Endlich kann ich wieder das heute Journal einschalten. Ich fand Herr Cleber war eine denkbar schlechte Besetzung für den Posten im ZDF, alleine schon wegen seiner ständigen moralischen Bewertungen. Für so etwas braucht man keinen "unabhängigen" öffentlichen Rundfunk. Das ausgerechnet so einer nun Chefredakteur beim Spiegel wird wundert mich allerdings nicht...
Nachdem der SPIEGEL bereits seit Jahren keinen investigativen Journalismus betreibt - dank Aust - ist die Bestellung eines HEUTE dpa-Junkies folgerichtig. Wer glaubte, nach FOCUS würde der SPIEGEL wieder journalistisch werden, hat sich getäuscht. Heute vertritt FOCUS politisch abweichendere Meinungen.
Einig sind sich aber beide in der Ablehnung von Recherchen. So hatte keiner der beiden recherchiert, daß z.B. Eva Herman in ihrem Buch "Das Eva-Prinzip" 2006 ein ganzes Kapitel gegen dier Lieblosigkeit der Mütter in der Nazizeit geschrieben hatte. Es hätte die Kampagne gegen sie gestört.
Für viele User und auch mich ist der SPIEGEL nun kein Medium mehr, daß über Klatsch und Feuilleton hinaus interessant ist. Über Politik und Wirtschaft erfährt man dort wenger als bei CNN, aber nur noch ein Zehntel wie bei YouTube und in Deutschland bei www.politblog.net und www.spielfechter.de
Für die FAZ ist das - auch online - eine große Chance, denn auch WELT und SZ sind ja politische Nullnummern. Dazu braucht man keine telegenen Moderatoren, sondern nur engagierte Redakteure.
Claus Kleber war ja keineswegs ein heute so modern geltender Moderator: Typ
netter Schwiegersohn. Nein, der Kleber wirkte eher eckiger, ja kantiger. Das so einer vom Spiegel auserwählt wurde, läßt für beide hoffen.
Soviel steht schon einmal fest. C. Kleber fehlte es an einem Mindesmaß an Ausgeglichenheit bei seinem Wirken in der Nachrichtenredaktion des ZDF.
Beim "Spiegel" allerdings wäre Herr Kleber recht gut aufgehoben - wer, allerdings, "befasst" sich schon mit dem "Spiegel"?!
dann wird man ihn wohl nicht mehr sehen können
hh
Schade, dass Siegloch, der einzige Profi im heute-journal, erst in die USA auswandern musste, bevor dieser doch etwas kleinkalibrige Anchorman abtritt. Da ich kein Spiegel-Leser bin, überwiegt bei mir die Erleichterung. Aber bei der Gegenüberstellung Aust-Kleber kann man sich schon fragen ... aber wir werden sehen.
Spiegel - Mitarbeiter ohne weiteres klarkommen wird, darf bezweifelt werden.
Mit bloßer Freundlichkeit ist es da nicht getan, hart wie Schiffstahl sollte er sein und volle Fahrt voraus geben können.
Aber gut, mindestens die 100 Tage, die Politikern auf neuen Positionen zugestanden werden, soll er haben.
Immehin scheint er weniger festgelegt als manch Konkurrent.