Um 23.23 Uhr war es dann soweit: Wahlleiter Wolfgang Hannappel trägt das vorläufige amtliche Endergebnis vor

Landtagswahlen im Fernsehen

Es gab Gewinner, Verlierer, aber keinen Sieger

Im Fernsehen hat das ZDF den Wahlabend vom Sonntag gewonnen. Hier stand von 18 Uhr an mehr oder weniger fest, dass es in Hessen zu einem Patt kommt. Die ARD glaubte eine Zeitlang an den Sieg von Rot-Grün. Beim Hessischen Fernsehen waren die Tumulte um Andrea Ypsilanti und Roland Koch am schönsten. Von M. Hanfeld, M. Hannemann, O. Jungen, P. Schader und J. Thomann

Lesermeinungen zum Beitrag

29. Januar 2008 17:40

Sehr geehrte Faru Demirkan,

Andreas Lindner (anderl74)

was Sie in der Post-Wahlsendung bei 'Anne Will' am Sonntag geäußert haben ist eine Frechheit. Ich muß es Ihnen in aller Höflichkeit so deutlich sagen. Meiner Erinnerung nach sprachen Sie von Humanismus, von Rassismus und von Tabus die es bitteschön geben müsse. Sie werfen zwar Koch einen rassistischen Wahlkampf vor (das ist irre), erwähnen aber mit KEINEM Wort den mittlerweile offen Rassismus eines erheblichen Teils der betr. Jugendtäter. Aber noch wichtiger, wo bleibt den Ihr eingeforderter Humanismus, wenn es darum geht aus eigener Antriebslosigkeit, Frust und gockelhaften, archaischem Gehabe Gewalttätig zu sein und diese Gewalttätigkeit zum eigenen Recht zu erheben ('ich will Respekt'), wieso fordern Sie bei der Gelegenheit von Ihren Landsleuten hier nicht den gebührenden Humanismus?! Wie sieht es mit 'Tabu' aus? Sie meinten, wo kämem wir hin, wenn es keine Tabus mehr gäbe. Frau Demirkan, welche Tabus gibt es denn heute noch in der Deutschland? Sie könnten in Ihrer Person auch klarstellen, daß es zumindest in Europa TABU sein muß, gegen andere Menschen gewalttätig zu sein - körperlich UND VERBAL (Musiker)! Was Sie wohl meinten war: 'haltet die Schnauze, über dieses Problem wird nicht gesprochen'. Arm und heuchlerisch ist das.

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28. Januar 2008 15:13

Haben Sie auch den Ypsilanti-Flüsterer...

Frank Seiffert (fseiffert)

...gesehen? Rechts hinter ihr stand der Lebensgefährte und formte Worte und Sätze von Ypsilanti synchron mit den Lippen mit. Eine Szene eine zwischen Komik und Groteske! In den Redepausen wandte er sich zu Yps. und gab offensichtlich weitere Stichwörter, um dann wieder stumm mitzusprechen. Ypsilanti wirkte wie ein hölzernes Pferd! Nicht gerade überzeugend für eine Gewinnerin ...

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28. Januar 2008 10:59

Der einzige Verlierer ist die Demokratie

Claus Behrens (chipin)

Die Kreuze auf den Wahlzetteln sind noch nicht ganz trocken, da streiten die Parteien darüber, wie wer in der nächsten Legislaturperiode regiert, anstatt das Ergebnis gewissenhaft zu analysieren.
Die einzige Partei, die beständig zulegt, ist die der von der Politik frustrierten. Wer macht sich darüber Gedanken. Schlechtes Wetter, klarer Wahlausgang. Wenn das so einfach ist, dann vielen Dank, Herr Wulff.
Trotz der Klatsche stellt sich Hr. Pofalla hin und beruft sich auf die Demokratie, dass die stärkste Partei den Ministerpräsidenten stelle: hat da jemand nicht verstanden, dass die Politiker wegen der Bürger da sind. Deutlicher kann man doch nicht sagen, dass einen die Entscheidung der Bürger nicht interessiert.
Links- oder Rechtsruck ... es geht ganz einfach darum, dass die Politik(er) sich wieder dem Bürger annähert und es nicht als Gnade angesehen werden kann, wählen zu gehen.
Erst wenn die Politik nicht mehr Selbstzweck ist und tatsächlich wieder Bürger für Politik begeistert werden können und wählen gehen, ist der Patient auf dem Weg der Besserung.

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28. Januar 2008 09:36

Beruhigt

Andreas Noreikat (derherold)

Gott sei Dank, ich dachte schon, (mindestens) eine akustische Täuschung bei mir als Erklärung heranziehen zu müssen: In der Tat, Ypsilanti hat keine Absage an eine Koalition mit der Linkspartei erteilt - ich kann mir auch nicht vorstellen, daß sie das in Hessen so schnell ausschließen dürfte.

Auch schön die Beobachtung, daß der Auftritt Demirkans verstörend wirkte.

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28. Januar 2008 08:19

Die öffentlichen Sender spinnen

Martin Klocke (mampo)

Danke für diesen wunderbaren Beitrag!
Die Kampagnen gegen Koch und die tollen "Umfragen" haben doch so einiges bewirkt.
Dass die interviewten Linken und Türken hier mal wieder "Rassismus" sehen, wo doch nur von kriminellen Ausländern gesprochen wurde, ist belustigend und erschreckend zugleich.
Genauso der Aufstand vor einigen Monaten gegen das Verbot von Importbräuten.
Man fragt sich, was an all dem rassistisch sein soll.
Ich hoffe, dass das Thema, das Koch vorangebracht hat, weiter diskutiert wird.
Es bleibt weiter aktuell!!

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