Waren die Zellen in Stammheim verwanzt?

Herbst 1977

Haben Geheimdienste die Verabredung zum Selbstmord der RAF-Häftlinge belauscht?

Beamte des Staatsschutzes und verschiedener Geheimdienste haben möglicherweise die Verabredung der RAF-Führung zum gemeinsamen Selbstmord im Herbst 1977 über Wanzen mitgehört - und nicht verhindert. Diesen Verdacht legen 30 Jahre lang geheimgehaltene Dokumente und Zeugenaussagen nahe, wie die NDR-Dokumentation „Die RAF“ belegt.

Lesermeinungen zum Beitrag

10. September 2007 13:54

Warum wurden die Maulwurfs-Anwälte nicht vor Gericht gestellt?

Frank-Werner Krahl (jwg1749)

Eines verstehe ich nicht:
Diejenigen RAF-Anwälte, die die Kommunikation der Inhaftierten mit ihren Komplizen draußen fortwährend durch den "Schmuggel" von Botschaften (u.a. Anweisungen zu Entführung und Mord von Geiseln!) ermöglicht haben, haben sich doch zweifellos mitschuldig an den Verbrechen der RAF gemacht.
Hat man von diesem Kommunikations-System und der "Komplizenschaft" der Anwälte bislang nur nichts gewußt, oder weswegen erhebt man keine Anklage gegen sie?

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10. September 2007 13:02

Ein Demokratie muss Stärke zeigen

Josef Bujtor (Mramorak)

Wer will, dass die Demokratie überlebt, muss ihr Stärke zugestehen. Die Gegner einer gesunden und wehrhaften Demokratie wollen keine Demokratie. Wer wahllos auf wehrlose Menschen schießt hat seine eigene Menschlichkeit verspield. Auch wer gezielt auf Menschen schießt, die er aus idelogischen oder sonst welchen Gründen nicht mag, ist nur ein wildes Tier.
Ich höre schon die moralisch und intellektuell bankrotten Sympathisanten der RAF schreien. Solen sie.

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09. September 2007 14:55

Seit 30 Jahren treibt mich eine Frage um:

Hartmut Schliefkowitz (Kapau2007)

War der Rechtsanwalt Schily als "Maulwurf der Dienste" tätig?

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09. September 2007 12:57

RAF Selbstmord ?

Jürgen Lummerich (TeufelNett)

Es gibt mittlerweile zu viele, auch ehemaliges Bewachungs- und Führungspersonal die den Verdacht auf Mord durch einen asiatischen Geheimdienst der Presse berichtet haben.

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09. September 2007 11:42

gibt es sonst noch was neues?

Carl Michael Ruyter (Carlruyter)

So what?

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09. September 2007 00:55

Trotz Abhören nichts vom internen Kommunikationssystem der RAF gemerkt???

C. Halt (Bleisoldat)

Es ist schon merkwürdig, dass Polizei und Verfassungsschutz, obwohl sie seit 1975 die Möglichkeit gehabt haben, die Stammheimer RAF-Terroristen ständig abzuhören, von dem internen Stammheimer Kommunikationssystem der RAF-Terroristen angeblich nichts bemerkt haben. Auch von den Waffen, die in Kassibern von den RAF-Anwälten hereingeschmuggelt worden sind, hat man bis zum Selbstmord von Baader, Ensslin und Raspe am 18. Oktober 1977 nie was bemerkt, obwohl in den Zellen Abhörwanzen versteckt worden sind. Polizei, Verfassungsschutz und Gefängnisverwaltung hätten auch die Möglichkeit gehabt bei Abwesenheit der RAF-Häftlinge (z.B. beim "Hofgang" auf dem Anstalts-Dach oder während des Prozesses in der eigens hierfür errichteten Turnhalle) die Zellen von vorne bis hinten nach Waffen und anderen verdächtigen Gegenständen umzudrehen.
Entweder war das Gefängnis Stuttgart-Stammheim damals ein ziemlicher Sauladen oder wir wissen trotz der aktuellen Veröffentlichungen des Spiegels noch lange nicht die ganze Wahrheit.

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08. September 2007 19:12

Es wäre nur vernünftig gewesen

Christoph Rohde (prediger1)

Es wäre nur zu vernünftig, wenn man die Terroristen abgehört hätte, um Schleyer zu retten. Und wenn deren Selbstbestimmung unter diesen Umständen geachtet hätte... Diese Rechtsstaatskantianer, die jetzt wieder moralisieren, solange nicht ihr Vater oder ihr Sohn getötet wurde, haben kaum eine Vorstellung von wehrhafter Demokratie. Es gibt in der Geheimdienstwelt einen Maßstab, den man nicht rechtsstaatlich greifen kann. Ansonsten wäre es kein Geheimdienst.

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08. September 2007 17:56

Die Gespräche der RAF mit ihren Verteidigern abgehört wurden

Bernhard Schmitz (DerKetzer)

dann ist mir so langsam klar, was die Geheimdienste gegen Otto Schily in der Hand haben könnten.

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