Streitbarer Kopf: Henryk M. Broder auf der Frankfurter Buchmesse

Urteil

Gericht spricht Broder im Beleidigungsprozess frei

Eine skurrile Auseinandersetzung findet ein Ende: Das Münchner Amtsgericht hat Henryk M. Broder vom Vorwurf der Beleidigung freigesprochen. Der Journalist stand vor Gericht, weil er die deutsche Justiz als „Erben der Firma Freisler“ bezeichnet hatte.

Lesermeinungen zum Beitrag

24. April 2007 19:45

Aha

Hannah Mortensen (HannahMortensen)

Nicht vergessen, Herr Steffen. Nein, die Dame war mir bisher nicht bekannt. Dank Ihnen und der Wikipedia bin aber jetzt auch ich im Bilde.
Soweit es Ihr erstes Posting betrifft, möchte ich Ihnen zustimmen. Trotzdem kann ich mir einen Kommentar zu Ihrem zweiten Posting ("die Deutschen") nicht verkneifen: (nationale) Homogenität ist eine Illusion, von der wir uns schnellstens verabschieden sollten - unabhängig davon, ob es um deutsche (oder, wie in meinem Fall, um dänische) Staatsbürger geht.

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24. April 2007 12:01

Kurzzeitgedächtnis

Klaus Steffen (krs)

Frau Mortensen,
mich wundert das Kurzzeitgedächtnis deutscher Bürger schon lange nicht mehr. Hilde hieß das Justizferkel. Schon vergessen?

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24. April 2007 11:34

einäugig?

Hannah Mortensen (HannahMortensen)

Verstehe leider die Pointe nicht - Benjamin? Doch wohl nicht Walter Benjamin?

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24. April 2007 10:38

einäugig

Klaus Steffen (krs)

Es ist unbestreitbar, daß das deutsche Rechtswesen bereits zweimal die Chance zur Selbstreinigung verpaßt hat. Einmal nach 1945 und zum Zweiten nach 1990. Praktisch alle (einige Ausnahmen bestätigen die Regel) "Juristen", die sich klaglos in die Dienste der Diktaturen fügten, machten in der Demokratie weiter, als ob nichts geschehen wäre.

Broder hat da etwas zu einäugig gesehen: Er hätte neben Freisler auch Benjamin erwähnen müssen.
Und er hätte auch gleich die Rechtsform der Firma Freisler & Benjamin erwähnen können: GmbH & Co. KG

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24. April 2007 10:37

Sagen, was man fühlt

Marta Lohse (martalohse)

natürlich war h.m.broder freizusprechen. in deutschland wird immer wunder was erzählt von wegen freiheit und so weiter. ja, wenigstens in diesem fall ist das bestätigt worden.
zu einer freiheitlichen demokratie gehört es nunmal dazu sagen zu können, was man denkt.
und überhaupt sind mir öffentliche personen, die ständig nur mit hintergetackerten mundwinkeln rumlaufen und lauter heuchlerische nettigkeiten und "diplomatie-pralinchen" verteilen sowieso unangenehm. h.m.broder traut sich was, dies schon allein bei seiner täglichen, von mir immer wieder gern gelesenen, arbeit - und das ist gut so.

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24. April 2007 09:31

Darf jetzt jedermann

Jakob Cornides (cornija)

die deutsche Justiz als "Erben der Firma Freisler" bezeichnen? Oder nur Henryk Broder?

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24. April 2007 07:53

Dank an das

Sven Jakobssohn (jakobssohn)

Münchner Amtsgericht und Glückwunsch an Broder.

Es verdeutlicht ja nur wieder, wie wenig der deutschen Vergangenheit wirklich aufgearbeitet wurde, sodaß ein sachlich korrekter Hinweis als Beleidigung empfunden wurde.

SJ

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23. April 2007 19:51

1. Korinterbrief

jörg sutter (jsutter)

"Der Pneumatiker aber richtet über alles und wird von niemand gerichtet", schreibt Paulus im 1. Korintherbrief 2.14./2.15. Dabei kannte er Broder gar nicht.

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