Zu zwei Jahren und acht Monaten Haft verurteilt: der ehemalige Sportchef des HR, Jürgen Emig

Haftstrafe für ehemaligen Sportchef

Emig sackte 440.000 Euro ein - und geht in Revision

Zwei Jahre und acht Monate Haft wegen Bestechlichkeit und Untreue für den früheren Sportchef des Hessischen Rundfunks, eine relativ milde Schelte für den Sender: Doch Jürgen Emig geht gegen die Verurteilung in Revision. Von Helmut Schwan

Lesermeinungen zum Beitrag

03. Oktober 2008 13:04

Arroganz eines Uneinsichtigen

Wulf Wiederhold (Wuwie)

Nun will dieser Herr Emig auch noch in Revision gehen und halst dem Staat damit weitere Kosten auf. Wo bleibt bei diesem Herrn das Unrechtsbewußtsein? Man muß schon sehr arrogant und abgehoben sein anzunehmen, daß so ein Verhalten nicht soviel Sühne wert ist. Dabei ist es doch unerheblich, ob der Sender diese Machenschaften durch mangelnde Kontrolle indirekt gefördert hat. Die Tat wird dadurch doch nicht weniger schlecht. Außerdem wurden einige Anklagepunkte zur Verkürzung des Verfahrens sogar fallengelassen. Wie schon Herr Rabe in seinem Kommentar schreibt, wird der Bankräuber für weniger Schadenssumme genau so oder noch härter bestraft. Warum soll es dann einem "White-Collar"-Täter besser ergehen?

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02. Oktober 2008 13:52

Die Spitze des Eisbergs

Wolfgang Neuber (durchblick)

Da ist wohl mal die Spitzes des Eisbergs sichtbar geworden, wobei jemand vorsorglich das Licht ausgemacht hat. Wenn man die Finanzpläne des öffentlich-rechtlichen Rundfunks mit den privaten Konkurrenten vergleicht, müssen da noch ganz andere Summen vergraben sein. Aber die Rückendeckung der Politik zu Lasten der Zuschauer, die in den Rundfunkstaatsverträgen ihren Ausdruck findet, spricht eine eindeutige Sprache. Wer im Rundfunk "Ausgewogenheit" ruft oder "Sicherheit" im Straßenverkehr exculpiert sich von jeder wirtschaftlichen Verantwortung.

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02. Oktober 2008 13:46

Der durchschnittliche Bankräuber erbeitet nur ein zehntel davon.

Paul Rabe (heidelpaul)

Richtig so. Der durchschnittliche Bankräuber erbeutet nur ein zehntel dieser Summe und muss dafür wesentlich länger hinter Gitter. Man sollte genauso konsequent gegen alle Betrüger vorgehen, insbesondere auch gegen Steuerbetrüger welche die Gesellschaft um Summen in dieser Größenordnung betrügen.

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