
Die Repliken von Herrn Diesing entstammen offenbar keinem konstruktiven Diskutanten. Wie er Schwarzer mit Hitler und dann mit einem hungernden Volk in Asien vergleicht oder auf den informativen Beitrag von Frau Plessel reagiert, mindert den Wert dieses Onlineangebotes doch erheblich. Von redaktionaller Betreuung merke ich da nix. Schade. Dann könnte man diese Kommentarmöglichkeit aber auch richtig öffnen. Der ORF macht das sehr erfolgreich. Man kann sämtliche Anmerkungen ohne großes Herumklicken lesen. Es wird direkt - ohne Verbergen - unterhalb des Hauptartikels gepostet. Da die Kommentare auf der ORF-Seite noch begrenzter sind, kapiert man schneller, ob es einer ernst meint oder wie Diesing nur Frust ablassen will. Im Übrigen: Nochmals ein kräftiges Hoch auf Alice Schwarzer!

Frau Sonja Plessl (nordlys), haben Sie schon mit Schwarzer gleichgezogen. Die gleiche Selbstherrlichkeit, Ignoranz und üble Nachrede (vorsichtig ausgedrückt, vermute was Sie gegen Matussek gesagt haben erfüllt eher den Straftatbestand §187 StGB, Verleumdung). Nur die Qualität, da müssen Sie noch arbeiten. Es wird eine ganze Weile dauern, bis Sie so viel Hetze abgesondert haben wie Ihre Vorbeterin.

Matusseks Haltung ist klar, er macht sich auch in der Väterrechtsbewegung stark und tat sich bei den "Hexenprozessen" unrühmlich hervor. (Väterrechtsbewegung will Besuchsrecht für gewalttätige Männer durchbringen, greifen gerne auf Mannen aus dem rechten Lager zurück, wie a d blauen Recken in Ö von FPÖ und BZÖ). Schwarzer kann man viel vorwerfen, wenn man nicht mit dem einverstanden ist, was sie vertritt, aber sicher nicht Biologismus, sie tritt seit Anbeginn gegen den Biologismus auf, auch im aktuellsten Buch Die Antwort, 2007, wieder ausführlich nachzulesen. Schwarzer ist da mit Simone de Beauvoir einer Meinung. Einer Meinung ist auch SCHWEDEN seit 10 Jahren und seit heuer NORWEGEN mit SCHWARZER beim Thema Prostitution, siehe Gesetzeslage in beiden Ländern (Kriminalisierung der Freier, staatliche Hilfe, damit die Frauen aussteigen können), siehe Öffentlichkeitsarbeit + Bereits in den Grundschulen lernt man, daß Menschenkauf für Sex Unrecht ist und der Menschenwürde widerspricht. siehe auch: www.catwininternational.org UNO: Jährlich werden 4 Mio Menschen versklavt, 80% davon Frauen, 75% davon für die Sexklaverei. Letzte UNO-Studie: 90% der Prostituierten und Pornodarstellerinnen waren bereits Mißbrauchsopfer in der Kindheit.

...hier erwähnen. Mit dem läßt sich immer Quote machen. Das klappt sogar weltweit und in allen Bereichen. Selbst ein sogenannter Journalist des ZDF ist sich nicht zu blöd, Hitler in so ziemlich jeden Titel seiner TV-Sendungen zu schummeln. Diesen Artikel werden viele anklicken, weil sein Name sogar in der Betreffzeile auftaucht. Dennoch wäre es doch Schwachsinn, sauer auf den Erfolg zu sein, den die Leute - wie z.B. aktuell Sie, Herr Diesing, - durch die Erwähnung Hitlers erreichen. Ebenso sollte man nicht neidisch werden, wenn Frau Schwarzer Ihrer Prominenz wegen bei den Medien gefragt ist. Es ging ja ursprünglich um die aktuelle, unwürdige Polemik gegen Alice Schwarzer, der man quasi vowirft, ähnlich einer Magierin die Macht zu haben, Jahrzehnte keine weitere Frauenrechtlerin bekannt werden zu lassen. Und als ihr Instrumentarium führt man dann ihre Medienbeliebtheit an. Wer hat, der hat! Die Personen Baader (Bekanntheitsgrad?), Schirinowsky (noch unbekannter) als repräsentative Provokateure anzuführen, ist echt schräg. Beide haben - und das muss ich nun loswerden - unserer Gesellschaft geschadet, sie aber nicht verändert; Alice Schwarzer dagegen allerdings schon, sogar nachhaltig und zweifelsfrei zum Guten.

"Die Roth&Rau AG übernimmt 100% Anteile des Spezialsoftwareherstellers AIS Automation." Ich habe mal gegoogelt. R&R wurde 1990 gegründet von Dr. Dietmar Roth, Dr. Bernd Rau und Dr. Silvia Roth. AIS wurde 1990 gegründet von Eckard Schöbel, Gottfried Gerlach und Rainer Strauß. UNGERCHT. DISKRIMINIERUNG. Obwohl Frauen die Hälfte der Weltbevölkerung stellen, sind von den 6 beteiligten Geschäftsführerinnen 5 männlich. Das ist m.E. ein eindrucksvoller Beweis für die Richtigkeit von Hennessys These, dass es Deutschland in Sachen Gleichberechtigung Nachholebedarf gibt. Viel Nachholebedarf. Und es ist auch bewiesen, dass Männer ungerechterweise mehr verdienen als Frauen. Deshalb würde ich vorschlagen, die R&R AG in Volkseigentum zu überführen und von der Gleichstellungsbeauftragtin leiten zu lassen. Sehen Sie das auch so, Alexandra Hennessy? Vermute, Sie werden schon eine Studie (EU?, Hans-Böckle-Stiftung?) aus dem Ärmel zaubern.

Autor Alexander Marguier holt polemisch und undifferenziert aus? Was treibt ihn an? Welche Frau in Deutschland wird auch nur annähernd so klar mit dem Kampf für die Rechte der Frauen in Verbindung gebracht? Wir leben in einer absoluten Marketinggesellschaft. Fernsehshows müssen mit schnell verständlichen Marken besetzt werden, damit sie überhaupt funktionieren. Die heutige Alice Schwarzer weiß, dass sie nur wirklich Gehör findet, wenn sie bei öffentlichen Auftritten unterhaltsam ist und eine gute Portion Charme spielen läßt. Sie kann es. Deshalb wird sie engagiert - und ich bin sehr sicher, dass sie nur einen Bruchteil der TV-Einladungen, die sie als sogenannter A-Prominte unermüdlich bekommt, annimmt. Selbstverständlich ist es diskutabel, was sie schreibt. Das war es immer. Und es ist gut, dass sie zur Diskussion aufrüttelt. Aber es ist billig, wenn man ihr - wie die derzeit wuselnden Journalistinnen Zeh, Marguier und Co. - vorwirft, sie lasse keinen anderen gelten. Es ist weder ihr Verdienst noch ihr Verschulden, dass es in den vergangenen fast vierzig Jahren keine andere Person im deutschsprachigen Raum geschafft hat, auch nur in die Nähe ihres Rangs als bedeutende Persönlichkeit, die die Gesellschaft bewegt, zu kommen.

Gerne helfe ich mit konkreten Zahlen aus. Hier ist ein link zu einer OECD Studie von 2007: http://fiordiliji.sourceoecd.org/pdf/society_glance/17.pdf Was ihre Frage zu konkreten Gehältern von Maurern, Models und anderen betrifft: laut den Autoren der Studie ist die Lohndiskriminierung in den oberen Gehaltsklassen höher als in den unteren (wegen tariflichen Abkommen oder Mindestlöhnen). Deutschland hat also auf diesem Gebiet noch Nachbesserungsbedarf. Gruss, A.H.

Aha! Just vermeldet unser roter EU- GenossIn Spidla: "Dabei geht es jedoch nicht um unterschiedliche Bezahlung für gleiche Arbeit". Haben wir uns irgendwie gedacht! JEDER Handschlag einer Frau hat als GLEICHWERTIG von ALLEN bezahlt zu werden. Die Parallele zum Unterhalts"recht" (in dem trotz aller Propaganda der "eheliche Lebensstandard" der Chefarztgattin immer noch Maß der Dinge ist) -nicht zu übersehen. Die nächste Stufe der feministischen Evolution steht an: der rote Gesamtvater Staat verteilt die Lasten. Jeder hat drei Würfe, wer für die Arschkarte vorgesehen ist. And the winner is: die Männersteuer! Gloria in excelsis domina! @ Torsten Klier: danke für den Tip.

jetzt klappt es besser mit dem feministisch korrekten Neusprech. Gar nicht erst auf nur einen Aussage der Andersdenkenden eingehen, sondern alle pauschal zu Frauenhassern erklären. Und dann langatmige Mutmaßungen über die Ursache des Frauenhasses, garniert mit den üblichen Berichten über die Folterhölle Deutschland. Gut haben Sie das gemacht. Und ich hoffe, wir werden mehr davon lesen.

Der Hass, der aus den meisten Kommentaren spricht ist erschütternd. Ich möchte wirklich wissen, was Ihnen Schwarzer getan hat. Sie hat in diesem Land verändert, was Sie allesamt in 20 Leben nicht erreichen werden. Darf ich Sie daran erinnern, dass Frauen noch in den 70ern nur mit Zustimmung des Ehemanns arbeiten durften. Ihre Themen sind: Sexuelle Übergriffe auf Frauen, Pornografie als Ausbeutung von Frauen und Verwirklichung männlicher Machtphantasien, Islam als frauenunterdrückender Kultureinfluss, etc. . Was um Gottes Willen ist daran so verwerflich. Im Grunde konservative Themen rund um Recht und Ordnung. Ihr Bericht über Burma mag kritisch sein, aber doch immerhin aus eigener Erfahrung geschrieben und nicht aus dem gemütlichen Sessel im klimatisierten Redakteursbüro. Es gibt Legionen von Fällen, in denen ein Chefredakteur von männlichen Herausgebern entlassen wird. Wenn man sich nicht versteht, dann geht es halt nicht. Der selbstherrliche männliche Herausgeber ist ja doch wohl gerade diesem Blatt nicht ganz unbekannt. Gab es dazu je auch nur einen Artikel?

Das bayrische Frauenministerium hat dazu nun auch die Kinos mit dieser Hetze zugemüllt. Daraus sind die ganz stolz. Und am Anfang waren die sogar so mutig, dazu eine Online-Kommentarseite zuzulassen. Dumm gelaufen, massenweise Postings, die die, ähem, Unwahrheiten der Ministerin blosgestellt haben. Nun hat die Ministerin aus dem Fehler gelernt. Nicht dem Fehler, dass die gegen Männer hetzt und Lügen verbreitet. Das findet die OK und macht selbstverständlich immer so weiter. Nein, der Fehler war, den Andersdenkenden die Redefreiheit einzuräumen. Die Postings waren damals unter dieser Adresse (http://www.stmas.bayern.de/frauen/lohngerecht/forum/index.php?fid=showtheme&theme=1205224552&themename=Meinungen+zum+Kinospot) zu lesen. Jetzt sind sie nicht mehr da. Was ich gut finde. Meinungsfreiheit ja - aber nur, wenn es dem Feminismus nützt. Alles andere - plattmachen! ... ... Dirk Schubert publiziert auf den Leserbriefseiten diverser Online-Ausgaben dazu einen interessanten Aufsatz, der wiederum von anderen Interessierten weiterverbreitet wird. Dessen Text war natürlich auch da zu lesen. Interessierte tragen bitte in die Suchmaske ein "Gott sei Dank für den Feminismus kam dann der Frauendatenreport"

Selbstherrlichkeit und Ignoranz haben bei Alice Schwarzer schon immer zum Programm gehört. Mich erstaunt es nicht, dass in ihrem vor Tagen erschienenen Artikel zur burmesischen Naturkatastrophe eine gewisse Affinität zur dortigen Militärdiktatur sichtbar geworden ist: Den Geschlechterkampf hat sie auch immer mit einem unerträglichen moralischen Imperativ geführt- sämtliche Abweichler und Abweichlerinnen wurden kategorisch als Feinde der Emanzipation gebrandmarkt. Kritik hat sie stets ignoriert- wie eine richtige Diktatorin eben. Doch wer jetzt ernsthaft damit rechnet, dass sich Alice Schwarzer plötzlich in Selbsterkenntnis oder gar kritischer Selbstreflexion übt, dürfte auch dieses Mal herb enttäuscht werden: Schliesslich ist sie im Verlaufe ihrer zweifellos bemerkenswerten Karriere eine wahre Meisterin darin geworden, die Wirklichkeit solange zurecht zu biegen, bis sie in ihr eigenes, nicht selten recht einfach gestricktes Weltbild passt- doch das Leben hält sich nicht immer an unsere Pläne, wie auch der Claim eines grossen schweizer Versicherungskonzerns besagt...

Bei mir besteht der Eindruck, daß Frau Schwarzer dort, wo andere Menschen ein Hirn haben, eine Giftdrüse besitzt.

Ein Glück, dass die Menschen in Burma nichts von diesem intellektuellen Strategiespiel erfahren müssen, mit dem ihr Leidensweg von einer Frau begleitet wird, die für sich in Anspruch nehmen will, zivilisiert zu sein. Jetzt wissen wir auch - eloquent und zivilisert sind nicht dasselbe. Der Sache der Frauen wird es nichts nützen, wenn die sich als Sachwalterinnen gebährdenden Feministinnen einen Rekord nach dem anderen im platt machen hinlegen. Wenn Männer und Frauen sich verständigen, dann deswegen, weil sie wissen, dass sie es nicht nur nötig haben, sondern ganz entscheidend dabei gewinnen. Überlassen wir doch die Schlacht der Geschlechter denjenigen, denen eine ernsthafte Auseinandersetzung zu langweilig ist und finden wir immer neue Möglichkeiten, uns zu verständigen. Ich sehe oft junge Familien und ältere Paare, die liebevoll miteinander umgehen. Wenn ich etwas Wichtiges über das Leben wissen will, weiss ich, an wen ich mich am besten wende.

Das war hier schon öfter Thema, vielleicht können Sie mit konkreten Zahlen aushelfen: Wieviel weniger verdient eine Gleichstellungsbeauftragte als ein Gleichstellungsbeauftragter? Eine Müllfahrerin als ein Müllfahrer? Eine Maurerin als ein Maurer? Heidi Klum als ein männliches Model?

Der Bericht ist so vielschichtig, dass zu dem Geschriebenen nichts hinzuzufügen weiß, aber mit etwas Polemischem möchte ich doch meinen Senf dazu tun. Mein Gefühl sagt mir schon längere Zeit, dass die Frau eine unheilvolle Entwicklung durchmacht. Ich weiß z.B. nicht woran es liegt, dass sie in in jeder 2. Talkschow anwesend ist. Entweder drängt sie sich , weil sie genau weiß, wie man das anstellt, immer geschickt auf diese Präsentierteller. oder die Showmastern leiden unter Einfallsarmut, weil ihnen keine anderen Medien erfahrenen Namen einfallen. Ich habe immer sofort den Kaffee auf, wenn ich sie wieder in der Runde entdecke. Meine Vermutung war schon mal, dass dahinter einfach "Schrappigkeit" steckt, denn ein Paar Mark gibt es doch bestimmt für diese Auftritte. Eines muss man ihr lassen. Sie hat sich fast ohne Beispiel bestens vermarktet. Ich wünschte mir, dass Kerner und den Fachmann für Investmentfonds, wie heißt er noch - er versteht auch was von Fußball, ich meine nicht Netzer, bald auch den Kaffee mit ihr aufhaben.

Meine Empfehlung an den Autor, sich doch besser um die fatalen Folgen der feministischen Agitation zu kümmern, finde ich hier glänzend bestätigt: eine Schreiberin mäkelt zwar an der Ikone herum, findet deren misandrisches, geradezu rassistisches Gedankengut aber ganz in Ordnung. Die andere käut das Propagandamärchen von der ungleichen Bezahlung bei gleicher Leistung wieder (per se gesetzwidrig und in der ganzen unendlichen Disskusion nicht ein einziges Mal belegt): ein besserer Beweis für die dringende Notwendigkeit in dieser Gesellschaft zur Aufklärung statt weiterer, politisch korrekter Vernebelung ist schlechterdings nicht erbringbar. Hier ist die "4.Gewalt", als die die Medien sich gerne sehen, in der Pflicht. Bislang haben sie nahezu komplett versagt und sich sogar noch zum Wasserträger der Ideologen degradiert, ungeachtet der empörten Opposition, die ihnen aus den Leserbriefen entgegenschallt. Web 2.0 wird ihren Einfluß marginalisieren. Schade eigentlich, Qualitätsjournalismus war das Kennzeichen einer freien Gesellschaft.

Ich kenne Schwarzer nicht und maße mir deshalb kein Charakterurteil an, aber was doch nicht geht ist, daß hier aufgrund der, vielleicht berechtigten, Kritik an einer Person unmöglichsten Inhalten gleich wieder Boden bereitet wird: Wenn z.B. das was Rot-Grün begonnen hat, nämlich die Normalisierung der Prostitution als Beruf. Das mag all den Bahnhofsbesuchern, die keinen Zug nehmen, ja ein reines Gewissen verschaffen, mit der Realität hat es trotzdem wenig zu tun. Es ist schon ziemlich ironisch das eine Linke wie Schwarzer sich hinstellen muß um auf diesen Sittenverfall hinzuweisen und dafür von der konservativen FAZ in die Mangel genommen wird. Aber das sie solche Positionen vertritt erklärt auch warum Bascha Mika und andere Linke lieber Abstand nehmen. Wenn man sich mal anschaut was Schwarzer zum Thema Islam geschrieben hat, verstehe ich die Schweißperlen auf Mikas stirn. Das gleiche gilt für die Gossenkultur für deren Verbreitung HipHop sorgt. Das waren soweit ich mich erinnere früher mal Aufgaben für Konservative, aber die sind scheinbar inzwischen soweit unten, daß die Linken auch noch diesen Job machen müssen. (Btw ich sehe mich als Konservativer)

Ja, es ist was dran. Schwarzer neigt dazu, Ihre Mitarbeiterinnen schlecht zu behandeln. Auch ich habe schon ein kostenloses Schnupperpraktikum bei ihr gemacht, in einem Fall musste ich sogar ein Honorar einklagen. Das mal zu thematisieren, finde ich richtig! Inhaltlich gesehen stimme ich Alice Schwarzer ausnahmslos in allem zu. Deshalb bin ich auch so froh, dass es sie gibt und verteidige sie wie eine Löwin. Ihre schlechte Meinung etwa zu den geschichtslosen, hal verblödeten Girlies, die sie in ihrer Dankesrede beim Börne-Preis zum Ausdruck brachte, teile ich voll und ganz. An dem Fall Ortgies wundert mich eigentlich nur, dass Schwarzer sie als Chefredakteurin aufgestellt hat. Die ist Mutti von zwei Kindern und wohnt in Hamburg. Eine Chefradekteurin ist mindestens 10 Stunden im Einsatz. Schwarzer hat ihr sogar zugestanden, z.T. von HH aus zu arbeiten- das kann doch gar nicht gehen! Nur eine kinderlose, von ihrem Beruf erfüllte Frau ist so einem Rund-um-die-Uhr Job gewachsen. Das ist Voraussetzung! Und auch wenn das allen Leyenanern nicht passt, die ewig von Vereinbarkeit von Karriere und Familie faseln. Es macht doch schlicht keinen Sinn, sich Nachwuchs anzuschaffen, wenn man ihn rund um die Uhr fremdversorgen lassen muss.

Spontan fallen mir ein Karin Jäckel, Astrid von Friesen, Gabriele Kuby, Barbara Bierach, Erin Pizzey (ohne jetzt andere zurückstellen zu wollen). Die aus dem Bereich der Publizistik. Dass wir es im Alltag in der Regel mit netten Frauen zu tun haben, die nicht mal ansatzweise auf der Schwarzer-Welle schwimmen, müssen wir hier nicht auswalzen; das erleben Sie ja selbst. Die Krux ist, dass es (mal in den Wind gesprochen) 5% durchgeknallte Frauen gibt (wegen der Gleichberechtigung: Es gibt auch 5% durchgeknallte Männer), die es jedoch geschafft haben, 70% der Medien, der Verwaltungs- und politischen Ämter zu kapern. Alle reden über Schwarzer, während Karin Jäckel, Astrid von Friesen, Gabriele Kuby, Barbara Bierach, Erin Pizzey weitgehend unbekannt sind.

Zwar sind wir riesig erleichtert, wenn den "Männerdämmerern" in der FAZ mal Paroli geboten wird, mit Lobhudelei für alpha- girlies wie Frau Ortgries und die unsägliche Thea Dorn ("Männer sind wie Hunde") ist für Männer aber gar nichts gewonnen: vom Regen direkt in die Traufe. Anlaß zur Freude hätte uns der Autor gegeben, wäre eine fundamentale Kritik der totalitären feministischen Ideologie erfolgt und nicht nur das Abwatschen einer skurilen Figur, die mit ihren Behauptungen wie letztens zu Burma ins politisch korrekte Fettnäpfchen getreten ist. Der eigentliche Skandal, die geradezu gewaltsame Durchgenderisierung einer ganzen Gesellschaft, die schleichend zunehmende "positive" Diskriminierung alles Männlichen wurde noch nicht einmal angesprochen. Ich fürchte, zu "Männerbeben" eines Arne Hoffmann ist in der FAZ noch ein weiter Weg. Immerhin: "Medusa schenkt man keine Rosen" (Xenos) ist irgendwie angekommen...

"In Deutschland gibt es kaum noch Diskriminierung." Da liegen Sie leider völlig daneben, Herr Meier. In der Europäischen Union sind Deutschland und die Slovakei die Schlusslichter, was Lohngleichheit zwischen Männern und Frauen betrifft. Frauen verdienen bei gleicher Arbeit im Durchschnitt 22 Prozent weniger als ihre männlichen Kollegen. Nur in Zypern und Estland ist das Lohngefälle noch höher. Deutschland ist in dieser Hinsicht also ein Entwicklungsland. Übrigens stimme ich dem Artikel von A. Marguier voll zu; damit begebe ich mich wohl ins Lager der "wellness-Feministinnen".

Brilliant ins Schwarze(r) getroffen! Einfach geschliffen genial dieser Artikel!!! Gratulation!!!

Ich will nicht zu dick auftragen und von einer Sternstunde des Journalismus reden, aber meinen Tag hat der Artikel doch sehr bereichert. Dafür bin ich glatt bereit, der F.A.Z. das Bild auf der Titelseite zu verzeihen – sagen wir mal: für eine Woche.

lautet "Reaktion" - nicht "Restauration". Bitte beachten Sie das in Zukunft. Ansonsten finde ich gut, dass Sie feministisch korrekt gar nicht erst den Versuch einer sachlichen Auseinandersetzung machen, sondern gleich politisch korrekt die Andersdenkenden mit Unwert-Etiketten versehen; so wie die große Meisterin Alice Schwarzer das seit Jahrzehnten praktiziert.

Selten ein Artikel der mir mal so aus dem Herzen gesprochen hat. Ja es war sicherlich mal alles nicht so toll und zu gewissen Zeiten hat sie sich sicher ihre Verdienste erworben, aber inzwischen hat sich das ganze ja schon fast ins Gegenteil (Bevorzugung von Frauen und Mädchen) verkehrt. Inzwischen bin ich von der Dame nur noch genervt.

vor allem, wenn man seine Beiträge bei Lesermeinungen über einen längeren Zeitraum verfolgt und er versucht, größere Zusammenhänge aufzuzeigen. Wenn Frauen wirklich etwas für die moderne Gesellschaft leisten wollen, sollen sie beginnen, z unfstsorientierte technische, technische, technische --- Fächer zu belegen und nicht Soziologie - Sozialwissenschaften - Sozial -Sozi a- Sozial--- das endet doch immer im Frust. Die Jugend soll nach vorne sehen, immer sich mit Proll befassen,das endet schließlich selbst bei den Wissenschaftlerinnen in Depression und Lethargie. Mädels, schaut nach vorn, lernt, was gebraucht wird, dann seit ihr überall dabei.

was man nach dem doch gespenstisch guten Vergleich mit z. B. der Endphase Honeckers Frau Schwarzer sagen könnte: Sorry, Alice, Du machst es auch nicht besser als die Männer! Wofür steht Alice Schwarzer noch? Will sie wirklich SO in Erinnerung bleiben?

Bedarf es eines Mannes um die Schwarzer-Kritikerinnen zu verteidigen ? Der Artikel ist zwar sehr gut , wirkt aber wie :Pappi hilft. Da gibt s doch bestimmt genug taffe Frauen ( auch in der FAZ) , die die Narzistin stellen. P.S: Muttis Schrebergärtner Matussek hätte ich überdies nicht in den journalistischen Zeugenstand gerufen, zumal er häufig ähnliche Symptome zeigt.

Leider passt diese Art von kritischer Auseinandersetzung (noch) nicht in unsere bundesdeutsche ansonsten so angepasste, politisch korrigierte Meinungslandschaft.

Matussek, Marguier (wer?) et al.: Die Restauration marschiert.

Feiner Beitrag, der exakt den Kern der Pudelin trifft.

Welche Frau im Alter von 15-25 interessiert sich heute noch für den Feminismus? Im Zuge dieser erfrischenden Darstellung von A. Schwarzer gehören auch einmal alle feministischen Thesen hinterfragt. Es gibt in D kaum noch Diskrminierung, sondern meist Bevorzugung von Frauen. Mittlerweile gerät doch das männliche Geschlecht ins Hintertreffen auf Grund von überzogen praktizierter bzw. verweigerter Gleichberechtigung, je nach Sichtweise (kein Wehrdienst/Zivi für die Frau, viele bleiben davon kinderlos; praktizierte Quotenregelung in Wirtschaft und Gesellschaft ohne Rücksicht auf Qualifikation; mädchen- und frauenspezifische Förderprogramme in allen Bereichen von Bildung und Wirtschaft usw; schlechtere schulische Leistungen von Jungen).

Eine allseits hofierte Ikone anzugreifen erfordert Mut. Herrschsucht, Verbohrtheit, Selbstgefälligkeit, Haß auf Andersdenkende... wieviel hat diese Frau, angeblich im Namen aller Frauen, wohl schon mit ihrer über Jahrzehnte von den Medien gerne verbreiteten fundamentalistischen Ideologie schon zerstört?

Trotz meiner rhetorischen Fähigkeiten (etwas mehr Selbstbewusstsein, werter Vorkommentator! ;-) ist mit einem schlichten Danke an den Autor dieses Artikels (und das im Fueuilleton der FAZ) alles gesagt!

führt das Patriarchat einen erbarmungslosen Vernichtungskrieg gegen Frauen. Alltäglich Massenmorde, Massenvergewaltigung. Die Überlebenden werden als Sklavinnen gehalten. Alice Schwarzer gebührt der Ruhm, die erste zu sein, die erste die den Mut hatte, über den alltäglichen Massenmord zu reden und die alltäglichen Massenvergewaltigungen ans Licht der Öffentlichkeit zu führen. Niemand, der noch sagen könnte er hätte die Leichenberge nicht gesehen. Niemand, der noch sagen könnte er wüsste nichts von sexueller Gewalt. Vor 200 Jahren hatte noch keine einzige, ich wiederhole: keine einzige Frau einen Führerschein. Erst durch Schwarzers mutigen Kampf konnte die Frauen die Jahrtausende alte Männerdomäne Auto erobern. Jahrtausendelang hat den Patriarchat den Frauen verboten, sich im Steinbruch oder auf den Ruderbänken der Galeeren zu Tode zu schuften. Erst seit 20 Jahren dürfen die hochemanzipierten und hochqualifizierten Powerfrauen mit ihrer Frauenpower ... äh, weiß auch nicht ... aber egal. Alice Schwarzer ist die Größte. Das Patriarchat (was immer das auch sein mag) ist ganz böse. Jedenfalls brauchen wir mehr Frauen in Führungspositionen. Und Frauen, die „in Palmendörfern die Hirse in Steinmörsern stampfen“.