Die Deutsche Welle in Bonn

Der Deutschen Welle wird angelastet, in ihrem chinesischen Programm propagandistische Inhalte im Sinn des kommunistischen Regimes zu verbreiten. Kritiker fordern inzwischen einen Umbau der gesamten China-Redaktion. Von Jan-Philipp Hein und Sabine Pamperrien

Lesermeinungen zum Beitrag

27. September 2008 12:54
Wahrer Bericht  
Josef Bujtor (Mramorak)

Schon seit vielen Jahren schaue ich mir die DW-Sendungen an. Und ebensolange ärgere ich mich über die Aussage, auf deutsch und englisch. Etwas hat sich gebessert in den letzten Monaten und ich habe mich gewundert. Viele Berichte - mehr auf deutsch als auf englisch - sind ganz einfach unaufrichtig und oft falsch aus dem Englischen ins Deutsche übersetzt. Die Gesamtredaktion sollte abgelöst werden. Wenn ich versuchen würde, all die einseitigen Berichte über den Irak-Krieg, Afghanistan und den Rest des Nahen Ostens. In allen Berichten wurden die Taten der Terroristen beschönigt und deren Aussagen über die Demokratie besonders hervorgehoben. Es ist gut zu wissen, dass amn nicht der einzige ist, der unzufrieden ist!

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27. September 2008 11:14
Chinese hört mit  
Robert Schrey (etiterum)

Immer daran denken, dass der chinesische Geheimdienst auch DW hört. Stellt euch vor, die kämen auf den Gedanken, dass in China lebende Deutsche von der Radio-Propaganda gegen die chinesische Regierung aufgestachelt würden ! (Hat es alles schon gegeben)

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26. September 2008 20:18
Kritik an DW  
Andreas Donath (Andreas.Donath)

Ich fürchte, nicht die Deutsche Welle hat ein Problem, sondern die FAZ. Die Bedenkens-Unterzeichner mit großen Namen sind einer Manipulation zum Opfer gefallen. Wer die angesprochene ZDF-Sendung zur Olympiade mit Zhang Danhong gesehen hat, müßte sich daran erinnern, daß sie erklärte, der chinesische Dienst der Deutschen Welle informiere seine Hörer in China über die unterdrückten Net-Blogger des chinesischen Internets, die Kritik am System üben, und hätte unter anderem ein Interview mit einem inzwischen verhafteten Blogger gesendet. Ich glaube nicht, daß das Peking gefällt. Der Sprecher des Chinesischen Außenministeriums hat ja auch die Journalistenfrage nach der Deutschen Welle fallen gelassen wie einen brennenden Knallfrosch. Woher kommen dann die Anschuldigungen gegen die Deutsche Welle? Seit Monaten berieseln deutsche Publikationen der in China verbotenen Falun Gung Sekte deutsche Medien mit angeblichen Enthüllungen über eine kommunistenfreundliche Einstellung der DW-Redakteurin Zhang Danhong.

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26. September 2008 16:41
Deutsche Welle  
Sabi Alberto (Sabi9999)

Ich erinnere mich : Sehr freundlich u. unkritisch war die DW auch zur den blutrünstigen Ajatollahs und zum islam. Regime im Iran! Der Chef der Iran-Abteilung hatte sogar ein Bildnis Khomeinis in seinem Büro bei der DW !

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26. September 2008 15:56
Nicht nur China  
A. deLasCasas (8Beobachter)

Nicht nur die Berichterstattung über China ist einseitig. Auch andere Länder-Redaktionen der Deutschen Welle zeigen eine deutliche Einäugigkeit. Die Damen und Herren des Rundfunkrates sollten sich einmal die Sendungen, auch die in Spanisch und Englisch, ansehen. Die frühere verlässliche Berichterstattung gibt es nur noch selten. Statt zu berichten, verflechten die Sprecher ihre Meinung mit der Nachricht. Schade.

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26. September 2008 12:18
Deutschland - China, ein Unterschied?  
Klaus D. Wolf (serigala)

Die deutsche Politik und Gutmenschen kritisieren die chinesische Führung. Aber worin unterscheiden sich beide Länder? in Nichts. Hier wie da wird Zensur geübt und unliebsame Personen von ihren Ämtern entbunden. Ob bei Xinhua oder Deutsche Welle, es ist egal, wo man arbeitet. Hier wie da wird "ausgemerzt", was der Obrigkeit nicht passt. Da lebe ich dann doch lieber in China. Meinungsfreiheit und Informationsfreiheit in Deutschland? Nein, dafür sorgt schon eine gleichgeschaltete Presse (mit wenigen Ausnahmen). Man sollte froh sein, dass man jemanden hat, der das Befinden der Chinesen und ihr Verhältnis zum eigenen Staatsapparat aus eigener Anschauung heraus den Nichtchinesen näher bringen und erläutern kann. Aber das passt nicht in den allgemeinen "mainstream" der Gutmenschen, die durch die Presse und Polithetzer aufgestachelt wurden, alles chinesische sofort als "menschenfeindlich" zu verteufeln. Ich kann gut die Enttäuschung chinesischer Besucher in Deutschland, dem Land der "Dichter und Denker" verstehen, wenn sie hier die Dumpfbackigkeit vieler Bevölkerungskreise und die Mittelmäßigkeit der "Klasse" der Politiker erkennt.

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