"Plasberg sei zu sehr auf Kontroversen aus, er verfüge nicht über ausgleichende Gastgeberqualitäten."
Somit können wir davon ausgehen, dass Ann Will nur eine Umbesetzung der Hauptrolle bleibt, in einer Show, die das Drehbuch bestimmt.
Herr Plasberg erhält dafür mit "Hart aber fair" einen Sendeplatz im Erste, um die Gemüter zu beruhigen.
Ich schlage deshalb nicht nur vor, die ARD anzuschreiben sondern auch die vollmundigen Akteure dieser Show und zwar solang, bis sich keiner mehr hintraut.
Ausgezeichneter Beitrag! Wir Gebührenzahler sollten unsere Kritik nicht an die FAZ, sondern in großer Zahl an die ARD per Email senden! So tat ich schon:
"Sehr geehrte Damen und Herren,
die Sendung „Christiansen“ sah ich des öfteren – irgendwann wurde es unsäglich! Frau Christiansen verstand die Kunst, immer genau dann, wenn eine Debatte sich zuspitzte, den Sprechern das Wort zu nehmen und auf ein Thema ihres Spickzettels umzulenken. Irgendwann konnte ich dies nicht mehr ertragen und verzichtete auf „Christiansen“, weil durch solche Interaktionen der Informationsgehalt der Sendung abnahm. Wenn Sie einen Moderator suchen, der Politikern nur ein kostenloses Forum zur Selbstdarstellung bietet, dann sollten Sie eine Person wie Frau Christiansen wählen. Diese Form der Talkshow hat der Zuschauer längst durchschaut – Sie sicher auch – langweilig, brechreizerregend, das Übliche!
Wollen Sie die Sendung aufwerten, brauchen Sie einen Moderator mit Profil! Herr Plasberg hat dies gezeigt. Ein Moderator darf kein „Weichspüler“ sein. ...."
Vielleicht hilft's ein wenig!
Meinen herzlichsten Dank an den Autoren Michael Hanfeld und auch an die FAZ, die die Bühne für einen solch differenzierten und treffenden Journalismus bietet. Selten hat ein Artikel in der deutschen Presse in den letzten Monaten so meine persönliche Sichtweise wiedergegeben wie dieser.
Bei dieser Gelegenheit möchte ich einen Appell an die FAZ richten: Bleibt weiter so kritisch und habt auch mal den Mut Journalisten zu Wort kommen zu lassen, die gegen den wirtschaftsliberalen Mainstream in Deutschland anschreiben. Das ist (zumindest bei überregionalen Blättern) eine echte Marktlücke in Deutschland, die euch die Position als journalistisches Schwergewicht im deutschen Blätterwald sichert.
Es ist Sabine Christiansen gelungen, das Niveau einer Sendung, die der politischen Information dienen sollte, auf das Niveau einer Talk-Show der privaten Sender herabzudrücken und dabei noch den Eindruck zu erwecken, bei ihr werde Wissen vermittelt. Das ist eine respektable Leistung.
Schlimm daran ist vor allem, dass der Wissenschaft-Unrat von der ökonomischen Notwendigkeit verbreitet werden konnte, man müsse nur die Besserverdienenden noch besser stellen, damit es denjenigen "besser" gehe, die bisher schon benachteiligt waren und die auf diesem Wege noch schlechter gestellt werden, wie nicht zu übersehen ist.
Sabine Christiansen war entweder das willfährige Organ starker Lobbyisten (Bertelsmann-Stiftung, INSM u.a.) oder einfach viel zu oberflächlich, um zu wissen, was sie eigentlich treibt.
Was für eine Fehlleistung.
So sehr ich die Kritik inhaltlich teile, an manchen Stellen geht es doch ein wenig unter die Gürtellinie - so z.B. wenn von der ehemaligen Stewardess gesprochen wird.
Ja, aber auch ich bin froh, wenn ich beim Sonntagsabendzappen nicht mehr versehentlich in die SC-Sendung geraten kann. Ich wünsche Anne Will alles Gute für die Nachfolge und vor allem mehr Biss.
...ist dem nichts hinzuzufügen. Außer vielleicht das lang ersehnte, freudige "Ciao Christiansen".
Wo nichts war, kann auch nichts bleiben.!Die "Christiansen" erfährt durch den kritischen FAZ Beitrag meiner Meinung noch eine unverdiente Aufwertung.
Seit 1998 also waren die Sonntage erfüllt mit überflüssigen Geschwafel, ausgesprochen dummen Fragen und oft noch weitaus dümmeren Antworten? Das Ende naht! Wie herrlich!
Jedes Wort, dass über SC in den letzten Jahren gesprochen oder geschrieben wurde, war genauso überflüssig, wie diese Sendung. Weshalb dieses Wachsfigurenkabinett so lange auf Sendung bleiben konnte und weshalb nach der ersten Sendung überhaupt noch irgendjemand zugeschaut hat, ist mir absolut unverständlich. Ist Deutschland wirklich so hohl, wie es Frau SC jeden Sonntagabend vorgeführt hat? Offensichtlich.
Fazit:
Jedes Bevölkerung hat die Regierung und die "Stichwortlieferanten" (Ich weigere mich, SC als Moderatorin zu bezeichnen) die es verdient.
ganz meine meinung, ich bin nur froh dieses schmierentheater nicht länger ertragen zu müssen! ein grund weniger als junger mensch deutschland den rücken zu kehren aber ob es reicht?! ich glaube nicht...
Tut mir leid, ich habe den Kult um Christiansen nie verstanden.
Sie könnte auch den umgekehrten Weg der Arabella Kiesbauer gehen und nach ihrer Polittalkshowlaufbahn in die Vormittagstalkshows wechseln.
Vielleicht mit Sabine - heute das Thema "politische Korruption gegen Sozialschmarotzer. Wir laden ein, Politker, Rentner und Hartz 4 Empfänger zum geselligen Pläuschchen um 11:15 Uhr.
Bei Frau Kiesbauer lief es anders herum. Erst schmockige Talkshows und dann eine eigene Sendung auf N24.
Im großen und ganzen unterscheiden sich solche Sendungen nicht voneinander.
Sie dienen dem sogenannten Entertainment.
Ich mag beide Genres nicht.
Bei den einen talkt es sich ein wenig zu asig, bei den anderen zu sinnentleert. Man kann sich jetzt aussuchen was da auf welches Genre passt.
Aber beides hat wohl Quote, sonst würde man nicht alle Nase lang irgendwelche Nachfolger auf die Stühle setzen.
Das Feuilleton - und besonders dieser Artikel - sind doch das Beste in der FAZ. So finde ich auch hier absolut keine Stelle - und dies ist ganz gegen meine Gewohnheit -, an der ich etwas rummeckern könnte. Schon verdächtig gut!? Vielleicht nur eine bescheidene Frage?
Wann machen wir die Christiansen endlich zur Kanzlerin?
Ich zitiere aus dem kommentierten Beitrag. Man muß nichts hinzufügen, sondern den Kern nur herausheben:
"Das Eigentümliche der Sendung war und ist, dass Sabine Christiansen als durch und durch unpolitische Person mit ihrem fehlenden Erkenntnisinteresse perfekt zu den medienfixierten Jahren der rot-grünen Koalition passte.[..]Der Populismus, der sich in der Formulierung der Themenwahl ausdrückte, das Eintreten für die Belange des kleinen Mannes war nirgends mehr Pose und bald unerträgliche Attitüde.[...]Bei Christiansen fühlen sich alle geborgen, haben sich an die Ersatznahrung, an die Diffamierung jeder sachlichen Kontroverse als überflüssigen Streits und an das Personal gewöhnt.[...]Man will nicht glauben, dass es ein Land gibt, das ein solches Wachsfigurenkabinett als Vorbeter verdient hat."