Was der Verband da mit seiner Klage macht ist nicht im Interesse der Fußballer und Fußballfreunde. Dabei ist es doch gerade seine Aufgabe im Intersse der Fußballer, die auf den Videos zu sehen sind, zu handeln.
Mit welchem Recht können der DFB und seine Landesverbände den Amateurspielern verbieten, Ihre eigenen Filmaufnahmen im Web zu veröffentlichen? Das Urteil vom Landesgericht Stuttgart kann niemals Bestand haben. Da unten im Ländle sind die Wege zwischen der Gerichtsbarkeit und den Verbandsfunktionären wohl sehr kurz. Man kann nur hoffen, dass die in der Berufung mit ihrer Unterlassungsklage scheitern. Das kann doch nicht Aufgabe des DFBs sein, den 6,5 Millionen Amateurfußballern vorzuschreiben, ob und wo sie ihre eigenen Videos veröffentlichen wollen. Der Württembergische Fußballverband sollte mal sein Konzept vorlegen, wie er ab sofort seine Mitgliedsvereine an seinen eigenen Werbeeinahmen teilhaben lassen will. Niemals steht in der Satzung des DFB, das ein solcher Eingriff in das freie Recht seiner Mitglieder zu seinen Aufgaben gehört! Fragt sich, wann der DFB auch die Rechte auf Texte und Bilder der Amateurkicker im Netz für sich reklamiert. Deswegen: Leben und leben lassen! Warum soll man, nur weil kleverer als der DFB ist, nicht als GmbH vernünftig davon leben können.
Das passt doch ins Bild. Vereinen werden doch schon Strafen aufgebrummt, wenn sie das Ergebnis der Spiele verspätet ins DFBNET eintragen. Das kostet 10 EUR! Und das fängt schon bei der E-Jugend an. Bei uns erst vor kurzem passiert: das Ergebnis des Spiels wurde knapp 90 min nach der Frist ins DFBNET gemeldet, da fasst man sich an den Kopf! Die Verbände haben wahnwitzige Ordnungs- und Strafgelder für die Vereine und torpedieren auf der anderen Seite, diesen tollen Versuch, Amateurfußball einem breiteren Publikum in kleinen Häppchen näher zu bringen. Es geht nur um Selbstverwaltung und darum, den Vereinen und anderen noch mehr Geld zu entziehen.
Erstens: Diese Massnahme des Dachverbandes ist ein Eigentor sondergleichen. Amateursport überlebt nur dank der Motivation der Amateure. Diese wollen Spass und Freude am Spiel haben, Träume ausleben oder in der Fantasie Bundesliga-Spieler sein. Als Hobbyfotograf zeige (oder plage) ich auch meinen Freundeskreis mit meinen Aufnahmen. Genauso wollen auch die Hobbykicker der Welt ihre Leistung zeigen. Unterbindet man das, so muss man sich nicht wundern, wenn sich der Vereinssport in einer Krise befindet, denn eine "Show" kann ich auch ohne Verband abziehen (vgl. YouTube), aber der Verein funktioniert nur durch die vielen kleinen "Showmen". Zweitens: Wenn es den Funktionären wirklich um eine schützenswerte Sache ginge, dann sollten sie - um ihrer Glaubwürdigkeit willen - die schauspielerischen Leistungen der Amatuere belohnen. Zudem wäre eine - zumindest Unkosten deckende - Entschädigung an die Kameramänner und -frauen angebracht. Sonst ist man gezwungen es als vielleicht zulässiges, aber unsportliches Verhaltn zu (dis)qualifizieren.
Frei nach ABBA: money money money
Das darf ich sagen, ich bin einer. Allerdings sollten die Schwäble sich überlegen, ob sie wirklich preußischer als die Preußen sein wollen!
oder auf'm Platz. Mit solchen Aktionen qualifizieren sich diese Fußballfunktionäre für höhere Weihen, z. B. bei der Olympiade. In Peking werden jetzt Männer mit ihren gerade dort geschätzten Sekundärtugenden gebraucht.
