Die “Spiegel“-Gruppe weiß zwar schon, wie ihr neues Heim aussehen, aber noch nicht wer der neue Chef-Redakteur sein soll

„Spiegel“ sucht neuen Chef

Lieb, links und auf der Liste

Bei der Suche nach einem Nachfolger von Stefan Aust zeigen die Verantwortlichen vom „Spiegel“ keine souveräne Haltung. Selbst „Spiegel“-Mitarbeiter sind irritiert, wie sich die Gesellschafter bei der Suche nach einem neuen Chef anstellen. Von Harald Staun

Lesermeinungen zum Beitrag

25. November 2007 16:01

Spesen werden nur dann geprüft, wenn der Rauswurf schon feststeht.

Karl-Heinz Andresen (khaproperty)


Wenn es denn die erste Amtshandlung von Franks Leuten war, sich Aust`s Belege vorzunehmen, war er schon draußen, vielleicht ohne es zu wissen. Aber spätestens dann wußte er es.

Dieses peinlich entwürdigende kleine Caro von - wie auch hier zumeist neuen - Führungskräften war im Spiegel bislang nicht nach Außen gedrungen - vielleicht ist es ja wirklich neu.

Dann allerdings hat der Verlag nicht allein ein Ex-Aust-Problem, sondern ein existenzielles.

Der Umstand, daß fast ausschließlich Akademiker im Verlag arbeiten, also auch in der Mitarbeiter-KG vertreten sind, macht die Sache auch in weiterer Hinsicht nicht einfacher. Sie sind gut bezahlt, bestimmen gar mit. Oft schon lang dabei, mußte nicht sehr viel dazu gelernt werden, sollte die Chefredaktion nicht zu sehr stören.

Zusammen macht es die Angelegenheit fatal, abgesehen von der Belebung alter Parolen über dies und jenes und dem gichtigen Schub bei den angestaubten Emanzipationsbemühungen des weiblichen Personals.

Wer möchte denn da seine ordnende Hand leihen und sei es für viel Geld, was bei den Verhältnissen schon schwer genug sein wird.

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25. November 2007 15:17

Neuer Chef für den "Spiegel"

Matthias Zinn (mattizinn)

Kürzlich zeigte ein Oldie einem Youngster wo der *Barthel den Most holt*: (Pistol-)Pete Sampras (36) fegte die Nummer 1 im Tennis, Roger Federer (26), in zwei Sätzen vom Hartplatz.
Wie wäre es, wenn man sich an der Brandstwiete mal nach einem Oldie umsehen würde?
Obwohl meiner Ansicht nach Gabor Steingart der beste wäre, kämen vielleicht(:-) auch noch in Frage: Frank Schirrmacher, Heribert Prantl, Wolfram Weimer.
Aber vielen beim "Spiegel" wäre vermutlich Franziska Augstein am liebsten. Und als interims-Lösung tippe ich auch auf sie.
Matthias Zinn

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25. November 2007 14:57

Der Lotse geht von Bord

Gunther Reuter (ReGu1501)

Wie so oft im Leben: Wenn man keine Sorgen hat, macht man sich welche. Ich habe den Spiegel über all´die Jahre als kritisches, aufklärendes und vor allem unabhängiges Organ der politsch ungebundenen Öffentlichkeit schätzen gelernt. Dies ist nicht zuletzt das Verdienst von Stefan Aust. Man möchte den Gutmenschen in ihren linken Kuschelecken im Spiegel Verlag ja gerne zurufen, dass man sich Reputation sehr lange erarbeiten muss, selbige aber umso schneller wieder verlieren kann. Aus eigener Erfahrung mit der Spezis der vollalimentierten, linken, lieben und gesellschaftlichen Utopien nachhängenden Gutmenschen weiss ich aber, dass dies oft vergebene Liebesmühe ist. Von daher: Auf meiner Liste der montags zu erledigenden Dinge wird "Spiegel kaufen" sicherlich nicht mehr stehen.

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25. November 2007 14:47

Unbequeme Wahrheit

rudolf hering (schindergraben)

Zur Problematik, linke oder rechte Ausrichtung des Chefs bzw. Blattes möchte ich nur anmerken.
In der DDR stand auf jeder Zeitung oben " Organ der... SED/Gewerkschaft/Blockpartei". Heute steht auf jeder Zeitung "unabhängig". Diese Selbstdarstellungen sind schon etwas komisch, wenn man den inhaltlichen Trend der einzelnen Blätter verfolgt.

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25. November 2007 13:09

Es war einmal...

Walter Wasilewski (wwasilewski)

eine Zeitschrift Namens SPIEGEL . Es war aber wo ist der Spiegel? Er hat sich zum Schlafzimmer Spiegel gewandelt.Ich werfe noch shnell einen Blick in den Spiegel und schon bin ich eingeschlafen.
Der Blick am Morgen mit Spieglein,Spieglein an der Wand,wer ist der schönste im ganzen Land ist enttäuschend, denn die Antwort:"Mein Lieber du bist alt geworden"
Stellen sie den Spiegel besser ein. Die Wirklichkeit muß sich wiederspiegeln.
Walter Wasilewski

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