Aust-Nachfolge beim “Spiegel“ scheint festzustehen

Mascolo und Müller von Blumencron

Der „Spiegel“ bekommt zwei neue Chefs

Die Entscheidung scheint gefallen: Der „Spiegel“ erhält zwei neue Chefredakteure. Nach Informationen aus Verlagskreisen sollen Mathias Müller von Blumencron, der Chef von „Spiegel Online“, und Georg Mascolo, der Leiter des Hauptstadtbüros, die Nachfolge von Stefan Aust antreten. Von Michael Hanfeld

Lesermeinungen zum Beitrag

19. Januar 2008 13:46

Casting für: Spiegel sucht den Superkuschler

Anton Kettenruettler (kettenruettler)


Die Spiegel-Mitarbeiter wollen einen( oder auch mehrere) Chefsessel neu besetzen. Nach einigen Absagen bitten wir um Ihre Bewerbung.
Anforderungen: Das Wichtigste ist , es muss ein knuffliger Kumpeltyp ohne Ecken und Kanten sein, der sich nicht anmaßt, einem Mitarbeiter Anordnungen zu erteilen noch übermäßige Anforderungen an die Qualität von Texten stellt. Ohne Chefarroganz soll er jedem Mitarbeiter, ob aus der Redaktion, dem Archiv , den Pförtnern, ja sogar den Witzbolden von Spam, das Du anbieten und öfters mit ihnen einen oder zwei trinken. Wir denken da an Bewerbungen ( Ladies natürlich first) von Fürsorgerinnen, Krankenschwestern, Kindergärtnerinnen und dann strikt geschlechtsneutral( ohne Innen) Streetworker, Anonyme Alkoholiker, Gefängnis- und Spitalpfarrer, Redakteuren von Kundenzeitungen. Sollten wider unser Erwarten mehrere Bewerbungen eingehen, entscheidet das Los.

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
17. Januar 2008 15:25

@A. Malliki (a.malliki)

Andreas Neubert (Citizen_Kane)

"Durch den Abgang Aust ist Deutschland um die letzte Bastion des aufklärenden Journalismus beraubt worden."

Vor zehn oder 15 Jahren hätte ich Ihnen da noch zustimmen können. Gerade unter Aust hat der Spiegel aber eine dermaßen ideologische Färbung bei Wirtschafts- und Gesellschaftsthemen erfahren, dass ich eher von verschleierndem Journalismus sprechen würde. Diese penetrante wirtschaftsliberale Reformpropaganda des "Spiegel" ist schon grotesk. Wenn ich die TAZ aufschlage weiß ich, dass da ideologisch argumentiert wird (wenn auch in einem anderen Lager). Bei einem aber angeblich führenden Nachrichtenmagazin muss ich das nicht haben.

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
17. Januar 2008 10:29

Der neue Spiegel: Kalb mit zwei Köpfen

Anton Kettenruettler (kettenruettler)

Seit jeher faszinieren bizarre Missbildungen die Menschen. So erregt auch der Spiegel-Doppelkopf wohl die Aufmerksamkeit vor allem der Fachwelt für Management und Publizistik und jeder stellt die Frage: Sind zwei Köpfe besser als einer? Zwei Köpfe kommen, wie man sich denken kann, nicht gerade oft vor. Was vor allem daran liegt, dass sich die Doppelköpfigkeit beim Kampf ums Dasein meist doch als eher lästig erweist.
Dazu ein Zoologe, Fachmann für zwei Köpfe: “Beim Essen etwa können zwei Köpfe regelrecht gefährlich werden. „Oft streiten sich die Köpfe darüber, wer die Beute runterschlucken darf“, so Burghardt. Der eine Kopf riecht nämlich sofort, wenn der andere Kopf etwas zu fressen bekommen hat und schnappt instinktiv nach der Beute – mit der Folge, dass der Kopf gleich mit im Maul landet. „Die Tiere haben auch große Schwierigkeiten zu entscheiden, in welche Richtung sie sich bewegen sollen.“ Manche sind auf einem chronischen Zick-Zack-Kurs unterwegs: zwei Köpfe, zwei Ziele.

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
17. Januar 2008 08:39

Objetivität ADE!

A. Malliki (a.malliki)

Wer die Entscheidunggewalt aufteilt, kann sie besser manipulieren. Es wird wohl in Zukunft auch im Spiegel immer schwieriger werden, wirklichen investigativen Journalismus betreiben zu können.

Durch den Abgang Augst ist Deutschland um die letzte Bastion des aufklärenden Journalismus beraubt worden.

Die Übrigen begnügen sich damit, die Pressegenturberichte auszuschmücken oder zu Pressekonferenzen zu hetzten und pflichtgetreu nach CDU-Gesinnung die Inhalten zu verschieben. In all dem Stress bleibt natürlich keine Zeit mehr für Recherche und Hintergrund.

Bestes Beispiel: Die letzte Pressekonferenz von unserem Merkel - ohne Vizekanzler gibt sie eine Pressekonferenz mit der klaren Absicht Herrn Koch im Wahlkampf zu unterstützen und kritische Fragen zu ihrem Alleinauftritt beantwortet Sie damit: "Sie sind doch alle da und ich hoffe, dass Sie darüber berichten, was ich sage."

Der türkischen Presse erklärt Sie: "Sollen die doch Deutsch lernen..." und legt Deutsch als Amtssprache fest, obwohl es in Deutschland gar keine Amtssprache gibt.

Dies Äußerungen aus Merkels Mund sind nicht einmal erwähnenswert und bleiben unbewertet, sollte sich das aber einer aus der NPD erlauben, wäre die Hölle los.

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
1 - 4 von 4 Lesermeinungen
Suche in Beitrag Lesername oder Login
Datum bis
FAZ.NET Suchhilfe
F.A.Z.-Archiv Profisuche