31. Dezember 2006 Die Zahl der getöteten Journalisten ist im zu Ende gehenden Jahr so hoch gewesen wie seit 1994 nicht mehr. 81 Journalisten seien 2006 bei der Ausübung ihres Berufes ums Leben gekommen, teilte die Organisation Reporter ohne Grenzen am Sonntag in Paris mit.
Im Jahr 2005 waren es 63. Mit Abstand das gefährlichste Land für Journalisten war das vierte Jahr in Folge der Irak, wo 64 Medienleute starben. An zweiter Stelle folgte Mexiko vor den Philippinen und Rußland. Die meisten Entführungen ereigneten sich ebenfalls im Irak, wo 17 Journalisten verschleppt wurden.
Die Zahl der inhaftierten und angegriffenen oder bedrohten Journalisten erreichte mit mehr als 2000 einen Höchststand. Als Erklärung führte die Organisation die zahlreichen Wahlkämpfe im vergangenen Jahr an. Die Zensur sei dagegen 2006 zurückgegangen. Es wurden nur 912 Fälle gezählt gegenüber 1006 im Jahr zuvor. Die meisten Eingriffe in die Pressefreiheit gab es in Thailand nach dem Militärputsch im September.
Text: AFP