Würde es sich hier um "Wer wird Millionär?" handeln, hätten Sie recht. Das ist Unterhaltung und etwas anderes wird auch nicht suggeriert. Schon vom Titel her liegt "Die Weisheit der Vielen" anders, denn dieser Titel klingt durch-und-durch seriös. Und darin genau liegt das Problem: ja, es ist Unterhaltung; aber etwas anderes wird suggeriert - und das ohne viel Ironie.
..denn leider wird Allgemeinwissen zunehmend vernachlässigt, ja sogar verachtet und ironisch betrachtet. Dieser Volksverdummung muß man entgegen treten, aber diese Sendung scheint sie wohl offen zur Schau gestellt zu haben..
Wie viele Probleme in der Gesellschaft sind da die Medien, aber auch die Bildung u die Erziehung sowohl im Elternhaus als auch in der sozialen Umgebung in der Verantwortung.Dort muß sich einiges tun, auch im Unterrichtsstoff u der Ausbildung der Lehrer, die selbst zunehmend die Allgemeinbildung ihrer Schüler teilweise sogar bestrafen, nur weil sie selbst dann dumm da stehen..
Die Masse bestimmt nicht nur Bildungsziel, Unterhaltung, sondern auch die Regierung. Der nächste Schritt ist dann die Basisdemokratie. Na, dann viel Spaß damit.
Unterhaltung hin oder her. Wie gut muß das Honorar sein, um sich als "humanistisch Gebildeter" vorführen zu lassen? Meinen Fernseher kann ich , Gott sei Dank, immer noch ausschalten. Mein Radio ist schon seit 4 Jahren kalt. Ärgerlich, daß ich trotz Nichtnutzung GEZ zahlen muß. Aber das ist ein anderes Thema. :-)
Man kann Günther Jauch nicht ankreiden, daß so eine Trivial-Pursuit-Fernsehshow nichts mit echter Bildung zu tun hat. Es ist Unterhaltung, mehr nicht. Der Irrtum liegt beim Rezensenten, nicht beim Moderator.
Günther Jauch besitzt eine klassische humanistische Bildung, ebenso wie Thomas Gottschalk übrigens, und macht sich wahrscheinlich im Gegensatz zu vielen anderen Medienschaffenden keinen Augenblick Illusionen über den Bildungswert von "Wer wird Millionär". Was die gebildeten Moderatoren seiner Generation so angenehm macht ist ihre auf ihrer Bildung basierende Leichtigkeit, Integrität und ironische Distanz, egal wie banal die Sendung ist, die sie präsentieren. Leider ist der jüngste dieser Art, Hape Kerkeling, auch schon über 40, und dem Nachwuchs ist häufig anzumerken, daß er von der Unterhaltungsindustrie gebildet und sozialisiert wurde.
Ich habe die Sendung nicht gesehen, aber wenn der Beitrag den Inhalt auch nur annähernd korrekt darstellt, scheint sich Jauch in unverantwortlicher und zynischer Weise als Volksverdummer zu betätigen. Wahrlich ein Abstieg!
Jauch sitzt auf einem absteigenden Ast. Er wirkt seit langem schon müde. Eigentlich kein Wunder, wen jemand seine Intelligenz "Perlen" so vor die Säue zu werfen hat. Es wird flacher und flacher! Jauch sollte lieber seinen Abschied nehmen. Geld hat er genug verdient, jetzt verspielt er nur noch sein Ansehen, dazu gewinnen kann er nicht mehr.