
Amüsant, ein wenig absurd und auch entlarvend - dem Brüder-Grimm-Museum die Kompetenz in Sachen Grimm-Märchen abzusprechen, zeugt irgendwie von verlorenem Realitätssinn.
Hat RTL mit der Formulierung "sportlicher Ehrgeiz" da gar ein wenig untertrieben?

An die Vernunftbegabten!
Fakt ist: Es gibt bis zum heutigen Tag kein bekanntes Märchen, weder von den Brüdern Grimm, noch anderen Märchenerzählern, welches mit der Fangaktion einer Maus und deren blutrünstigen Verarbeitung zur Pelzkappe endet.
Daran ändert auch die durch Hern Dr. Lauer vom Brüder Grimm-Museum unterstützte RTL-Rechtfertigungsrabulistik nichts. Wenn der BG-Museumsleiter die Richtigkeit der Fragestellung durch RTL (Mind the Company) bestätigt, disqualifiziert er sich selbst, woran er als promovierter Philologe - es ist davon auszugehen, daß ihm die deutsche Sprache nach Wort und Bedeutung geläufig sein müßte - nicht interessiert sein dürfte.
Denn, wer auf einen Nachsatz nach Ende des Märchens abstellt, der beginnt mit „Mein Märchen ist aus..." oder auf dessen späteres Erscheinen hinweist, hat das Thema verfehlt. Setzen - Herr Lauer! So würde es in der Schule heißen.
Letztlich bleibt der Erscheinungszeitpunkt dieses Nachsatzes, auch in welcher Ausgabe oder Auflage oder bei wem dieser Nachsatz gedruckt wurde oder noch wird, absolut bedeutungslos. Das Märchen ist einfach aus, meine Herren!

Leider lässt sich die Autorin selbst gerne Märchen er-zählen. Deshalb hätte ein guter Geist ihr raten sollen, lieber richtig zu recherchieren, als einfach der wunder-samen Argumentation des Herrn Wüst zu folgen. Dann wäre die Geschichte gut ausgegangen und ein sachlich derart unzutreffender Artikel nicht erschienen. Schon ein Anruf beim Brüder-Grimm-Museum in Kassel hätte die Frage beantwortet, ob es hier um Fairness oder Recht-haberei geht. Die dortigen Experten schreiben in einer Stellungnahme: „Die maßgebliche Ausgabe nach der im Allgemeinen zitiert wird, ist die Ausgabe letzter Hand von 1857. Die 5., 6. und 7. Auflage enthalten den von der RTL-Redaktion gefragten Satz mit der Maus und der Pelzkappe. (…) Die Fragestellung der RTL-Sendung ist daher nicht zu beanstanden.“ Von einem „Original“, das der „Märchen-kenner“ Wüst gerne herangezogen haben möchte, kann in Hinsicht auf die Editionsgeschichte schwerlich die Rede sein. Wohl aber von einer allgemein als zitierfähig angesehenen „Ausgabe letzter Hand“. Dass diese für den angeführten „Normalverbraucher“ problemlos erhältlich ist, zeigt ein Gang in den nächsten Buchladen.
Gruß von der Fragenredaktion "Wer wird Millionär"

Interessehalber bin ich nach der Lektüre des Artikels in einen Buchladen gegangen und habe mir die dort erhältlichen, also gängigen Ausgaben der Märchen der Gebrüder Grimm angeschaut. Überraschenderweise stieß ich - anders als im Artikel dargestellt - überall auf die "Pelzkappen-Schlussformulierung". Es scheint also eher so zu sein, dass die von Herrn Wüst favorisierte Fassung des Märchens nicht unbedingt verbreitet ist. Damit müsste man meiner Meinung nach RTL (und Herrn Jauch sowieso) von jeder Schuld freisprechen.
Falls Sie sich jetzt sagen "Wenn der Mann seine Zeit in so etwas investiert, muss er eindeutig zuviel davon haben!", dann muss ich Ihnen Recht geben. Ich hatte tatsächlich gerade nichts Sinnvolleres zu tun! Aber das scheint Herrn Wüst ja auch nicht anders zu gehen.

Das ist typisch für Rtl. Nur keinen Fehler eingestehen und schon garnicht wiedergutmachen. Könnte ja sein, dass die Frau weiterkommt und das große Geld abkassiert. Ist doch viel günstiger, wenn man so billig davon kommt.
Rolf Horn, Berlin

Was hätte sich RTL für einen Medienerfolg bescheren können, wenn die Kandidatin ganz einfach bei der 500.000-Euro-Frage hätte weitermachen dürfen.
Jauch hätte sich hinstellen und sagen können: "Liebe Zuschauer, wir haben bei einer Frage festgestellt, daß unsere Sichtweise nicht die einzig mögliche ist; darunter soll die Kandidatin nicht leiden, sie kann hier weitermachen." Ganz Deutschland hätte sich im Lobpreis für RTL überboten. Daß das auch Nachahmer auf den Plan ruft, ist klar; dem sollte aber die solide Recherche, die im Haus doch hoffentlich gang und gäbe ist, in aller Regel mühelos begegnen können.

Zunaechst waere zu sagen, dass Herr Jauch nicht so schlau ist wie man meint nur weil er alle Fragen immer so schoen beantworten kann und auch begruenden. Der Monitor vor ihm teilt ihm alles mit wenn die Frage vom Kandidaten beantwortet wurde. Hier truegt der Schein. Herr Jauch hat zwar ein gutes allgemein Wissen, aber wenn es um wirklich wichtige Antworten geht die im Leben nuetzlich sind dann steht auch Jauch mal auf dem Schlauch. Ob aus einer Maus eine Muetze gemacht wird ist fuer die Welt ziemlich unwichtig.
Das RTL Fastfood TV ist ja schon bekannt.
RTL stuerzt sich auf alles egal,Hauptsache es ist ein Quicky Quotenbringer. DSDS, Bachelor,Boxkaempfe die keine Bedeutung haben(Maske-Hill), RTL Aktuell, RTL Shop wo die meisten Putzfrauen bestellen die sowieso schon negativ sind in der Schufa, die 10 besten, die 10 groessten, die 10 duemmsten etc...,die Chart-Show Folge eins bis unendlich (Ein Produkt von Herrn Jauch), Big Brother, und ... stimmt WWM, einer alle 2 Jahre.
Es war mal am Anfang sehr interessant sich das anzuschauen WWM aber dann wurde einem doch klar Allgemein Fragen nerven irgendwann. In den USA dauert eine Kandidatenrunde ca 15 minuten. Frage wird gestellt Kandidat beantworte sie das wars ohne viel Gelaber.

Ich habe die Sendung bisher nur einmal gesehen. Dabei fiel mir auf, daß Herr Jauch und damit RTL die Kandidaten ganz schön manipulieren. Daher ist das Verhalten von RTL für mich überhaupt keine Überraschung und bestätigt mich in der Ansicht, solche manipulierten Aufführungen einfach zu meiden.