
Schade, dass die FAZ nicht Pflichtlektüre aller Journalisten weltweit ist. Denn wir wissen ja ....
- oder etwa nicht?

anzunehmen dass sich ein Herr Bhutto in Facebook detailliert über seine Lebensplanung auslässt .. ein Hammer. Ich hoffe die Jounalisten werden alle mindestens abgemahnt.

Facebook könnte durchaus eine Quelle darstellen. Aber natürlich nur, kenntlichgemacht und entsprechend gewichtet. Dass Nachrichtenüberbringer unsaubere Quellen nutzen bzw. Quellen unsauber nutzen, dieses Problem ist so alt wie die Menschheit, das hat mit dem Internetzeitalter nichts zu tun.

zeigt sich ein grundlegendes Missverständnis des Internet-Gebrauchs.
Es wäre jederzeit durch ein paar Grundsatzüberlegungen zu erkennen gewesen:
Zunächst ist das Internet nur Technik, die Veröffentlichungen erlaubt unter der Bedingung der Zugriffssicherung.
Anonyme Äusserungen und solche ohne Zugriffssicherung dagegen, haben dort wie auch sonst mit Wahrheit und Urteil nichts zu tun. Es sind nicht einmal Mitteilungen von wem für wen. Es ist Wortgeklingel, bestenfalls zu handhaben wie ein Ballerspiel.
Der Bereich der Veröffentlichungen und Mitteilungen ist, vorläufig individuell privat, strikt zu trennen vom Geräusch in der Strasse des Internet.

Ich bin eigentlich überrascht (oder auch nicht) die lesermeingung
<br>von Herr Stephan Weber zu lesen.
<br>Er und nur er hat offensichtlich der volle dürchblick, alle andere sind zu dum oder zu alt. Ja lieber Herr Weber - das problem mit ü60 ist das man 60 Jahre an erfahrung braucht um erst ü60 zu werden. Erst wenn Sie so weit sind an erfahrung dann werden Sie ganz anders übers leben urteilen.

Das sowas bei der FAZ passiert hätt ich mir ganz ehrlich nicht erwartet. Keine kritische Stimme zu den Zeitungen die eine singulare Quelle finden und fleissig abschreiben, kopieren und ohne zu hinterfragen, oder weitere Quellen zu suchen ihre Berichte veröffentlichen.
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<br>Das ist der wahre Schandfleck dieser Geschichte, nicht der Poster. Das es Fakes gibt, die genau solche Dinge immer und immer wieder gemacht haben/machen/machen werden, und denen die möglichen Auswirkungen im realen Leben komplett egal sind wissen wir seit der Entstehung des Internets, oder haben Sie vor kurzem erst Ihr Fax gegen Breitband getauscht, Herr Scholz?
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<br>Wie gesagt, die wahre Enttäuschung sind Journalisten die unqualifizierte Quellen verkaufen und Sie lieber Scholz der Sie lieber auf den weltfremden und von mir aus kleinkarierten Jugendlichen rumhacken der es nicht besser weiß, anstatt die Medien und die nicht-hinterlegte Journalistik ins Visier zu nehmen.
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<br>mfg
<br>
<br>Jakob Glaser

Ganz einfach, Herr Rehmann, weil seriöser Anspruch in diesen medial geblähten Zeiten der Enthemmung und Entgrenzung Illusion derer bleibt, die glauben, Qualität schon auf der Titelseite erkennen zu können. Lesen ist ein anstrengendes Geschäft, zu entscheiden, welche Ausgeburt welchen Geistes die für mich passende ist, nicht minder. Der Verlockung, gelegentlich ganz eigenen Interessen oder den Weisungen einer Marketingabteilung zu folgen, erliegen anscheinend auch andere Autoren. Sie tarnen sich mit Eitelkeit und einer eigenartigen Weltenferne. In die Schranken weist sie nur eine Öffentlichkeit, die genau hinschaut und ihren Kopf noch selbst zu gebrauchen versteht, FAZ (u. a.) sei dank.

Es ist schon sehr amüsant, dass im Beitrag ein Fälscher - freilich nicht ganz zu unrecht - kritisiert wird, während das journalistische Versagen kaum eine Thematisierun wert erscheint. Universitätsabsolventen, was Journalisten ja häufig sind, dürften schon mal was von wissenschaftlicher Redlichkeit gehört haben, und diese auch in den journalistischen Bereich übertragen können. Zu ihr gehört die Sicherung der Validität der Datenquelle. Es kann nicht wirklich ernsthaft angehen, dass Portalseiten wie 'Facebook' (warum nicht das 'Studivz') überhaupt als ohne kritische Würdigung zu behandelnde und obendrein noch zentrale Quelle für Nachrichten und Hintergrundinformationen genutzt werden - schon deswegen nicht, weil im Internet viele Personen falsche Angaben über sich selbst machen (können). Dass von den betreffenden journalistische Dummheit oder gar nationale oder internationale Krisen ins Kalkül gezogen werden, scheint ausgeschlossen. Für valide Informationen müssen Journalisten schon selbst sorgen.

@Vorredner
Es ist m.E. nicht das Problem, dass Facebook zitiert wird, sondern die Unkenntnis über die Validität solcher Quellen gepaart mit dem Unwissen, diese angemessen zu verifizieren.

Die Frage muss man sich eigentlich bei leider immer mehr Artikeln stellen, wenn über "Probleme" der Jugend geschrieben wird und dabei "Experten" ü60 befragt werden die davon in etwa soviel Ahnung haben wie nen Säugling, um nur ein Thema als beispiel zu nennen. In der Steuer und Wirtschaftspolitik wo sich auf einmal "Spezialisten" melden die von tuten und blasen keine Ahung haben aber eine schöne Meinung die einfach zu drucken ist vertreten wird das ja auch gern den qualitativ hochwertigeren Aussagen (Kirchhof schmäh Kampagne) vorgezogen.

und Wissenschafter zitieren kuenftig Wikipedia. SCHLAMPIG, und ein gutes Indiz dafuer, wie weit verbreitet diese Art Mickey Mouse Journalismus ist.

Auf welches Niveau muss der Journalismus abgestuerzt sein, dass Journalisten serioeser Zeitungen das Internetportal „Facebook“ als vertrauensvolle Quelle zitieren?