
Leser Kowollik möchte ich fragen , ob es wünschenswert ist, auf Seite 1 einer ehemals seriösen Tageszeitung, mit ungeahntem Humor konfrontiert zu werden.
Mir scheint, daß die Layout-Tragödie unfreiwillig zu einer Komödie gerät.
Also, ich für meine Person werde noch ein Quartal abwarten , ob die FAZ sich besinnen und zur bewährten Form zurückkehren wird. Ich wünsche mir sehnlichst,daß die Verantwortlichen Einsicht zeigen, sonst werde ich schweren Herzens nach acht Jahren mein Abo kündigen.
Diese FAZ unterscheidet sich äußerlich kaum noch vom Bonner General-Anzeiger. Das FAZ-Layout hat nun die gleiche Ästhetik wie das Photo, das Sie ihrer Leserschaft unter der Rubrik "Deutschland und die Welt" zumuten.
Quo vadis, FAZ ?

Und je nach Stimmungslage kommentiert der Leser des Kaiser`s neue Kleider so oder anders.
Das "Markenzeichen" FAZ allerdings hat objektiv an Profil verloren. Bunte Bilder, neumodisches Schriftbild und vor allem das riesige Bild auf der Titelseite, welches den Text von dieser prominenten Stelle stiehlt, sind Demontage am Markenzeichen FAZ. Schade drum. Der kluge Kopf versteckt sich nun hinter bunten Bilderchen. In der Tat sehr fatal.

Leser Kowollik und vor ihm schon andere zeigen mehr oder weniger deutliche Gewöhnungserscheinungen. So war es auch schon mit der als Versuchsballon gedachten Einführung der Farbe Rot, dem Vorboten des Unheils, das über uns hereingebrochen ist.
Es ist menschlich, daß man sich an Schlechtes gewöhnt. Das ist bei chronischen Krankheiten so, daß ist bei vielen gesellschaftlichen Mißständen nicht anders. Auch eine unliebsame Regierung nimmt man am Wahltag schwerer als später im Alltag.
Das ändert aber nichts daran, daß die FAZ, 40 Jahre nach Schaffung des vollkommenen Layouts, dem Zeitgeist folgend ihr seriöses Erscheinungsbild weggeworfen und eine massive Verschlechterung der ganzen Zeitung entschieden hat. Es zeigt sich bereits: Der Inhalt folgt der Form, alles andere ist Augenwischerei.
Der Weltkonzern DaimerChrysler, die verbreiteten Börsengänge in New York, das BMW-Experiment Rover: in diese Güte von Managementfehlern, die allesamt mit den gewünschten Gutachten und Umfragen gerechtfertigt worden sind, wird sich - leider - auch die Verunstaltung der besten deutschsprachigen Zeitung einreihen, wenn nicht in kommerzieller Sicht, dann jedenfalls in punkto Kultur, Niveau, Seriosität, Singularität und Klasse der (alten) FAZ.

Ich kann mich nicht daran gewöhnen. Ich gebe mir die größte Mühe. Es will nicht gelingen. Und ich will auch nicht. Das Layout ist zu laut, und selbstverständlich sind es veränderte, da weniger Inhalte. Das mögen die modernistischen Anhänger der Verwechselbarkeit nicht mitbekommen haben. Aber nicht einmal die Bilder selbst haben die Qualität, die von einer FAZ zu erwarten wären. Austauschbar wie das Layout und die Schrifttype auch die Bilder. Es ist jammerschade. Ich bin auf der Suche nach einer Alternative. Vorschläge werden gern entgegengenommen.

Die Karikatur von G&L auf Seite 8 (Leserbriefe) bringt die Athmosphäre, die offensichlich gegenwärtig innerhalb der FAZ herrscht, sehr schön auf den Punkt. Die zum Jubeln versammelten positiven Zuschriften, hier und da mit mild kritischen Kommentaren vesetzt, um den Schein der Ausgewogenheit zu erzeugen: so macht man es, wenn man die eklatante Wahrheit leugnen will. 14 von 22 abgedruckten Zuschroftehn sind zustimmend bis euphorisch, 4 milde kritisch und 4 sind gegen die Neugestaltung. Das ist lächerlich und erbärmlich angesichts der Kommentare z.B. in diesem Forum.
Die Karikatur kommentiert das auf geniale Weise: wer hat die nur zum Abdruck freigegeben? Wer die wahrheit nicht sehen will, ist eben auch blind für Ironie, scheint es. Zu gerne würde man jetzt einmal hinter die Kulissen blicken und sehen, wer da in der FAZ die Knute schwingt. Denn einfach wird es doch wohl nicht sein, in einer stolzen Redaktion Nordkoeanische Verhältnisse durchzusetzen.

Unglaublich, wie viele zustimmende Lesermeinungen für die abgedruckten 'Briefe an die Herausgeber' zusammengekratzt werden, beweist doch dieses Forum (und die in die hunderten gehenden Kommentare zu den anderen Artikeln über das "neue Kleid") daß beinahe einhellige Empörung unter den regelmäßigen Lesern herrscht!

Sehr geehrte Damen und Herren,
mich schmerzt die von Ihnen vorgenommene Umstellung sehr. Ich bin 30 Jahre alt und habe Ihre Zeitung seit meinem 21. Lebensjahr gewissermaßen "religiös" gelesen. Die Lektüre war für mich ein fester Bestandteil meines Tages, obwohl auch ich nicht immer viel Zeit habe. Ein geübter Zeitungsleser ist nämlich durchaus in der Lage, schnell die Artikel auszumachen, die ihn interessieren und diese dann zügig durchzulesen. Ihre Zeitung war für mich eine feste Konstante in Zeiten, in denen ich nach Orientierung suchte, etwa nach dem 11. September 2001. Hätten Sie jetzt noch den Mut, den langen und kontroversen Beitrag von Susan Sontag, der kurz nach diesem Ereignis in Ihrer Zeitung erschien, heute noch abzudrucken? Ich bezweifele dies; er wäre wohl zu umfangreich und "schwierig" für die neu umworbene Leserschaft.
Gerade hier zeigt sich, weshalb Sie den Protest Ihrer Leserschaft erst nehmen sollten. Die FAZ war ein Blatt für die Meinungsführer, darauf haben Sie sich immer gerne berufen. Sie ist es nur gewesen, weil sie nicht davor zurückgeschreckte, Themen auch in der Tiefe und mit dem nötigen Ernst auszuloten. Diese Ausnahmestellung haben Sie nun freiwillig aufgegeben. Wie gesagt, ein großer Verlust.

Denn in diesem Fall heilt die Zeit keine Wunden. Als bekennender FAZ-IN-BEWÄHRTEM-LAYOUT-FAN mein Vorschlag an die FAZ-Verantwortlichen (alias DER SOUVERÄN) : Ich bin in meiner Verzweiflung bereit, einen höheren Preis für mein ABO zu akzeptieren, wenn ich die FAZ dafür wieder in bewährtem Layout genießen dürfte.
Was halten Sie von der Idee, die FAZ in zwei Layout-Varianten anzubieten ? Die Alternative nennen Sie FAZ KLASSIK oder FAZ deluxe und drucken sie in bewährtem Layout.
Bitte haben Sie ein Einsehen, bitte

Und wie war das bei der unwiderruflichen Umsetzung der Recht-/Schlechtschreibreform durch die FAZ?
Gab es da eine Umfrage unter den Lesern?

Und wenn die Verkaufszahlen nach der Layout-Änderung nicht signifikant nach oben gehen - können die offenbar vielen Stammleser, die das Bild auf der Titelseite nicht mögen, dann wieder auf eine weniger bunte FAZ hoffen ?

Guten Tag,
1. Die Überschriften POLITIK, WIRTSCHAFT, FINANZBLATT und FEUILLETON bitte wie vorher handhaben anstatt mit GROSSBUCHSTABEN. Unfug: Bei NATUR UND WISSENSCHAFT rutschen die anderen Daten wie Datum usw. aus Platzgründen wegen GROSSSCHREIBUNG nach unten! Literatur, Bilder und Zeiten und Beruf & Chance haben - noch - nur den Anfangsbuchstaben groß. Sieht besser aus und paßt ins Bild mit den anderen Schlagzeilen auf der Seite.
2. Städtewetter, dort sind die Linien sehr störend, bitte nach andere Lösungen suchen. Punkte, dünnere Linien oder gar nichts? Farben weglassen?
3. Hin und wieder fünfspaltige Seiten drucken, das bringt Schwung in die Zeitung!
mfg C.Knolle

Die Überschriften der FAZ zu diesem Thema lauten kurz und Bündig:
Keine Abstriche an Seriosität - je mehr Bilder desto unseriöser. Vonder FAZ (alt) über regionale Blätter bis z.B. zur verBILDungs-Lektüre.
Bilder als „eingefangene Erfahrung“ - Bilder können niemals eingefangene Erfahrung sein. Bilder - genauso wie Erfahrungen sind subjektiv. Im Gegensatz zu Erfahrungen sind Bilder nur 2 dimensional. Seriöse Journalismus kommt mit sehr wenigen Bildern aus
Ein Schuss Leichtigkeit - Hierzu kann ich nur sagen: Wenn das Leben leicht wäre, hätten wir alle Flügel. Ja, ja: Die Leichtigkeit des Seins ...

Herr D'Inka teilt so nett mit, dass das leise Vorrang vor dem lauten behällt. Lassen Sie mich hierzu anmerken: Nichts ist lauter als Bilder.

Ganz so weit ist die FAZ noch nicht, aber das riesige Foto auf der Titelseite gefällt mir nicht. Damit wird die FAZ am Kiosk verwechselbar.
Da ich aber Abonnent bin und bleibe, werde ich wohl damit leben müssen.
Ich meine, Sie sollten noch einmal über die Platzierung und die Größe des Bildes nachdenken.
Die Änderung der Schriftart finde ich nicht schlimm.

was ändert sich an den Inhalten der FAZ? Nix
was ändert sich an ihrem Informationsgehalt? Nix.
Aber ihr Gewand hat sich geändert und alles schreit laut auf.
Die Mediale Wirklichkeit hat sich geändert, die Wahrnehmung auch. Ob es für eine Zeitung unbedingt von Vorzug ist auf immer und ewig an einer bestimmten Erscheinungsform festzuhalten, das wage ich zu bezweifeln.
Will man die Reichweite und das Gewicht der Botschaft erhöhen, die man zu verkünden hat, dann muß man auch auf die Bedürfnisse derer eingehen, die noch nicht zu den Lesern zählen.

Ich möchte es epigrammatisch machen und bedauere die Entscheidung der Herausgeber, das Layout zu verändern. Die F.A.Z. behielt sich Bilder auf der Titelseite bislang nur für ganz besondere Anlässe vor. Nun gibt sie damit, genau wie auch mit dem Wegfall der Fraktur und der Veränderung des Schriftbildes zugunsten einer WELT-Kopie ihre Identität und alles das, was man mit ihr jahrzehntelang verbunden hat, schlichtweg ab. Ich weiß nicht, ob nicht "trotzige Selbststilisierung" (D'Inka) der bessere Weg gewesen wäre, zumal man von "trotzig" dabei gar nicht hätte sprechen können. Wenn auch inhaltlich der Gehalt bestehen wird (alles andere wäre auch nicht tragfähig oder gar vertretbar), so ist die optische Veränderung eine unzweideutige Niederlage für Brauchtum in der Zeitungs- und Medienwelt.

Guten Tag,
bisher auch der Meinung gewesen, vielleicht selber nur etwas zu konservativ zu sein - Neuerungen somit im Prinzip etwas zu kritisch gegenüber zu stehen. Die heutige Ausgabe hat mich nun aber doch geärgert: die FAZ mit dem gleichen Titel-Foto des sicherlich zu würdigenden Nobelpreisträgers Herrn Grünberg wie bei dem in Darmstadt erscheinenden Darmstädter Echo. Und es ist dann eben nicht NUR eine Frage der Optik, des angeblich frischeren Auftritts, sondern auch eine inhaltliche, wenn Äußerlichkeiten sich nun stärker in den Vordergrund drängen sollen.
Ich persönlich finde dies schade und denke , daß es sich um einen falschen Weg handelt, der hier von den Verantwortlichen Ihres Hauses gegangen wird.
Sinngemäß möchte ich Sie zitieren, mit der Aussage, es habe ja bereits früher immer wieder Bilddarstellungen auf dem Titel gegeben, so z.B. zur Papstwahl oder zum Fall der Berliner Mauer - mithin also ähnlich wichtige Ereignisse, wie die Tatsache, daß im Theater, alte Menschen händeringend gesucht werden (so dem Foto von gestern zu entnehmen).
Ist da nicht etwas "verrutscht"?
Viel Erfolg wünsche ich trotzdem und verbleibe
mit freundlichen Grüßen
M Dielmann

Wenn ich kurze Sätze und Bilder will, nehme ich die Bild-Zeitung.
Nach nunmehr 4 FAZ im neuen Gewandd, fühle ich mich zunehmend mehr genervt.
Mal sehen, ich warfte noch etwas ab, aber vielleicht schätzt die FTD oder das Handelsblatt mein Abonnement mehr. Die FAZ scheint auf langjährige Leser (seit1971) und Abonnenten (seit 1989) verzichten zu können.
Sehr, sehr schade. Ich hatte mih jeden morgen auf meine Zeitung gefreut. Jetzt nicht mehr!

Auch nach drei Tagen tritt beim Blick auf die morgendliche Ausgabe der FAZ leider keinerlei Gewohnheit oder Vertrautheit ein, eher weiterhin ungläubiges Staunen. Wenn auch das Bild auf der ersten Seite zwar überflüssig, aber notfalls noch akzeptabel erscheint, ergibt der gesamte Auftritt in Form der neuen formalen Gestaltung für mich weiterhin kaum Sinn. Es werden auch keinerlei positive Gefühle oder Assoziationen geweckt. Vielmehr befinde ich mich nunmehr auch beim Studium der FAZ ständig auf der Suche nach einem Halt im "Meer der Beliebigkeit". Vom Souverän (oder seinem Willen) keine Spur. Die Zeitung macht insgesamt einen sehr unruhigen Eindruck, es fehlen Halt und im wahrsten Sinne des Wortes "Linien". Der gesamte Druck scheint weichgespült (oder wird an der Druckerschwärze gespart ?). Da ging leider etwas komplett schief... schade das regelmäßig Rücktritte nur von Politikern oder Amtsträgern gefordert werden, hier könnte auch ein eindeutiger Fall von Mißbrauch (des Leserwillens) vorliegen, der zur Abdankung zwingt. Übernehmen Sie die Verantwortung und geben Sie dem (angeblichen) Souverän bitte die echte FAZ zurück.

Sich eine Zeitung wie die FAZ zu abonnieren hat nichts damit zu tun, daß man täglich zwei Stunden Zeit zum Zeitungsstudium hat, sondern mit der Fähigkeit, den Lusux einer hochwertigen Zeitung zu genießen und eine Auswahl der wichtigen Artikel treffen zu können. Noch nie habe ich die FAZ von Anfang bis Ende durch gelesen, sondern nur Artikel, die beim Querlesen mein Interesse weckten. Manchesmal zog ich gute Beiträge sogar der abendlichen Lektüre von Sachbüchern etc vor. Mein Zeitkontingent ist gewiß begrenzt und erstreckt sich auf morgens fünfzehn Minuten Querlesen, eine Stunde Mittagspause und den Abend ab acht Uhr für längere Fachbeiträge auf der "Professorenseite". Bilder waren nie notwendig, um die Aufmerksamkeit für aktuelle Ereignisse zu wecken, schließlich gibt es noch den DLF.
Ich bedau're es zutiefst, daß die FAZ es glaubt nötig zu haben, sich mit bunten Bildern neben all die profaneren Tagespublikation setzen zu müssen. Meine Wahl auf die FAZ fiel während der Studienzeit wegen der profunden Berichte, der unbestrittenen Seriosität, der Distinktion und nicht zuletzt wegen der unbeschränkten Zitierfähigkeit der Nachrichten- und Hintergrundbeiträge.
mfG, Daniel J. Hahn

Oder wie heißt diese Sprache von Intellektuellen, die man mit dem Zeigefinger lesen muß? Übrigens, bei Asterix reden die Goten in Fraktur.

Der Alptraum will nicht enden. Auch am heutigen Morgen wurde ich wieder mit einer FAZ in kunterbuntem Gewand konfrontiert. Vielen Dank für dieses nichtssagende Photo, frei nach dem Motto: Rücken sagen mehr als tausend Worte !!!
Wie war das noch gleich mit dem "klugen Kopf"?

Ich bin Jahrgang `68, zähle mich deshalb nicht zu den (vielleicht) konservativen "Altlesern", denen man gerne mangelnde Flexibilität bei Neuerungen vorwirft. Und trotzdem sehe ich ein Anbiedern an den Massengeschmack und allgemeine Gleichmacherei durch das neue Erscheinungsbild. Ich lese die F.A.Z, weil ich NICHT kurz und oberflächlich informiert werden möchte. Auch benötigte ich am Freitag kein gedrucktes Foto von Kim Jong-il und Roh Moo-hyun, oder am Samstag von Walter Kempowski. Diese Herren begegnete man visuell auf diversen Medien unentwegt. Braucht man heutzutage ein aktuelles Bild auf der Titelseite? NEIN, wozu? Was stimmt mit der "Fraktur" nicht? Ob diese "Frischzellenkur" nun wirklich zum ersehnten Umsatzerfolg verhilft, wage ich zu bezweifeln.

Ich habe nun 3 Ausgaben auf mich wirken lassen, mit Freunden gesprochen und die Debatte hier verfolgt.
Was mir unangenehm aufstößt ist das Verhalten der meisten (nicht aller) Layoutreformbefürworter.
Sehr geehrte MitleserInnen, wieso können Sie ihre Zustimmung nur mittels Herabwürdigung Andersdenkender ausdrücken?
Der eine Hinweis mit der höheren "Anklickrate" von bebilderten Artikeln ist richtig. Aber was sagt das qualitativ aus? Bildzeitungsleser gab es schon immer mehr als FAZ-(oder zB. ZEIT-/SZ-)Leser. Würde man dieses Argument allgemeingültig sehen, müßte man auch alle Romane stark bebildern. Comics gibt es schließlich auch schon.
In der Tat wirkt das neue Layout "heller" und vielleicht "einladender" für (Noch-)Nicht-FAZleser. Aber bringt das mehr Abonnenten? Möglicherweise wäre eine Preissenkung viel wirkungsvoller.
Gegen sinnvolle Bilder oder Graphiken hat keiner etwas, aber das tägliche findenMÜSSEN eines Titelbildes führt dann eben zu solchen "Tante Erna und Onkel Karl beim Familienfest"-Bildern wie bei der ersten, neugestalteten Ausgabe.
Der Textanteil, und damit der Informationsgehalt, ist ja tatsächlich gesunken.

Alte Abonnenten sterben aus, die die FAZ fast von Anfang haben. Aber andere Zeitungen wie Süddeutsche und die Zeit haben trotz gleicher Probleme ihre Abonnenten-zahlen nahezu halten oder sogar steigern können. Scheinbar treffen die beiden Zeitungen mehr den Geschmack der jüngeren Lesern.
Mein Vorschlag: Anstelle täglich nichtsagende Foto auf der Titelseite mehr schöne grafische Arbeiten wie in "Bilder und Zeiten" oder "Beruf und Chance" machen oder wie in der FAS (Wissenschaft, Wirtschaft etc.) vielleicht sogar mal eine schöne Karikatur, nur bloß nicht von Lenz und Gresser (zu albern). Vorbildlich: DIE ZEIT, nur kleiner. Solche Arbeiten sind hübscher, wirken anspruchsvoller und kreativer als jedes zu kleines Foto. Und die Zahl der Spalten weigehend, außer Finanzblatt und teilweise Wirtschaft, auf fünf reduzieren! So wie in den oben genannten Bögen. Gerade längere Artikel lassen sich so noch besser lesen und schrecken mit weiniger Spalten nicht so schnell ab. Es war ein Fehler, so viel Erneuerung auf einmal zu machen, denn zahlreiche kleinere Änderungen in der Vergangenheit haben die allermeisten nicht gemerkt! In Zukunft varieren mit Grafiken aufs 1. Blatt und ab und dann fünfspaltige Seiten drucken!
C. Knolle

Es ist mir unbegreiflich was sich (zweifelsohne hochbezahlte) Marketingexperten dabei denken, ein hochpreisiges Nischenprodukt wie die FAZ an den Konsens des breiten Marktes anzupassen.
Unterscheidungsmerkmale zu Welt, FTD und dem Internet werden freiwillig aufgegeben. Ich als Abonnent werde in den nächsten Wochen entscheiden, ob die Printausgabe der FAZ im neuen Erscheinungsbild den hohen Preis noch rechtfertigt.
Schade, daß der Mut die Herausgeber der Zeitung verlassen hat.

Ich bedauere den Wechsel des Layouts und empfinde ihn als Versuch der Anbiederung. Das bisherige Erscheinungsbild war für mich stets gleichbedeutend mit Standfestigkeit, aber da die FAZ diese auch schon bei der sogenannten Rechtschreibereform nicht bewiesen hat, ist es auch konsequent, diese in diesem Fall nicht unnötig vorzutäuschen.
Wer Leser gewinnen will, muss dies über inhaltliches Profil und Schärfe erreichen, nicht über bunte Fotos. Und wer Inhalt sucht, durfte (und wird auch weiterhin) nicht vermuten, diese inmitten bunter Bilder zu finden.
Was mich mehr ärgert, ist die Tatsache, dass ich die meisten Artikel der Druckausgabe direkt oder zumindest sehr bald auch in der Online-Version wiederfinde. Warum dann die Zeitung kaufen?
Noch ein Wort zum neuen Layout: Die Striche zwischen den Spalten fehlen mir sehr. Sie waren beim Lesen eine Erleichterung. Die Frakturschrift über den Kommentaren vermisse ich ebenfalls. Sie stand für eine gewisse Seriösität. Ich bin gespannt, wann der Zeitungsname ebenfalls in Times gesetzt wird. Dann sieht die Zeitung endgültig so aus, wie die Aachener Zeitung. Oder irgendwie doch jede andere.
Ich bin mir abschließend sicher, dass Sie Statistiken finden, die Ihren Erfolg belegen.

"...ohne ihren Anspruch auf Qualität und Unverwechselbarkeit aufzugeben", schreiben Sie in Ihrem Beitrag.
Am Samstag suchte ich die FAZ und überflog die Zeitungsberge am Kiosk. Dabei sortierte ich unterbewußt alle Zeitungen mit Bild auf dem Titel automatisch aus, um schnell die FAZ zu finden.
Schade, die Unverwechselbarkeit ist dahin (welchen Aussegwert hat ein Foto von Walter Kempowski über die Meldung seines Ablebens hinaus?).
Zur Schrift: Wenn Fraktur keiner mehr lesen kann, warum dann noch die Überschrift in Fraktur?
Übrigends gibt es nicht langweiligeres als Times New Roman.
Die jetzt fehlenden Seitenbegrenzungen der Artikel lassen die Texte ineinander verschwimmen und führen insgesamt zu einer großen Unübersichtlichkeit.
Was erhoffen Sie sich von der Neuerung? Die Stammleser werden im besten Fall verwirrt zu Gunsten eventuell neuer Zielgruppen. Es werden aber mehr Stammleser, so wie ich, mit zunehmender Zeitungseinheitssoße (erst Farbfotos, dann rote Unterstreichungen etc., jetzt Foto auf Titel, neues Schriftbild) abeschreckt, als neue Kunden hinzugewonnen.
Vor kurzem hatte ich mein Abo wegen Zeitmangels gekündigt. Jetzt weiß ich, warum ich es nicht erneuern werde. Schade eigentlich.

Wenn ich eine andere Zeitung gewollt hätte, hätte ich eine andere Zeitung bestellt. Aus dem Urlaub heimgekehrt, hatte ich heute erst ein Exemplar des neuen Layouts in Händen und traute meinen Augen nicht. Angeblich haben Sie die Leser befragt, mich nicht. Und wenn ich mir die Kampagne und die Leserdiskussion anschaue, spüre ich, dass für Leser wie mich (Jahrgang 1964, seit 17 Jahren Abonnent, kein Platz mehr ist). Abo-Kündigung folgt.

Es geht den Kritikern nicht um Esthetik oder Festhalten an alten Zöpfen. Es geht um Qualität und Inhalt. Und Bilder ersetzten nun einmal nicht die früher prägenden guten Beiträge. Ich habe am Wochenende eine FAZ aus dem Jahr 2000 in Händen gehalten. Die Neugestaltung der FAZ vom Freitag hat nur schlaglichtartig den qualitativen Abstieg der Inhalte aufleuchten lassen. Schon seit der Einführung der roten Balken ist eine Ausdünnung des Inhalts fesstellbar. Das ist das eigentlich bedauerliche an der Sache.
Offensichtlich aber hat sich dieser Prozeß mit der Umgestaltung beschleunigt. Ich wage zu behaupten, daß es bis vor diesem Einschnitt nicht denkbar gewesen wäre, daß die FAZ tagelang zu dem brisanten innenpolitischen Streit zwischen Beck und Müntefering schweigt. Jetzt aber scheint für die Hintergrundberichte à la FAZ kein Platz mehr zu sein. Stattdessen nichtssagende Bilder und fette Überschriften.
Ich will die Hoffnung noch nicht aufgeben, daß sich die Herausgeber eines Besseren besinnen, und der journalistischen Qualität, deren Sicherung sie gewährleisten wollen, zu ihrem angestammten herausragenden Platz in der FAZ züruckverhelfen.

Ich konnte mit dem alten Layout leben, das neue gefällt mir. Was mich aber, wenn ich diese Diskussion hier verfolge, doch überrascht, ist folgendes: Sind die Männer (erstaunlicherweise ist praktisch keine Frau dabei), die sich hier als Text-Puristen und Bilderfeinde outen, denn alle mit so viele Zeit gesegnet, dass sie jede Zeile verschlingen und auf die paar Zeilen, die durch mehr Bilder jetzt fehlen, nicht verzichten können?
Ich dachte bislang, die FAZ werde von Entscheidern gelesen.
Entscheider haben keine zwei Stunden für die Lektüre einer einzigen 'Zeitung, sie lesen mehrere. Übrigens ausschließlich solche, die schon lange Fotos auf der Titelseite bringen, denn andere Zeitungen gibt es in Deutschland nicht.
Für mich war und ist die FAZ die beste deutsche Tageszeitung. Seit sie ein bisschen freundlicher daherkommt, greift jetzt auch mein Sohn (21, Student) danach. Vorher griff er zur SZ.

Den Befürwortern des neuen Layoutes scheint nicht klar zu sein, wofür das alte Layout steht. Die mit Bilder überfrachteten Seiten laden nicht mehr zum Lesen ein, zusätzlich irritiert die inzwischen ganzseitige bunte Werbung.
Es hat sich nun nach 3 Ausgaben bewahrheitet, die gewählten Bilder haben keine Aussagekraft, nur bunte Politikerköpfe.
Negativbeispiel der neuen Inhalte ist der Artikel in "Deutschland und die Welt": eine Reihe VW-Busse und darunter ganze zwei(!) kurze Spalten mit nichtssagendem Text. Inhalt: Surfer fahren gerne VW-Bus.
Keine historischen Daten, keine technischen Hintergründe, nichts interessantes, sind ja auch nur 2 kurze Spalten, eben BILD-Niveau. Zeitungs-Fastfood.
Dieses und GENAU dieses ist, was die Kritiker (und ich auch) anprangern.
Früher hätte ein Bild gereicht und auf 4 langen Spalten hätte man den Werdegang des Busses vom T1 bis zum aktuellen T5 erfahren können, evt. dazu Öffnungszeiten zu Veranstaltungen in Wolfsburg oä.
Nein, FAZ wird nicht BILD, FAZ ist BILD. Zumindestens in diesem Beitrag.
Die FAZ spart sich Inhalte, ich spare mir dann auch die Abokosten.
(36 Jahre und doch ein Ewiggestriger?)
Alles sehr sehr schade.

Jetzt also- da es offensichtlich ist, dass der Atem der Kritik erlahmt- kommen, mit Verspätung und tröpfchenweise, die zustimmenden Beiträge, die nur so strotzen von höhnischen Bemerkungen über die bildungsdünkelnden, ewiggestrigen Krtiker, die ja allesamt auch Gegner der neuen Rechtschreibung sind (stimmt wahrscheinlich!), mit ihrer angeblich typisch deutschen Verhinderungs-mentalität. Es treten jetzt Geister auf , die ihr Hauptvergnügen daran haben, auf der richtigen Seite zu stehen: derer nämlich, die sich am Ende durchsetzen, und die sich aus dieser Position heraus erlauben, die billigsten und dümmsten polemischem Argumente gegen die Kritiker zu verwenden während sich ihre brave Zustimmung meist in nachgebeteten Adjektiven wie "modern, locker, lesbar" erschöpft.
Nur um diese bis zur Weissglut zu reizen: Victrix causa diis placuit sed victa Catoni. Natürlich ist das neue Layout ein Zugeständnis an wortferne Zeitungs-Nutzer (Leser passt nicht), die Texte als Zumutung empfinden und ihre Augen abwechselnd an bunten Bildchen und dann wieder zur Beruhigung an weissem Zwischenraum weiden wollen. Menschen freilich, denen der Anblick einer Textseite keine Angst macht, sondern im Gegenteil frohe Erwartung weckt, empfinden den Verlust.

Guten Morgen,
als "ewiger" FAZ-Leser gefällt das neue Layout sehr gut. Zu bemängel ist jedoch das neue Schriftbild "Times Roman", dass in der gewählten Gösse zu klein ist. Für Brillenträger, gleich ob Kurz- oder Weitsichtige, eine sichtbare Verschlechterung.
Mal sehen ob man sich daran gewöhnen kann?
Mit freundichen Grüssen
Dr. Lothar Brandt

Ich bin angenehm überrsacht vom neuen Layout und sehr zufrieden mit dem Ergebnis.
Gratulation.
W.H.

Gratuliere zu Ihrem überarbeiteten Auftritt! Bin seit "Jahrzehnten" FAZ-Leser. Auch der FAZ am Sonntag, die ich besonders liebe, gerade auch wegen ihrer Gestaltung! Die FAZ insbesondere "lesefreundlicher", dazu "zeitgemäßer" (moderner, mehr Bilder/Graphiken usw.) zu gestalten, war überfällig. Sie sind auf dem richtigen Weg - weiter so! Herzliche Grüße Karl-Heinz Wich, 58.

In der Hoffnung durch die schiere Menge entrüsteter Leser vielleicht ein Umdenken bei den Verantwortlichen und eine Rückkehr zum alten Layout zu erreichen hänge ich mich auch an die Reihe der Unzufriedenen an.

Das "neue Kleid" steht ihr, der F.A.Z., wirklich nicht: es ist an einigen Stellen zu durchscheinend, an anderen Stellen zwickt es ganz beträchtlich.
Die Titelseite wirkt "heller, offener", wie Sie schreiben, aber eben auch unernster, belangloser, auswechselbarer. Ich habe das alles schon so gesehen, nichts ist unverwechselbar an der Titelseite außer dem Logo, welches jetzt nur noch als "Marke" herüberkommt und keinerlei Bezug hat zum Rest.
Sie beziehen sich auf die hervorragenden Fotografen Ihrer Zeitung, zitieren Brecht ("AEG-Gebäude") und illustrieren die Erstausgabe mit einem belanglosen Agenturfoto des koreanischen Gipfeltreffens! Es sagt nichts, das nicht bereits im Text steht und weckt Vorahnungen dessen, was uns noch bevorsteht. Schon in meinem Lokalblatt muss ich ständig diese "Gute-Laune-Fotos" ertragen.
Man kann über Typographie lange lamentieren, ich verstehe nicht so viel davon, kann aber sagen: ich hatte häufiger als zuvor kaum Lust weiterzulesen, die Einleitungen reichten mir, mein Blick streifte mehr über die Seiten als an Beiträgen "hängen" zu bleiben, so dass ich die Zeitung sicher in der Hälfte der Zeit wieder aus der Hand gelegt habe.
Gratulieren kann ich Ihnen dazu leider nicht!

Eine Mehrheit der Leser-Kommentatoren scheint die Befürchtung zu haben, dass nun mit der moderneren Form, auch der Inhalt an die Bedürfnisse der Mehrheit angepasst wird.
Für meinen Geschmack ist eindeutig ein Stück Unverwechselbarkeit verloren gegangen. Schade. Uns war bisher wichtig, auch bei begrenztem Zeitbudget, die Möglichkeit zu haben, bei Bedarf auf tiefer blickende Journalistik zurückgreifen zu können. An den Inhalten wird sich ja wohl nichts grundlegendes ändern. Ob die Überschriften nun mittig oder linksbündig sind. Who cares?

Das heutige Titelbild, mit dem von mir hochgeschätzten Walter Kempowski war im Gegensatz zu dem Photo mit den beiden Koreanern angebracht - nur suche ich jetzt dringend einen Verlag, der dessen Werke in illustrierten Ausgaben bringt, da mich (34 J.) die vielen Buchstaben ohne bildlichen Anreiz langweilen. Denn soviel Phantasie habe ich nicht, um mir ein eigenes Bild beim lesen zu machen. Deshalb konnte ich mir eine Bild-FAZ (heute waren es fünfzehn Bilder im Hauptteil, Werbung nicht mit gezählt) auch nie vorstellen.
Entgegen den Beteuerungen von W. D'Inka sinkt mit dem alltäglichen Bild das Niveau der Zeitung. Es fehlt schließlich an Inhalt und ein beliebiges Agenturbild kann diesen nie ersetzen.
Es gibt nur eine Erklärung für die Veränderung des Erscheinungsbildes der FAZ: Kosten!
Es wird viel Tinte gespart, wenn die Trennstriche zwischen den Spalten fehlen, zudem werden durch das neue Schriftformat und die Bebilderung die Artikel kürzer, also spart sich der Verlag die Zeilenhonorare.
Nun überlege ich mir, die Abonnementkosten zu sparen.

Das neue Layout macht Lust aufs Lesen. Es ist deutlich einladender. Und wenn es hilft, dass die FAZ dadurch wirtschaftlich erfolgreicher wird, soll es mir umso mehr recht sein.

Vermutlich hat man ja sehr wohl den Souverän befragt, was er will - und dieser sind - die Werbekunden! Welche Leser DIESE gerne haben ist klar: Gut situiert, jung, komsumorientiert, mit weniger Zeit für und weniger Lust auf Zeitung lesen. Ich nehme deshalb die Reform wahr als das, was sie ist: als systematischen Beitrag, um die Stammleserschaft von Grund auf zu verändern. Die bisherigen Leser sind eben für die Werbekunden nicht attraktiv genug: zu alt, zu konservativ, zu wenig konsumgesteuert; sie kaufen zu wenig und wahrscheinlich halt die falschen Sachen. Die FAZ möchte andere Leser. Deshalb dürfte es niemanden schrecken, wenn man mit der Kündigung des Abos droht. Das ist hier ganz bewusst eingerechnet.
Ich vermute, diese Rechnung geht auf - finanziell jedenfalls.
Die letzte gute Tageszeitung bleibt dabei allerdings auf der Strecke. Hier im Raum München werde ich mich künftig für die Süddeutsche Zeitung entscheiden - die ist nun auch nichts anderes mehr als die FAZ und hat wenigstens einen Lokal- und Regionalteil - der Vorteil, den die FAZ bisher hatte, ist dahin.

Frei nach C. J. Caesar!
Mir fehlt etwas ohne Fraktur, dieses kleine optische Stilmittel.
Ist es nicht schön, wenn so eine Kleinigkeit bereits das Salz in der Suppe ist?
Kein aufwendiger Driss (rheinländisch für Kram oder Scheiß´), um mit viel Radau und Buhei sich in den Vordergrund zu drängeln.

Das neue Erscheinungsbild überzeugt mich nicht. Ich hatte mit den Textwüsten nie meine Schwierigkeiten. Dafür sehe ich nicht, welchen Informationsgewinn ein riesiges Foto liefert.

Es scheint gleichgültig und zudem überflüssig, ob eine Zeitung wie die FAZ sich bildlos und bebildert täglich präsentiert, der Inhalt ist schwerlich an jeglicher Layoutveränderung dingfest zu machen. Doch ist schon erstaunlich, dass in den Auslagen des Bahnhofskiosk ein Gesicht fehlt! Nämlich jenes, das sich stets gegen das Bild verweigerte und somit mehr als ein Markenzeichnen war. Die Zeiten ändern sich - soweit keine Gegenrede. Doch bisher hat das Titelgesicht der FAZ eine "andere" Zeitung verkörpert und dies mit Stil und Eigenart, Qualität und Orginalität. Vieles wird sich nicht ändern, doch im Bildersumpf der Bahnhofsauslagen wird leider oberflächlich sich ein Bild dem anderen gleichen, ohne eine einzige lesenswerte Alternative.

Wenn der Souverän gesprochen haben soll, er es aber gar nicht gemerkt hat, sollte man ihm eine zweite Chance geben: Man muss abstimmen lassen, es bedarf nur einer Frage: Sind Sie für oder gegen das neue Layout?
Der Souverän wird sich schon äußern...wenn er darf/kann

Was mag der Grund sein, warum sich die FAZ besonders von anderen Zeitungen und Medien insgesamt positiv abhebt?
Ei umfangreiches Korresponendennetz, besondere Qualität von Berichten, immer wieder ausgezeichnete Wirtschafts- bzw. Feuilletons-Qualität, die ihresgleichen sucht.
Wie kann man so etwas auf anspruchvoller Ebene verpacken? Mit Bildern? Ja, AUCH! Aber es bleibt hauptsächliches Mittel von Illustrierten, Fernsehen, Internet, Boulaevardzeitungen oder eben den Zeitungen, die die FAZ immer überragte,
auch deshalb, weil sie nicht wie die Süddeutsche irgendein Foto auf der ersten Seite abdruckt, um auf sich aufmerksam zu machen,
man gibt die macht des wortes wegen der konkurrenz (souverän/meinungen?) auf, - wenn Sie sagen: "Nein, wir erweitern nur das Blickfeld", muss ich sagen, sie schränken es ein, denn Fotos informieren zwar AUCH, aber der Text eigtl, und man kann auch wunderbar innen wichtige Fotos, die man meist eh aus dem Fernesehen kennt, bringen.
Heute morgen sah die WELT aus wie die FAZ, das sollte zu denken geben - Auflage-Prognose: fallend wegen selbstaufgabe

Die Aufmachung erscheint mir nicht mehr nur als eine Form der sich dahinter zu verbergen suchenden politischen Indifferenz,in etwa so:ist sie noch (wert-)konservativ (wie sie sich auch gerne selber darstellt) oder schon eher (neo-)liberal,wie sie teilweise schon immer wahrgenommen wurde!Und dass sie da auch ein bisschen schwankt,zeigt sich auch in ihrem neuen Kleid.Unsere Semantik geht aber über solche Differenzen längst hinweg, d.h. damit geht uns eine solche erst mal verloren–was nicht die Rechtschreibreformen allein längst zu belegen gehabt hätten-,denn das Neue ist noch nicht wirklich formuliert.Und das ist die Kriegserklärung nicht nur an jede sich identisch wähnenden Richtung,sondern vor allem auch an das geschriebene Wort,und zwar nicht nur an ein solches im Feuilleton.Das Gaga aus einer postmodernen Politik wandert über die technischen Wissenschaften hin zum Volk.Und dort ankert es in der „Mitte“,welche (heute) nichts anderes ist, als die von Spezialisten und Bürokraten fest im Griff gehaltene Welt der Fakten und–deren Bilder!Wie soll sich eine Zeitung–mit ihren vielen Worten – da (zeitgemäß) positionieren?Bleiben wir bescheiden und selbstkritisch,dann verlieren wir selbst vielleicht nicht den Anschluss - in Postbabylon.

... ist bald Witwer.
Wir haben in Deutschland genügend oberflächliche Zeitungen mit netten Bildchen. Wenn ich etwas gucken will, kaufe ich jene.
Ich möchte aber gerne gute Berichte und Aufsätze lesen.
Ich möchte eine freiheitliche Presse.
Dazu brauche ich keine Bilder.
Aber wo ist die freiheitliche Presse? Alles zeitgeistgebügelt?
Komisch nur, daß z. B. Harry Potter keine Bilder hat und trotzdem gern gelesen wird, um es vorsichtig zu auszudrücken.
Stutzig machen die Krokodilstränen, daß die Leser die neue Gestaltung gewollt haben - bei der Einführung der Rechtschreibreform bei der FAZ wurden wir gar nicht gefragt.
Alles in allem ein ziemliches Rumgeeiere, nicht sehr glänzend.
Wer für einen guten Inhalt keine gute Form will, kann ja stets im Fastfoodrestaurant essen, oder mit der Arbeitslatzhose ins Theater gehen. Alles ist gleichgültig, alles ist gleich gültig?
Die Abschaffung der Fraktur war nicht schade, die FAZ konnte sich sowieso nicht mehr richtig setzen.

heute schon die zweite Bildzeitung im Briefkasten. Machen Sie bitte Schluß mit diesem Wahnsinn.

... wird von der Zeit übergangen. Insofern ist es im Interesse aller ihrer Leser, wenn die F.A.Z. sich geänderten Lesegewohnheiten anpasst und den Erwartungen der potentiellen Neukunden Rechnung trägt, statt mit sinkender Auflage standhaft unterzugehen.
Dennoch: Die F.A.Z. ist in ihrem Layout beliebig geworden, hat wesentliche äußere Alleinstellungsmerkmale eingebüßt. Steht die F.A.Z. noch in der Tradition der Frankfurter Zeitung? Deren Name jedenfalls ist aus dem Impressum wieder verschwunden. Und waren nicht auch die Frakturüberschriften über den Kommentaren im Politik- und Wirtschaftsteil immer auch Reminiszenz an die Frankfurter Zeitung?
Der Bruch mit der Tradition der Zeitung lässt Zweifel aufkommen. Hat sich die alte Tante wirklich nur schick gemacht, erscheint nur die alte F.A.Z. in neuem Kleid? Oder handelt es sich um eine neue - andere - Zeitung
mit altem Titel? Zweifel, die durch das Anpreisen des neuen Layouts nicht gerade gedämpft werden. Hier hatte das Leise keinen Vorrang vor dem Lauten. Stattdessen hat man dick - zu dick - aufgetragen. Die Zeitung will neue Leser gewinnen und sie von ihrer Qualität
überzeugen. Gut so. Aber auch zahlreiche Stammleser müssen neu überzeugt werden.

Daß eine Zeitung immer mal wieder ihr Erscheinungsbild auffrischt, ist völlig normal. Man läuft ja auch nicht jahrelang im selben Anzug herum. Das neue Layout der FAZ wirkt auf den ersten Blick gelungen. Daß Ihre Zeitung jedoch wesentliche Alleinstellungsmerkmale aufgibt, ist ein unverzeihlicher Fehler. Damit wird die Marke FAZ nachhaltig beschädigt.
Das Foto auf der Titelseite widerspricht dem Markenkern und sollte auch weiterhin eine Ausnahme bleiben. Der Vorrang des geschriebenen Wortes und damit die inhaltliche Qualität der FAZ waren bisher auf Anhieb sichtbar. Leider wird das Wort auch im Innenteil durch zu viele Bilder verdrängt. Warum? Es gibt sie doch, die klugen Leser. Und die kaufen die FAZ gerade wegen der Bleiwüsten, pardon, Texte.
Ebenso falsch ist der Verzicht auf die Fraktur-Überschriften über den Kommentaren. Hat niemand mitbekommen, daß derzeit gerade junge Designer die Fraktur wiederentdecken? (Buchempfehlung: "Fraktur mon Amour" von Judith Schalansky.)
Befremdlich ist auch die arrogante Art, mit der die Einführung des neuen Layouts im Herausgeberkommentar begründet wird. Wirklich treu geblieben wären Sie sich, wenn das neue Layout die charakteristischen Markenelemente beibehalten hätte.

..... und auch heute beginnt dieser leider ohne meine gewohnte FAZ.
Ich bin guten Willens und auch Veränderungen aufgeschlossen, aber ich werde mir nichts antun, was mir nicht gefällt, wenn ich es nicht muß!
Sieben Tage noch werde ich es versuchen!. Entweder, es geschieht ein Wunder, oder ich werde - schweren Herzens - das Abo kündigen.
Um die "neue FAZ" ist es mir nicht bange, denn sie spricht nun den "eiligen Leser" an, der sich mit oberflächlicher und schneller Lektüre zufrieden gibt - so der Herausgeber.
Nun, daran mangelt es nicht .......

An einiges wird man sich gewöhnen, anderes ist sogar gelungen - vor allem (die Übersichtlichkeit und Ordnung)im Inneren des Blattes.
Enttäuschend - nach zwei Ausgaben - ist für mich das Bild auf der Titelseite. Natürlich gibt es eine ganz eigene Bildsprache, die zum Ausdruck bringt was Texte nur umständlich oder gar nicht sagen können. Doch dafür bedarf es starker Fotos und Fotografen mit einer außergewöhnlichen Perspektive - der Londoner INDEPENDENT hatte diesbezüglich Ende der 80er noch eine vorbildliche Tradition, bevor er den Boulevard runterging (fragen Sie mal Ihre Korrespondenten); absolut entbehrlich sind blasse Ablichtungen.
Entweder muss die Bildredaktion also noch üben und hier Stil entwickeln, oder man zeigt Größe und verzichtet bald wieder auf diesen so prominent plazierten Klecks.

Aber nur wenn es ergänzende "Information" enthält. Leider ist das bei der heutigen Bildauswahl wohl zu kurz gekommen. Siehe Wirtschaftsteil vom 6.10. Beispiel "Arbeitslose in Warteschlange" (keinerlei Mehrwert, Bild beliebig), "Anwaltsbilder" (läuft wohl eher unter bezahlte Werbung), Finanzmarkt: "DAX-Bild" (wozu, welche Aussage, welcher Mehrwert). Bitte nachbessern.

... dass einige Leser einer Zeitung den Rücken kehren wollen, weil sie ihr Layout den Lesergewohnheiten anpasst und dabei auch noch versucht auf die alteingesessenen Rücksicht zu nehmen. Man hätte da durchaus noch radikaler vorgehen können, aber damit hätte man wohl einen noch lauteren Aufschrei ausgelöst.
Ich gehöre der "jungen Generation" von Lesern an, ein Bild auf der Titelseite fände ich nicht zwingend notwendig, es drückt aber auch etwas aus (und wer sich über weintrinkende Asiaten beschwert, der gehört nicht zu den oh, so "klugen Köpfen", das heutige Bild hat durchaus sehr symbolischen Charakter) und wirkt als kleine Oase in der Bleiwüste. Was mich an der FAZ nervt ist nicht das (wie ich finde bei aller Zurückhaltung gelungen) modenisierte Layout, sondern die (Ex-?)Leser, die sich über soetwas gleich so typisch deutsch echauffieren.
Aber da ich zwischen Lesern, Redakteuren und dem Art-Director unterscheiden kann, werde ich mein Abo nicht kündigen.

Schaut man sich die Beiträge der Abbonenten im Forum an und rechnet man diese Zahlen noch auf die "schweigende Mehrheit" hoch, so kann es für die FAZ-Herausgeber nur eine Konsequenz geben:
Diese "Reform" sofort zurückzunehmen!!
(Wenn sie sich schon die Mitbestimmung der Leser so groß auf die Fahnen geschrieben haben.)
Um größere Leserkreise zu gewinnen, wäre es statt layouterischer Querschläger sinnvoller gewesen, z.B. eine zusätzliche NRW-Seite/Bayern-Seite o.ä. mit speziellen Regionalnachrichten aufzunehmen, wie dies andere überregionale Blätter in Deutschland längst mit Erfolg praktizieren. Dann dort auch gern ein wenig bunter à la Deutschland und die Welt.

Da wir ja alle hier online sind, ob lesend oder schreibend, eine kleine Anregung von einem professionellen "Onliner":
Analysen bei Nachrichtenportalen und Online-Zeitungsangeboten zeigen, dass bebilderter Text bis zu viermal häufiger aufgerufen wird als unbebilderter Text.
Und das gilt auch für Qualitätsangebote mit "Qualitätslesern".
Das ist exakt messbar und ein Faktum.
Wer meint, dass Bilder ein Zeichen von Qualitätsverlust sind, sollte mal sein eigenes Surfverhalten beobachten - und wird staunen.
Ich möchte *nicht* einen Schluss für das Printangebot daraus ziehen. Aber man sieht an solchen Analysen sehr gut, dass die Leserschaft mit ihrem "Kauf"-verhalten die Anbieter zu Zugeständnissen drängt. Und wer will Anbietern verdenken, dass diese sich den Lesern anpassen?

Sehr geehrte Damen und Herren,
Gratulation zum neuen Erscheinungsbild (auch wenn der Abschied von der alten FAZ nicht leicht fällt)!
Aus beruflichen Gründen kündigte ich vor einem halben Jahr schweren Herzens mein Abonnement Ihrer Zeitung.
Nun überlege ich ernsthaft, ob ich Ihre Zeitung, trotz Zeitmangels, wieder abonnieren soll.
Eine Frage zum Schluss: gibt es in Zukunft noch kursiv gesetzte Überschriften?
Mit freundlichen Grüßen,
Martin Fischer

Der Erfolg der bunten und flippigen Sonntagszeitung ist den Verantwortlichen wohl zu Kopf gestiegen. Eine Auffrischung tut immer gut - nur so radikal und plump hätte es nicht sein müssen.

ein guter Anfang aber warum nicht gleich wie die FAS?
Mehr Mut, und nicht beirren lassen, ein Layout-Wechsel ist immer gewöhnungsbedürftig und wird bei jeder Änderung die voraussehenden Reaktionen der "alten" Leser heraufbeschwören.

Ich war erschrocken, als ich die FAZ heute morgen aus dem Briefkasten holte… DAS hatte ich nicht erwartet! Jenes (bedeutungslose) Bild auf der Titelseite, die fehlende Frakturschrift über den Kommentaren und die fehlenden Trennstriche – all das stach mir als begeistertem Leser sofort unangenehm ins Auge!
Schade, denn ein Großteil dessen, was die Alleinstellungsmerkmale dieser Zeitung ausmachte, ist dem vermeintlichen Gewinn einer neuen Leserschaft, sowie dem neuen Zeitgeist geopfert. Die Fragen die sich mir stellen:
Wer soll die neue Leserschaft sein, welche eine „tiefgründige“ FAZ kauft, aber mit der Frakturschrift fremdelt?
Welche Bilder erwarten mich zukünftig, die rechtfertigen, ca. 350 Wörtern den Platz wegzunehmen?
Nehmen die Bilder und die Spaltenzwischenräume nicht soviel Platz weg, dass am Ende der Inhalt zu kurz kommt?
Zwei optisch positive Aspekte der „Reform“ wären doch zu nennen, die Kurzzusammenfassungen über den längeren Texten und das „helle Seitenbild“ mit den linksbündigen Überschriften.

"Mit den Neuerungen entspricht die Redaktion der F.A.Z. den Wünschen einer großen Mehrheit der Leser" - wahrscheinlich gehören wir zu der unbedeutenden Minderheit, die erstens nicht gefragt wurden und zweitens Schwierigkeiten hat, die Augen souverän auf diesem unruhigen Schriftbild zu halten.
"Wenn Du groß schreibst, brauchst Du nicht so viel Inhalt zu bieten!" Sollte die alte Pennäler-Weisheit angesichts der leeren weißen Seite etwa zum Maßstab geworden sein für das neue Erscheinungsbild dieser einst gebildeten Zeitung.
Bislang konnte jeder auf ersten Blick erkennen, daß hinter dieser Zeitung ein kluger Kopf stecken muß. Sie war ja unverwechselbar. Auch diese soziale Gewißheit ist nun dahin.
Wir werden noch einige Morgende Ihre Zeitung vor uns haben und hoffen sehr, daß dieses Experiment nicht dazu führt, daß wir die FAZ als Episode hinter uns haben werden...

...beurteile ich das neue Layout. Daß ein Erscheinungsbild sich im Laufe der Zeit entwickelt muß nicht zwangsläufig schlecht sein... solange es maßvoll geschieht und der Inhalt seine Qualität behält. Ich lese die FAZ seit 25J und solange kein Qualitätsverlust feststellbar ist, werde ich das weiterhin tun.
Eine Veränderung gefällt mir aber nicht : jeden Tag ein Bild auf der Vorderseite. Das muss nicht sein ! Und sollte nur anläßlich besonderer Ereignisse geschehen, wie es bisher - selten - gehandhabt wurde. Es gibt nicht jeden Tag ein Bild, das m.E. so besonders ist, das es verdient, auf Seite 1 veröffentlicht zu werden. Bilder hat die FAZ schon genug, es müssen nicht mehr werden, und sicherlich nicht auf Seite 1.

Da Sie für die Bebilderung der Titelseite genug Prügel bekommen dürften, hier nur ein paar Anmerkungen zu der neuen Schriftgestaltung:
1. Die verwendete Times ist nicht wie behautet eine Renaissance-Antiqua, sondern eine Barock-Antiqua, bzw. Übergangsantiqua.
2. Es ist falsch die gewählte Variante als "Traditionstype" zu bezeichnen, da traditionell dieser genmanipulierte Schnitt (schmal-fett) in der traditonellen Times gar nicht vorhanden war. Ursprünglich gab es nur kursiv, fett und den normalen Schnitt, möglicherweise auch einen für Kapitälchen.
3. Gratulation zur der Entscheidung die Kommentar-Fraktur durch eine Antiqua zu ersetzen: Es war ohnehin kaum ein Redakteur in der Lage diese korrekt zu setzen.
4. Fatal ist jedoch die Verwendung des linksbündigen Flattersatzes in den Überschriften: Diese ist leider nicht so idiotensicher einfach wie die Verwendung des Mittelachsensatzes, da sich bei laienhaftem und lieblosem Herunterklappern der Zeilen "Treppenstufen" einschleichen (wie man an dieser Ausgabe unschwer erkennen kann).

"Viele Kinder machen im Elternhaus nicht mehr die Erfahrung, dass eine Zeitung zum Alltag gehört. Und junge Leute lesen zwar noch, aber sie lesen anders." Das schreibt FAZ-Herausgeber Werner D'Inka im heutigen Leitartikel. Diese Analyse mag richtig sein.
Jeder Kaufmann weiß, dass er sein Angebot auf die Bedürfnisse seiner Kunden abstimmen muss. Er weiß aber auch, dass er nie die Bedürfnisse jedes möglichen Kunden befriedigen kann. Genau dies aber versucht die FAZ nun, indem sie für nichtlesende Kinder und Jugendliche interessant sein möchte. Das wird durch das neue Gesicht der FAZ aber sicher nicht gelingen.

Die FAZ-Macher haben sich viele Gedanken gemacht: neue Lesegewohnheiten usw. usw. Vielleicht ist das alles richtig, nur: jetzt sieht die FAZ aus wie alle anderen. Die alte "Bleiwüste" hatte ihren eigenen Charme und war unverwechselbar. Ich fands gut !
Dr. Karl Heinz Lenz, Friedrichsdorf

Nachdem ich mir die heutige Ausgabe nochmal in aller Ruhe angeschaut und das neue Erscheinungsbild auf mich wirken lassen habe, doch ein paar Anmerkungen: die FAZ hat einiges an Unverwechselbarkeit verloren, ein Bild auf der ersten Seite ist wirklich sehr diskussionsfähig. Ich stimme hier vielen Beiträgen zu, die da meinen, Text würde mehr an Information rüberbringen. Die Kommentarüberschriften in Fraktur waren sicherlich ein Gag, aber jedes Markenzeichen ist das. Wenn man bedenkt, wieviel Geld Firmen für ein unverwechselbares Markenzeichen ausgeben, kann ich nicht verstehen, wieso man das einfach so wegwirft. Aber das sind Dinge, mit denen ich leben könnte.
Wirklich gestört haben mich die vielen bunten Bilder. Dadurch wirkt die Zeitung einfach sehr unruhig, auch geht dabei der Eindruck der Seriosität flöten.
Was ich sehr positiv finde, ist die Schrift, sie liest sich leichter. Allerdings möchte man fast meinen, jetzt paßt weniger Text auf die Seite. Daß vor längeren Artikeln einige zusammenfassende Sätze stehen, könnte man fast sogar noch ausbauen, gerade beim schnellen Überfliegen morgens ist das hilfreich.

Ein entäuschter Souverän bittet: zurück zum alten Layout.

Was soll man eigentlich mehr beklagen? Die Chuzpe von Herrn D'Inka ("Der Souverän hat gesprochen"), das freiwillige Absenken des Niveaus ("Leichtigkeit", welch ein hübsches Wort) oder etwa den Verlust des unschätzbaren Markenzeichens, der Originalität, der wirklichen Unverwechselbarkeit? Mein Gott, wie erbärmlich das im Grunde doch ist. Aus all dem lassen sich drei Schlüsse ziehen: 1) Das deutsche Bildungsbürgertum hat seine Tageszeitung verloren, und zwar endgültig. 2) Der Marsch durch die Institutionen ist auch im journalistischen Bereich erfolgreich abgeschlossen. 3) Da kommt noch so einiges auf uns zu.

Liebe FAZ-Leser,
auch ich finde das Bild auf der Titelseite überflüssig. Ich kann nur wiederholen, was einige andere hier auch schon gemeint haben: Die Unverwechselbarkeit geht verloren! Trotzdem fand ich das Bild von heute schon recht witzig. Gucken Sie sich bitte einmal die beiden Herren aus Süd- und Nordkorea an! Nach wie vielen Flaschen Wein muss dieses Bild entstanden sein? Gibt es nicht neuerdings die Rubrik FAZ-Leserreporter von Greser und Lenz? Hierher hätte dieses Bild ganz sicher gepasst! Dankbar bin ich jedenfalls dafür, dass das faz.net (oben rechts) nicht mehr rot geschrieben wird. Na ja, Hauptsache der seriöse Journalismus bleibt erhalten.

.. ist verloren.
ich will mein "altes, eigenständiges und schönes" layout wieder. oder sehr viele leser, abonnenten, wollen es wieder. ein rückschritt kann auch ein fortschritt sein. keine fas sondern wir, ich spreche, glaube ich, für viele, wollen die FAZ
eigentlich sollte man kündigen. aber die faz weiss, dass sie ihre abonnenten nicht so leicht verliert.

Die Lesbarkeit der FAZ zu verbessern war überfällig; die jetzt gewählte Umsetzung hat allerdings nicht nur die Lesbarkeit erhöht, sondern leider auch inhaltliche Folgen:
So verdrängt das Bild auf S. 1 einen Artikel. Ist das Bild wirklich notwendig? Bilder werden von Medien wie Fernsehen oder Internet ohnehin besser transportiert. Und die meisten FAZ-Leser werden diese Medien parallel nutzen. Warum also ist der verstärkte Einsatz von Bildern notwendig?
Das Erscheinungsbild der FAZ ähnelt nun mehr dem anderer Zeitungen . Dies ist im Prinzip nicht schlecht, wenn die anderen Zeitungen hier Vorteile gegenüber der FAZ hatten. Ich bezweifel dies. Änderungen im Layout, die die Lesbarkeit erhöht hätten ohne die grundsätzlichen Eigenheiten der FAZ über Bord zu werfen, wären mir lieber gewesen.

Mit dem neuen Layout haben Sie ab heute einen Kunden weniger. Ich schicke meine Zeitung zurück an Sie. Die FAZ hat ihre Identität verloren - ist austauschbar geworden. Da kann ich als Münchner mir besser die SZ bestellt. Die FAZ war vorher einmalig. Ich brauche vorne nicht jeden Tag ein Foto. Die Überschriften konnte ich auch problemlos lesen. Dass Sie neue Lesergruppe ansprechen wollen ist ja ok. Aber wenn Sie damit Ihre Stammleser vergraulen, stellt sich die Frage, ob Sie sich selbst im Endeffekt nicht schaden. Ich bin dann mal weg!

Natürlich kommt bei einer Befragung nach Bildern auf einer Zeitungstitelseite heraus, dass Fotos eine tolle Sache sind, Spaß machen und sprichwörtlich "mehr sagen als 1000 Worte". Das Foto auf der heutigen Titelseite macht jedoch eines ganz klar: Wenn es nichts sinnvoll bildhaft Darzustellendes gibt, dann bringt ein Foto keinerlei Erkenntnisgewinn, nicht einmal einen Unterhaltungsgewinn. Was sagt mir dieses Foto asiatischer Politiker, die Weinflaschen begutachten? Auf dem hier verwendeten Platz hätte ein Text garantiert mehr Information und mehr Erkenntnis gebracht. Fotos gerne - auch auf der Titelseite -, aber nur, wenn es auch etwas zu zeigen gibt!
Auch ich muss leider sagen: Die F.A.Z. sieht nun (fast) genau so aus, wie tausende andere Zeitungen auf dieser Welt auch. Schade.

und diesen Blödsinn rückgängig machen! Der Souverän hat gesprochen, in der Tat, ein klares Nein, in dem er sich mit Grausen wendet. Wo ist die Schwelle für einen geordneten Rückzug: bei 100 oder erst bei 300 negativen Kommentaren?

Meinetwegen könnte die FAZ auch auf Toilettenpapier gedruckt werden. Wichtig ist doch alleine der Inhalt. Und da ändert sich durch eine Layoutanpassung nichts.
Weiter so, FAZ.

Eigentlich wollte ich mir 4 Wochen Zeit geben, zur Eingewöhnung an das neue Layout. Abgestossen haben mich heute aber nicht nur die bunten Bilder, sondern auch die einfältigen und peinlichen Begründungen. Welche Panik muß im Kreis der Herausgeber und der Verlagsleitung angesichts der rückläufigen Auflage herrschen, daß auf diese Art versucht wird neue Leser zu gewinnen? Mit Anpassung an den Mainstream wird das gewiß nicht gelingen. Einen Stammleser sind sie nach fast 30 Jahren fürs erste los, mein Abo wird gekündigt. Die alte FAZ wird mir sehr fehlen- bitte besinnen Sie sich!

Angeblich haben sich viele Leser der F.A.Z. ein neues Erscheinungsbild ihrer Zeitung gewünscht. Als langjähriger Abonnent gehöre ich nicht dazu. Nach meinem Eindruck hat die F.A.Z. mit dem veränderten Layout ihren unverwechselbaren Charakter aufgegeben und kommt jetzt wie viele andere Zeitungen daher. Die schlimmste Veränderung ist das Bild auf der ersten Seite an der Stelle, wo eigentlich die wichtigste Nachricht des Tages stehen sollte. Das Bild bringt keine neuen Informationen, das Fernsehen hat es schon gezeigt.
Als treuer Leser, der auf die Lektüre der F.A.Z. nicht verzichten will, bleibt einem nichts anderes übrig, als sich nun täglich über das neue Erscheinungsbild zu ärgern, an guten redaktionellen Beiträgen zu erfreuen und darauf zu hoffen, daß die Redaktion zum Bewährten zurückkehrt. Es gibt in der deutschen Zeitungslandschaft keine Alternative, und das macht diese Neuerungen für die Stammleser so ärgerlich.
Heinz Haag
61250 Usingen

Bilderfeindlichkeit ist in der Tat weder neu noch unbegründet. Sicher geht es zu weit, wie die Taliban oder Bilderstürmer Kulturdenkmäler zu zerstören, aber eine gewisse Bilderskepsis ist angebracht. Denn Worte sind intellektuell, da in der Diskussion mit Worten eine Meinung auf der anderen Aufbauen kann. Dagegen liefern Bilder nur fertige Ergebnisse, die bestenfalls das Entscheidende einer Situation verdichten und anschaulich machen. Sie liefern dabei schnellere Information, aber auf Kosten einer Scheinobjektivität.
Es hätte der FAZ gut getan, auf das Bild auf der ersten Seite zu verzichten - und wenn schon, dann auch wirklich Barbara Klemm und keine Agenturbilder!

Als Kind von 10 Jahren hat mir meine Mutter ein altes Kinderbuch in die Hand gedrückt, das in Fraktur geschrieben war.
Es war sehr spannend, ich kann mich aber nicht daran erinnern, dass ich irgendwelch Schwierigkeiten gehabt hätte die Schrift zu lesen.
Das Buch hatte ich innerhalb weniger Stunden verschlungen.
Woher kommt dann die Aussage: Heute könnte niemand mehr Fraktur lesen? Wenn ein Kind es auf Anhieb kann, dann ist es für Erwachsene zu schwer?
Welch Logik! PISA sei Dank!

In meinen Augen ist der Umbruch misslungen. Völlig einfallslos. Nicht die geringste Spur von Originalität.
Ein bisschen Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, ein wenig wie jede x-beliebige Regionalzeitung, eine Spur "Süddeutsche" und ein Anklang an die "Welt".
Die Einmaligkeit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung ist dahin.

Der heutige Tag ist ein trauriger Tag für Deutschland. Die FAZ - immer noch Deutschlands beste Tageszeitung - setzt den Fortgang in die Beliebigkeit fort.
Einst war sie der Stolz unseres Landes, jetzt konkurriert sie mit Berliner Morgenpost und anderen Lokalmedien.
Der Auftritt der Zeitung wird seit heute endgültig billig und beliebig.
Was ist so schlimm an Frakturschrift? Warum müssen unbedingt Fotos auf der Titelseite sein?
Die alte FAZ, so wie ich sie seit vielen Jahren kannte, hatte ein Alleinstellungsmerkmal. Sie war unverwechselbar mit ihrer klassischen Gestalt, ihren Frakturüberschriften und ohne bunte Bilder auf der Titelseite.
Von dieser bewähren FAZ ist leider kaum mehr was übrig geblieben. Die Berliner Seiten gibt es nicht mehr, die traditionelle Rechtschreibung wurde aufgegeben, Farbe und scheußliche Fotos "zieren" jetzt die Titelseite. Und ohne Grund wurden auch noch die Frakturschriften aufgegeben.....
Also, ich überlege ernsthaft die Zeitung abzubestellen. Nein, ich bin kein 80jähriger, der aus Prinzip an der alten Frakturschrift hängt, ich bin Anfang 30 und wünsche mir eine Zeitung mit Stil und Niveau. Seit heute hat die FAZ ihren Stil endgültig verloren.
Traurige Grüße,
Marcus Prost

Alle erbosten Abonnenten sollten ihre heutige Zeitung an die Herausgeber zurückschicken, denn so etwas haben ir nicht bestellt.

Warum muß F. Bacon für Ihr grauenvolles neues Layout herhalten - was für die ARD der Pocher und nicht mehr Schmidt - das ist für Sie als das zeitgeistig neu gestaltete Blatt...
Leider verfüge ich nicht über die Sprachgewalt Ihres hervorragenden G. Stadelmeier - würde mich schon interessieren - wie der das kommentiert....
Übrigens - da kann man doch gleich DIE WELT lesen - nun Friede wird's freuen -
Also doch ein versöhnlicher Schluss....
Übrigens: Gern rieb ich mich bisher an Ihren sehr wertkonservativen Politikteil - die Wirtschaft informierte sehr gut und das Feuilleton war excellent (wenn man mal von Ausrutschern wie der Anti-Grass Kampagne absieht)
Auch das wird sich ändern - der Zeitgeist lauert schon.....
G. Bruns

Das neue Layout überzeugt mich nicht. Die Seiten wirken gegenüber der alten Version leer und wenig kompakt, billiger, wie tausend andere Druckwerke, nicht mehr typisch FAZ. Welcher Souverän hat wo was gesprochen?

Wäre mir neu, dass der Souverän ein Mitspracherecht bei privatwirtschaftlichen Entscheidungen hat.
Aber eine interessante Variaten der neuen Berliner Republik.
Wie wäre es den Souverän zu befragen, ob die FAZ enteignet werden sollte? Wenn der zustimmt, wird die FAZ unter staatliche Hoheit gestellt!

Es war ein Stück Identität, dass die Artikel immer Frakturüberschriften hatten. Es war ein Stück Identität, daß man eine Zeitung nicht am Kiosk erwirbt, weil sie das reißerischste Bild auf der Titelseite hat. Es war eine schlichte Identität, die diese Zeitung auf den ersten Blick von den tausend anderen bunten Blättern unterscheidbar machte. Und seit heute fehlt dieses Stück Identität. Seit heute ist die FAZ nur noch eine von vielen Tageszeitungen, die von der ersten Seite an bunt bemalt ist. Seit heute hat der Mercedes unter den Tageszeitungen keinen Stern mehr, der unter all den anderen Tageszeitungen herausragte. Schade.

Schliesslich ist es neuerdings Usus alle paar Jahre Namen, Logo und CEO zu wechseln, weil man mit seinerVergangenheit nichts mehr zu tun haben will.
Ich wusste von meiner Forderung nach Layoutänderung gar nichts!
Die Zeitung wirkt leerer. Gehen wirklich gleichviele Buchstaben auf eine Seite?
Seit jeher tragen viele FAZ-Fotos nichts zum Inhalt bei.
Bislang war die FAZ am Layout erkennbar. Jetzt weiss man nicht mehr, ist's Die Welt, das Handelsblatt, irgendeine Provinzpostille.
Wer verdient am neuen Layout, abgesehen von der Arbeitsbeschaffungsmassnahme für die Entwckler des neuen Formats.
Hätte man doch ein Buch im alten Layout gelassen.

Ich weiß nicht was schlimmer ist: Das völlig beliebige und billig wirkende Layout oder der peinliche Versuch, das demütigende Nachgeben gegenüber irgendwelchen Werbefuzzis, die einem erzählen, wie eine Zeitung auszusehen habe, zur "Volksabstimmung" hochzuschreiben. In vielen Bereichen seines Lebens werden sich die Entscheidungsträger der FAZ auf Ihren (guten) Geschmack verlassen statt auf das was die groß Masse macht - so hätten sie es auch hier halten sollen.
Ein schneller Verfall auch der inhaltlichen Qualität wird kommen - denn auch das will die Masse. Das hat nicht zuletzt die SZ jahrelang vorgemacht und ist jetzt eine viel besser verkaufte aber viel schlechter geschrieben Zeitung. Schade.
Thomas Grasy

Schöne große, bunte Bildchen überall und weniger Text, noch dazu mit einer unangenehmen Schriftart und dem Abschied vom wunderbaren Spaltensatz: Warum die FAZ mit diesem Bruch mit der Tradition dem Zeitgeist (vergeblich) hinterhecheln musste bleibt mir verschlossen! In ähnlicher Aufmachung existieren schon andere Zeitungen in Deutschland. Diese Verflachung hätte sich die FAZ ersparen sollen. Ihre Beständigkeit hat sie gerade zu etwas Besonderem in der deutschen Zeitungslandschaft gemacht...

Ein Umfrage zum Layout der FAZ zu veranstalten ist in etwa so sinnvoll wie eine Umfrage unter Schülern zum Inhalt des Deutschunterrichts oder ein Plebiszit zum Thema öffentliche Kulturförderung.
Begreifen Sie denn nicht daß Sie eine Ikone sind?
Menschen in Deutschland wachsen an Ihrer Zeitung, Ihre Zeitung ist stilbildend für Generationen von Lesern; wenn Sie Ihre Einzigartigkeit aufgeben kann das niemand ausgleichen.
Ihre gleichgeschaltete Zeitung hat jetzt die Anmutung eines x-beliebigen Provinzblatts - herzlichen Glückwunsch. So ein richtig schöner Kessel Buntes.
Ich freue mich schon auf FAZ Kompakt!

Ja, Herr D'Inka, das ist es, was wir kritisieren: Sie führen Barbara Klemm ins Feld und drucken ein Bild von AFP!
Dieses Bild auf dem heutigen Titel hat nie und nimmer die Qualität eines Bildes von Barbara Klemm - im Zentrum steht ein Oberkellner! Und es hat einen geringeren Informationswert als der frühere Aufmacher. Wir haben damit einen Artikel weniger auf Seite 1!
Wenn es an jedem Tag ein richtig gutes Bild gäbe, welches das zentrale Geschehen des Tags voll und ganz ausdrückte, dann wäre ich einverstanden. Aber die komplexen Vorgänge auf unserer Welt sind nicht immer mit einem Bild zu erfassen. Das Abbild des Äußeren gibt eben nur in günstigen Momenten, die eine Barbara Klemm erspürt hat, Ausdruck von der tiefen Verschlungenheit der Hintergründe.
Was sagt z. B. das Bild der koreanischen Führer vor den Weingläsern über den aktuellen Zustand und die Problematik der beiden koreanischen Staaten aus? Wo ist das Bild von gestern, das die Qualität hätte, um auf dem Titel der heutigen FAZ zu erscheinen?
Meine Befürchtung ist, daß die aktuellen Herausgeber dieses Qualitätsbewußtsein selbst nicht mehr in sich tragen und nur noch davon im Rückblick schreiben.

Intelligente Leser brauchen keine Bilder sondern guten Journalismus. Schon die FAZ am Sonntag ist überflüssig oberflächlich, wollen Sie jetzt wirklich ihre Kernkompetenz dem Zeitgeist opfern? Sie sind einzigartig aufgrund guter Berichte und bissiger Kommentare, überlassen Sie die Bilder der Bild(er)zeitung.

Ich kann die Kommentarüberschriften nur schlecht entziffern, da die Buchstaben irgendwie zu eng zusammenstehen.

welch durchsichtige Strategie! Die bunte, "ansprechende" - d.h. seichte und anbiedernde F.A.S. war nur der Köder, um die breite Masse zu erreichen. Nun wird jeder Tag zum Sonntag, die breite Masse zum Zielpublikum der FAZ, die Leichtigkeit zum Maßstab. R.I.P., du letzte seriöse und ausgewogene Tageszeitung Deutschlands.

Ich finde das neue Layout sehr ansprechend, insbesondere die neue Schriftart sorgt für ein angenehmes Lesen. Auf das Foto aus der Titelseite kann ich getrost verzichten - erst recht, wenn es von einer Nachrichtenagentur kommt, derer sich jede deutsche Lokalzeitung bedienen kann. Bitte künftig Fotos auch weiterhin nur zu besonderen Ereignissen auf Seite 1!
Ansonsten: Mir kommt es letztlich auf den Inhalt an, und da halte ich die F.A.Z. für unschlagbar.

Als ich heute morgen die FAZ aufgeschlagen hatte,war ich doch sehr enttäuscht,um nicht zu sagen sehr verärgert...nun hat der Mainstream auch die FAZ erfasst:mehr Bilder,deutlich weniger Text auf der vorhandenen Fläche gleichbedeutend mit weniger Qualität.
Die Einzigartigkeit ist verloren gegangen.
Ich kann nachvollziehen,dass auch die FAZ neue Leserkreise ansprechen möchte,doch bitte nicht so,dass man seine Stammleserschaft vergrault (ihre angebliche Umfrage scheint wohl eher nicht bei treuen Lesern durchgeführt worden zu sein). Unter dem wirtschaftlichen Diktat hat man viele positive Eigenschaften (anspruchsvolles Design,komplexe Texte) aufgegeben und ist in die Beliebigkeit und Leichtigkeit eingetaucht...für mich die eigentliche Katastrophe...sorry aber das ist nicht das was ich von einer Zeitung erwarte!
Ich empfehle Ihnen die Layout-Reform schnellstens rückgängig zu machen..damit gewinnt man keine neuen Leser und verliert höchstwahrscheinlich einen grossen Teil der Stammleserschaft.

"Warum hab ich die FAZ abonniert? Weil es bei der FAZ um Inhalte geht.
1. "Etwas breitere Spaltenzwischenräume an bestimmten Stellen" bei gleich bleibendem Format gehen zu Lasten der Inhalte.
2. Abgesehen vom ästhetischen Wert von Schwarz-Weiß-Bildern lenken Farbbilder bei der Lektüre ab und führen zu Einbußen bei dem wahrgenommenen (!) Niveau an Seriosität einer Zeitung.
3. Die Frakturschrift hat Symbolwirkung und steht u.a. für "Achtung, hier kommt ein SUBJEKTIVER Kommentar!". Die Etablierung von Symbolen ist ein sehr kostspieliges Unterfangen und ich bin mir nicht sicher, ob die FAZ gut beraten ist dies einfach aufzugeben.
Ich als junger Mensch musste mich sicherlich an die FAZ gewöhnen, habe aber mit der Zeit gerade dadurch den Unterschied zu anderen Tageszeitungen erkannt. Die FAZ hat einen Auftrag und dieser Auftrag kann dazuführen, dass man gegen den "Mainstream" schwimmen muss. Veränderungen haben ihre Berechtigung, wenn sie der Sache dienen und ich begrüße bspw. die Veränderung der Schriftart. Veränderungen, welche aber nur auf höhere Absatzzahlen zielen dienen nicht der Sache und könnten dazuführen, dass das Ganze nach hinten losgeht und die FAZ an Position und Wiedererkennungswert verliert.

Mit einem gewissen ungutem Gefühl erwartete ich heute die nue FAZ.
Im Vorfeld habe ich im spiegel und dann ja gestern in der FAZ selbst die Vorbereitung zum layout-Wechsel gelesen und versucht mich dieser Neuerung zu öffnen.
Bild auf der Vorderseite - nunja - aber warum direkt unter dem Titel? Warum nicht im unteren Bereich?
Warum hat man die Fraktur-Schrift ersetzt, die eindeutig zeigte, hier ist die Meinung der FAZ geschrieben? Angeblich, da viele Leser diese nicht mehr lesen können.
Soll das nun der Maßstab sein? Will sich die FAZ im Rennen um Qualität am "Langsamsten" orientieren?
Als wirklich verheerend wirken sich die fehlenden Linien zwischen den Umbrüchen aus - ich kann es einfach nicht anders sagen: man hat das Gefühl, dass die Zeitung leerer geworden ist. Die FAZ ist eine 'Welt' geworden oder eine 'Süddeutsche'.
Ich weiss nicht, wen Allensbach befragt hat, aber ich kann mir kaum vorstellen, dass sie eingefleischte FAZ-Leser befragte. Vielleicht war der Wunsch nach Veränderung auch bei Allensbach die Federführung der Umfrage. Ich behaupte, wenn Sie eine LEserbefragung der Abonnenten machen würde, kämen 80% auf Beibehaltung des alten layouts.

Mir tut es zwar auch Leid die gewohnte FAZ Form zu verlieren aber ich muss auch zugeben, das diese Änderungen überfällig waren.
Bei den jungen Leuten war das alte Design auch ein äußeres Zeichen für die "Arroganz der dem Bildungsspiel verpflichteten FAZ". Alo viel Erfolg für Ihrer bzw. unsere FAZ.
mfg Klaus Lieske

Schade. Absolut unprofessionell und unausgegoren. Ein Rückschritt und eine vertane Chance.

Das typische Erkennungsmerkmal - für mich - ist weg, nämlich kein Bild auf der Titelseite. Wer braucht das? Wenn ich morgens in der Bahn sitze, dann will ich Infos auf der Titelseite (umblättern schlecht möglich) und kein Bildchen. Die Kurzzusammenfassungen sind gut, die neue Schriftart auch. ABER das BILD muss weg!

Nerviger als das Bild auf der ersten Seite ist die Selbstbeweihräucherung des Herausgebers auf der ersten Seite. Über ARD und ZDF hat man sich zu Recht noch erregt, als Journalismus und Selbstlob miteinander verbunden wurden. Zuletzt beim Urteil über die GEZ Gebühren.
Also ist der Herausgeber vom Willen des Souveräns nach einer neuen Typographie quasi überwältigt worden?
Dann seien wir doch wirklich souverän!
Lieber Herr D Ínka machen Sie bitte in einem halben Jahr nocheinmal eine Abstimmung (=Wahl). Sollte sich der Souverän dann aber anders entscheiden müssen Sie auch zur alten Typograhie zurückkehren.
Oder ist das "Demokratie" a´la Putin?
Grüße
RW

Jetzt wirkt leider auch die FAZ so luftig-leicht und bilderbuchartig wie die Süddeutsche oder die Welt! Will man sich Text sparen? Wirklich schade, dass man sich offenbar genötigt sah, dem Trend zum Billigen zu folgen.

Mag sein, daß das neue Layout der FAZ ein wie auch immer in seiner Größe zu bemessender Schritt in die Beliebigkeit ist. Und das Photo auf der Titelseite hätte man auch durch den berühmten Sack Reis in China ersetzen können.
Jedoch: Ist diese Layout-Veränderung tatsächlich von Belang?
...
Mithin erliegen die Herausgeber scheinbar der Illusion, mit etwas optischem Gebossel die Nachfrageentwicklung nach Informationen aufhalten oder gar umkehren zu können.
Die im Artikel wahrzunehmende Selbstbeweihräucherung hört sich vornehmlich nach dem Pfeifen im Wald an...

hat sie anschliessend nie wieder an ihre alte Grösse zurückgefunden.
Ich befürchte, dies wird der FAZ ähnlich ergehen. Dies ist doch schon aus der FAZNet ersichtlich - wohin die Reise gehen wird.
Jedoch keine Bange liebe FAZ-Leser; sollte die neue FAZ auf das Niveau einer Süddeutschen, Welt oder Bild abgleiten, haben Sie - liebe FAZ-Leser - immer noch die Möglichkeit anspruchsvollen Journalismus von der schweizerischen NZZ oder dem englischen The Economist zu bekommen.
Eigentlich - schade!!!
Was würde wohl Erich Welter zu all dem sagen?
Merkle

Ohne das Feuilleton könnte es auch die Süddeutsche sein.
Es gibt ein wenig zuviel "Lautes"

Im Großen und Ganzen finde ich das neue Layout gut und erfrischend. Optisch sehr störend finde ich aber die großen "weißen" Lücken zwischen den Spalten. In der Automobilindustrie ist es Ziel, die Spaltmaße möglichst gering zu halten, die F.A.Z. reißt nun riesige Gräben, manchmal sogar "weiße Löcher" zwischen den Spalten auf. Vielleicht sollte man die Trennlinien wieder bringen. Nicht überzeugend erscheinen mir zudem die linksbündigen Überschriften, zentriert war doch nicht so schlecht. Auf manchen Seiten fühlte ich mich unbewusst an die "Welt" erinnert, ein Gefühl, das mir angesichts der nicht berauschenden Qualität jener Zeitung nicht gefällt.

Ich bin immer wieder schockiert, wie eingefahren und verstaubt viele F.A.Z.-Leser wohl sind. Die F.A.Z. selbst ist es nämlich nicht. Weder inhaltlich, noch seit heute äußerlich.
Offensichtlich war die Veränderung überfällig.

... wie will man überzeugen wenn man Bedürfnisse und Wünsche ignoriert?
Der Stammleser der F.A.Z. verliert nichts an Qualität und Seriösität in seiner geliebten Tageszeitung. Doch die Hemmschwelle der Bleiwüste F.A.Z. als Neuleser seine volle Aufmerksamkeit zu schenken, die wird herabgesetzt.
Wenn der erste Eindruck nahelegt dieser Zeitung nicht Herr werden zu können, ob der schieren Gewalt ihrer Textmengen, der unzeitgemäßen, so heute nicht mehr vermittelbaren visuellen Erscheinung. Wer profitiert dann davon?
Eine sich selbst auf ein Podest stellende Möchtegern-Elite der es nicht um Information, sondern um Image geht. Man zählt nicht zum Fußvolk, man liest F.A.Z., man braucht keine Bilder, und ist des Lesens der Fraktur mächtig. Ja und?
Ich will Informationen, ich will gut recherchierte Hintergrundberichte und SPASS, ja ich sage es frei heraus so sehr es auch so manchem Altleser gegen die Überzeugung geht, SPASS beim lesen.
Gutes Design wertet nicht ab, stellt sich nicht über den Inhalt. Es wertet auf, erhöht die Nutzbarkeit des gestalteten Objektes oder Mediums.
Die F.A.Z. biedert sich nicht an. Sie hat die Vorteile guten Designs entdeckt. Es ist ein Mehrwert.
Die neue F.A.Z. - kluge Köpfe haben anspruchsvolle Augen.

... daß ich so traurig bin. So ist mein erster Eindruck heute nach der Lektüre der neuen FAZ. Gerade das, was hier als Neuerung eingeführt wird, ist es, was die FAZ in der Erscheinung zu einem, nun ich möchte nicht sagen Allerweltsblatt degradiert, aber doch nicht mehr den hohen Ansprüchen der "Zeitung für Deutschland" gerecht wird. Die linksbündige Ausrichtung der Überschriften ist akzeptabel aber was ich für überflüssig halte, sind die vielen Fotos und vor allem das Titelbild. Brauche ich Bilder um zum Lesen animiert zu werden, sollte ich mir die BILD ins Haus holen. Da hört dann bald das eigene Denken auf. Der Verzicht auf die Frakturschrift bei den Kommentaren ist geradezu ein schändliches Wegwerfen von Tradition. Fragt man sich, warum nicht gleich auch noch der Name der Zeitung dran glauben mußte. Diesem Orkan der Entrüstung wollte man sich dann doch nicht aussetzen, aber daß wäre eigentlich nach dem neuen Redaktionsverständnis konsequent gewesen. Ich brauche keine angelsächsische Zeitungskultur mit Schriften der "Times". Die FAZ ist das Flaggschiff der seriösen deutschen Zeitungen. So arbeiten Sie an der eigenen Versenkung.

Beifall von meiner Seite, eine angemessene Anpassung, auch wenn der Bezug auf den Souverän vielleicht etwas übertrieben anmutet. Verunglückt scheint mir allenfalls die Zeile mit dem Datum auf Seite 1, in der sich ein Sammelsurium an Schriften befindet.
Georg Garbrecht

Ein Fehlentscheidung.
Wichtig ist die Information. Hollywood und bunte Bilder bekomme ich genug.
Es fehlt jetzt die Kontinuität und das Selbstbewußtsein mit einer eigenen Identät die die Frankfurter Allgemeine so unverwechselbar macht.
Es lebe die angloamerikanische bunte Politik á la Hollywood mit viel Patho und ohne Inhalt.
Ich halte es mehr mit der alten Preußischen Disziplin:
" Mehr - Sein - als - Schein - "

Nur zur Aufklärung für einige Mitschreiber:
In einer Republik ist das Volk, also die Gesamtheit der Bürger, der Souverän. So heißt es oft zum Beispiel in der Formulierung der Berichterstattung von Volksentscheiden oder nach Wahlen "der Souverän hat entschieden...". In diesem Fall die Leserschaft.
Dann noch eine Kleinigkeit: Ein wichtiges Kennzeichen von repräsentativen Umfragen ist die Auswahl einer repräsentativen Untermenge der zu untersuchenden Bevölkerungsgruppe. Dementsprechend reicht es für eine Hochrechnung nur einen Teil der Leserschaft zu befragen.
Mit besten Grüßen.

Das neue Design ist nicht für eilige Leser! Eilige Leser sind früher bedient gewesen, denn sie haben nicht einmal umblättern müssen, um einen kompletten Tagesüberblick zu bekommen.
Gut, dass es das Internet gibt!

Das neue Layout an sich ist nicht schlecht, aber an Stelle des wichtigsten Leitartikels auf Seite 1 ein (dazu noch so unattraktives) Photo zu setzen zerstört den guten Eindruck. Die obere Hälfte von S1 ist das erste, was ich sehe - und da will ich Informationen haben. Bilder bitte im unteren bereich.

Es paßt zu der unlogischen Neuschreibung und der Zunahme seichter Themen.

Wann und wo der Souverän gesprochen haben soll, wird nicht erwähnt. Hat ein friendly-user-test mit 7 abhängigen Verlagsangehörigen stattgefunden? Wo soll dieses bislang sehr unausgegoren wirkende Design bestätigt worden sein?
Mein Eindruck ist widersprüchlich und eher negativ: Im 1. Buch sind die Seiten spannungsärmer und wirken provinzieller als bisher. Dafür wird dann Punk-Design eingestreut wie auf Seite 6. Der Sarkozy-Artikel soll offenbar eine Art Politik-Feuilleton darstellen und erhält deshalb eine halbfette Überschrift und flatternde Textspalten. Zusammen mit den teils ein- und teils zweizeiligen Überschriften der anderen Artikel wirkt das völlig konzeptlos und lädt absolut nicht zum Lesen ein.
Auf den Seiten des Wirtschaftsteils findet sich nun noch weniger Text als bisher. Die Überschriften sind größer geworden, auf jeder Seite werden zwanghaft mehrere Textkategorien angeboten, die alle laut um Aufmerksamkeit winseln.
Als Souverän wünsche ich mir einen Rest an eigener Orientierungsmöglichkeit: also vor allem kleinere Überschriften und informationsfördernde Layoutelemente statt einfach nur aufmerksamkeitsheischender.
Der einzige Lichtblick ist das wunderbar ruhige und gleichzeitig lockere Feuilleton.

Mit dem täglichen Abdrucken eines Bildes auf der Titelseite gibt die FAZ ihr wesentliches äußeres Alleinstellungsmerkmal auf. Da könnte Mercedes-Benz auch verkünden, fortan auf den Stern verzichten zu wollen - natürlich unter Beibehaltung der hohen Ansprüche an die Qualität. Und das in einer Zeit, in der Marketingstrategen großen Aufwand betreiben um für die Marken ihrer Kunden glaubwürdige Alleinstellungsmerkmale zu etablieren.
Aber: Werner D'Inka macht mit seiner geradezu empörenden Argumentation sogleich deutlich, daß es nicht bei Äußerlichkeiten bleiben soll: Eine Zeitung für die "große Mehrheit der Leser" soll die FAZ künftig sein. Als Angehöriger der kleinen Minderheit, die in der Titelseite ohne Bild einen ästhetischen Genuß und ein deutliches Bekenntnis zu einer anderen Art von Journalismus sah, fühle ich mich durch diesen Kommentar zur Kündigung meines Abonnements geradezu genötigt. Und das nach 10 Jahren hoch zufriedener Lektüre.
Nebenbei: Wenn die FAZ so gern eine Zeitung wie jede andere sein möchte, dann muß sie auch das gleiche bieten wie die anderen großen, überregionalen Zeitungen: Ein Magazin und einen Berlinteil !

Layoutwechsel schön und gut, aber für wen?
Nehme ich mein Informationskonsumverhalten als vergleichsweise junger Mensch als Anhaltspunkt, so bringt dieser Wechsel gar nichts. Ich habe beim Frühstück keine Lust in Papier zu wühlen. Das Internet ist da weitaus praktischer.
Das Internet ist die Zukunft der Information. Die eigentliche Schwierigkeit hier ist allerdings, damit Geld zu verdienen. Vielleicht ließe sich ja da etwas mit dem ein oder anderen Zusatznutzen machen.
Das Internetportal der FAZ ist in jedem Fall sehr gut und wird von mir klar jeder Papierzeitung vorgezogen. Nicht einmal so sehr wegen der Kostenfreiheit, sondern viel mehr weil es einfach praktischer ist.

so liest sich die Begründung für den Layoutwechsel. Ich gehöre selbst zu den Lesern mit wenig Zeit, und an manchen Tagen schaffe ich es tatsächlich nur, die Überschriften der ersten Seite zu lesen. Durch das Bild ist es nun aber eine weniger, und das Bild selbst informiert nicht gerade über die wichtigsten Ereignisse, wie mir scheint...
Ebenso fehlen mir schon jetzt die Spaltenstriche, die ein deutlichere Orientierung auf der Seite ermöglichten als das die Leerflächen ermöglichen. Die klare und gut erkennbare Struktur der Seiten war ein wesentlicher Grund für meine Entscheidung für die FAZ. Nun besteht zwar immer noch die klare Ordnung, ob ich sie als Nichtleser aber sofort erkannt hätte...
Richtig schlimm sind aber die Buchtitel geworden. Warum werden wir Leser jetzt ANGESCHRIEN?! Besonders ästhetisch wirken sie nicht.
Alles in allem bleibt der Eindruck, daß der Begriff "Layout" statt "Typographie" bereits über das Ziel bestimmte: Es geht nicht mehr um die gute Lesbarkeit der Zeitung, sondern um einen ästhetischen Eindruck, egal, ob der auf Kosten der Lesbarkeit geht oder nicht.
Bleibt also die Frage, ob ich mich auf Dauer daran gewöhne(n will)...

...wenn es denn tatsächlich ein neues Layout wäre ! Stattdessen wird altes und neues zusammengewürfelt, man hat auf die Konkurrenz geschielt und der Durchschnitt wird zum Maß aller Dinge. Schlimmer als diese grottenschlechte graphische Gestaltung ist die Tatsache, daß Artikel gekürzt und mit überflüssigen Bildern aufgepeppt werden. Wer hat das gewollt ? Die neue FAZ will ich jedenfalls nicht mehr !

Ich hoffe, dass Barbara Klemm heute keine Faz in Händen hat halten müssen. Dass ihr Name unweit einem wirklich aberwitzig überflüssigen Foto stehen muss, ist schmerzhaft.
Das neue Layout ist etwas schlimmer als befürchtet. Das Bild ist ein AFP-Standardwerk. Die Menge an Informationen auf Seite 1 ist erheblich verringert.
Dass die Zeitung nun aussieht wie eine x-beliebige, ist ja harmlos, aber die Substanz hat schon am ersten Tag gelitten.
Immerhin haben wir hier einen schönen Test darauf, ob Allensbach recht hat... Schade natürlich, dass Allensbach nun die Faz gestaltet. Ich fürchte nur, dass Allensbach mit der Einschätzung, was eine gut verkäufliche Zeitung ist, einfach nicht recht haben wird.

Die neue Gestaltung ist gelungen. Mich stört aber, dass das neue Bild auf Kosten des Nachrichtenteils gesetzt wurde. Sozusagen das A und O einer Zeitung! Die Kommentare blieben dagegen unverändert. Insgesamt wurde damit das Verhältnis der Nachrichten zu den Kommentaren stark zu Lasten der Nachrichten verschoben. Aber es sind doch gerade die Nachrichten, die im Vordergrund einer Zeitung stehen (sollten) und um derentwillen ich sie kaufe. Kommentare sind ein wichtiger Bestandteil, keine Frage. Aber eine Nachricht ist immer wichtiger als die Meinung, die ein Journalist über sie hat! Deshalb: wenn schon Streichungen, dann bei den Kommentaren, nicht bei den Nachrichten!
Im Übrigen halte ich das Argument, dass auch Bilder Informationen transportieren, für fadenscheinig. Das Bild hat die Größe eines Aufmachers (zumindest des Teils auf der ersten Seite). Wollen Sie wirklich sagen, dass sie in ca. 80 Zeilen gerade mal so viel Informationen unterbringen, wie wir sie dem - meiner Meinung nach wenig aussagekräftigen - Bild der beiden Staatspräsidenten Nord- und Südkoreas entnehmen können? Ich hoffe doch nicht.

Schade!!!
Mehr Bild - weniger Text! Wirklich gute Informationen kommen nicht mit Bildern. Und wenn Sie auf die Kunden als Leser setzen, die sich durch das Äußere mehr ansprechen lassen als den Inhalt, dann sind Sie sehr schlecht beraten worden. Außerdem: Seine Grundsätze sollte man nicht auf den Prüfstand einer Meinungumfrage stellen!
Nochmal: Schade!!!

Ich finde es wurde Zeit dass meine Zeitung sich mal ein wenig modernisiert. Das neue Lay out läßt ja immer noch erkennen, dass es sich um die FAZ handelt. Auch wegen des Inhaltes und der Autoren. Die Zeitung ist übersichtlicher, angenehmer zu lesen und wird hoffentlich so auch neue Leserschichten erschließen. Denn wir leben im Jahr 2007. Da kann man nicht mit dem Lay out der 60er Jahre punkten. Und diese Gemaule vom Untergang des Abendlandes weil ein Photo auf Seite 1 ist, das ist nun wirklich nicht auszuhalten. Also: Gut gemacht FAZ!

Das neue Layout der FAZ nebst der bemühten Rechtfertigng sind höchst enttäuschend. Am schlimmsten ist das große, deplaziert wirkende und völlig aussagelose Foto auf der Titelseite. Es scheint, als würde eines der letzten Bollwerke der RTL-isierung bröckeln. Hinter dieser Verschlimmbesserung stand wohl kein kluger Kopf.

Ich wünsche der FAZ viel Glück im Wettbewerb um Marktanteile mit der Süddeutschen Zeitung oder Die Welt, die schon seit längerem mit leserfreundlichem Layout aber weitaus weniger anspruchsvollem Journalismus Ihre Leser umwerben. Solange die FAZ nichts von Ihrem redaktionellen Anspruch aufgibt finde ich gut, dass sie sich auf veränderte Zeiten einstellt.

Die Zeit verändert uns und wir verändern die Zeit. Die F.A.Z beugt sich nun den veränderten Markt und Gewohnheiten des Lebens.
Sie trägt Rechnung der aktuellen schneller werden Welt. Aber die Berichterstattung bleibt gewohnt souverän, politisch korrekt und ausführlich. Dies zeugt von Qualitätsansprüchen der besonderen Art. Ich bleibe der Zeitung treu, da sie die beste Tageszeitung ist.
Ein Titelbild wird die Zeitung nicht qualitativ Mindern, sondern evtl. neue Leser binden.

Liebe F.A.Z.-Redaktion!
Auch wenn ich die F.A.Z. z.Zt. nur online regelmäßig lese und ich mir nur an ausgewählten Tagen mit entsprechend Zeit für die Lektüre die Papierausgabe hole, bin ich höchst unerfreut über diese Anpassung an die Konkurrenz.
Denn nichts anderes sind diese "Neuerungen".
Nichts war so charakterisierend an der F.A.Z. wie "vernünftige Rechtschreibung" und ein Informationsgehalt, der durch überflüssige Bilder nur verwässert wird. Warum die Fraktur-Überschriften ändern? Warum ein linksbündiges Layout? Ich finde dies im Gegensatz zum vorherigen Layout nur häßlich.
Ich hatte überlegt, die F.A.Z. wieder im Abonnement zu lesen, doch dies ist für mich erstmal ein Grund dagegen: Die Fakten kriege ich auch auf FAZ.net.
Aus den Kommentaren zu Ihrem Artikel geht hervor, dass wohl kaum einer der Stammleser zu dieser Änderung befragt wurde (mich eingeschlossen), obwohl Herr D´Inka dies behauptet. Von daher würden mich die unabgedruckten Ergebnisse dieser ominösen Umfrage sehr interessieren ...
Ich hoffe, Sie kommen nach einer "Probezeit" - wie damals nach der unsäglichen Einführung der Neuen Rechtschreibung - wieder zum ursprünglichen Layout zurück: Viele (Stamm-)Leser würden es Ihnen danken ...

Warum es der Vorzug einer Zeitung sein soll, an den Lesegwohnheiten von vorgestern festzuhalten ist mir ein Rätsel. Selbst wenn man sich aus ästhetischen Gründen entschließen sollte, dem alten Layout den Vorzug zu geben sol sollte man doch nicht vergessen, dass ein Medium zuerste einmal wirken soll um seine Botschaft zu vermitteln. Warum das richtige Bild (oh Gott, auch noch in Farbe!) der Nachricht Abbruch tun sollte, verstehe ich nicht. Es wäre so, als wollte man das Fernsehen wegen seiner Bilderschwemme verteufeln und einzig das Radio als Medium anerkennen.
Zunehmend problematisch werden zudem sogenannte Medienbrüche. Eine Zeitung, die auch in Zukunft erfolgreich sein will, hat eben darauf zu achten, dass die unterschiedlichen Formen der Nachrichtenerstattung formal ineinandergreifen. Zur Zeitung hat sich längst das Internet gesellt und das ist nun einmal ziemlich bunt. So gesehen ist das neue Erscheinungsbild der FAZ eigentlich nur das kleinste notwendige Zugständnis an die Entwicklung der Medienkultur (mag diese auch z.T. zu einer Unkultur entartet sein, aber das entscheiden nicht die Macher, sondern auch das Publikum mit seinen Vorlieben). Selbst die NZZ kann sich dieser Entwicklung nicht mehr verschließen.

Meiner Meinung nach kann man die FAZ nach der Änderung nicht als "Bilderbuch" bezeichnen, wie es hier geschehen ist.
Natürlich ist das farbige Bild auf dem Titelblatt ungewohnt, auch die anderen Veränderungen fallen ins Auge, aber ich finde tatsächlich, dass die Zeitung dadurch aufgelockert wird.
An den Artikeln wird sich nichts ändern, von daher bleibt das Niveau erhalten.
Das einzige, was mir persönlich fehlt, ist die Frakturschrift über den Kommentaren, die waren so absolut FAZ-typisch.

damit werde ich doch schon tagtäglich nonstop überflutet, mal ganz davon abgesehen, dass Bilder auch intrumentalisierbar sind und eben nicht die Wirklichkeit abbilden, sondern das was der Fotograph oder Fälscher zeigen möchte.

Recht hat Werner D’Inka möglicherweise, wenn er sagt, der Kurs der FAZ werde sich nicht ändern. Die Kursänderung hat nämlich schon vor einigen Jahren stattgefunden.
Seit Einführung der FAS, die sich regelmäßig für Ihr „Design“ feiern läßt, aber inhaltlich von der leichten Konsumware der Konkurrenz nicht zu unterscheiden ist, nimmt das Niveau der FAZ immer weiter ab. Insbesondere die Samstagsausgabe hat stark an Qualität und Inhalt eingebüßt. Großformatige Bilder auf Seite 3 nehmen den Platz ein, der einstmals für herausragende Artikel vorgesehen war.
Ob tatsächlich das neue Gesicht und der neue Kurs der FAZ eine vergrößerte Leserschaft bringen wird, muß die Zukunft zeigen. Ich hege meine Zweifel, wünsche der FAZ aber viel Glück und Erfolg.
Um im vermuteten Duktus eines „art directors“ zu sprechen: It’s time for a change.
Vielleicht hätte der Herausgeberschaft auf der Suche nach gutem Rat ein Blick in die Ausgabe vom 26.09.07 wohlgetan:
BMW Chef-Designer Bangle hat offenbar ein Problem. Die FAZ stellte dazu fest: „Wirklich schade ist aber, dass sich bei all den Akzenten keiner mehr fragt, warum der BMW M eigentlich so hässlich ist“.
Mit freundlichen Grüßen,
Tilmann Spieker

Werner D’Inka irrt, wenn er glaubt, der Souverän habe gesprochen und sich zum Layout der FAZ geäussert. Die Kunden der Firma FAZ werden erst ab heute ihr Votum zu dem neuen Produkt abgeben.
Ähnlich hatte sich vor einiger Zeit ein Politiker geirrt, der glaubte, zwar nicht seine Stirn, aber doch seine Schuhsohlen mit der Angabe des prozentualen Anteils des Souveräns, der ihm vermeintlich zustimmen werde, verzieren zu müssen.
Die Realität sah, als der Souverän dann tatsächlich gesprochen hatte, ganz anders aus.

Nach dem Durchblättern heute morgen bleibt nur zu sagen: Erschreckend.
Ein Bild von dem Haus der AEG zeigt nicht den Zustand der AEG.
Wohlan, das stimmt.
Aber:
Ein Bild auf der Titelseite zeigt den Zustand der FAZ!
Wenn es wenigstens nur EIN Bild wäre, nein der ganze bunte Kram
zieht sich über den ganzen Politikteil hinweg, lenkt den Leser vom wichtigen ab.
Die Änderungen der Überschrift (Linksbündig und keine Fraktur) sind dem Lesefluß auch eher hinderlich .
Nach dem Durchblättern erfasste mich dann eine gewisse Trauer.
"Da geht sie hin, die gute alte FAZ."
Personalwirtschaftlich nennt man sowas innere Kündigung. Und die äußere wird nicht lange auf sich warten lassen. Nach dem ersten, teilweise zurückgenommenem, Versuch der "Modernisierung" ist dies nun der Todesstoß der Seriösität.
Wer Bilder gucken will, der GUCKT Bild.
Und LIEST nicht die FAZ.
In der modernen Zeit werden Stammkunden nicht gefragt, "die hat man ja sowieso". Aber für den mögliche Neukunden, da verrenkt man sich. Ob der Schuß nicht nach hinten losgeht ?

Jetzt hat also die Arroganz der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten auch die FAZ erreicht. Kritik wird schon im voraus zurückgewiesen mit der Bemerkung: Wir haben entschieden, aber ihr Leser habt es ja nicht anders gewollt. Wenn man anderer Meinung ist, ist man ein Sonderling, denn irgendeine repräsentative Mehrheit ist befragt worden.
Bislang hat nur der Herausgeber (= Souverän?) entschieden. Ich behalte mir vor, mir in den nächsten Tagen eine eigene Meinung zu bilden, auch wenn Ihnen das nicht paßt.

... also, ob das nu' wirklich notwendig war, weiß ich auch nicht so recht, jedenfalls isses ganz nett geworden. Ich hoffe bloß nicht, daß der FAZ dasselbe passiert wie dem Spiegel nach dem Erscheinen des Fokus: viele bunte Bilderchen, Artikel in leicht verdaubarer Kürze, ein Blättle, so recht geeignet, um die Wartezeit beim Friseur zu überbrücken.

Willkommen im Licht der Gegenwart ! Herzlichen Glückwunsch zum neuen Layout.
Lauschen Sie nicht den Ewiggestrigen in diesem Land, die sich gegen jede Veränderung wehren, warum, wissen sie selber nicht.

Das Besondere des Bildes auf der Titelseite nur für außergewöhnliche Nachrichten aufzugeben, ist nach der unnötigen Bebilderung des Wirtschaftsteils und der Einstellung des FAZ Magazins der nächste schwere Schlag für mich als Leser einer Zeitung. Bunte Bilderbücher gibt es genug.

Das sich auch eine seriöse Zeitung von Zeit zu Zeit neu "erfinden" muß, sei unbestritten, auch sie wird gezwungen den Marktgesetzen zu folgen: Keine Nachfrage, kein Geld, keine Zeitung.
Für mich ist die FAZ im neuen Erscheinungsbild ein wenig ununterscheidbarer zu Konkurrenten wie Welt, Handelsblatt usw. geworden.
Welchen Informationswert hat das Bild - in der Größe eines ganzen Artikels - von 2 koreanischen Staatsmännern hinter einer Flaschenbatterie? Weiter trennt das neue Layout des Balkens mit den Herausgebern usw. optisch nicht gut genug den "antiquirten" Schriftzug "Frankfurter Allgemeine" vom neuen Schriftbild der übrigen Seite. Der Raum der dem Wetter eingeräumt wird ist ja nun wohl überdimensioniert!? Sie könnten ja auch noch Papier für Horoskop, Kreuzworträtsel und Sodoku verschwenden.
Gut, das in allen Teilen die Kommentare nun wie bisher nur auf der 1. Seite rechts oben stehen.
Wie bei der Rechtschreibreform sollten Sie unbedingt nach einer Schamfrist zumindest etwas zurückrudern.

Heute morgen war die FAZ im neuen Kleid im Briefkasten und es wollte sich beim Lesen kein positiver Eindruck einstellen. Das Titelblatt erscheint glatter, stromlinienförmiger aber nicht einladender als die bisherigen Ausgaben. Die alte Fraktur erzeugte die Unebenheiten im Bild, an denen sich der Blick festsetzte. Das Bild an so prominenter Stelle bringt nichts neues und die Aussagekraft von Photos von lächelnden Staatschefs sind inhaltsleer. Zudem finden sich nun achtzehn Bilder (Werbung nicht mit gezählt) im Hauptteil.
Lieber Werner D'Inka, bitte tragen Sie nicht so dick auf. Wenn der Souverän gesprochen haben sollte, dann veröffenlichen Sie doch bitte alle Ergebnisse dieser Umfrage. Ich bin seit langer Zeit Ihrem Blatt mittels Abonnement verbunden, in der Onlineausgabe mit "Gold" registriert, und wurde nie zu dessen Erscheinungsbild befragt.
Ich setze mich jetzt in meinen Oldtimer, genieße das Bewährte und fahre ins Büro.
mfG, Daniel J. Hahn

Da halte ich sie nun in der Hand, die neue FAZ: Leider ist es genau anders herum, als von Werner D'Inka trotzig behauptet: Das Laute hat den Vorrang vor dem Leisen! Flächendeckend durchziehen die Zeitung Farbfotos, die keinen eigenen Nachrichtenwert haben, sondern wohl eher selbst als "leads" darum flehen, die Artikel dennoch zu lesen und die Zeitung nicht angewidert vor soviel intellektueller Unterforderung gleich in den Papierlorb zu werfen. Sich in diesem Zusammenhang auf Barbara Klemm zu beziehen, ist eine Beleidigung ihres künstlerischen Niveaus und ihrer intimen Bildersprache!
Früher war für die FAZ die Wendung "die Zeitung" ein Synonym. Aber wer will Karl Feldmayers oder Hans Barbiers Beiträge in dieser Verpackung? Wie soviele andere hier vermisse ich den Willen zur Unterscheidbarkeit bei Herausgebern und Verantwortlichen dieses Blattes.
Kokolores ist auch Ursula von der Leyen inmitten kuscheliger Kanickel. Was steckt da Kluges dahinter?
Dass die FAZ als seriöse Zeitung einmal von ihren eigenen Herausgebern aufgegeben werden könnte, war für mich bislang unvorstellbar. Die Verhöhnung der Layout-Reform bei der ZEIT kommt wohl nun bumeranghaft zurück!
Mehr Bescheidenheit, meine Herren!

Die FAZ hat jetzt endgültig ihren Charakter verloren, der sie hervorhob. Denn beim Erscheinungsbild begann das Unverwechselbare. Nun ist endgültig mit der "alten" FAZ Schluß. Jetzt ist Anbiederung und Einschlichten angesagt, Zeitgeist, Oberflächlichkeit.
Als unglaublich unverschämt empfinde ich die Argumentation mit dem "Souverän" (wer ist das?), mit den Aussagen zur Akzeptanz bei den Lesern (welchen?) und mit den gewundenen Argumenten, warum jetzt alles besser sei. Dem entgegne ich: Nein! Nun haben Sie es richtig schlecht gemacht, beginnend vom deplaziert wirkenden Bild über den fehlenden Spaltentrenner bis hin zur Linksbündigkeit der Überschriften. Wirklich richtig schlecht. Und jetzt weiß ich auch, warum erst kürzlich die Abonnentenpreis mal wieder angehoben wurden.
Die FAZ hat schon vor einiger Zeit wesentliche Elemente ihres einst unverwechselbaren Charakters verloren, als sie sich nämlich absolut ohne Not (!) - also genau wie jetzt - der sogenannten Rechtschreibreform anschloß. Sie hat damit der Lesbarkeit einen Bärendienst erwiesen. Konsequenterweise geht sie nun einen großen Schritt auf diesem Weg nach vorn. Bravo, kann ich da nur sagen!
Irgendwann werde auch ich nach gut dreißig Jahren Abonnement aussteigen.

So wurden ja auch in der KPdSU die Beschlüsse präsentiert, die am Volk vorbei gefaßt wurden. Von den 'ausführlichen Befragungen' war nicht viel zu spüren. Aber abgesehen davon waren die Sparsmkeit mit den Bildern und die Fraktur in den Kolumnen wichtige Merkmale eines selbstbewußt strengen Stils. Nun wird dieser Stil durch die Durchschnittsmode ausgetauscht. Schade!

Und seit wann ist der Leser der Souveraen? Vermutlich geht es doch lediglich um neue Leser, die auf diese Weise angelockt werden sollen. Von der Welt, der Sueddeutschen oder einfach der Lokalzeitung. Bilder auf der Titelseite verringern die Informationsdichte. Es wird nur noch ein Gefuehl transportiert. Das naechste ist dann Werbung statt Kommentar.

die inhaltliche qualität in ästhetischerem layout - sehr gelungen. konservativ sein, heisst schliesslich ja nicht, altmodisch zu sein.

Seit vielen Jahren habe ich ein FAZ-Abo. Ich finde das neue Gesicht diser Zeitung fürchterlich! Angeblich hat hier der Leser gesprochen! Waren es die Leser der Süddeutschen? Michael Feldmann, Werl

Das neue Layout werde ich erst einmal auf mich wirken lassen. Eines kann ich aber jetzt schon sagen: Der Verzicht auf die (ideologisch missbrauchte) Fraktur ist ein herber Verlust. Vielleicht ist es Zufall, aber gerade zu der Zeit, als Deutschland sich wieder traut selbstbewußt und ohne politische Hintergedanken »Flagge« zu zeigen, erlebt die Fraktur eine Renaissance in Gestalterkreisen die von einer Rückwärtsgewandheit weit entfernt sind. Ein typografisches Element kehrt vorsichtig zurück und die FAZ hat’s nicht gemerkt.
Ich bin sehr gespannt wie der Ersatz (Times) auf mich wirken wird. Übgrigens ist die von Stanlay Morris für die London Times entworfene Schrift keine Renaissance, sondern eine Barock-Antiqua.
Peter Wolf

Neuer Beitrag, neues Glück, gleiche Meinung.
Die FAZ lese ich seit Jahren, auf die FAS habe ich gerne verzichtet. Seit einer Woche bin ich Abonnent und bereue es gerade etwas, die bildlose Reduzierung auf das Wesentliche war das Spezielle der Bild.
Das Ganze erinnert etwas an die überflüssige Einblendung von zufälligen Bildern bei der Tagesschau.
Allerdings ist das Bild auf der Titelseite eigentlich ein weiterer Grund für den Abonnementbezug. Im Kiosk wird die FAZ kaum noch zu sehen sein; bei nun derart ähnlicher Erscheinung wie der restliche Zeitungsmarkt...
Trotz meinem persönlichen Vorbehalt vor dem Bild auf der Titelseite und dem damit verbundenen Verlust eine der Alleinstellungsmerkmale der FAZ ("reduced to the max") möchte ich folgendes zu Bedenken geben:
Nur die Opposition äußert Kritik. Es ist kaum zu erwarten, daß diejenigen, die sich für eine solche Änderung aussprechen hier posten. Dementsprechend ist es falsch die Anzahl der Kritik hier als valide Basis für eine Mehrheit zu nehmen.
Dennoch: Willkommen im Massenmarkt Zeitung. Auf zum Fokus-Journalismus.

kann ich mir selber erzaehlen.
seit 25 jahren kaufe ich ihre tageszeitung, in den 5 laendern in denen ich seitdem gelebt habe...
ich weiss genau warum sie uns das antun mit den farbphotos auf der titelseite:
because you can.
auf was anderes sollen wir den umsteigen, nicht wahr?
ich verdenke es ihnen, dass sie ihre machtposition als numero uno der deutschen printmedien missbrauchen, um uns formal zu quaelen.
bunt habe ich es online - trotzdem will ich immer noch die papierversion - und sie wissen genau das die meisten von uns ihre maetzchen schlucken werden.
machen sie halt...
enttaeuscht,
a.trumpf

obschon nicht religiös eingestellt, beim kurzen Anlesen der morgigen Ausgabe.
Machen Sie weiter so - ich freue mich auf die morgige NZZ und werde ab und an via Internet bei der ehedem excellenten FAZ reinschauen... .

Es kommt auf den Inhalt an und weniger auf den Äußeren Eindruck. Dieser muss modern sein, damit die FAZ künftig ein Blickfang am Kiosk ist (falls sie das überhaupt nötig hat). Mir ist es gleich, wie die Zeitung aussieht, so lange die Schriftart so bleibt und es auch weiterhin schwarz auf weiß ist.
Hauptsache die Qualität der Inhalte bleibt hoch und es schummeln sich nicht massenhaft Rechtschreibfehler wie bei unserer Lokalzeitung ein.

Unangenehm berührt hat mich, daß ich von den geplanten Änderungen mehr oder weniger zufällig bei der Spiegel-Lektüre im Zahnarzt-Wartezimmer erfahren habe, immerhin über eine Woche, bevor sich die F.A.Z. bequemte, selbst ihre Leser darauf vorzubereiten.
Genaugenommen hat die F.A.Z. ja schon zu dem Zeitpunkt, da entschieden wurde, in der Frakturschreibung nicht mehr die korrekten s-Formen (also Lang-s und Schluß-s) zu setzen, das Recht verwirkt, Frakturschriften weiterhin zu verwenden. Einen Vorteil hat die Layout-Änderung also: Man schont die Halswirbel, muß man doch nicht mehr täglich den Kopf schütteln über die Analphabeten, die (so Beispiele vom heutigen Tage) Worte wie »Aufseher« oder »abgestürzt« mit Schluß-s schreiben.
Die Barbarei eines Bildes auf der Titelseite (man wird sich künftig schämen, mit einer solchen Zeitung in der Öffentlichkeit gesehen zu werden) ist zwar höchst bedauerlich, aber nach dem Schock der Übernahme der Reformschreibung kann den leidgestählten Leser auch das nicht mehr erschüttern.
Vielleicht kann man ja das Bild wenigstens im unteren Bereich der Zeitungsseite unterbringen, dann kann es der Leser (wenigstens dann, wenn er die Zeitung unter dem Arm trägt) dezent nach innen falten.

Herr Aßmann, Sie haben völlig Recht.
Schade, dass man keine Grafiken posten bzw. hochladen kann.
Das, liebe Redakteure, ist z.B. ein Vorschlag eines Souveräns, der von einem zweiten unterstützt wird!
FAZ.NET sollte dies anbieten - zumindest probweise.
Es wird sich nach einiger Zeit herausstellen, ob es sich bewährt hat - oder eben nicht.
Ich würde gerne mal eine Grafik posten...
natürlich unter Beachtung des Urheberrechts!
Ferner sollten Sie wirklich Umfragen machen und uns registrierte User abstimmen lassen.
Das Problem der FAZ ist:
Die Abo-Zahlen gehen runter.
Die Kosten explodieren.
Neu-Abos werden nicht abgeschlossen, weil die Leute lieber kostenlos in FAZ-NET lesen...
Mit einem neuen Layout werden Sie keine neuen Kunden gewinnen. Sie müssen einen MEHRWERT anbieten!
Je mehr Senioren sterben, desto weniger Abonnenten werden Sie haben.
Die Jugend kauft - schon aus Umweltschutzgründen - keine Zeitung! Aber das Internet ist ein Medium, das von den Herausgebern nicht verstanden und unterschätzt wird.
Denn von 100 Lesern, schreibt nur einer einen Kommentar. Wenn sie sich ärgern schreibt einer von 50.
Wenn also 50 ablehnende Meinungen gepostet werden, sind wahrscheinlich 2500 Leser unzufrieden.

Liebe FAZ,
viele Jahre habe ich die FAZ gelesen, mehrere Jahre davon im Abonnement. Vor einigen Jahren habe ich dann das Abo gekuendigt. Grund hierfuer war, dass die Art und Weise der Berichterstattung, insbesondere waehrend der letzten Jahre, sehr manipulativ geworden ist. Dies zieht sich von der Nichtberuecksichtigung von Ereignissen ueber die Wortwahl bis zu unverhuellten Stellungnahmen der Autoren in Berichten (wohlgemerkt nicht Kommentaren!) in der FAZ hin. Als Paradebeispiel kann hier die Sicht der FAZ auf den Nahostkonflikt herangezogen werden, wo dies besonders deutlich wird. So hat die FAZ beispielsweise des oefteren von ermordeten israelischen Soldaten, merkwuerdigerweise aber immer von getoeteten palaestinensischen Zivilisten geschrieben. Diese subtile Wortwahl spricht fuer sich! Mein Vorschlag lautet daher, keine Formatkosmetik zu betreiben sondern sich auf einen verantwortungsvollen, unabhaengigen Journalismus zu besinnen. Den Lesern der FAZ waere am besten damit gedient, wenn man es ihnen ermoeglichen wuerde, auf Basis einer faktenbasierten Berichterstattung, zu eigenen Schlussfolgerungen zu kommen!

Warum sind die deutschen Meckerer eigentlich so ewig quengelig und mäklig? Was ist schon daran auszusetzen, wenn eine Zeitung ihre äußere Aufmachung ein bisschen interessanter und zeitgemäßer gestaltet? Haben diese Leute denn nichts weiter im Kopf, als Steine auf jeden Neuerer zu werfen? Nicht dass sich etwa die politische Richtung änderte, beileibe nicht -- dann gäbe es ja ernstlich etwas zu bemeckern. Nein, nein, lediglich das Satzbild soll sich ein bißchen modernisieren, und schon dies allein bringt die Protestierer auf den Plan. Und wie extrem tolerant -- einige erklären sich sogar bereit, die FAZ trotzdem weiterzulesen!

Wem gehört die FAZ? Den Lesern. Natürlich nicht im juristischen Sinne, aber moralisch. Und wir wollen auch alle Leser, die meisten sogar Abonnenten, bleiben.
Deshalb werde ich mich in den nächsten Wochen hier und in der gedruckten FAZ per Leserbrief zum neuen Kleid der FAZ zu Worte melden. Und ich denke, viele andere Stammleser werden das auch tun.

Das deutsche Markenrecht wurde vor einiger Zeit so erweitert, daß auch bestimmte z.B. optische Erscheinungsweisen als unverwechselbar und deshalb als schutzwürdig eingestuft werden können.
Den Verantwortlichen der Zeitung sind bestimmte Begriffe des Marketing offensichtlich nicht zugängig. Das Erscheinungsbild einer Zeitung zu verändern, die als eine der letzten einen quasi-institutionellen Charakter besitzt, ist schier sträflich.
Welche Leserschaft wollen Sie denn zusätzlich ansprechen? Hat jemals jemand diese Zeitung wegen ihrer äußeren Aufmachung gekauft? Glauben Sie im Ernst, mehr Leser durch das veränderte Layout zu bekommen? Um dieses Ziel zu erreichen, werden Sie wohl über kurz oder lang die Qualität der Inhalte ebenfalls anpassen müssen, wie dies schon früher passierte.

Gute Idee, neuer Artikel zum selben Thema, und schwupps sind die ueber 100 online (ueberwiegend negativen) Lesermeinungen in die hintere Ecke des online Gewusels verdraengt.
Wirklich schade, - ich werde weiterhin FAZ lesen, aber ich glaube, dass dieser wenn auch "bloss" aeusserliche Wechsel ein grosser Fehler ist.

Ich habe einmal mit einem einfachen Bildbearbeitungsprogramm experimentiert: Ich kann mich mit dem Bild anfreunden, wenn es einen Bezug zum ersten Aufmacher hat und die Überschrift dieses Artikels über dem Bild steht und dann der mehrspaltige Text.
P.S. Schade, dass man hier keine Grafiken posten kann.

mit der Sie, lieber Herausgeber Werner D'Inka, das neue Gewand der FAZ vorstellen:
(1) "Der Souverän hat gesprochen" - war Bundetagswahl? Habe ich etwas verpasst?
(2) "Die FAZ präsentiert sich auf Wunsch vieler Leser..." - Tatsache ist doch, daß sich kein Leser etwas gewünscht hat, sondern Sie haben sich ein neues Layout überlegt und dann eine wie auch immer ausgewählte Gruppe Menschen dazu befragt. Die Befragten haben sich zu Ihren Entwürfen geäußert. Nicht mehr und nicht weniger.
Es ist mir völlig egal, ob eine Überschrift künftig linksbündig oder mittig gesetzt wird. Mir kommt es auf den Inhalt an. Wenn allerdings so argumentiert wird, und dann noch vom Herausgeber, dann geschieht es Ihnen recht, wenn sich die Kommentare häufen.
Uns Lesern sei gesagt: schreibt an die Redaktion wenn die Grammatik mal wieder nicht nicht stimmt, die Trennung falsch ist oder in einem Beitrag mit verdrehten Argumenten gearbeitet wird.
Darauf muß geachtet werden. Ob ein Bild s/w oder bunt ist, ist nicht entscheidend.
Grüße
G. Villinger

Wie kommt es, dass die meisten Stammleser gegen das neue Gewand sind? Nun habe ich im Internet einen ersten Blick auf die Ausgabe vom Freitag geworfen. Ich will jetzt erst noch abwarten, wie sich das auf Papier anfühlt. Aber das jetzt täglich ein mehr oder weniger nichtssagendes Bild irgendeiner Nachrichtenagentur die erste Seite dominiert, behagt mir nicht. Ich werde ab morgen ein Tagebuch im Internet führen, um über meine Gewöhnung oder Nicht-Gewöhnung an die "neue" FAZ zu sprechen auf http://www.fazleser.de und wer will, kann sich dort auch äußern.
Eins steht für mich trotz aller Skepsis fest: Ich bleibe Abonnent der FAZ. Aber behaupten Sie bitte nicht, die Leser hätten das so entschieden. Fragen Sie uns nach einem halben Jahr.

"Das gut Begründete [behält Vorrang] vor dem bloß Originellen."
Da hätte die FAZ hier mit gutem Beispiel voran gehen müssen und auf diese hochtrabende Überschrift verzichten müssen. Den erstens wurden keineswegs alle Leser oder meinetwegen alle Abonnenten zum neuen Layout befragt (und ersetzt Marktforschung niemals den Souverän), und zweitens stellt die FAZ nicht unsere Regierung und hat bei aller Liebe auch keinen vergleichbaren Stellenwert.
Ein müder Witz, mehr nicht, mit dem das neue Zeitalter beginnt.
Zudem müßte es heißen: Keine weiteren Abstriche an Seriösität. Mit immer häufigerer Berichterstattung über "Marianne und Michael" und ähnlich bedeutende Personen ist schon ein großer Teil Ernsthaftigkeit und Bedeutung verloren gegangen.
Hoffentlich braucht es nicht bald einen Schuß vor den Bug der Leichtigkeit.

Ich würde nun wirklich gerne wissen, wer genau zum neuen Layout befragt wurde. Die Abonennten jedenfalls nicht, obwohl das doch sehr einfach gewesen wäre. Wahrscheinlich wurden gerade solche Zeitungsleser befragt, die die FAZ eben nicht lesen, weil sie Ihnen zu textlastig und zu wenig bunt ist. Ob diese Klientel allerdings gewonnen werden kann, ist vollkommen fraglich. Zur Kenntnis nehmen müssen wir, daß die FAZ für diese Möglichkeit die Entfremdung Ihrer Stammleserschaft in Kauf nimmt. Diese, also die Abonennten, sind -das zeigen die Reaktionen- mehrheitlich gegen das neue Layout. Insofern ist die Behauptung es werde "dem Wunsch der grossen Mehrheit der Leser" entsprochen eine ziemlich dreiste.
Schweinegrippe durch Trinkwasser übertragen
07:41@F.Reemtsma - Aktuell ca. 3.200.000 Arbeitslose - wohl nicht ganz aktuell
07:38Im links kommunistischen Tümpel fressen sich die drei Kröten gerade gegenseitig
07:32Nun gut, dann sehen wir einmal, was ausser - zutreffenden - aber bislang netten