Kein Thema durchgehalten, keine These zugespitzt - Rainald Goetz

Rainald Goetz

Verachtung für alle

Rainald Goetz schließt sein Internettagebuch „Klage“. Sieben Jahre hatte er sich an einem Roman versucht, sieben Jahre nichts veröffentlicht. Dass ihm im Netz gelang, was auf dem Papier scheitert, ist kein Zufall. Von Nils Minkmar

Lesermeinungen zum Beitrag

23. Juni 2008 09:04

Ein potemkinscher Schriftsteller

Gregor Keuschnig (GregorKeuschnig)

Goetz ist vor allem eines: vollkommen überschätzt. Und das hat er den Medienvertretern zu verdanken, über die er jetzt so herzieht, weil die ihn zu einer Kunstfigur erhoben haben, die bei näherem Hinschauen (bzw. Lesen) nur dumpfe Gleichgültigkeit hinterlässt. Hinter der Bleiwüste seines Geschriebenen ist nichts als dumpfe Leere. Goetz ist ein oberflächlicher, ein potemkinscher Schriftsteller; ein grottenschlechter Thomas-Bernhard-Imitator, der zwanghaft versucht, mit Skandälchen seinen erbärmlichen Konvoluten Leben einzuhauchen.

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22. Juni 2008 07:43

Begleitschutz

Bernd Strasser (BerndStrasser)

Unzählige Funken Goetz' zartester Dichtkunst findet man in 'Klage'. Es war sehr angenehm über ein Jahr lang zwei oder drei Mal pro Woche auf Vanity rein zu klicken um ein paar frische Goetz Worte oder Wortfragmente mit zu nehmen. Sehr schöner Begleitschutz über ein Jahr lang, für mich persönlich.

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22. Juni 2008 00:28

Ekel

gisbert heimes (gisbert4)

Wie wird man den Ekel los (also nicht das Ekel). Und den Überdruß. Es hilft nichts, am Ende müssen sich beide wieder beruhigen, Rainald Goetz und Nils Minkmar. Das geht uns doch allen so :-).

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