer und überall die Politiker, die Gebühren dafür zieht das kleine Finanzamt 'GEZ', und der Bürger muß einfach darauf vertrauen, daß alles seinen korrekten Gang geht, oder auch nicht. Aber im Zweifelsfall zahlen muß er in jedem Fall, wenn auch nicht für Leistung, sondern allein aus gesetzlichen Gründen, damit die beteilgten Parteien eigene Mitgliedsbeiträge zur Bezahlung ihrer Funktionäre einsparen können.
Da ist mir ein komerzielles Angebot bei Google & Co lieber als unsere reine Selbst-Unterhaltungsindustrie aus bundesdeutschen Fernseh-Polit-Fritzen, die sich nehmen darf, was immer sie möchte, ohne Zwang zur Gegenleistung. Allein die Tatsache, daß es sie gibt, die Öffentlich Rechtlichen, reicht schon aus, um legal Schutzgelder zum Erhalt ihrer Organisationsform zu erpressen.

Die beinahe grenzenlose Ausdehnung der öffentlich-rechtlichen Anstalten mißfällt mir schon lange. Besonders stört mich seit Monaten, dass das ZDF mit dem Geld der Gebührenzahler auf Grossplakaten für sich wirbt. Warum eigentlich? Wer genehmigt so einen Unsinn ? Wir, die Gebührenzahler, benötigen mehr Kontroll- und Mitsprache-Rechte!
Dipl.Ing. Heinz Hesselmann - Vinckeufer 10 - 47119 Duisburg

Man muss zahlen ob man zuschaut oder nicht. Für mich haben die öffentlich-rechtlichen Medien nichts mit einer freiheitlich demokratischen Grundordnung zu tun! Wer einkaufen geht, zahlt am Ausgang und nur für das, was er hat. Wer aber abei den öffentl. rechtl. deutschen Medien einkauft, muss bezahlen, ob er was hat oder nicht - Geld gibt es keines zurück. Das heist, wer ein Fernsehn kauft, muss bezahlen, ob er es einschaltet oder nicht. Einfluß auf das Programm hat er ohnehin keinen.
Ich hoffe, dass die Frau Merkel und die CDU bald aufwachen. Die Linken schlagen denen alles um die Ohren.

Außer den Nachrichtssendungen (auch hier ist immer mehr eine Gleichschaltung zu erkennen) und einigen wenigen Informationssendungen (damit ist nicht "das neue Format" der Sendung von Anne Will gemeint) wird für den Bürger nichts angeboten, was nicht auh bei den privaten Sendern (kostenlos) in gleicher Qualität erhältlich ist.
O.k, o.k., ich geb's ja zu. So abundzu schau ich mir
"Wetten daß?" auch noch mal an.
Die extremen "GEZ-Gebühren" lassen sich damit (vor dem Bürger) jedenfalls nicht begründen.
ADR und ZDF müssen (früher oder später) fusionieren und "abspecken".
PS: In den Medien wird aufgeklärt über die "Bezahlung" der Wirtschaft und ihren Mitarbeitern bis hin zum Vorstand. Auch die Politik muß ihre "Bezahlung" teilweise veröffentlichen
Warum erfahre ich (als Bürger) nichts über die Bezahlung der Mitarbeiter im öffentlich rechtlichen Rundfunk - wer kontroliert das eigentlich?

Als ein in den rechtlichen Winkelzuegen ungebildeter Mensch verstehe ich die Begruendung der GEZ Pflicht fuer Computer nicht wirklich: gebuehrenpflichtig weil Empfangsmoeglichkeit? Wer hat denn ARD & ZDF aufgefordert, Inhalte hineinzustellen? Warum kein zahlungspflichtiger Zugriff, funktioniert doch bei anderen Seiten bestens?
Wenn mir z.B. der hiesige Zeitungsbote jeden Morgen die FAZ vor die Tuer legt - muss ich dann auch das Abo bezahlen? Ich haette ja die Moeglichkeit, die Zeitung zu lesen... Vielleicht kann mir mal ein rechtlich bewanderter Leser den Unterschied erklaeren.
Offensichtlich sind so viele gut bezahlte Poestchen fuer abgehalfterte Politiker bei ARD/ZDF zu vergeben, dass man die Kuh gut fuettert, um spaeter melken zu koennen.... Ganz zu schweigen von der Medienmacht des Fernsehens... kein Politiker will schlechte Presse....

.. aber leider sind es nicht nur die Sender die sich Ihre Aufgabe selber aussuchen und auch noch bestimmen wieviel Geld sie dafür erhalten sollen! Es gibt da auch eine andere Fraktion die selbiges auf zum Teil recht freche Weise macht!
Die Frage welche sich daraus ergibt wer hat wohl von wem abgekupfert die Sender von der Politik oder umgekehrt.
Wie auch immer so sollte mit öffentlichen Gelder nicht umgegangen werden!
Mit freundlichem Gruß
Sven

Hat Merkel Oberwasser?
Komisch, dass Sie sich bei Themen wie "Gesundheitsreform" oder "Bildungsreform" nie so mutig äußert, wie Sie es hier oder auch bei Thierse tut...

Die 7 Milliarden Euro Erpressungsgelder vermag ich gerne einzusehen. Eine Grundversorgung der Bevölkerung, wie es der Verfassungsauftrag vorsieht, erkenne ich beim besten Willen nicht einmal mehr ansatzweise.
Meinen Fernseher habe ich bereits vor fünf Jahren abgeschafft, mein Radio ist nur aus privater Feigheit noch angemeldet und meine Grundversorgung an Informationen erhalte ich aus dem Internet, wenn auch unter sorgfältiger Umgehung der öffentlich-rechtlich-braunen Propaganda - selbst wenn ich auch dafür inzwischen ungefragt und ungenutzt meine Erpressungsgelder zahlen "darf"...
Egal, solange das Volk sich diesen Schmarren noch gefallen läßt sage ich zwar nicht mit erhobener Linken "Heil GEZ", aber es tut doch schon arg weh!
Schade, dass unsere Verfassung nur noch als Makulatur für verwaltungspolistische Willkür und Selbstbedienung dient...

Alles wird deins und privatisiert.
Da freut sich die FAZ - Merkel will noch mehr neoliberalen öffentlichen Raum und weniger
öffentlich-rechtliche Bürgergesellschaft.
Da wird aus FAZ bald FOX - und die USA werden unser Vorbild für eine verantwortungslose Schieflage des öffentliche Raumes und Rechtes.

sagte lt. Bericht Frau Merkel. Das ist scheinheilig!
Der ÖR kann nur machen, was im entsprechenden Staatsvertrag von dem Ministerpräsidenten geregelt und erlaubt ist. Es ist das gute Recht des ÖR, den existierenden Staatsvertrag so weit als möglich auszulegen und mit den Privaten um Marktanteile zu kämpfen. Der ÖR hat sich nichts vorzuwerfen, die Ministerpräsidenten verantworten letztlich Inhalt und Gebühren.
Sollte der Staatsvertrag geändert, das Angebot des ÖR auf die Themen Nachrichten, Kultur, Bildung reduziert werden, gäbe es einen Gebührenzahler mehr!
@ Kfrieder1
Bedeutet Zukunftsfähigkeit das nötige Kleingeld für F1-, Bundesliga und Tour de France-Rechte? Bedeutet Zukunftsfähigkeit eine umfassende Präsenz im Internet?

Ich möchte - per technischer Einrichtung - für diejenigen Radiosendungen (sehe nicht fern) bezahlen, die ich anhöre, aber keine Zwangsgebühr an öffentlich rechtliche Anstalten bezahlen müssen. Diese Art zu der Zwangswirtschaft gehört eher ins Mittelalter oder in eine sozialistische Gesellschaft als ins 21 Jhrdt. einer freiheitlich demokratischen Ordnung.Wenn die Öffentlichen sooo gut / viel besser sind, bekommen sie dann auch soviel mehr Gebühren wie sie besser sind. Wenn nicht, dann nicht.

De facto ist die GEZ-Zwangsabgabe, die jedes Jahr mehr als 7 Milliarden Euro zusammenbringt, eine Steuer, deren Verwendung allein eine ARDZDF Bürokratie entscheidet, die an keinen Auftrag des Volkes und keine Kontrolle durch ein vom Volk gewähltes Gremium gebunden ist.
Mehr als 3 Milliarden Euro werden dazu verwendet die Preise für Sportrechte in die Höhe zu treiben - und das, obwohl Sport im Auftrag des ÖR nicht einmal erwähnt ist!
Weniger als 0,1% werden für Kultur, Rundfunk und Bildung aufgewendet. Weniger als 3% für Information!
Was Deutschland braucht, ist ein Rundfunkgesetz, das die Wucherungen der ÖR Bürokratie, die Verschwendung und irrwitzigen Sportaufkäufe reguliert und die GEZ Steuerlast der Bürger reduziert.

Könnte der Autor des Artikels die Notwendigkeit der Coexistenz von Presse und Rundfunk unbefangen beurteilen (was man anscheinend auch von der hochwertigen Presse nicht immer erwarten darf), würde er vielleicht erkennen, dass der Zusatz "man dürfe den Anstalten nicht die Zukunftsfähigkeit nehmen" objektiv richtig ist. Aber anstatt eine vernünftige Konkretisierung einzufordern, schimpft er lieber auf die Politik - eben nicht unbefangen.