Gute Laune bei den Länderchefs vor der Verabschiedung des zwölften Rundfunkänderungsstaatsvertrags

Öffentlich-rechtlicher Rundfunk

Die fetten Jahre kommen

Die Folgen der Weltwirtschaftskrise kennt das öffentlich-rechtliche Fernsehen nur vom Hörensagen. Es ist bei den Gebühren und im Internet auf Wachstumskurs und wird dabei von der Politik, anders als in England, nicht gebremst. So lässt es sich leben - nur auf wessen Kosten? Von Michael Hanfeld

Lesermeinungen zum Beitrag

01. Januar 2009 18:59

Also eines ist komisch

gisbert heimes (gisbert4)

Hier wird immer auf das schlechte Programm (Volkes Geschmack) der ÖR eingedroschen. Guckt doch einfach nur die guten Sendungen, vergleicht dann mal mit den Privaten (Volkes Geschmack), und schon sind die elitären FAZ-Leser glühende Anhänger von ARD + ZDF ;-)

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01. Januar 2009 18:04

England, du hast es besser!

Karl-Heinz Andresen (khaproperty)

Was haben die ö.-r. im Internet überhaupt zu suchen. Es reicht völlig, ihre Programme einschließlich der inoffiziellen Regierungspropaganda per TV zu vertreiben. Das ist schon schlimm genug. Da liegen die englischen Gerichte richtig. Das unverschämte Unterfangen der deutschen ö.-r. Sender, die Internetverbindungen zu verstopfen mit ihrem Müll - und sich dafür Zwangsabgaben staatlich zuteilen zu lassen - ist mehr als eine Zumutung. Das grenzt an Körperverletzung. Auf diese Weise machen die das Internet zum Volksempfänger.

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01. Januar 2009 16:18

Die Allianz der öffentlich-rechtlichen Sender und der Politik

Michael Arndt (Mikel1962)

ist doch nun schon seit Jahren augenscheinlich. Die Politik winkt Gebührenerhöhungen maximal nach einer gewissen Schamfrist durch. Dass die Steigerungen immer über den normalen Preissteigerungsraten liegen, wird mit den Besonderheiten der Preise im "Medienbereich" (die angeblich immer stärker steigen, als andere anderen) begründet. Im Gegenzug wird eine Hofberichterstattung geliefert, an der sogar Ludiwg XIV. seine wahre Freude gehabt hätte. Hat schon einmal jemand eine Kameraeinstellung aus dem Bundestag (oder sonstigen -tagen) gesehen, die zeigt, dass nur 5 % der Parlamentarier einer Debatte beiwohnen? Dadurch erreicht man aber insbesondere, dass politische Opposition nicht mehr vernünftig stattfindent. Ohne Öffentlichkeit gibts da nun mal keinen Erfolg...

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01. Januar 2009 12:14

Großer Gewinn

Martin Eiermann (Eiermann1)

Also ich finde Tagesschau, heute und andere Videos im Netz, wie man neu- und jugenddeutsch sagt, einfach geil. Nachrichten oder Dokumentationen gucken, wann es mir gefällt, und nicht, wann sie aus dem Fernseher kommen. Das ist schon ein riesiger Mehrwert.

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22. Dezember 2008 20:08

Die fetten Jahre sollen erst kommen?

Wilhelm Friedrich (WillyF)

M.E. sind sie schon da: z.B. in Form unzähliger Filme mit Christine Neubauer, die uns jeden zweiten Abend in den unterschiedlichsten Situationen, aber immer als Suchend-schmachtend-Bereite u.a. auf ihr üppiges Dekolleté schauen lässt, das wir ARD-Zuschauer angesichts krass ansteigenden neubauernden Programmsättigung, der vielen Wiederholungen und wegen der penetranten Kameraführung mittlerweile in- und auswendig kennen. Könnte man die Milliarden GEZ-Gebühren nicht auch mal dafür ausgeben, Frau Neubauer in die wohlverdiente Rente zu schicken und eine andere Frontfrau - vielleicht mit einer anderen Oberweite (?) - für die wuuuuunderhübschen und in ihrer Vielfalt eiiiiiinzigartigen Rosamunde-Pilcher-Verfilmungen zu finden, die viele von uns bis zum Erbrechen (und danach) schauen müssen, weil sie zum Teil infolge ihrer Demenz ans Pflegebett gefesselt sind... Spaß beiseite: Die ARD muss aufpassen, dass sie nicht immer stärker ein Fernsehprogramm für die über Achtzigjährigen produziert - ganz im Sinne Udo Lindenbergs Song "Der Greis ist heiß". Dem wird auch weiterhin das Dekolleté von Frau Neubauer gefallen. Aber was machen all die unter Achtzigjährigen, die nicht an ihr Bett gefesselt sind? Ich hoffe: Um- oder besser noch abschalten!

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22. Dezember 2008 18:39

Die richtige Lösung ist so einfach!

Rolf-Dirk Maehler (RDMAEHLER1)

Wenn unsere hochverehrten Politiker, Kirchen und Gewerkschaften dieses sogenannte Öffentlich-Rechtliche System unbedingt wollen, dann könnte man doch den Weg des privaten Bezahlfernsehens gehen: mit einem Dekoder und einem entsprechenden Abonnement. Das wäre für mich eine freie Gesellschaft mit freien Medien. Ein steuerähnliches Zwangssystem ist gänzlich überflüssig. Aber man kann darauf wetten: Das wird es nicht geben, weil so viel Freiheit nicht gut für den Bürger ist. Die Deutschen muß man zu ihrem "Glück" zwingen. Übrigens, um konsequent zu sein werden ja Computer schon einbezogen, der nächste Schritt sind dann Mobiltelefone usw. usw. Viel Spaß noch in Deutschland.

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21. Dezember 2008 18:06

Unabhängiges Programm???!????

Marcel Meier (MarcelMeier)

Ich bitte die Kommentatoren mal hinzusehen wenn der WDR seine "weit Links von der Mitte Reportagen" ausstrahlt. Parteienlandschaft pur, aber wer beißt schon die Hand welchen einen füttert und all diese warmen Sessel für ausrangierte Politiker........

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21. Dezember 2008 18:04

Frei nach Peter Lustig ( der aus dem Bauwagen...Löwenzahn..)

Marcel Meier (MarcelMeier)

Einfach abmelden!

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21. Dezember 2008 18:03

Naturkonstante GEZ

Rüdiger Drischel (rudyguy)

Das Leben kennt Höhen und Tiefen, jeder Tag bedeutet Veränderungen, Unbekanntes und Risiko. Ausnahme: die deutsche etatistische Bürokratie und das öffentlich-rechtliche Medien-Universum. Sie sind der Fels in der Brandung, die ultimative Sicherheit (für ihre eigenen Mitarbeiter). Sie sind eine Konstante in Raum und Zeit - vergleichbar der Zahl Phi. Muss jetzt die Evolutionstheorie überarbeitet werden?

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21. Dezember 2008 18:00

War da nicht etwas wie etwa Gewaltenteilung und Demokratie?

Rolf-Dirk Maehler (RDMAEHLER1)

Bedauerlicherweise gewinnt man immer mehr den Eindruck es mit einem mafiaähnlichen System zu tun zu haben. Weder die Landesparlamente, noch Gewerkschaften oder Kirchen und wer sonst noch alles da mitmischt sind daran interessiert den "öffentlich rechtlichen Gedanken" zu pflegen. Es handelt sich nur um Geldquellen für die beteiligten Gruppen. Der Bürger sollte endlich und möglichst bald die einzige verbliebene Möglichkeit nutzen und die Bundes- und Landespolitiker bei den anstehenden Wahlen abzustrafen. Schwierig wird es lediglich, weil keine der antretenden Parteien eine wirkliche Alternative ist. Bleiben also nur griechische Verhältnisse.

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21. Dezember 2008 17:41

Richtige Diagnose mit unzureichender Strategie

Karl Friederichs (KFrieder1)

Dass es für den Politiker wichtiger ist, den Rundfunk mit Budgeterhöhungen zu schmieren als dem kleinen Rentner oder HartzIV- Empfänger mehr Geld zukommen zu lassen, verwundert nicht. Der kleine Mann hat nur eine Stimme. Der Journalist ist Multiplikator für die Regierungspolitik (notfalls - wie im jüngsten Bild-Fall - auch mit Zuckerbrot + Peitsche). Die schlichte Klage der Zeitungsverleger über die Verschwendung sieht erst mal nach Neid aus und überzeugt nicht so richtig. Gewichtig würde sie erst, wenn die Zeitungsverleger selbstkritisch die Lage der Pressefreiheit in unserem Land aufarbeiten würden und damit den Verfassungsrichtern deutlich machen könnten, dass es um die Pressefreiheit schlecht bestellt ist, weil es nur ein paar Zeitungen gibt, denen es so gut geht, dass sie in der Berichterstattung keine Rücksicht auf die Anzeigenkunden nehmen müssen (vgl. zB Beispiel: Lidl-Fälle). Erst wenn der Richter versteht, dass zB die Presse ein Internetgeschäft ohne Wettbewerbsverzerrung benötigt, um nicht zum Anzeigenblatt zu mutieren, kann Karlsruhe was ändern. Denn nötig ist das Inernet für das TV kaum. Berlin wird nicht helfen, da politisch unabhängige Menschen (zB Journalisten) für die Politiker ein nicht gewolltes Risiko sind.

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21. Dezember 2008 17:30

Innovationsfeindliche Medienpolitik

Horst Scharnhorst (horstscharnhorst)

ARD und ZDF behindern die Entwicklung einer modernen, zukunftsweisenden, mobilen Medienlandschaft in Deutschland. Mit im Durchschnitt 72jährigen Zuschauern, die sich bei ARD und ZDF versammeln, haben die Anstalten keine Zukunft mehr. Aber Deutschland ist auf junge, aktive Medienschaffende angewiesen. Was könnte man alles mit 7,3 Milliarden Euro anfangen. In schlanken, effektiven neuen Einheiten. Laßt uns die Idee "öffentlich-rechtlich" neu erfinden. Macht den selbstgefälligen, alten Managern in ARD und ZDF und deren versorgungsbedachten Kontroll-Politikern, die das digitale Zeitalter überhaupt nicht kennen, endlich Beine. Deutschland leidet unter ARD und ZDF!!! Und damit auch die Modernität des Standortes Deutschland. ARD und ZDF verspielen die mediale Zukunft unseres Landes. Das muß den Provinz-Politikern in Mainz, Stuttgart, München oder anderswo endlich klar gemacht werden. Von wem?

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21. Dezember 2008 17:11

zu faz gefra (Gefra)

Maria Gruber (marilu1)

das mag ja stimmen nur die Geringverdiener können sich weder die FAZ noch eine andere Zeitung täglich leisten. .. Und wer die FAZ oder ähnlich teure Zeitungen abonniert der macht das eben nicht zwangsweise und genau da liegt der Unterschied. Ja ich war einmal Mitglied einer Volkspartei als mein Einkommen zu gering wurde konnte ich die Mitgliedschaft aufgeben. Ja auch die FAZ kann ich abbestellen. Die ÖR sprich GEZ aber eben nicht, selbst wenn ich sie nie in Anspruch nehme. Noch einmal ich will kein staatlich gelenktes TV oder Radio Programm . Aber eine Zwangsgebühr die mehr als 1,5 % des Haushaltseinkommen einer dreiköpfigen Familie ausmacht ist einfach zuviel erst recht wenn man bedenkt dass Hartz IV Empfänger die eben ein höheres Netto Haushaltseinkommen haben keine GEZ zahlen müssen.

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21. Dezember 2008 17:00

Die Öffentlich-Rechtlichen sind so unverzichtbar wie die FAZ ;-)

gisbert heimes (gisbert4)

Die größere wirtschaftliche Unabhängigkeit des angeblichen 'Staatsfernsehens' garantiert aufs Ganze gesehen eben eine von wirtschaftlichen Interessen weitgehend unabhängige Information. Für 17.98 € bekommt man übrigens nicht nur gute und schlechte TV- und Radioprogramme sowie ein umfängliches Online-Angebot. Sondern auch die Tage alter Musik in Herne.

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21. Dezember 2008 16:58

Niemand will die struktur und das Recht der Länder beschneiden. Nein nur bezahlt

Maria Gruber (marilu1)

werden soll es aus Steuergeldern genau wie der Staatsvertrag nun die Finanzierung durch die Gebühren die die Länder festlegen ist das so zu lösen dass eben der Anteil durch den Steuerzahler der Länder erbracht wird. Es geht darum in Deutschland staatliche Aufgaben eben zumindest überwiegend vom Steuerzahler aus der Steuerkasse zu belasten und die kleinen Einkommen zu entlasten und somit eben einen Impuls zu mehr Investitionen zu geben. Niemand will ein Staatsfernsehen aber alleine die Kosteneinsparung der GEZ sind viele hundert Millionen also ein Kostenanteil den dann niemand finanzieren müßte gäbe es die GEZ nicht.

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21. Dezember 2008 16:19

Unser totalitäres Staatsfernsehen mit Erziehungsanspruch gehört abgeschafft.

Uwe Reinking (idoc)

Ich kann dem Tenor der meisten (und zustimmend bewerteten) Kommentare nur beipflichten. Die Qualität des linken Staatsfernsehens ist auf DDR Niveau angekommen. Erziehungsdiktatur und Political correctness statt unabhängigem Denken. Ich schaue mir das schon lange nicht mehr an und gehe grundsätzlich auf keine Portale öffentlich rechtlicher Sender. Die Zwangsgebühr zahle ich aber auch leider - legal kaum zu umgehen, wenn man einen Fernseher besitzt. Zum Trost: immerhin muss man sich den Mist nicht ansehen, in anderen Staaten mit Meinungsdiktatur hat man noch weniger Möglichkeiten, auszuweichen. Dem gesamten öffentlich-rechtlichen Rundfunk würde ich keine Träne nachweinen. Mfg Dr. U. Reinking

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21. Dezember 2008 16:19

Änderung bringt erst der demografische Wandel

rene dustmann (reduma)

solange das Durchschnittsalter der werten Guck- und Hörerschaft < 75 liegt wird´s wohl noch so weitergehen. Aber das ist ja nicht mehr lange ;)) Diese Informationsversorgungsämter sind ein Relikt und gehören abgeschafft: wenn der Staat, sprich die Politiker einen Staatsfunk für nötig halten dann sollen sie ihn aus den Steuereinnahmen zahlen. Dann tippt der Wähler alsbald den längst überfälligen Wandel und die hehren Heilsversprechen lösen sich in nullkommanix in Rauch auf. Na ja, noch ein paar Jahre...

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21. Dezember 2008 16:12

Was bekommt man für 17,98

faz gefra (Gefra)

Man darf dabei allerdings nicht vergessen, was man für die 17,98€ alles bekommt: Das sind in der Summe ca. 15 Fernsehprogramme + über 50 Radioprogramme + ein reichhaltiges Online Angebot mit live stream und "Audio on demand". Zum Vergleich: Ein Abo der FAZ (inkl. Sonntagszeitung) kostet 43,50€. Dafür bekomme ich Nachrichten in Papierform, die während der Druckphase eigentlich schon veraltet sind. Einzig und allein die Hintergrundberichte würden den Kauf einer tagesaktuellen Zeitschrift rechtfertigen, der Preis dafür ist mir allerdings zu hoch. Das Online Angebot der FAZ (oder anderer Zeitungen) ist ganz nett, aber bietet mir auch keinen größeren Mehrwert gegenüber tagesschau.de oder heute.de Das soll natürlich nicht darüber hinwegtäuschen das es trotzalledem ein immenses Sparpotential bei den öffentlich-rechtlichen Anstalten gibt, aber ich finde das reichhaltige Angebot (gerade im Vergleich zu dem einer Tageszeitung) relativiert die Höhe der Gebühr.

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21. Dezember 2008 15:56

Hauptmerkmal eines inflationistischen Unternehmens

Sophia Orti (rum)

"So wächst der öffentlich-rechtlich-industrielle Komplex unaufhörlich, die um ihre wirtschaftliche Zukunft kämpfende freie Presse drückt er an die Wand und behauptet, den einzig wahren Journalismus darzustellen. Die Folgen der Weltwirtschaftskrise kennen sie bei ARD und ZDF nur vom Hörensagen. Dort fangen die fetten Jahre gerade erst an." --- Während die Masse verarmt, sie "gewinnen" aus ihrer Machtstellung (wie Monopolstellung) immer mehr Kapital. Das ist ein Hauptmerkmal von Inflation. Eigentlich nicht gewonnenes Kapital, sondern gestohlenes Kapital, weil die Kunden keine Alternative als ihnen das Geld zu geben bleibt. Inflation ist Betrug, höchst unsozial. Eine Regierung, die so was fördert, kann man kaum als demokratisch bezeichnen, denn, wenn sie gewählt werden, dann wegen Betrug und Lüge, die sie auch durch öffentlichen-rechtlichen Rundfunkanstalten verbreiten.

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21. Dezember 2008 15:03

Eigentlich gar nicht so schlecht...

Gerd Haid (Haide)

Meiner Meinung nach ist der Öffentlich-Rechtliche Rundfunk eine unserer wichtigsten Medieninstitutionen. Man sollte sich alternativ vorstellen, wenn es diese Art von Rundfunk nicht gebe: es wäre sicherlich mit einem drastischen Niveau-Niedergang zu rechnen. Ich sehe dem Wachstumskurs der Ö-R-R sehr positiv entgegen, denn vielleicht wird die Zeit noch kommen, in welcher unsere Kinder nicht mehr irgendwelche Verblödungs-Talkshows ansehen müssen, die ihr Wachstum durch die Darstellung von Nivaulosen-Entwürdigungen erreicht und ihnen durch billige (manipulative) Webung das Geld aus den Taschen zieht. Zudem wird meines Achtens nach die Presse nicht darunter leiden, vielmehr wird sie von der allgemeinen Niveauanhebung profitieren.

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21. Dezember 2008 14:14

Für die Verflechtung von Politik und öffentlich-rechtlichem Rundfunk gilt aber …

Stefan Pohl (friedrich_leipzig)

… auch wie sonst im Leben: »There’s none such thing like a free lunch«. Will heißen: Die Politik erwartet eine Gegenleistung für das großzügig überlassene Geld der Gebührenzahler. Immer mehr Recipienten nehmen wahr, daß sie deshalb von den Öffentlich-rechtlichen nur noch sehr unzureichend informiert werden, daß ihnen eben gerade so viele Informationshäppchen überlassen werden, wie es der eng gesteckte Rahmen der Political Correctness erlaubt. Längst wird der Hörer nicht mehr so umfassend informiert, daß er sich selbst eine Meinung bilden kann, sondern er ist zum Objekt staatlicher Erziehungsbemühungen geworden. Die Informationslücke füllen derzeit freie Blogs aus. Wenn nun die unabhängige Presse sich dazu durchringen könnte, ihre Freiheit von staatlicher Alimentierung auch dadurch zum Ausdruck zu bringen, daß sie eben diese Selbstbeschränkungen der Political Correctness ignoriert, müßte ihr um die Zukunft nicht Bange sein. Werden Sie kämpferisch (darin werden ihnen die Öffentlich-rechtlichen nie Konkurrenz machen), klären Sie z. B. über den Klimaschwindel auf, über Integrationsprobleme, schreiben Sie einfach wieder Alte Rechtschreibung, nutzen Sie, wie die politischen Blogs, die Meinungsfreiheit, solange wir sie noch haben!

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21. Dezember 2008 14:13

Guter Beitrag - aber wann wird endlich etwas getan!

Alex Merck (AlexM3)

Die deutschen ÖR-Sender, deren Kassier- und Existenzberechtigung auf einer Lage beruht, die seit über 30 Jahren bereits durch Fortschritte der Technik überholt ist, gehören zum dreistesten Instrument einer Staatsbürokratie weltweit (und die paar gewählten Politiker ändern es nicht, weil ihre Wahlchancen auch davon abhängen). Die angebliche öffentliche Meinung wird von den Sendern gemacht - und ihrem meist 68er Personal haben wir einen (angeblichen?) Linksruck und andere politische Entwicklungen wie einen Trend zu mehr Staat und weniger Freiheit mehr zu verdanken als der realen Meinung der Bevölkerung. Was diese Sender senden, hat nichts mehr mit Informationsauftrag zu tun - und das ist offensichtlich. Im Radiobereich ist es - abgesehen von zwei Flagschiff-Programmen (DLF, DRKultur) noch schlimmer als im TV-Bereich. Wir müssten mindestens so weit einengen, wie es die Britten schon begonnen haben -oder auf das US-Vorbild "National Public Radio" übergehen, gut überwacht auf Neutralität, gebührenfrei (wenn der Staat (als Organisation) Radio machen will, dann finanziert er gefälligst aus den Steuereinnahmen und nicht durch zusätzliche Gebühren). Jede Gesetzgebungsdebatte etc. muss voll übertragen werden.

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21. Dezember 2008 14:12

Die übliche öffentlich-rechtliche Schelte

M. Bäuml (mbaeuml)

Diejenigen, denen hier schon wieder der Mund schäumt, ob der überteuerten Zwangsfinanzierung des hiesigen öffentlich-rechtlichen Rundfunks, sollten sich bitteschön vor Augen halten, dass die Beiträge hierzulande mit durchschnittlich 0,75% des Pro-Kopf-Bruttoinlandsproduktes unter dem Durchschnittswert aller europäischen Länder liegen und schon seit Jahren nicht einmal mehr an die Inflationsrate angepasst wurden. Und alle, denen auch das zu viel ist, sollten sich abschrecken lassen vom Fernsehprogramm in Ländern, die sich diesen sog. "Luxus" nicht leisten und deren Fernsehpublizistik statt von parteigebundenen Aufsichtsräten qua Werbezeitlizensierung von den Marketingabteilungen einiger Großkonzerne bestimmt wird. Im Übrigen finde ich es recht penetrant, wenn von den Schreibern großer deutscher Zeitungsverlage so plump und so ausdauernd Meinung zu machen versucht wird, statt die Herausforderung anzunehmen und mit qualitativ hochwertigem Journalismus und innovativen Ideen die Konkurrenz anzunehmen.

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21. Dezember 2008 13:58

Der war gut, Herr Zorn

Torsten Klier (TorstenKlier)

echt, ich hab mich weggeschmissen. Eine "unabhängige Radio- und Fernsehlandschaft" bieten uns also die Zwangsbeglücker. Klar, eh, alda, voll krass total unabhängig.

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21. Dezember 2008 13:52

Das wäre das wirksamste Konjungturprogramm

Maria Gruber (marilu1)

Ja jeder Haushalt hätte sofort rund 18 € mehr im Monat ist es nicht pervers wenn die Politiker darüber nachdenken wie sie den Leuten Erleichterung verschaffen wo doch die Rundfunk und Fernsehgebühren allen Bürgern wirklich helfen würden und die Regierung beim ganzen Volk wirklich punkten könnte und sicher wäre,dass genau die Kleinen Leute die ja alles besonders belastet so zu entlasten wären.

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21. Dezember 2008 13:43

...was soll der Neid?...

Hans-Dieter Zorn (hdzorn)

...lange hat man den öffentlich rechtlichen Fernsehanstalten vorgeworfen und modern und rückständig zu sein...! Jetzt, da sie mit der modernen Medienlandschaft auf Augenhöhe sind, werden sie zur Konkurrenz. Natürlich gibt es die Gebühren und wenn man sie bezahlen muss, ist das immer unangenehm. Aber wir bekommen dafür eine einigermaßen unabhängige Radio- und Fernsehlandschaft mit regionalen Programmen und Besonderheiten, das ist mir allemal lieber als Medienmogule wie Berlusconi oder Murdoch, die ihre Rundfunk-und Fernsehsender nach "Gutsherrenart" führen und regieren.

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21. Dezember 2008 13:27

Eine Schande

Johannes Fröhlich (Tschonni)

Es war jung, es war innovativ und es war einzigartig - Polylux. Das wird wohl auch der Grund gewesen sein, warum die ARD es abgeschafft hat. Denn junges Fernsehen, wenn es wie bei türkisch für Anfänger auch noch gelungen und intelligent ist, scheint nicht in die Philosophie der Rundfunkanstalten zu passen. Vielleicht versteht die ARD aber unter "junges Fernseh" einfach einen Florian Silbereisen, mit seinen gerade erst 27 Jahren..

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21. Dezember 2008 12:59

Richtige Diagnose aber wo bleibt die Zwangsdiät?

Michael Menzel (Galenos)

In Deutschland wütet das teuerste Rundfunksystem der Welt. Nun, eigentlich stellt es schon selbst eine Parallelwelt dar. Die Kosten sind absurd angesichts der Sorgen im sozialen Bereich der zwangsbefunkten Bundesbürger. Der Schlussatz : "So läßt es sich leben - nur auf wessen Kosten?" Ist ja wohl eine überflüssige, wenn auch rhetorische Frage. Man muß sich doch klarmachen, daß es unmöglich ist, für 7000.000.000 EUR eine Radio und Fernsehproduktion darzustellen. Man müßte allen Zusehern vergoldete Empfangsgeräte gratis zur Verfügung stellen und man müßte ein Programm produzieren, das sich heute noch niemand inhaltlich und technisch vorstellen kann - weil es so etwas vielleicht in 50 Jahren geben wird aber doch nicht heute. Diese abgepressten Summen, die ja nur nur zu einem Bruchteil für die wahren Akteure verbraucht werden, fließen in Bereiche die mit dem Etikett nicht mehr das Geringste zu tun haben. Es handelt sich um eine gigantische Steuer für die den Geschädigten noch nie eine nachvollziehbare Rechenschaft abgegeben wurde. Wollen das die gewählten Volksvertreter weiter so munter fortführen?

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